Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in Jobs

110 aktuelle Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in Stellenangebote

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Ergotherapeut / Ergotherapeutin (m/w/d) für das Kinderneurologische Zentrum

LVR-Klinik BonnBonn

Die LVR-Klinik Bonn sucht eine/n Ergotherapeuten/in (m/w/d) für das Kinderneurologische Zentrum. Die Stellenangebote sind unbefristet in Voll- oder Teilzeit zu besetzen und bieten eine attraktive Vergütung nach E9a TVöD. Der gewünschte Starttermin ist der 01.07.2026, oder nach individueller Vereinbarung. Mit 839 Betten und 1.700 Beschäftigten ist die LVR-Klinik Bonn eine innovative Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie. Unser großes Team arbeitet in acht Abteilungen, einschließlich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bewerbungen sind bis zum 03.06.2026 möglich – werden Sie Teil unseres engagierten Teams!
Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit LVR-Klinik Bonn Einkaufsrabatte Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Teilzeit weitere Benefits
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Facharzt (w/m/d) für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Zentrum für Psychiatrie CalwBöblingen

Wir suchen einen Facharzt (w/m/d) für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Voll- oder Teilzeit. Sie leiten gemeinsam die kinder- und jugendpsychiatrische Abteilung und sind verantwortlich für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Ihre Aufgabe umfasst die Führung und Unterstützung unseres multiprofessionellen Teams sowie die Weiterentwicklung maßgeschneiderter Behandlungskonzepte. Zudem sind Sie an der strategischen Weiterentwicklung des Standorts beteiligt und sichern hohe Qualitätsstandards. Wir erwarten eine abgeschlossene Weiterbildung in diesem Fachgebiet und umfassende Erfahrung in der therapeutischen Arbeit. Bringen Sie Ihre fundierten Kenntnisse in Diagnostik und Therapie ein, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.
Flexible Arbeitszeiten Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Jobticket – ÖPNV Corporate Benefit Zentrum für Psychiatrie Calw Teilzeit weitere Benefits
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Leitende/r Oberarzt/ärztin (m/w/d)

Verus Salus GmbHBad Salzschlirf

Sie sind verantwortlich für die umfassende fachärztliche Behandlung unserer Patientinnen und Patienten in unserer neu gegründeten Familienklinik. Ihre Aufgaben umfassen die Behandlungsplanung sowie die Leitung eines multiprofessionellen Teams aus Ärzten und Therapeuten. Zudem tragen Sie zur strategischen Weiterentwicklung der Klinik bei und nehmen am ärztlichen Rufbereitschaftsdienst teil. Ein abgeschlossenes Facharztstudium in Psychiatrie, Psychotherapie oder psychosomatischer Medizin ist Voraussetzung. Wir suchen eine Persönlichkeit mit klinischer Erfahrung sowie Führungs- und Kommunikationskompetenz. Engagierte Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten möchten, sind herzlich willkommen!
Erfolgsbeteiligung Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
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Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie (m/w/d)

Hays – Working for your tomorrowLaufen

Hays Healthcare ist Ihr Partner für die Besetzung von Stellen in Krankenhäusern, Kliniken und medizinischen Versorgungszentren in Deutschland. Wir vermitteln Fachkräfte in den Bereichen Medizin, Pflege und Verwaltung – sei es temporär, in befristeten Festanstellungen oder durch Arbeitnehmerüberlassung. Nutzen Sie unsere Plattform, um die besten Talente für Ihre Einrichtung zu finden. Starten Sie noch heute mit unserer Stellenanzeige auf StepStone.de. Richten Sie Ihren Jobagenten ein und entdecken Sie Ihren Traumjob im Gesundheitswesen. Für weitere Informationen zu Arbeitgebern, Gehältern und Karrieretipps besuchen Sie StepStone.de.
Festanstellung Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit Hays – Working for your tomorrow Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Stellvertretende:r Chefärztin/-arzt und Oberärztin/-arzt | Akutstation | Kinder- und Jugendpsychiatrie (m/w/d)

LWL-Einrichtungen MarsbergMarsberg Sauerland

Die LWL-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marsberg sucht eine:n stellvertretende:n Chefärztin/-arzt oder Oberärztin/-arzt (m/w/d) für die Akutstation. Wir bieten sowohl Teilzeit- als auch Vollzeitstellen in unbefristeter Anstellung. Als eine der ältesten Psychiatrien in Westfalen sichern wir die Versorgung für die Landkreise Hochsauerland, Höxter und Paderborn. Unser Team beschäftigt sich mit speziellen Therapieansätzen, darunter Angebote für geistig behinderte Kinder und Jugendliche. Zudem haben wir eine Psychotherapiestation mit Fokus auf Essstörungen und einen jugendforensischen Bereich. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit uns!
Unbefristeter Vertrag Weiterbildungsmöglichkeiten Ferienbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Pflegefachkraft - Psychiatrie

Vivantes Klinikum Am UrbanBerlin Friedrichshain-Kreuzber

Starten Sie Ihre Karriere als Pflegefachkraft in der Psychiatrie am Vivantes Klinikum Am Urban! Mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden, sowie Teilzeitmöglichkeiten, bieten wir flexible Arbeitsmodelle. Entgelt ist je nach Qualifikation in den Bereichen EG P8 bis EG P9 TVöD angesiedelt. In einem engagierten Team haben Sie die Chance, Menschen mit psychischen Erkrankungen empathisch zu unterstützen. Wir legen Wert auf Vielfalt und patientenorientierte Versorgung, die Sicherheit und Entwicklung fördert. Werden Sie Teil unserer lebendigen Gemeinschaft und gestalten Sie die Zukunft der psychischen Gesundheit aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Gesundheitsprogramme Kinderbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Ergotherapeut (m/w/d) Kinder- und Jugendpsychiatrie

Mathias StiftungRheine

Wir suchen einen engagierten Ergotherapeuten (m/w/d) für die Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rheine, ab dem 01.11.2026 in Vollzeit. Unser Ansatz fördert die Familie im multimodalen Setting, was zu einer ganzheitlichen Behandlung führt. Gesundheit im Verbund vereint die Bereiche Gesundheit, Pflege und Bildung, um Menschen in verschiedenen Lebenssituationen zu unterstützen. Als wachsendes Gesundheitsunternehmen bieten wir ein sicheres Arbeitsumfeld für neue Teammitglieder. Ihr Beitrag ist entscheidend zur Verbesserung des Wohlbefindens unserer Patienten. Werden Sie Teil unseres starken Netzwerks und engagieren Sie sich für die Gesundheit in ihrer Region.
Unbefristeter Vertrag Familienfreundlich Weihnachtsgeld Vollzeit weitere Benefits
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Oberarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (m/w/d) in Prien am Chiemsee

Schön Klinik GruppePrien Chiemsee

Wir suchen eine engagierte Oberärztin oder einen Oberarzt (m/w/d) für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Voll- oder Teilzeit. Übernehmen Sie die Teamleitung unseres Kindes- und Jugendteams und verantworten Sie die Behandlung von jungen Patienten mit Essstörungen, Depressionen sowie Angst- und Zwangsstörungen. In dieser Rolle arbeiten Sie eng mit einem hochqualifizierten Team von Fachärzten und Psychotherapeuten zusammen. Nutzen Sie unsere umfassenden Fortbildungsangebote, um Ihre klinischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zudem bieten wir Ihnen die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit und zur Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft der Kinder- und Jugendpsychiatrie aktiv mit!
Work-Life-Balance Gutes Betriebsklima Jobrad Einkaufsrabatte Jobticket – ÖPNV Kinderbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Assistenzarzt (m/w/d) Kinder- und Jugendpsychiatrie

Schön Klinik GruppeVogtareuth

Wir suchen einen engagierten Assistenzarzt (m/w/d) für die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Vogtareuth, sowohl in Voll- als auch Teilzeit. In dieser Position übernehmen Sie die medizinische und psychotherapeutische Behandlung unserer jungen Patientinnen und Patienten. Sie begegnen einer Vielzahl von psychischen Erkrankungen und tragen zur ganzheitlichen Versorgung bei. Engagieren Sie sich in einem interdisziplinären Team, das innovative Behandlungsmethoden umsetzt. Zudem haben Sie die Chance, wissenschaftlich zu arbeiten, eigene Projekte zu verwirklichen und an Fachkongressen teilzunehmen. Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes Medizinstudium sowie eine Approbation.
Gutes Betriebsklima Work-Life-Balance Jobrad Einkaufsrabatte Jobticket – ÖPNV Kinderbetreuung Weiterbildungsmöglichkeiten Teilzeit weitere Benefits
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Pflegefachkraft - Kinder- und Jugendpsychiatrie

Vivantes Klinikum im Friedrichshain Landsberger AlleeBerlin Pankow

Werden Sie Pflegefachkraft in der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain! Wir bieten flexible Arbeitszeitmodelle mit 38,5 Wochenstunden und einer Vergütung nach EG P8-P9 TVöD, abhängig von Qualifikation. Ihr Einsatz wird entscheidend sein, um Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen empathisch und kompetent zur Seite zu stehen. In unserem Team fördern wir Vielfalt und einen starken Teamgeist, während wir uns auf die Bedürfnisse unserer Patient*innen konzentrieren. Begleiten Sie uns auf dem Weg, Sicherheit und Entwicklung in der psychiatrischen Versorgung zu ermöglichen. Gestalten Sie die Zukunft der Kinder- und Jugendpsychiatrie aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Gesundheitsprogramme Kinderbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in wissen müssen

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in wissen müssen

Zwischen Jugenddrama und Zukunftslabor – Die Realität für (angehende) Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Manchmal erwarte ich nach einem langen Tag, dass die Bilder aus dem Therapieraum einen mit nach Hause begleiten. Kopfkino inklusive, keine Frage. Wer sich vorstellt, der Beruf sei ein einziger Paradeauftritt für pädagogische Engel oder analytische Genies, der hat das tatsächliche Spielfeld vermutlich nie betreten. Hier, an der Schnittstelle von Entwicklungschaos und Systemzwängen, begegnet einem das echte Leben – in allen Facetten, mit gelegentlichen Stolperfallen. Da kann man sich schon mal die Frage stellen: Muss ich das wirklich wollen? Oder besser – was bringt mir das eigentlich alles?


Warum tun wir uns das an? – Über die Kunst zuzuhören, wenn andere längst weghören

Das Bild von außen ist paradox. Einerseits unersetzbar, systemrelevant, ein Fels in der Brandung, wenn das Familiensystem wankt. Andererseits: zu wenig Personal, zu viele Anträge, zu lange Wartezeiten, finanzielle Unwägbarkeiten. Für Berufseinsteiger fühlt sich der Alltag oft wie ein Feuerlauf an. Ein Tag kann in melancholischer Monotonie versinken – drittklässler mit Mutismus, Pubertierende im permanenten Widerstand, Mütter am Limit. Und dann dieser Moment, in dem ein Kind plötzlich einen Schritt macht, den niemand mehr erwartet hat. Da steht man, skeptisch, vielleicht still stolz.

Klar: Es braucht viel mehr als reine Empathie. Therapeutische Techniken vom kognitiven Zirkus bis zur tiefenpsychologischen Inszenierung – alles steht im Werkzeugkasten bereit. Und doch: Was viele unterschätzen, ist dieses Ringen mit der eigenen Ohnmacht. Man wacht nicht selten in der Nacht auf, während die Frage schwirrt: Reicht meine Intervention, oder schleudert der Alltag das Kind wieder raus, bevor es Halt fasst? Ein Job für dicke Bretterbohrer – anders geht's kaum.


Geld? Idealismus? Oder beides? – Ein Blick auf Gehalt und Perspektive

Jetzt wird’s ungemütlich, auch wenn es keiner so recht sagt: Wovon lebt man in diesem Beruf eigentlich? Das Gehaltsgefüge schwankt, nicht selten schämt sich die Branche für ihre eigenen Zahlen. Im ambulanten Bereich, vor allem als angehender Selbständiger, kann der Kontostand schon mal den zweiten Platz hinter dem moralischen Scheckheft belegen. Angestellt in einer Klinik, sieht das betriebswirtschaftliche Dilemma zwar strukturierter aus – aber auch nicht gerade nach Zalandobestellungen ohne Limit.

Regionale Unterschiede? Drastisch. In Großstädten wie Berlin oder Hamburg locken höhere Fallzahlen und ein pulsierendes Umfeld, aber auch mehr Konkurrenz – immerhin, etwas mehr bleibt am Monatsende übrig, wenn man clever plant. Auf dem Land? Die Nachfrage ist absurd hoch, der „Kundenstamm“ wächst wie der Löwenzahn auf dem Klinikrasen – finanzielle Anreize hinken jedoch oft hinterher. Für Berufseinsteiger heißt das: realistisch bleiben, Alternativen checken, Nebenverdienste im Hinterkopf behalten. Das ist keineswegs Jammern auf hohem Niveau – sondern nackte Kalkulation.


Von Stolpersteinen und Stolzmomenten – Anforderungen, Eignung, Zugang

Wer den Weg ins Feld wagt, muss mehr mitbringen als ein abgehaktes Examen. Strukturelle Hürden, ein undurchsichtiger Zulassungsprozess, die berühmte Approbationsprüfung – das klingt abschreckend, ist aber irgendwie auch ein Filter. Was bleibt, sind meist Leute mit Biss. Kommunikationsstärke, die Fähigkeit, Unsicherheit zu ertragen, Flexibilität im Zeitmanagement, ein halbwegs belastbarer Sensor für Selbstfürsorge – diese Dinge wiegen schwerer als ein doppelter Mastertitel. Ironisch, dass die Organisationslust für die eigene Buchhaltung plötzlich fast so wichtig wird wie Gesprächsführung oder systemische Diagnostik.

Gerade für Wechselwillige, die aus anderen psychosozialen Branchen kommen: Der Schritt verlangt nicht nur Papier, sondern echte Haltung. Es reicht nicht, „nur“ Kinder zu mögen. Die Realität ist: Hier trifft man auf Eltern mit eigenen Baustellen, auf Behörden mit widersprüchlichen Erwartungen, auf Systeme, die gelegentlich Sand statt Öl ins Getriebe streuen.


Markt, Mythos, Mangel – Realität und digitale Zeitenwende

Was gerade wie ein lauer Wind durch die Flure zieht, ist der Fachkräftemangel. Diagnose: Chronisch und zunehmend akut. Einerseits eine Einladung für Berufseinsteiger, andererseits ein Druckkessel – schneller Einstieg, große Verantwortung, wenig Zeit zum Durchatmen. Der Markt verlangt Flexibilität, Offenheit für Nebenwege (Supervision für Kitas, Fortbildungen, Online-Angebote). Digitalisierung? Ja, sie kommt – mit all ihren Schatten und Lichtflecken.

Therapie per Video? Noch vor wenigen Jahren hätte das niemand ernst genommen. Jetzt sitzen Klient und Therapeut einander mit WLAN-Verzögerung gegenüber, der Hund bellt durchs Headset. In ländlichen Regionen kann das durchaus ein Segen sein, aber: Wer den Face-to-face-Zauber der Arbeit kennt, weiß, wie viel nonverbale Energie online verloren gehen kann. Manch alter Hase spottet, man müsse „jetzt nur noch funktionieren wie eine App“. Der Nachwuchs sieht neue Chancen, gerade für kreative, flexible Angebotsformen.


Zwischen Idealismus und Pragmatismus – Worauf man sich wirklich einlässt

Wer nach Sicherheit sucht, nach geregelten Abläufen, nach Alltag mit geringem Wellengang – sollte sich vielleicht noch einmal überlegen, ob das der richtige Platz ist. Gleichzeitig: Die Berufsgruppe hat so viele graue Zonen und Alltagsschattierungen, dass kaum ein Tag wie der andere verläuft. Das kann aufreibend sein – oder berauschend, je nachdem, auf welcher Seite des Erfahrungspegels man gerade steht.

Vielleicht ist es genau dieser Mix aus Unwägbarkeit und Aufbruch, der den Beruf so eigen macht. Für Berufseinsteiger und Karrierewechsler gleichermaßen gilt: Wer es schafft, seine Unsicherheiten in Ressourcen umzubauen – der wird diesen Beruf anders, vielleicht sogar freier erleben, als es alle Studien und Prognosen vorhersagen. Und vielleicht – nur vielleicht – ist genau das der eigentliche Lohn: Mitten im Chaos dem Sinn einen Platz zu reservieren.


Kurzbeschreibung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut/in

Das Bild von außen ist paradox. Einerseits unersetzbar, systemrelevant, ein Fels in der Brandung, wenn das Familiensystem wankt. Andererseits: zu wenig Personal, zu viele Anträge, zu lange Wartezeiten, finanzielle Unwägbarkeiten. Für Berufseinsteiger fühlt sich der Alltag oft wie ein Feuerlauf an. Ein Tag kann in melancholischer Monotonie versinken – drittklässler mit Mutismus, Pubertierende im permanenten Widerstand, Mütter am Limit. Und dann dieser Moment, in dem ein Kind plötzlich einen Schritt macht, den niemand mehr erwartet hat. Da steht man, skeptisch, vielleicht still stolz.

Klar: Es braucht viel mehr als reine Empathie. Therapeutische Techniken vom kognitiven Zirkus bis zur tiefenpsychologischen Inszenierung – alles steht im Werkzeugkasten bereit. Und doch: Was viele unterschätzen, ist dieses Ringen mit der eigenen Ohnmacht. Man wacht nicht selten in der Nacht auf, während die Frage schwirrt: Reicht meine Intervention, oder schleudert der Alltag das Kind wieder raus, bevor es Halt fasst? Ein Job für dicke Bretterbohrer – anders geht's kaum.

Jetzt wird’s ungemütlich, auch wenn es keiner so recht sagt: Wovon lebt man in diesem Beruf eigentlich? Das Gehaltsgefüge schwankt, nicht selten schämt sich die Branche für ihre eigenen Zahlen. Im ambulanten Bereich, vor allem als angehender Selbständiger, kann der Kontostand schon mal den zweiten Platz hinter dem moralischen Scheckheft belegen. Angestellt in einer Klinik, sieht das betriebswirtschaftliche Dilemma zwar strukturierter aus – aber auch nicht gerade nach Zalandobestellungen ohne Limit.

Regionale Unterschiede? Drastisch. In Großstädten wie Berlin oder Hamburg locken höhere Fallzahlen und ein pulsierendes Umfeld, aber auch mehr Konkurrenz – immerhin, etwas mehr bleibt am Monatsende übrig, wenn man clever plant. Auf dem Land? Die Nachfrage ist absurd hoch, der „Kundenstamm“ wächst wie der Löwenzahn auf dem Klinikrasen – finanzielle Anreize hinken jedoch oft hinterher. Für Berufseinsteiger heißt das: realistisch bleiben, Alternativen checken, Nebenverdienste im Hinterkopf behalten. Das ist keineswegs Jammern auf hohem Niveau – sondern nackte Kalkulation.

Wer den Weg ins Feld wagt, muss mehr mitbringen als ein abgehaktes Examen. Strukturelle Hürden, ein undurchsichtiger Zulassungsprozess, die berühmte Approbationsprüfung – das klingt abschreckend, ist aber irgendwie auch ein Filter. Was bleibt, sind meist Leute mit Biss. Kommunikationsstärke, die Fähigkeit, Unsicherheit zu ertragen, Flexibilität im Zeitmanagement, ein halbwegs belastbarer Sensor für Selbstfürsorge – diese Dinge wiegen schwerer als ein doppelter Mastertitel. Ironisch, dass die Organisationslust für die eigene Buchhaltung plötzlich fast so wichtig wird wie Gesprächsführung oder systemische Diagnostik.

Gerade für Wechselwillige, die aus anderen psychosozialen Branchen kommen: Der Schritt verlangt nicht nur Papier, sondern echte Haltung. Es reicht nicht, „nur“ Kinder zu mögen. Die Realität ist: Hier trifft man auf Eltern mit eigenen Baustellen, auf Behörden mit widersprüchlichen Erwartungen, auf Systeme, die gelegentlich Sand statt Öl ins Getriebe streuen.

Was gerade wie ein lauer Wind durch die Flure zieht, ist der Fachkräftemangel. Diagnose: Chronisch und zunehmend akut. Einerseits eine Einladung für Berufseinsteiger, andererseits ein Druckkessel – schneller Einstieg, große Verantwortung, wenig Zeit zum Durchatmen. Der Markt verlangt Flexibilität, Offenheit für Nebenwege (Supervision für Kitas, Fortbildungen, Online-Angebote). Digitalisierung? Ja, sie kommt – mit all ihren Schatten und Lichtflecken.

Therapie per Video? Noch vor wenigen Jahren hätte das niemand ernst genommen. Jetzt sitzen Klient und Therapeut einander mit WLAN-Verzögerung gegenüber, der Hund bellt durchs Headset. In ländlichen Regionen kann das durchaus ein Segen sein, aber: Wer den Face-to-face-Zauber der Arbeit kennt, weiß, wie viel nonverbale Energie online verloren gehen kann. Manch alter Hase spottet, man müsse „jetzt nur noch funktionieren wie eine App“. Der Nachwuchs sieht neue Chancen, gerade für kreative, flexible Angebotsformen.

Wer nach Sicherheit sucht, nach geregelten Abläufen, nach Alltag mit geringem Wellengang – sollte sich vielleicht noch einmal überlegen, ob das der richtige Platz ist. Gleichzeitig: Die Berufsgruppe hat so viele graue Zonen und Alltagsschattierungen, dass kaum ein Tag wie der andere verläuft. Das kann aufreibend sein – oder berauschend, je nachdem, auf welcher Seite des Erfahrungspegels man gerade steht.

Vielleicht ist es genau dieser Mix aus Unwägbarkeit und Aufbruch, der den Beruf so eigen macht. Für Berufseinsteiger und Karrierewechsler gleichermaßen gilt: Wer es schafft, seine Unsicherheiten in Ressourcen umzubauen – der wird diesen Beruf anders, vielleicht sogar freier erleben, als es alle Studien und Prognosen vorhersagen. Und vielleicht – nur vielleicht – ist genau das der eigentliche Lohn: Mitten im Chaos dem Sinn einen Platz zu reservieren.

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