Techniker/in - Werkstofftechnik Jobs

21 aktuelle Techniker/in - Werkstofftechnik Stellenangebote

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Chemielaborant / Werkstoffprüfer / ATA / PhyTA / CTA / MTA - Technisches Analytisches Labor (w/m/d)

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaAWindach, München

Wir suchen einen Chemielaboranten/Werkstoffprüfer (m/w/d) zur Verstärkung unseres technischen analytischen Laborteams. Sie sind verantwortlich für analytische Messungen und Reklamationsbearbeitung, um Vertrieb und Qualitätssicherung zu unterstützen. Die Messfähigkeit von Materialprüfmaschinen und Geräten wie IR, DSC, Rheometer und DMTA wird von Ihnen gewährleistet. Zudem stellen Sie Klebeverbindungen und Prüfkörper im Rahmen von Wareneingangskontrollen her und prüfen diese. Das Erstellen von Dokumentationen und Laborberichten auf Deutsch und Englisch gehört ebenfalls zu Ihren Aufgaben. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft mit uns aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Fahrtkosten-Zuschuss Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch-technische Assistentin / Chemisch-technischer Assistent CTA (m/w/d)

EGO Dichtstoffwerke GmbH & Co. Betriebs KGGarmisch-Partenkirchen

Die EGO Dichtstoffwerke GmbH & Co. Betriebs KG ist ein führender Hersteller von Dicht- und Klebstoffen in Deutschland. Seit über 75 Jahren bieten wir innovative Qualitätsprodukte für Industrie und Handwerk an. Unsere chemisch-technischen Assistenten (CTA) spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung von Produktsicherheit. Zu Ihren Aufgaben gehören die Erstellung und Pflege von Sicherheitsdatenblättern sowie die Verwaltung eines Gefahrstoffkatasters. Wir setzen auf Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Verarbeitung. Werden Sie Teil unseres engagierten Teams und erleben Sie, wie Ihre Unterstützung unsere Produkte voranbringt.
Festanstellung Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Homeoffice Vollzeit weitere Benefits
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Leiter | Kunststofftechnik Entwicklung (m/w/d)

Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KGRenningen

Sie suchen eine neue Herausforderung im Bereich Kunststofftechnik? Wir suchen einen erfahrenen Fachmann mit mehrjähriger Führungserfahrung, der unser interdisziplinäres Team bereichert. Gute Englisch- und Deutschkenntnisse sowie internationale Reisebereitschaft sind Voraussetzung. Profitieren Sie von attraktiven Gehältern, Sonderzahlungen und umfangreichen Vergünstigungen. Zudem bieten wir gezielte Weiterbildungsprogramme zur individuellen Karriereförderung. Erleben Sie eine familiäre Arbeitsatmosphäre mit flexiblen Arbeitszeiten und spannenden Events – werden Sie Teil eines weltweit führenden Bordnetzspezialisten in der Automobilindustrie!
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Leiter | Kunststofftechnik Entwicklung (m/w/d)

Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KGAbensberg, Regensburg

Wir suchen einen erfahrenen Kunststofftechniker mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Automobilbranche. Starke Team- und Kommunikationsfähigkeiten sowie Führungserfahrung sind unerlässlich. Bewerber sollten umfangreiche Kenntnisse im Projekt- und Prozessmanagement mitbringen. Unsere Mitarbeiter profitieren von einem attraktiven Gehalt, diversen Sonderzahlungen und exklusiven Mitarbeiterrabatten. Gezielte Weiterbildungsprogramme und flexible Arbeitszeiten fördern eine gesunde Work-Life-Balance. Erleben Sie eine familiäre Atmosphäre in einem international agierenden Unternehmen, das sich auf innovative Bordnetzlösungen spezialisiert hat.
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Technischer Betriebsleiter (m/w/d)

Gollan Recycling GmbHRosenhagen, Schwerin

Die Gollan Recycling GmbH bietet werteorientierte Arbeitsplätze mit verantwortungsvollen Aufgaben und individuellen Entwicklungsmöglichkeiten. Aktuell suchen wir einen Technischen Betriebsleiter (m/w/d) für unseren Standort in 19209 Rosenhagen. Ihre Hauptaufgaben umfassen die Sicherstellung eines reibungslosen Produktionsablaufs und die Überwachung unserer Aufbereitungsanlagen. Zudem sind Sie für die fachliche und disziplinarische Führung unseres technischen Personals verantwortlich. Eine weitere wichtige Rolle spielt das Instandhaltungs- und Ersatzteilmanagement, um die maximale Anlagenverfügbarkeit zu garantieren. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft der Recyclingbranche mit uns!
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Firmenwagen Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant (m/w/d)

DENTSPLY DeTrey GmbHKonstanz

Als Chemielaborant (m/w/d) sind Sie verantwortlich für die eigenständige Durchführung von Herstellungsprozessen und Prüfverfahren für Dentalmaterialien im Labormaßstab. Ihre Aufgaben umfassen die Unterstützung bei der Validierung neuer Prüfmethoden und retrospektiven Anlagenqualifizierungen. Dies beinhaltet die Dokumentation sowie die Kommunikation mit Planung, Produktion und Qualitätskontrolle. Zudem helfen Sie bei der Prozessentwicklung und dem Upscaling neuer Verfahren. Eine geordnete Dokumentation und die Verantwortung für die Laborordnung sind ebenfalls Teil Ihrer Tätigkeit. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als Chemielaborant oder chemisch-technischer Assistent.
Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Technischer Datenauswerter (m/w/d) Deine Chance in der Technischen Datenauswertung!

Rosen Technology & Research Center GmbHDresden

Werde Technischer Datenauswerter in einem zukunftsorientierten Unternehmen! Ab August bieten wir mehrere Trainingsplätze und eine umfassende Einarbeitung durch Training-on-the-Job. Genieße die Vorzüge flexibler Arbeitszeiten und einer perfekten Work-Life-Balance in einer 38-Stunden-Woche. In dieser Rolle analysierst du große technische Datensätze und dokumentierst die Ergebnisse. Arbeite mit innovativer Technologie und internationalen Teams zur Qualitätssicherung. Voraussetzung ist eine abgeschlossene technische Ausbildung, wie Werkstoffprüfer, Vermessungstechniker oder eine vergleichbare Qualifikation.
Flexible Arbeitszeiten Work-Life-Balance Homeoffice Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Corporate Benefit Rosen Technology & Research Center GmbH Vollzeit weitere Benefits
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Umwelttechniker / Probennehmer (w/m/d) im Außendienst

LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-WürttembergKarlsruhe

In Baden-Württemberg werden engagierte Fachkräfte für den Außendienst im Fließgewässer- und Luftmessnetz gesucht. Zu den Kernaufgaben gehört die Durchführung qualifizierter Probennahmen in Wasser, Luft und weiteren Umweltmedien. Dabei messen Sie wesentliche Umweltparameter wie Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und pH-Wert. Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie Fotodokumentationen vor Ort sind ebenfalls Teil Ihrer Tätigkeit. Sie sind zudem für Wartungs- und Kalibrierungsarbeiten von Messgeräten verantwortlich. In Stör- und Alarmfällen übernehmen Sie kurzfristig Sonderaufgaben, um die Qualität der Umweltmessungen zu gewährleisten.
Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Homeoffice Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant/in (m/w/d) / Chemisch-technischer Assistent (m/w/d)

Dyomics GmbHJena

Werden Sie Teil eines zukunftssicheren Unternehmens, das innovative chemische Experimente durchführt! Wir suchen einen Chemielaboranten (gn), der Erfahrung in chromatographischen Methoden wie Säulenchromatographie und Destillation mitbringt. Ihre Sorgfalt und strukturierte Arbeitsweise sind bei uns willkommen. Genießen Sie ein modernes Arbeitsumfeld, flexible Arbeitszeiten und eine entspannte Atmosphäre, die Beruf und Privatleben vereinbar macht. Profitieren Sie von attraktiver Vergütung und Zusatzleistungen in einem familiären Team. Lassen Sie Ihre Ideen wirken und gestalten Sie gemeinsam mit uns Produkte mit internationaler Strahlkraft!
Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Techniker/in - Werkstofftechnik wissen müssen

Techniker/in - Werkstofftechnik Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Techniker/in - Werkstofftechnik wissen müssen

Materialgeflüster zwischen Technik und Realität: Der Einstieg als Techniker/in – Werkstofftechnik

Neulich, auf einer Bahnfahrt irgendwo zwischen Ruhrgebiet und Franken, geriet ich eher zufällig ins Gespräch mit einem jungen Mann, der frisch gebackener Techniker für Werkstofftechnik war. Nennen wir ihn Marvin. Gut, „zufällig“ – er trug ein T-Shirt mit Periodensystem-Aufdruck, und das weckt berufliche Neugier. Seine Begeisterung für Aluminium, Kunststoff und Co. sprang förmlich über. Aber, und das hat mich nicht überrascht: Die Unsicherheiten waren mindestens genauso präsent wie die Lust auf den Neustart. Warum ausgerechnet Werkstofftechnik? Und – braucht’s das überhaupt noch, wo doch alles „digital“ ist? Zeit, sich diesen Fragen – und vielleicht auch ein paar hartnäckigen Halbwahrheiten – einmal aus persönlicher Warte zu nähern.


Werkstofftechnik: Beruf mit Biss – und Frustpotenzial

Wer frisch in die Welt der Werkstofftechnik einsteigt, wird schnell merken: Das hier ist weder Maschinenbau im klassischen Sinn noch Chemielabor light. Womit man es täglich zu tun bekommt? Stahl, Aluminium, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, Keramiken. Mal messe ich eine Zugprobe im Labor, dann wieder versuche ich, den Kundendienst zu beruhigen, weil das frisch gelieferte Teil aussieht wie ein Porzellan-Ei nach einer Nostalgieschleuder. Früh übt sich, wer bruchfeste Nervenzellen braucht. Zwischen Stempeldruck und Mikroskopie steckt auch viel Alltagsdetektivarbeit: Woher kommt die Haarrissbildung? Warum „pappt“ die Schweißverbindung mal wieder nicht?


Die Tätigkeit ist ein Puzzlespiel zwischen Theorie und Praxis. Nicht selten hätte ich gern einen Zauberstab, der mir das Rätselraten erspart – aber, Hand aufs Herz: Der Stolz, wenn man die Ursache nach Tagen findet, wiegt jede Überstunde wieder auf. Und ja, Schichtarbeit im Prüflabor kann anstrengend sein, aber der Gedanke, dass man mit seinem Know-how ganz konkret Einfluss auf den Unternehmenserfolg nimmt, wiegt enorm. Oder, wie ein Kollege mal meinte: „Bei uns entscheidet sich am Mikroskop, ob 1000 Autos reif für den Rückruf sind.“


Qualifikationen: Zwischen Taschenrechner und Menschenkenntnis

Die Voraussetzungen, um in der Werkstofftechnik klarzukommen, sind vielseitiger, als Broschüren glauben machen. Sicher, solide Grundlagen in Physik, Chemie – Mathematik sowieso. Ohne, dass man gleich als wandelndes Periodensystem gilt. Aber: Je länger ich mich in dieser Branche bewege, desto mehr überzeugt mich, dass Kommunikationsfähigkeit und Hartnäckigkeit genauso zählen. Klar, ein Typ für den Elfenbeinturm wird hier nicht glücklich. Wer es schafft, sich bei widersprüchlichen Aussagen von Produktion, Einkauf und Laborleitung nicht kirre machen zu lassen, ist bestens gewappnet. Viele unterschätzen, dass Werkstofftechnik oft Schnittstellenarbeit ist – zwischen Produktion, Entwicklung und Qualität, und manchmal auch zwischen Streitparteien.


Wichtig ist: Mut zur Weiterbildung und, vielleicht sogar noch wichtiger, zur Fehlerkultur. Denn Irren darf, wer daraus lernt. Wer jedes Fließschema auswendig kennt, aber im Gespräch mit der Entwicklungsleitung blockiert, bleibt auf Strecke. Routine ist ein seltenes Gut – und spätestens, wenn ein neuer Werkstofftrend aus Fernost anrollt, sitzt niemand mehr auf der sicheren Bank. Wer hier am Ball bleiben will, setzt auf Neugier und Pragmatismus gleichermaßen.


Gehalt: Luft nach oben, (aber manchmal auch nach unten)

Offen gestanden: Die Gehaltsfrage ist der Knackpunkt, der vielen Einsteigern – und Wechselwilligen – die Laune vergällen kann. Ja, sie variiert beträchtlich. Zwischen bayerischem Großbetrieb und mittelständischer Kunststoffbude im Nordwesten klaffen manchmal Welten. Im süddeutschen Maschinenbau winken beim Einstieg oft 3.200 € bis 3.600 € brutto – gängig, aber nicht garantiert. Anderswo? Da landet man – rosig gerechnet – bei 2.800 €, gelegentlich sogar weniger.


Das Schöne: Die Bandbreite wächst mit Erfahrung, Branchenwechsel, Zusatzkompetenzen. Wer sich im Bereich Automotive, Luftfahrt oder Medizintechnik spezialisiert, kann durchaus Sprünge machen – bis jenseits der 4.000 €, auf Leitungsebene sogar mehr. Aber, und das betone ich oft: Zertifikate machen allein noch kein Monatsplus. Erst nach mehreren Jahren, Aufgabenwechseln und dem einen oder anderen beherzten Projekt sind nennenswerte Gehaltssteigerungen drin. Und Tarifbindung? Hilfreich, aber kein Allheilmittel – da hat jede Region ihren eigenen Rhythmus.


Der Arbeitsmarkt – Chancen, Durststrecken und (un)erwartete Wendungen

Wer einen Blick auf die Stellenportale wirft, kriegt es schwarz auf weiß: Werkstofftechnik ist gefragt, klar – aber nicht inflationär. Während große Zulieferer und Automobilkonzerne weiterhin nach „frischen“ Technikerinnen und Technikern suchen, ist das Bild bei mittelständischen Unternehmen durchwachsener. Regionen mit hohem industriellen Gewicht bieten mehr Optionen: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen oder das südliche NRW stechen hervor. Fast schon ein Klassiker: Wer mobil ist, hat die besseren Karten.


Gerade junge Berufseinsteiger unterschätzen oft, wie stark sich die Nachfrage an wirtschaftlichen Zyklen und Innovationswellen koppelt. Wer heute in ein Unternehmen geht, das sich auf Verbundwerkstoffe für Windkraftanlagen spezialisiert, schwimmt auf der Nachhaltigkeitswelle – und das kann sich auszahlen. Aber: Branchenkrisen oder Investitionsstaus können schnell zum Minenfeld werden. Für Wechselbereite lohnt deshalb der Blick über den Tellerrand – etwa Richtung Recycling, additive Fertigung oder alternative Baustoffe.


Leben zwischen Labor, Werkhalle und Feierabend – Realität oder Illusion?

Jetzt mal Tacheles: Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben… ist so eine Sache. Wer familiär eingebunden ist, muss bei Schichtarbeit und kurzfristigen Einsätzen Organisationstalent beweisen. Aber ich kenne auch genug Kollegen, die sich in flexiblen Arbeitszeitmodellen wiederfinden – insbesondere dort, wo innovative Unternehmen auf Work-Life-Balance als Marketingfaktor setzen. Homeoffice? Selten; Materialproben lassen sich schlecht per Mail schicken. Aber: Es gibt Spielräume, gerade wenn das Unternehmen erkannt hat, dass dauerhafte Überstunden das beste Personal vertreibt.


Worauf ich hinauswill: Wer als Technikerin oder Techniker in der Werkstofftechnik durchstarten will, braucht nicht nur handfestes Wissen, sondern auch eine gewisse Lernlust, Flexibilität und das berühmte dicke Fell. Manchmal kommt es vor, dass man vier Vormittage am Stück an der Chromschicht rumdoktert und sich dabei fragt, wieso man das Studium, die Weiterbildung oder den Quereinstieg gemacht hat… um am Freitagabend, mit frisch gelöstem Problem, wieder alles für den besten Job der Welt zu halten. Ich für meinen Teil habe noch keinen Tag bereut – auch wenn Aluminiumprofile nach zehn Stunden die Geduld strapazieren können.


Kurzbeschreibung Techniker/in - Werkstofftechnik

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Techniker/in - Werkstofftechnik

Wer frisch in die Welt der Werkstofftechnik einsteigt, wird schnell merken: Das hier ist weder Maschinenbau im klassischen Sinn noch Chemielabor light. Womit man es täglich zu tun bekommt? Stahl, Aluminium, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, Keramiken. Mal messe ich eine Zugprobe im Labor, dann wieder versuche ich, den Kundendienst zu beruhigen, weil das frisch gelieferte Teil aussieht wie ein Porzellan-Ei nach einer Nostalgieschleuder. Früh übt sich, wer bruchfeste Nervenzellen braucht. Zwischen Stempeldruck und Mikroskopie steckt auch viel Alltagsdetektivarbeit: Woher kommt die Haarrissbildung? Warum „pappt“ die Schweißverbindung mal wieder nicht?


Die Tätigkeit ist ein Puzzlespiel zwischen Theorie und Praxis. Nicht selten hätte ich gern einen Zauberstab, der mir das Rätselraten erspart – aber, Hand aufs Herz: Der Stolz, wenn man die Ursache nach Tagen findet, wiegt jede Überstunde wieder auf. Und ja, Schichtarbeit im Prüflabor kann anstrengend sein, aber der Gedanke, dass man mit seinem Know-how ganz konkret Einfluss auf den Unternehmenserfolg nimmt, wiegt enorm. Oder, wie ein Kollege mal meinte: „Bei uns entscheidet sich am Mikroskop, ob 1000 Autos reif für den Rückruf sind.“

Die Voraussetzungen, um in der Werkstofftechnik klarzukommen, sind vielseitiger, als Broschüren glauben machen. Sicher, solide Grundlagen in Physik, Chemie – Mathematik sowieso. Ohne, dass man gleich als wandelndes Periodensystem gilt. Aber: Je länger ich mich in dieser Branche bewege, desto mehr überzeugt mich, dass Kommunikationsfähigkeit und Hartnäckigkeit genauso zählen. Klar, ein Typ für den Elfenbeinturm wird hier nicht glücklich. Wer es schafft, sich bei widersprüchlichen Aussagen von Produktion, Einkauf und Laborleitung nicht kirre machen zu lassen, ist bestens gewappnet. Viele unterschätzen, dass Werkstofftechnik oft Schnittstellenarbeit ist – zwischen Produktion, Entwicklung und Qualität, und manchmal auch zwischen Streitparteien.


Wichtig ist: Mut zur Weiterbildung und, vielleicht sogar noch wichtiger, zur Fehlerkultur. Denn Irren darf, wer daraus lernt. Wer jedes Fließschema auswendig kennt, aber im Gespräch mit der Entwicklungsleitung blockiert, bleibt auf Strecke. Routine ist ein seltenes Gut – und spätestens, wenn ein neuer Werkstofftrend aus Fernost anrollt, sitzt niemand mehr auf der sicheren Bank. Wer hier am Ball bleiben will, setzt auf Neugier und Pragmatismus gleichermaßen.

Offen gestanden: Die Gehaltsfrage ist der Knackpunkt, der vielen Einsteigern – und Wechselwilligen – die Laune vergällen kann. Ja, sie variiert beträchtlich. Zwischen bayerischem Großbetrieb und mittelständischer Kunststoffbude im Nordwesten klaffen manchmal Welten. Im süddeutschen Maschinenbau winken beim Einstieg oft 3.200 € bis 3.600 € brutto – gängig, aber nicht garantiert. Anderswo? Da landet man – rosig gerechnet – bei 2.800 €, gelegentlich sogar weniger.


Das Schöne: Die Bandbreite wächst mit Erfahrung, Branchenwechsel, Zusatzkompetenzen. Wer sich im Bereich Automotive, Luftfahrt oder Medizintechnik spezialisiert, kann durchaus Sprünge machen – bis jenseits der 4.000 €, auf Leitungsebene sogar mehr. Aber, und das betone ich oft: Zertifikate machen allein noch kein Monatsplus. Erst nach mehreren Jahren, Aufgabenwechseln und dem einen oder anderen beherzten Projekt sind nennenswerte Gehaltssteigerungen drin. Und Tarifbindung? Hilfreich, aber kein Allheilmittel – da hat jede Region ihren eigenen Rhythmus.

Wer einen Blick auf die Stellenportale wirft, kriegt es schwarz auf weiß: Werkstofftechnik ist gefragt, klar – aber nicht inflationär. Während große Zulieferer und Automobilkonzerne weiterhin nach „frischen“ Technikerinnen und Technikern suchen, ist das Bild bei mittelständischen Unternehmen durchwachsener. Regionen mit hohem industriellen Gewicht bieten mehr Optionen: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen oder das südliche NRW stechen hervor. Fast schon ein Klassiker: Wer mobil ist, hat die besseren Karten.


Gerade junge Berufseinsteiger unterschätzen oft, wie stark sich die Nachfrage an wirtschaftlichen Zyklen und Innovationswellen koppelt. Wer heute in ein Unternehmen geht, das sich auf Verbundwerkstoffe für Windkraftanlagen spezialisiert, schwimmt auf der Nachhaltigkeitswelle – und das kann sich auszahlen. Aber: Branchenkrisen oder Investitionsstaus können schnell zum Minenfeld werden. Für Wechselbereite lohnt deshalb der Blick über den Tellerrand – etwa Richtung Recycling, additive Fertigung oder alternative Baustoffe.

Jetzt mal Tacheles: Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben… ist so eine Sache. Wer familiär eingebunden ist, muss bei Schichtarbeit und kurzfristigen Einsätzen Organisationstalent beweisen. Aber ich kenne auch genug Kollegen, die sich in flexiblen Arbeitszeitmodellen wiederfinden – insbesondere dort, wo innovative Unternehmen auf Work-Life-Balance als Marketingfaktor setzen. Homeoffice? Selten; Materialproben lassen sich schlecht per Mail schicken. Aber: Es gibt Spielräume, gerade wenn das Unternehmen erkannt hat, dass dauerhafte Überstunden das beste Personal vertreibt.


Worauf ich hinauswill: Wer als Technikerin oder Techniker in der Werkstofftechnik durchstarten will, braucht nicht nur handfestes Wissen, sondern auch eine gewisse Lernlust, Flexibilität und das berühmte dicke Fell. Manchmal kommt es vor, dass man vier Vormittage am Stück an der Chromschicht rumdoktert und sich dabei fragt, wieso man das Studium, die Weiterbildung oder den Quereinstieg gemacht hat… um am Freitagabend, mit frisch gelöstem Problem, wieder alles für den besten Job der Welt zu halten. Ich für meinen Teil habe noch keinen Tag bereut – auch wenn Aluminiumprofile nach zehn Stunden die Geduld strapazieren können.

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