Techniker/in - Werkstofftechnik Jobs

18 aktuelle Techniker/in - Werkstofftechnik Stellenangebote

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Chemielaborant / Werkstoffprüfer / ATA / PhyTA / CTA / MTA - Technisches Analytisches Labor (w/m/d)

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaAWindach, München

Wir suchen einen Chemielaboranten/Werkstoffprüfer (m/w/d) zur Verstärkung unseres technischen analytischen Laborteams. Sie sind verantwortlich für analytische Messungen und Reklamationsbearbeitung, um Vertrieb und Qualitätssicherung zu unterstützen. Die Messfähigkeit von Materialprüfmaschinen und Geräten wie IR, DSC, Rheometer und DMTA wird von Ihnen gewährleistet. Zudem stellen Sie Klebeverbindungen und Prüfkörper im Rahmen von Wareneingangskontrollen her und prüfen diese. Das Erstellen von Dokumentationen und Laborberichten auf Deutsch und Englisch gehört ebenfalls zu Ihren Aufgaben. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft mit uns aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Fahrtkosten-Zuschuss Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Heute veröffentlicht

Chemielaborant (m/w/d)

Zweckverband LandeswasserversorgungLangenau

Wir suchen einen engagierten Chemielaboranten (m/w/d) in Vollzeit für eine befristete Anstellung. In dieser Position führen Sie analytische Untersuchungen von Trink-, Grund- und Oberflächenwässern durch. Dabei nutzen Sie modernste Verfahren wie LC-HRMS und LC-MS/MS sowie Dünnschichtchromatographie. Zu Ihren Aufgaben gehören ebenfalls die Mitarbeit an Routine- und Forschungsaufgaben, die Plausibilitätsprüfung von Analysenergebnissen sowie die Durchführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung als Chemielaborant oder Chemisch-technischer Assistent, idealerweise mit Kenntnissen in der Wasseranalytik. Werden Sie Teil unseres Teams und tragen Sie zur Sicherstellung der Wasserqualität bei!
Festanstellung Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Work-Life-Balance Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Einkaufsrabatte Jobrad Homeoffice Vollzeit weitere Benefits
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Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik / Kunststoff- und Kautschuktechnologe (m/w/d) - Schwendi

TECHNIgreen GmbHSchwendi

Werden Sie Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik (m/w/d) in Schwendi! In dieser vielseitigen Rolle rüsten und bedienen Sie Spritzgussmaschinen, während Sie Prozesse steuern und optimieren. Ihre Expertise hilft bei der Störungsanalyse und sichert Qualität sowie Effizienz. Sie arbeiten aktiv an Bemusterungen und Prozessverbesserungen mit. Ideale Voraussetzungen sind eine Ausbildung als Verfahrensmechaniker oder eine vergleichbare Qualifikation sowie Erfahrung im Spritzguss. Genießen Sie die Vorteile eines Familienunternehmens mit modernen Anlagen und unbefristeten Verträgen – wir unterstützen Ihre berufliche Weiterentwicklung!
Unbefristeter Vertrag Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Mitarbeiter Produktion Ultrafiltration und Chromatographie (w/m/d)

STADA Arzneimittel AGUetersen

Verstärken Sie unser Team als Mitarbeiter in der Produktion für Ultrafiltration und Chromatographie (w/m/d) in Deutschland. Ihre Hauptaufgabe umfasst die Aufreinigung von Pharmawirkstoffen unter Einhaltung strenger Herstellprotokolle. Sie bedienen hochmoderne Ultrafiltrations- und chromatografische Anlagen, reinigen und warten diese. In-Prozess-Kontrollen und die ordnungsgemäße Führung von Betriebsbüchern zählen ebenfalls zu Ihren Aufgaben. Idealerweise bringen Sie eine abgeschlossene Ausbildung als PTA, BTA oder Molkereitechniker mit und haben Erfahrung im GMP-Umfeld. Ein sicheres Handling von MS-Office sowie technisches Verständnis runden Ihr Profil ab und ermöglichen eine gewissenhafte, zuverlässige Arbeitsweise.
Unbefristeter Vertrag Urlaubsgeld Erfolgsbeteiligung Kinderbetreuung Corporate Benefit STADA Arzneimittel AG Kantine Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Mitarbeiter (m/w/d) Qualitätssicherung / Labor im Bereich Flüssigkunststoffe

SOPREMA GmbHOberroßbach Soprema Gmbh

Die SOPREMA Gruppe ist ein führendes, familiengeführtes Unternehmen, das weltweit mit 12.300 Mitarbeitern einen Umsatz von 5,14 Milliarden Euro (2024) erzielt. In Deutschland beschäftigt SOPREMA über 600 Fachkräfte und ist an mehreren Standorten aktiv, darunter Mannheim, Hof/Oberroßbach und Berlin. Unsere kontinuierlichen Qualitätsprüfungen umfassen Rohmaterialien und Endprodukte, um höchste Standards zu gewährleisten. Dazu gehört die Kalibrierung von Prüfmitteln und die Überwachung der Flüssigkunststoffproduktion. Zudem optimieren wir unsere Produkte durch Labortests. Wir suchen motivierte Chemielaboranten und ähnliche Fachkräfte, um unser Team zu verstärken.
Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Vermögenswirksame Leistungen Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Laborleiter Qualitätsmanagement Carbon Black chemische Industrie (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

Als Laborleiter (m/w/d) in unserem Qualitätslabor führen Sie ein 21-köpfiges Team im 24/7-Schichtbetrieb. Sie sind der zentrale Ansprechpartner für Ihre Mitarbeitenden und fördern eine offene Kommunikation über Schichtgrenzen hinweg. Ihre Hauptaufgabe besteht in der fachlichen und operativen Leitung, während Sie gleichzeitig die Weiterentwicklung unserer Labor- und Qualitätsprozesse vorantreiben. Mit einer unbefristeten Festanstellung in Vollzeit und 30 Tagen Urlaub bieten wir Ihnen optimale Arbeitsbedingungen. Zudem bieten wir ein attraktives Gehaltsband zwischen 84.000 € und 102.000 €. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres erfolgreichen Teams!
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Gutes Betriebsklima Erfolgsbeteiligung Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Technischer Betriebsleiter (m/w/d)

ZECH Umwelt GmbHNürnberg

Sie suchen eine spannende Herausforderung im Maschinen- und Anlagenbau? Wir suchen eine motivierte Fachkraft im Bereich Instandhaltung mit mehrjähriger Erfahrung, idealerweise in einer Leitungsposition wie Teamleiter oder Schichtleiter (m/w/d). Bringen Sie Kenntnisse im Umgang mit Radladern mit? Unser Unternehmen bietet Ihnen einen unbefristeten Arbeitsvertrag, eine attraktive Vergütung und zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Profitieren Sie zudem von unseren umfangreichen Mitarbeiterangeboten wie Jobticket, Job Rad und exklusiven Vergünstigungen in über 20 Hotels. Werden Sie Teil eines engagierten Teams und machen Sie den nächsten Schritt in Ihrer Karriere!
Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit ZECH Umwelt GmbH Jobticket – ÖPNV Vollzeit weitere Benefits
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Leiter | Kunststofftechnik Entwicklung (m/w/d)

Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KGAbensberg, Regensburg

Wir suchen einen erfahrenen Kunststofftechniker mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Automobilbranche. Starke Team- und Kommunikationsfähigkeiten sowie Führungserfahrung sind unerlässlich. Bewerber sollten umfangreiche Kenntnisse im Projekt- und Prozessmanagement mitbringen. Unsere Mitarbeiter profitieren von einem attraktiven Gehalt, diversen Sonderzahlungen und exklusiven Mitarbeiterrabatten. Gezielte Weiterbildungsprogramme und flexible Arbeitszeiten fördern eine gesunde Work-Life-Balance. Erleben Sie eine familiäre Atmosphäre in einem international agierenden Unternehmen, das sich auf innovative Bordnetzlösungen spezialisiert hat.
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Techniker/in - Werkstofftechnik wissen müssen

Techniker/in - Werkstofftechnik Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Techniker/in - Werkstofftechnik wissen müssen

Materialgeflüster zwischen Technik und Realität: Der Einstieg als Techniker/in – Werkstofftechnik

Neulich, auf einer Bahnfahrt irgendwo zwischen Ruhrgebiet und Franken, geriet ich eher zufällig ins Gespräch mit einem jungen Mann, der frisch gebackener Techniker für Werkstofftechnik war. Nennen wir ihn Marvin. Gut, „zufällig“ – er trug ein T-Shirt mit Periodensystem-Aufdruck, und das weckt berufliche Neugier. Seine Begeisterung für Aluminium, Kunststoff und Co. sprang förmlich über. Aber, und das hat mich nicht überrascht: Die Unsicherheiten waren mindestens genauso präsent wie die Lust auf den Neustart. Warum ausgerechnet Werkstofftechnik? Und – braucht’s das überhaupt noch, wo doch alles „digital“ ist? Zeit, sich diesen Fragen – und vielleicht auch ein paar hartnäckigen Halbwahrheiten – einmal aus persönlicher Warte zu nähern.


Werkstofftechnik: Beruf mit Biss – und Frustpotenzial

Wer frisch in die Welt der Werkstofftechnik einsteigt, wird schnell merken: Das hier ist weder Maschinenbau im klassischen Sinn noch Chemielabor light. Womit man es täglich zu tun bekommt? Stahl, Aluminium, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, Keramiken. Mal messe ich eine Zugprobe im Labor, dann wieder versuche ich, den Kundendienst zu beruhigen, weil das frisch gelieferte Teil aussieht wie ein Porzellan-Ei nach einer Nostalgieschleuder. Früh übt sich, wer bruchfeste Nervenzellen braucht. Zwischen Stempeldruck und Mikroskopie steckt auch viel Alltagsdetektivarbeit: Woher kommt die Haarrissbildung? Warum „pappt“ die Schweißverbindung mal wieder nicht?


Die Tätigkeit ist ein Puzzlespiel zwischen Theorie und Praxis. Nicht selten hätte ich gern einen Zauberstab, der mir das Rätselraten erspart – aber, Hand aufs Herz: Der Stolz, wenn man die Ursache nach Tagen findet, wiegt jede Überstunde wieder auf. Und ja, Schichtarbeit im Prüflabor kann anstrengend sein, aber der Gedanke, dass man mit seinem Know-how ganz konkret Einfluss auf den Unternehmenserfolg nimmt, wiegt enorm. Oder, wie ein Kollege mal meinte: „Bei uns entscheidet sich am Mikroskop, ob 1000 Autos reif für den Rückruf sind.“


Qualifikationen: Zwischen Taschenrechner und Menschenkenntnis

Die Voraussetzungen, um in der Werkstofftechnik klarzukommen, sind vielseitiger, als Broschüren glauben machen. Sicher, solide Grundlagen in Physik, Chemie – Mathematik sowieso. Ohne, dass man gleich als wandelndes Periodensystem gilt. Aber: Je länger ich mich in dieser Branche bewege, desto mehr überzeugt mich, dass Kommunikationsfähigkeit und Hartnäckigkeit genauso zählen. Klar, ein Typ für den Elfenbeinturm wird hier nicht glücklich. Wer es schafft, sich bei widersprüchlichen Aussagen von Produktion, Einkauf und Laborleitung nicht kirre machen zu lassen, ist bestens gewappnet. Viele unterschätzen, dass Werkstofftechnik oft Schnittstellenarbeit ist – zwischen Produktion, Entwicklung und Qualität, und manchmal auch zwischen Streitparteien.


Wichtig ist: Mut zur Weiterbildung und, vielleicht sogar noch wichtiger, zur Fehlerkultur. Denn Irren darf, wer daraus lernt. Wer jedes Fließschema auswendig kennt, aber im Gespräch mit der Entwicklungsleitung blockiert, bleibt auf Strecke. Routine ist ein seltenes Gut – und spätestens, wenn ein neuer Werkstofftrend aus Fernost anrollt, sitzt niemand mehr auf der sicheren Bank. Wer hier am Ball bleiben will, setzt auf Neugier und Pragmatismus gleichermaßen.


Gehalt: Luft nach oben, (aber manchmal auch nach unten)

Offen gestanden: Die Gehaltsfrage ist der Knackpunkt, der vielen Einsteigern – und Wechselwilligen – die Laune vergällen kann. Ja, sie variiert beträchtlich. Zwischen bayerischem Großbetrieb und mittelständischer Kunststoffbude im Nordwesten klaffen manchmal Welten. Im süddeutschen Maschinenbau winken beim Einstieg oft 3.200 € bis 3.600 € brutto – gängig, aber nicht garantiert. Anderswo? Da landet man – rosig gerechnet – bei 2.800 €, gelegentlich sogar weniger.


Das Schöne: Die Bandbreite wächst mit Erfahrung, Branchenwechsel, Zusatzkompetenzen. Wer sich im Bereich Automotive, Luftfahrt oder Medizintechnik spezialisiert, kann durchaus Sprünge machen – bis jenseits der 4.000 €, auf Leitungsebene sogar mehr. Aber, und das betone ich oft: Zertifikate machen allein noch kein Monatsplus. Erst nach mehreren Jahren, Aufgabenwechseln und dem einen oder anderen beherzten Projekt sind nennenswerte Gehaltssteigerungen drin. Und Tarifbindung? Hilfreich, aber kein Allheilmittel – da hat jede Region ihren eigenen Rhythmus.


Der Arbeitsmarkt – Chancen, Durststrecken und (un)erwartete Wendungen

Wer einen Blick auf die Stellenportale wirft, kriegt es schwarz auf weiß: Werkstofftechnik ist gefragt, klar – aber nicht inflationär. Während große Zulieferer und Automobilkonzerne weiterhin nach „frischen“ Technikerinnen und Technikern suchen, ist das Bild bei mittelständischen Unternehmen durchwachsener. Regionen mit hohem industriellen Gewicht bieten mehr Optionen: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen oder das südliche NRW stechen hervor. Fast schon ein Klassiker: Wer mobil ist, hat die besseren Karten.


Gerade junge Berufseinsteiger unterschätzen oft, wie stark sich die Nachfrage an wirtschaftlichen Zyklen und Innovationswellen koppelt. Wer heute in ein Unternehmen geht, das sich auf Verbundwerkstoffe für Windkraftanlagen spezialisiert, schwimmt auf der Nachhaltigkeitswelle – und das kann sich auszahlen. Aber: Branchenkrisen oder Investitionsstaus können schnell zum Minenfeld werden. Für Wechselbereite lohnt deshalb der Blick über den Tellerrand – etwa Richtung Recycling, additive Fertigung oder alternative Baustoffe.


Leben zwischen Labor, Werkhalle und Feierabend – Realität oder Illusion?

Jetzt mal Tacheles: Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben… ist so eine Sache. Wer familiär eingebunden ist, muss bei Schichtarbeit und kurzfristigen Einsätzen Organisationstalent beweisen. Aber ich kenne auch genug Kollegen, die sich in flexiblen Arbeitszeitmodellen wiederfinden – insbesondere dort, wo innovative Unternehmen auf Work-Life-Balance als Marketingfaktor setzen. Homeoffice? Selten; Materialproben lassen sich schlecht per Mail schicken. Aber: Es gibt Spielräume, gerade wenn das Unternehmen erkannt hat, dass dauerhafte Überstunden das beste Personal vertreibt.


Worauf ich hinauswill: Wer als Technikerin oder Techniker in der Werkstofftechnik durchstarten will, braucht nicht nur handfestes Wissen, sondern auch eine gewisse Lernlust, Flexibilität und das berühmte dicke Fell. Manchmal kommt es vor, dass man vier Vormittage am Stück an der Chromschicht rumdoktert und sich dabei fragt, wieso man das Studium, die Weiterbildung oder den Quereinstieg gemacht hat… um am Freitagabend, mit frisch gelöstem Problem, wieder alles für den besten Job der Welt zu halten. Ich für meinen Teil habe noch keinen Tag bereut – auch wenn Aluminiumprofile nach zehn Stunden die Geduld strapazieren können.


Kurzbeschreibung Techniker/in - Werkstofftechnik

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Techniker/in - Werkstofftechnik

Wer frisch in die Welt der Werkstofftechnik einsteigt, wird schnell merken: Das hier ist weder Maschinenbau im klassischen Sinn noch Chemielabor light. Womit man es täglich zu tun bekommt? Stahl, Aluminium, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, Keramiken. Mal messe ich eine Zugprobe im Labor, dann wieder versuche ich, den Kundendienst zu beruhigen, weil das frisch gelieferte Teil aussieht wie ein Porzellan-Ei nach einer Nostalgieschleuder. Früh übt sich, wer bruchfeste Nervenzellen braucht. Zwischen Stempeldruck und Mikroskopie steckt auch viel Alltagsdetektivarbeit: Woher kommt die Haarrissbildung? Warum „pappt“ die Schweißverbindung mal wieder nicht?


Die Tätigkeit ist ein Puzzlespiel zwischen Theorie und Praxis. Nicht selten hätte ich gern einen Zauberstab, der mir das Rätselraten erspart – aber, Hand aufs Herz: Der Stolz, wenn man die Ursache nach Tagen findet, wiegt jede Überstunde wieder auf. Und ja, Schichtarbeit im Prüflabor kann anstrengend sein, aber der Gedanke, dass man mit seinem Know-how ganz konkret Einfluss auf den Unternehmenserfolg nimmt, wiegt enorm. Oder, wie ein Kollege mal meinte: „Bei uns entscheidet sich am Mikroskop, ob 1000 Autos reif für den Rückruf sind.“

Die Voraussetzungen, um in der Werkstofftechnik klarzukommen, sind vielseitiger, als Broschüren glauben machen. Sicher, solide Grundlagen in Physik, Chemie – Mathematik sowieso. Ohne, dass man gleich als wandelndes Periodensystem gilt. Aber: Je länger ich mich in dieser Branche bewege, desto mehr überzeugt mich, dass Kommunikationsfähigkeit und Hartnäckigkeit genauso zählen. Klar, ein Typ für den Elfenbeinturm wird hier nicht glücklich. Wer es schafft, sich bei widersprüchlichen Aussagen von Produktion, Einkauf und Laborleitung nicht kirre machen zu lassen, ist bestens gewappnet. Viele unterschätzen, dass Werkstofftechnik oft Schnittstellenarbeit ist – zwischen Produktion, Entwicklung und Qualität, und manchmal auch zwischen Streitparteien.


Wichtig ist: Mut zur Weiterbildung und, vielleicht sogar noch wichtiger, zur Fehlerkultur. Denn Irren darf, wer daraus lernt. Wer jedes Fließschema auswendig kennt, aber im Gespräch mit der Entwicklungsleitung blockiert, bleibt auf Strecke. Routine ist ein seltenes Gut – und spätestens, wenn ein neuer Werkstofftrend aus Fernost anrollt, sitzt niemand mehr auf der sicheren Bank. Wer hier am Ball bleiben will, setzt auf Neugier und Pragmatismus gleichermaßen.

Offen gestanden: Die Gehaltsfrage ist der Knackpunkt, der vielen Einsteigern – und Wechselwilligen – die Laune vergällen kann. Ja, sie variiert beträchtlich. Zwischen bayerischem Großbetrieb und mittelständischer Kunststoffbude im Nordwesten klaffen manchmal Welten. Im süddeutschen Maschinenbau winken beim Einstieg oft 3.200 € bis 3.600 € brutto – gängig, aber nicht garantiert. Anderswo? Da landet man – rosig gerechnet – bei 2.800 €, gelegentlich sogar weniger.


Das Schöne: Die Bandbreite wächst mit Erfahrung, Branchenwechsel, Zusatzkompetenzen. Wer sich im Bereich Automotive, Luftfahrt oder Medizintechnik spezialisiert, kann durchaus Sprünge machen – bis jenseits der 4.000 €, auf Leitungsebene sogar mehr. Aber, und das betone ich oft: Zertifikate machen allein noch kein Monatsplus. Erst nach mehreren Jahren, Aufgabenwechseln und dem einen oder anderen beherzten Projekt sind nennenswerte Gehaltssteigerungen drin. Und Tarifbindung? Hilfreich, aber kein Allheilmittel – da hat jede Region ihren eigenen Rhythmus.

Wer einen Blick auf die Stellenportale wirft, kriegt es schwarz auf weiß: Werkstofftechnik ist gefragt, klar – aber nicht inflationär. Während große Zulieferer und Automobilkonzerne weiterhin nach „frischen“ Technikerinnen und Technikern suchen, ist das Bild bei mittelständischen Unternehmen durchwachsener. Regionen mit hohem industriellen Gewicht bieten mehr Optionen: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen oder das südliche NRW stechen hervor. Fast schon ein Klassiker: Wer mobil ist, hat die besseren Karten.


Gerade junge Berufseinsteiger unterschätzen oft, wie stark sich die Nachfrage an wirtschaftlichen Zyklen und Innovationswellen koppelt. Wer heute in ein Unternehmen geht, das sich auf Verbundwerkstoffe für Windkraftanlagen spezialisiert, schwimmt auf der Nachhaltigkeitswelle – und das kann sich auszahlen. Aber: Branchenkrisen oder Investitionsstaus können schnell zum Minenfeld werden. Für Wechselbereite lohnt deshalb der Blick über den Tellerrand – etwa Richtung Recycling, additive Fertigung oder alternative Baustoffe.

Jetzt mal Tacheles: Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben… ist so eine Sache. Wer familiär eingebunden ist, muss bei Schichtarbeit und kurzfristigen Einsätzen Organisationstalent beweisen. Aber ich kenne auch genug Kollegen, die sich in flexiblen Arbeitszeitmodellen wiederfinden – insbesondere dort, wo innovative Unternehmen auf Work-Life-Balance als Marketingfaktor setzen. Homeoffice? Selten; Materialproben lassen sich schlecht per Mail schicken. Aber: Es gibt Spielräume, gerade wenn das Unternehmen erkannt hat, dass dauerhafte Überstunden das beste Personal vertreibt.


Worauf ich hinauswill: Wer als Technikerin oder Techniker in der Werkstofftechnik durchstarten will, braucht nicht nur handfestes Wissen, sondern auch eine gewisse Lernlust, Flexibilität und das berühmte dicke Fell. Manchmal kommt es vor, dass man vier Vormittage am Stück an der Chromschicht rumdoktert und sich dabei fragt, wieso man das Studium, die Weiterbildung oder den Quereinstieg gemacht hat… um am Freitagabend, mit frisch gelöstem Problem, wieder alles für den besten Job der Welt zu halten. Ich für meinen Teil habe noch keinen Tag bereut – auch wenn Aluminiumprofile nach zehn Stunden die Geduld strapazieren können.

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