Verhaltenstherapeut/in Jobs

60 aktuelle Verhaltenstherapeut/in Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
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Pflegefachkraft – Psychiatrie

Vivantes Wenckebach-KlinikumBerlin Tempelhof-Schöneberg

Werden Sie Teil unseres engagierten Teams als Pflegefachkraft in der Psychiatrie im Vivantes Wenckebach-Klinikum. Wir suchen motivierte Fachkräfte, die psychisch erkrankte Menschen mit Empathie und Expertise unterstützen möchten. Ihre Arbeitszeit beträgt 38,5 Wochenstunden, Teilzeit ist ebenfalls möglich. Das Entgelt erfolgt nach den Tarifgruppen EG P8 – EG P9 TVöD, abhängig von Ihrer Qualifikation. Unser Krankenhaus bietet nicht nur 443 Betten, sondern auch ein vielfältiges Umfeld, das Teamgeist und Patient*innenorientierung fördert. Gestalten Sie mit uns eine professionelle Versorgung, die Sicherheit, Orientierung und Entwicklung für unsere Patient*innen gewährleistet!
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Gesundheitsprogramme Kinderbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Ergotherapeuten (m/w/d)

AMEOS GruppeLübeck

Ergotherapeuten (m/w/d) gesucht – in Voll- oder Teilzeit! Sie gestalten individuelle und Gruppentherapien, einschließlich Kreativtherapien und kognitivem Training. Ihre Aufgaben umfassen die Anleitung von Rehabilitanden zum Umgang mit Therapiematerialien und die Mitwirkung an sozialmedizinischen Leistungsbeurteilungen. Zudem dokumentieren Sie erbrachte Leistungen im Krankenhausinformationssystem und erstellen Abschlussberichte. Teamarbeit und kontinuierliche Weiterbildung sind bei uns wichtig. Wenn Sie eine abgeschlossene Ausbildung in der Ergotherapie haben und Freude am Umgang mit Menschen mit Suchterkrankungen mitbringen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Gutes Betriebsklima Corporate Benefit AMEOS Gruppe Teilzeit weitere Benefits
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Fachkraft im Pflege- und Erziehungsdienst | Jugendlichen-Station I Psychiatrie (m/w/d)

LWL-Einrichtungen MarsbergMarsberg Sauerland

Wir suchen eine Fachkraft im Pflege- und Erziehungsdienst (m/w/d) für unsere Jugendlichen-Station in Marsberg. Diese unbefristete Stelle ist sowohl in Teilzeit als auch in Vollzeit verfügbar. Unsere Fachklinik behandelt umfassend sämtliche kinder- und jugendpsychiatrischen Störungen. Auf unseren Stationen 21 A I und 21 B II unterstützen wir Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren, die motiviert zur Therapie kommen. Wir bieten Hilfe bei Depressionen, Ängsten sowie emotionalen Problemen des Jugendalters. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres engagierten Teams in der psychiatrischen Versorgung!
Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Ferienbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Ergotherapeut / Ergotherapeutin (m/w/d) für das Kinderneurologische Zentrum

LVR-Klinik BonnBonn

Die LVR-Klinik Bonn sucht eine/n Ergotherapeuten/in (m/w/d) für das Kinderneurologische Zentrum. Die Stellenangebote sind unbefristet in Voll- oder Teilzeit zu besetzen und bieten eine attraktive Vergütung nach E9a TVöD. Der gewünschte Starttermin ist der 01.07.2026, oder nach individueller Vereinbarung. Mit 839 Betten und 1.700 Beschäftigten ist die LVR-Klinik Bonn eine innovative Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. Unser großes Team arbeitet in acht Abteilungen, einschließlich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bewerbungen sind bis zum 03.06.2026 möglich – werden Sie Teil unseres engagierten Teams!
Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit LVR-Klinik Bonn Einkaufsrabatte Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Teilzeit weitere Benefits
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Fachärztin / Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie (m/w/d)

Lumii KJPP - Praxis Monika S. KopecLeingarten

Wir suchen einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, der eine wertschätzende und ressourcenorientierte Haltung in der Arbeit mit Familien hat. Mit einem bestehenden Eintrag im Arztregister sind Sie bestens qualifiziert, um unsere besonderen Kinder zu betreuen. In einem engagierten Team arbeiten Sie auf Augenhöhe und profitieren von einer unbefristeten Festanstellung – ganz ohne stressige Nachtdienste. Die Möglichkeit zum Home-Office bietet Ihnen Flexibilität, während wir bereit sind, Sie kontinuierlich zu unterstützen und fortzubilden. Digitale Tools erleichtern Ihnen die Arbeit und ermöglichen mehr Fokus auf die Patienten. Bewerben Sie sich gerne für eine langfristige Zusammenarbeit!
Festanstellung Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Homeoffice Corporate Benefit Lumii KJPP - Praxis Monika S. Kopec Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Ergotherapeut (m/w/d)

Praxis für Ergotherapie Dirk HartnackErkrath

Unsere Ergotherapiepraxis Dirk Hartnack in Düsseldorf-Eller bietet seit 2004 professionelle Therapie durch erfahrene Ergotherapeuten. Mit einer Zweigstelle in Düsseldorf-Hassels seit 2005 erweitern wir unsere Dienstleistungen. Unser engagiertes Team von 11 Fachtherapeuten spezialisiert sich auf Neurologie, Pädiatrie, Geriatrie und Handtherapie. Durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildungen garantieren wir eine hochwertige Behandlung für unsere Patienten. Aktuell suchen wir Verstärkung in Voll- oder Teilzeit als Ergotherapeut (m/w/d). Sichern Sie sich jetzt eine Stelle und gestalten Sie die Zukunft der Ergotherapie mit uns!
Vermögenswirksame Leistungen Fahrtkosten-Zuschuss Betriebliche Altersvorsorge Jobrad Weiterbildungsmöglichkeiten Teilzeit weitere Benefits
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Ergotherapeut (m/w/d)

Praxis für Ergotherapie Dirk HartnackDüsseldorf

In Düsseldorf-Eller bietet die Praxis Ergotherapie Dirk Hartnack seit 2004 erstklassige Therapie durch ein Team von 11 qualifizierten Ergotherapeuten. Unsere Fachgebiete umfassen Neurologie, Pädiatrie, Geriatrie und Handtherapie, wobei jeder Therapeut spezielle Zusatzausbildungen vorweisen kann. Aufgrund unserer umfassenden Berufserfahrung garantieren wir eine optimale, individuelle Behandlung für jeden Patienten. Derzeit sind wir auf der Suche nach einer Verstärkung für unser Team als Ergotherapeut (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit. Ihre Aufgaben umfassen unter anderem Tätigkeiten in der Pädiatrie sowie eventuell in der Psychiatrie und anderen Fachbereichen. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil einer erfolgreichen Praxis!
Vermögenswirksame Leistungen Fahrtkosten-Zuschuss Betriebliche Altersvorsorge Jobrad Weiterbildungsmöglichkeiten Teilzeit weitere Benefits
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Physiotherapeut (m/w/d) in Teilzeit

Reha Zentrum Horst & BuerGelsenkirchen

Das Rehazentrum Horst & Buer in Gelsenkirchen bietet eine ganzheitliche physiotherapeutische Versorgung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. In drei modernen Praxen stehen vielfältige therapeutische Leistungen zur Verfügung, darunter klassische Krankengymnastik und innovative Reha-Maßnahmen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der individuellen Betreuung, angepasst an die spezifischen Bedürfnisse der Patienten. Das engagierte Team fördert eine respektvolle und empathische Kommunikation, die Vertrauen schafft. Ein wesentliches Merkmal ist die ausgeprägte Teamkultur, die flache Hierarchien und schnelle Entscheidungsprozesse ermöglicht. Besuchen Sie uns für Ihre persönliche Gesundheitsförderung und erfahren Sie, wie wir Ihnen helfen können!
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Teilzeit weitere Benefits
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Facharzt (m/w/d) für physikalische und rehabilitative Medizin

Rasev EugenSchweinfurt

Wir suchen einen Facharzt (m/w/d) für physikalische und rehabilitative Medizin in Voll- oder Teilzeit für unsere Praxis in Schweinfurt. Ihre Hauptaufgaben umfassen die eigenständige ärztliche Betreuung von Patienten sowie die Durchführung fundierter Diagnostik bei muskuloskelettalen Schmerzsyndromen. In einem interdisziplinären Team aus Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern entwickeln Sie effektive, individuelle Therapiepläne. Wir legen Wert auf Bewegung, Edukation und, falls nötig, medikamentöse Unterstützung. Ihre Qualifikationen sollten einen Facharztabschluss oder eine Facharztweiterbildung in der Schmerz- und Rehabilitationsmedizin umfassen. Begeisterung für patientenzentrierte Medizin ist uns ebenfalls wichtig.
Gutes Betriebsklima Parkplatz Teilzeit weitere Benefits
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Physiotherapeut (m/w/d)

Monika DalquenBergen

Die Physiotherapie Monika Dalquen in Bergen bietet maßgeschneiderte Behandlungen für alle Patienten. Mit einem ganzheitlichen Ansatz sorgt ein einzelner Therapeut pro Patient für persönliche und effektive Therapie. Zu den angebotenen Methoden gehören Manuelle Therapie, Maitland- und Bobath-Therapie sowie Manuelle Lymphdrainage. Insbesondere Kindertherapien werden mit besonderer Sorgfalt durchgeführt, um optimale Ergebnisse zu erreichen. Mit über 30 Jahren Erfahrung garantiert das Team kontinuierliche und empathische Betreuung. Aktuell suchen wir einen engagierten Physiotherapeuten (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit, um unser erfahrenes Team zu verstärken.
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit Monika Dalquen Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Teilzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Verhaltenstherapeut/in wissen müssen

Verhaltenstherapeut/in Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Verhaltenstherapeut/in wissen müssen

Ein Beruf, der selten laut – und doch so relevant ist: Verhaltenstherapeut/in im Wandel

Wann hat es eigentlich begonnen, dass so viele – junge, aber auch erfahrene – Menschen an der Schwelle zum Beruf Verhaltenstherapie innehalten? Ein leises Zögern, ein sachtes Abwägen: Soll ich wirklich, kann ich das, macht das noch Sinn in dieser Zeit? Wer heute erwägt, Verhaltenstherapeut/in zu werden – oder darüber nachdenkt, aus der Beratung, Sozialarbeit oder Psychiatrie in diesen Bereich zu wechseln, bekommt eine Ahnung davon, wie viel mehr als „nur“ Therapie in diesem Beruf steckt. Tatsächlich: Hier geht es nicht um Handgriffe oder Rezepte, sondern um analytische Neugier, emotionale Widerstandsfähigkeit und eine Prise Pragmatismus, an Tagen, an denen der Wind besonders hart bläst.


Weg in den Beruf: Nicht um die Ecke, selten geradlinig

Nüchtern betrachtet ist der Einstieg in die Verhaltenstherapie ein Hindernislauf. Erst ein Psychologiestudium (oder in speziellen Fällen ein Studium der Medizin), dann – und das ist der Knackpunkt – die mehrjährige Ausbildung zum/r Psychologischen Psychotherapeuten/in mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Eine Investition in Zeit, Geld und das eigene Nervenkostüm, die nur lohnt, wenn man sie wirklich will. Auch als Quereinsteiger/in? Theoretisch ja, praktisch aber mit spürbaren Hürden: Ohne den akademischen Grundstein bündelt sich alles auf wenige Alternativwege, die meist noch länger dauern und selten planbar sind. Für Berufseinsteiger schmerzt besonders, dass die Ausbildungsvergütung dünn ausfällt – wer einen Master in Psychologie hat, erwartet oft mehr als die Praktikantengehälter, die in der Praxis gezahlt werden; ein Umstand, den viele bis zuletzt verdrängen.


Alltag zwischen Drama und Dilemma: Praxis der Verhaltenstherapie

Woran merkt man, dass man angekommen ist? Jeder, der in die Praxis einsteigt, erinnert sich an diesen einen Moment, in dem ein bislang anonymer Klient im Flur sitzt – und wartet. Von außen betrachtet mag der Therapeutenalltag nach einer Abfolge vertrauter Routinen aussehen: Anamnesegespräche, Zieldefinition, Interventionen, Verlaufsdokumentationen. Die Wirklichkeit? Nicht selten ein Eiertanz zwischen Behandlungsleitlinien, Bürokratie, akutem Patientenaufkommen und dem stillen Wunsch nach Wirksamkeit. Oder um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: „Manchmal ist man mehr Krisenmanager/in als Therapeut/in – und gelegentlich sogar beides, gleichzeitig.“

Was die meisten unterschätzen: Das Idealbild aus dem Lehrbuch löst sich in der Praxis rasch auf – denn Menschen verhalten sich selten wie in Fallbeispielen. Vieles bleibt improvisiert, trotz aller Leitlinien. Wer also Angst vor Ungewissheit oder emotionaler Nähe hat, sollte nicht gerade diesen Beruf wählen. Psychische Resilienz, Selbstreflexion und eine professionelle Distanz – das ist nicht bloß Erfahrungssache, sondern eine tägliche Ausgangslage.


Geld, Geltung, Geografie: Gehaltsspielräume und regionale Unterschiede

Das liebe Geld – ja, man kommt nicht umhin, es beim Namen zu nennen. Die Gehälter für Verhaltenstherapeut/innen schwanken beträchtlich – je nach Region, Träger und individuellem Verhandlungsvermögen. In Ballungszentren mit hohem Kostendruck kann ein/e Berufseinsteiger/in in Anstellung zwischen 3.000 € und 3.700 € brutto im Monat erwarten. In ländlichen Gebieten, wo Fachkräfte fehlen, kann sich das Pendel allerdings nach oben bewegen – sofern man bereit ist, für ein Stück Ruhe auch den Weg ins Grüne zu wagen.

Freiberufler/innen oder eigene Kassensitze? Das ist ein anderes Kapitel. Hier sind zwar fünfstellige Monatsumsätze nicht abwegig, aber bis dahin ist es ein weiter Marsch: mit langwierigen Zulassungsverfahren, hohem Risiko und der Notwendigkeit, Praxisführung und Therapie unter einen Hut zu bringen. Was viele unterschätzen: Die Tragweite der Bürokratie – Verwaltung, Abrechnungen, Fortbildungen, Supervisionen. Wer in der „Praxis auf eigene Faust“ den schnellen Reichtum sucht, den belehrt der Alltag recht nüchtern.


Neue Herausforderungen: Digitalisierung, gesellschaftlicher Wandel und – ja, der Fachkräftemangel

Machen wir uns nichts vor, auch in der Verhaltenstherapie sind die alten Karten neu gemischt. Pandemie, Digitalisierung, gesellschaftlicher Umbruch – das alles hinterlässt Spuren. Die Videotherapie ist längst Alltag geworden, Plattformen für Online-Therapie (manche schwören darauf, andere rümpfen die Nase) gehören mittlerweile zum Instrumentarium. Der Vorteil: Wer sich mit Technik nicht schwertut, kann weite Klientenkreise erreichen und – technisch gesehen – flexibler arbeiten. Nachteil? Distanz ist nicht dasselbe wie Nähe. Manche Entwicklungen geschehen zu schnell für die Sorgfalt, die therapeutische Prozesse eigentlich verlangen.

Und dann ist da noch der Fachkräftemangel. Die Nachfrage ist enorm, die Wartelisten prall gefüllt. Berufseinsteiger/innen und wechselbereite Kolleginnen stehen damit an einem Punkt, an dem viele Türen offen stehen – sofern man bereit ist, sich auf unkonventionelle Arbeitsmodelle, hybride Settings und vielleicht auch neue Zielgruppen einzulassen. Für viele ist das eher Ansporn als Abschreckung. Aber: Auch Flexibilität hat Grenzen – manchmal fragt man sich schon, wie viel man einer Handelsware namens „Selbstfürsorge“ opfern sollte, nur um das System am Laufen zu halten.


Karriere, Weiterbildungen und die Frage nach der persönlichen Grenze

Der Beruf öffnet viele Türen – von der klassischen Einzeltherapie über Gruppenangebote bis zu Führungsrollen in Kliniken oder Ausbildungsinstituten. Wer den Wunsch nach Entwicklung verspürt, kann Schwerpunkte setzen: von Kinder- und Jugendpsychotherapie über Suchtbehandlung bis hin zu Forschungsprojekten oder Beratungsformen, die noch nicht einmal einen eigenen Namen haben. Die Fortbildungslandschaft ist reich, aber auch unübersichtlich. Manchmal überkommt einen das Gefühl: Kaum hat man einen Stempel mehr auf dem Fortbildungsnachweis, verlangt das System schon nach dem nächsten Update.

Bleibt die Frage nach dem eigenen Maß. Wie viel Engagement, wie viel Weiterentwicklung – wie viel von sich selbst steckt man in einen Beruf, der auf Dauer fordert und (bei Licht betrachtet) selten Kompromisse macht? Es gibt nicht die eine richtige Antwort. Nur die Erfahrung von Kolleginnen und Kollegen, dass sich die Mühe lohnt, wenn das eigene Tun Spuren hinterlässt. So ist Therapie eben auch – eine Suche nach Balance. Zwischen Anspruch und Alltag, Empathie und Abgrenzung.

Wer sich auf das Abenteuer Verhaltenstherapie einlässt, braucht vor allem eins: ehrliche Neugier, die Fähigkeit zum Perspektivwechsel – und eine gewisse Gelassenheit, wenn das Leben mal wieder die besseren Pläne macht.


Kurzbeschreibung Verhaltenstherapeut/in

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Verhaltenstherapeut/in

Nüchtern betrachtet ist der Einstieg in die Verhaltenstherapie ein Hindernislauf. Erst ein Psychologiestudium (oder in speziellen Fällen ein Studium der Medizin), dann – und das ist der Knackpunkt – die mehrjährige Ausbildung zum/r Psychologischen Psychotherapeuten/in mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Eine Investition in Zeit, Geld und das eigene Nervenkostüm, die nur lohnt, wenn man sie wirklich will. Auch als Quereinsteiger/in? Theoretisch ja, praktisch aber mit spürbaren Hürden: Ohne den akademischen Grundstein bündelt sich alles auf wenige Alternativwege, die meist noch länger dauern und selten planbar sind. Für Berufseinsteiger schmerzt besonders, dass die Ausbildungsvergütung dünn ausfällt – wer einen Master in Psychologie hat, erwartet oft mehr als die Praktikantengehälter, die in der Praxis gezahlt werden; ein Umstand, den viele bis zuletzt verdrängen.

Woran merkt man, dass man angekommen ist? Jeder, der in die Praxis einsteigt, erinnert sich an diesen einen Moment, in dem ein bislang anonymer Klient im Flur sitzt – und wartet. Von außen betrachtet mag der Therapeutenalltag nach einer Abfolge vertrauter Routinen aussehen: Anamnesegespräche, Zieldefinition, Interventionen, Verlaufsdokumentationen. Die Wirklichkeit? Nicht selten ein Eiertanz zwischen Behandlungsleitlinien, Bürokratie, akutem Patientenaufkommen und dem stillen Wunsch nach Wirksamkeit. Oder um es mit einem Augenzwinkern zu sagen: „Manchmal ist man mehr Krisenmanager/in als Therapeut/in – und gelegentlich sogar beides, gleichzeitig.“

Was die meisten unterschätzen: Das Idealbild aus dem Lehrbuch löst sich in der Praxis rasch auf – denn Menschen verhalten sich selten wie in Fallbeispielen. Vieles bleibt improvisiert, trotz aller Leitlinien. Wer also Angst vor Ungewissheit oder emotionaler Nähe hat, sollte nicht gerade diesen Beruf wählen. Psychische Resilienz, Selbstreflexion und eine professionelle Distanz – das ist nicht bloß Erfahrungssache, sondern eine tägliche Ausgangslage.

Das liebe Geld – ja, man kommt nicht umhin, es beim Namen zu nennen. Die Gehälter für Verhaltenstherapeut/innen schwanken beträchtlich – je nach Region, Träger und individuellem Verhandlungsvermögen. In Ballungszentren mit hohem Kostendruck kann ein/e Berufseinsteiger/in in Anstellung zwischen 3.000 € und 3.700 € brutto im Monat erwarten. In ländlichen Gebieten, wo Fachkräfte fehlen, kann sich das Pendel allerdings nach oben bewegen – sofern man bereit ist, für ein Stück Ruhe auch den Weg ins Grüne zu wagen.

Freiberufler/innen oder eigene Kassensitze? Das ist ein anderes Kapitel. Hier sind zwar fünfstellige Monatsumsätze nicht abwegig, aber bis dahin ist es ein weiter Marsch: mit langwierigen Zulassungsverfahren, hohem Risiko und der Notwendigkeit, Praxisführung und Therapie unter einen Hut zu bringen. Was viele unterschätzen: Die Tragweite der Bürokratie – Verwaltung, Abrechnungen, Fortbildungen, Supervisionen. Wer in der „Praxis auf eigene Faust“ den schnellen Reichtum sucht, den belehrt der Alltag recht nüchtern.

Machen wir uns nichts vor, auch in der Verhaltenstherapie sind die alten Karten neu gemischt. Pandemie, Digitalisierung, gesellschaftlicher Umbruch – das alles hinterlässt Spuren. Die Videotherapie ist längst Alltag geworden, Plattformen für Online-Therapie (manche schwören darauf, andere rümpfen die Nase) gehören mittlerweile zum Instrumentarium. Der Vorteil: Wer sich mit Technik nicht schwertut, kann weite Klientenkreise erreichen und – technisch gesehen – flexibler arbeiten. Nachteil? Distanz ist nicht dasselbe wie Nähe. Manche Entwicklungen geschehen zu schnell für die Sorgfalt, die therapeutische Prozesse eigentlich verlangen.

Und dann ist da noch der Fachkräftemangel. Die Nachfrage ist enorm, die Wartelisten prall gefüllt. Berufseinsteiger/innen und wechselbereite Kolleginnen stehen damit an einem Punkt, an dem viele Türen offen stehen – sofern man bereit ist, sich auf unkonventionelle Arbeitsmodelle, hybride Settings und vielleicht auch neue Zielgruppen einzulassen. Für viele ist das eher Ansporn als Abschreckung. Aber: Auch Flexibilität hat Grenzen – manchmal fragt man sich schon, wie viel man einer Handelsware namens „Selbstfürsorge“ opfern sollte, nur um das System am Laufen zu halten.

Der Beruf öffnet viele Türen – von der klassischen Einzeltherapie über Gruppenangebote bis zu Führungsrollen in Kliniken oder Ausbildungsinstituten. Wer den Wunsch nach Entwicklung verspürt, kann Schwerpunkte setzen: von Kinder- und Jugendpsychotherapie über Suchtbehandlung bis hin zu Forschungsprojekten oder Beratungsformen, die noch nicht einmal einen eigenen Namen haben. Die Fortbildungslandschaft ist reich, aber auch unübersichtlich. Manchmal überkommt einen das Gefühl: Kaum hat man einen Stempel mehr auf dem Fortbildungsnachweis, verlangt das System schon nach dem nächsten Update.

Bleibt die Frage nach dem eigenen Maß. Wie viel Engagement, wie viel Weiterentwicklung – wie viel von sich selbst steckt man in einen Beruf, der auf Dauer fordert und (bei Licht betrachtet) selten Kompromisse macht? Es gibt nicht die eine richtige Antwort. Nur die Erfahrung von Kolleginnen und Kollegen, dass sich die Mühe lohnt, wenn das eigene Tun Spuren hinterlässt. So ist Therapie eben auch – eine Suche nach Balance. Zwischen Anspruch und Alltag, Empathie und Abgrenzung.

Wer sich auf das Abenteuer Verhaltenstherapie einlässt, braucht vor allem eins: ehrliche Neugier, die Fähigkeit zum Perspektivwechsel – und eine gewisse Gelassenheit, wenn das Leben mal wieder die besseren Pläne macht.

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