Naturschutz Jobs

35 aktuelle Naturschutz Stellenangebote

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Naturwissenschaftler/in (m/w/d) (z. B. Chemiker/in / Physiker/in [m/w/d]) oder Ingenieur/in (m/w/d) für den Aufgabenbereich Technischer Umweltschutz

Regierung von OberbayernEbersberg

Wir suchen engagierte Naturwissenschaftler:innen oder Ingenieur:innen (m/w/d) im Bereich Technischer Umweltschutz für eine Teilzeitstelle (50%) bis 31.10.2029. In dieser Rolle konzentrieren Sie sich auf den Integrierten Umweltschutz industrieller Anlagen, insbesondere im Immissionsschutz. Zu Ihren Aufgaben gehören Genehmigungsverfahren und die Überwachung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. Zudem bieten Sie fachliche Stellungnahmen zum Lärm- und Luftschutz sowie zur Abfallwirtschaft an. Sie bearbeiten Bürgeranfragen und führen Lärmmessungen durch. Bewerber:innen mit einem Bachelor of Science oder einem Diplom im Bereich Umwelttechnik sind willkommen.
Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Teilzeit weitere Benefits
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Technische*r Assistent*in (m/w/d) in Teilzeit (50 %) (BTA, CTA, MTLA oder vergleichbar) im Fachgebiet „Biologische Dosimetrie“

Bundesamt für StrahlenschutzOberschleißheim, München

Sind Sie erfahren in der Zellkultivierung und haben Kenntnisse in sterilen Arbeitstechniken? Besitzen Sie Fähigkeiten in der Genexpressionsanalyse, einschließlich Nukleinsäureextraktion und PCR-Techniken? Wir suchen motivierte Mitarbeitende, die bereit sind, langfristig und konzentriert am Mikroskop zu arbeiten. Gute Englischkenntnisse und Erfahrung mit Microsoft Office sind erwünscht. Teamarbeit und soziale Kompetenzen, besonders in der Kommunikation, sind uns wichtig. Zudem bieten wir ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit flexiblen Arbeitszeiten in einer renommierten wissenschaftlich-technischen Behörde in Oberschleißheim.
Unbefristeter Vertrag Jobticket – ÖPNV Familienfreundlich Teilzeit weitere Benefits
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Pflegefachkräfte (m/w/d)

Seniorenzentrum Heinrich Kolfhaus gGmbHBonn

Berufliche Zukunft für Pflegefachkräfte (m/w/d) mit Herz! Sie übernehmen die ganzheitliche Pflege unserer Bewohner*innen unter Berücksichtigung medizinischer Standards. Dazu gehören die sorgfältige Dokumentation und die Beurteilung sämtlicher Pflegemaßnahmen. Mit Ihrem Fachwissen beraten Sie zu pflegerelevanten Risiken und setzen prophylaktische Maßnahmen um. Ihr freundliches, offenes Auftreten fördert eine positive Atmosphäre in unserem Haus. Bewerben Sie sich jetzt, wenn Sie eine abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- oder Altenpflege besitzen und Freude an Ihrem Beruf haben!
Unbefristeter Vertrag Vermögenswirksame Leistungen Teilzeit weitere Benefits
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Ausbildung Chemielaborant (m/w/d)

Clarios Germany GmbH & Co. KGZwickau

Werde Chemielaborant (m/w/d) in unserer innovativen Batterieproduktion! Du wirst umfassend in chemischen Untersuchungen und Probenanalysen geschult, um höchste Qualitätsstandards zu gewährleisten. In modern ausgestatteten Laboren und der Zusammenarbeit mit der SBG Sächs. Bildungsgesellschaft lernst du praxisnah chemische sowie physikalische Messungen durchzuführen. Durch die Analyse und Dokumentation von Laborergebnissen trägst du aktiv zur Qualitätssicherung bei. Wir suchen motivierte Talente mit einem guten Realschulabschluss oder (Fach-)Abi und einer Leidenschaft für Chemie und Technik. Werde Teil eines engagierten Teams, das dich bei deiner beruflichen Entwicklung unterstützen wird!
Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch-technische Assistentin / Chemisch-Technischer Assistent (w/m/d) - Abteilung Messtechnik und Analytik

LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-WürttembergKarlsruhe

Die LUBW sucht eine Chemisch-technische Assistentin oder einen Chemisch-technischen Assistenten (w/m/d) für das Referat „Organische Spurenstoffanalytik, Rheinüberwachung“. Die unbefristete Stelle beginnt am 01.07.2026. Als Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg unterstützt die LUBW bei Umwelt- und Naturschutzfragen. Im Referat werden Proben aus Luft, Wasser und Boden auf organische Spurenstoffe analysiert. Dabei kommt modernste Technik zum Einsatz, um verschiedene Chemikalien zu identifizieren. Ihre Aufgaben umfassen Probenmanagement und Qualitätssicherung, die interdisziplinär organisiert und koordiniert werden. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres engagierten Teams!
Unbefristeter Vertrag Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Homeoffice Vollzeit weitere Benefits
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Master (w/m/d) der Fachrichtung Geoinformatik, Physik, Chemie, Geoökologie, Umweltwissenschaften oder vergleichbarer Studiengang

LUBW - Landesanstalt für Umwelt Baden-WürttembergKarlsruhe

Die LUBW in Baden-Württemberg sucht einen Master (w/m/d) in Geoinformatik, Physik, Umweltwissenschaften oder einem vergleichbaren Studiengang. In der Abteilung „Luftreinhaltung, Regenerative Energien“ werden Fachkräfte benötigt, die sich für Umwelt- und Naturschutz engagieren möchten. Das Referat berät verschiedene Ministerien zu Luftschadstoff- und Treibhausgas-Emissionen. Zu den Aufgaben gehören die Analyse und Bewertung dieser Emissionen sowie die Modellierung ihrer Freisetzung. Bewerber sollten ein Interesse an Klimaschutz und luftreinhaltenden Maßnahmen haben. Nutzen Sie die Chance, aktiv zur Verbesserung der Umwelt in Baden-Württemberg beizutragen!
Unbefristeter Vertrag Weiterbildungsmöglichkeiten Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGKöln

In unserem dynamischen Labor bieten wir eine spannende Position für Chemielaboranten und Chemikanten. Ihre Aufgaben umfassen die Dokumentation, Wartung und Betreuung von HPLC- (MS-) Systemen sowie die Organisation sämtlicher Arbeitsabläufe. Ideale Kandidaten bringen Erfahrung in Forschung und Entwicklung mit, sind versiert in HPLC/HPLC-MS und verfügen über Kenntnisse in der organischen Chemie. Zudem erwarten wir sehr gute Deutsch- und gute Englischkenntnisse sowie Teamarbeit und Selbstständigkeit. Wir bieten ein leistungsorientiertes Gehalt, attraktive Sozialleistungen und bis zu 30 Tage Urlaub jährlich. Durch unser E-Learning-Programm fördern wir Ihre Weiterbildung und bieten zahlreiche Mitarbeitervergünstigungen.
Weihnachtsgeld Vollzeit weitere Benefits
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(Polymerchemiker / Kunststofftechniker) als Produktionsmanager (m/w/d)

Märkische Faser GmbHPremnitz

Als Polymerchemiker oder Kunststofftechniker in der Rolle des Produktionsmanagers (m/w/d) sind Sie verantwortlich für die Überwachung und Optimierung sämtlicher Produktionsleitungen. Zu Ihren Aufgaben gehören die Planung, Steuerung und Kontrolle der Betriebsabläufe sowie die Einführung innovativer Technologien. Sie fördern die Entwicklung bestehender und neuer Produkte, während Sie proaktiv Ihr Team unterstützen. Zudem sind Sie in die Personalpolitik eingebunden und agieren als Ansprechpartner für externe Berater und Behörden. Die Vorbereitung von Finanzierungsentscheidungen liegt ebenfalls in Ihrem Verantwortungsbereich. Ihr Ziel ist die Verbesserung von Effizienz, Produktqualität und Wirtschaftlichkeit im gesamten Produktionsprozess.
Gutes Betriebsklima Corporate Benefit Märkische Faser GmbH Vollzeit weitere Benefits
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Ausbildung zum Chemielaborant (w/d/m) - 2027

EWE NETZ GmbHCloppenburg

Chemielaborant (w/d/m) gesuchte Umweltschützer im weißen Kittel! Du minimierst Ressourcenverschwendung in einem klimafreundlichen Labor durch präzise Versuchsplanung und Stoffanalysen. Modernste Automatisierungstechniken helfen dir dabei, schädliche Spurenstoffe in der Umwelt zu identifizieren. Dein Forscher-Gen und deine Sorgfalt sind essenziell für diesen Job. Profitiere von einem attraktiven Einstiegsgehalt von 1.325 € plus Weihnachts- und Urlaubsgeld, 30 Urlaubstagen und flexibler Home-Office-Option. Sichere dir umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten durch Mentoring und ein starkes Seminarprogramm – starte deine Karriere als Chemielaborant bei uns!
Urlaubsgeld Homeoffice Vollzeit weitere Benefits
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Ausbildung Chemielaborant / Chemielaborantin

Provadis Partner für Bildung & Beratung GmbHFrankfurt

Bewirb dich jetzt für eine vielversprechende Ausbildung als Chemielaborant (m/w/d)! In dieser spannenden Rolle treibst du innovative Forschungsprojekte voran und testest neuartige Produkte. Du erlernst, wie Rohstoffe in wertvolle Zwischen- und Endprodukte umgewandelt werden und wie wichtige Wirkstoffe für Arzneimittel und andere Anwendungen hergestellt werden. Zudem planst du Versuchsabläufe, dokumentierst Ergebnisse und wertest sie aus. Mit unseren Partnerunternehmen startest du optimal in dein Berufsleben. Voraussetzungen sind ein guter Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur sowie Interesse an Naturwissenschaft und Technik.
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Alles was Sie über den Berufsbereich Naturschutz wissen müssen

Naturschutz Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Naturschutz wissen müssen

Zwischen Löwenzahn und Gesetzestexten – Wer rettet eigentlich die Natur?

Wer den Berufsbereich Naturschutz betritt, landet irgendwo zwischen Erde unter den Nägeln und Paragrafen auf dem Monitor. Umgeben von den großen Schlagworten unserer Zeit – Nachhaltigkeit, Biodiversität, Klimakrise, Digitalisierung. Klingt nach einer wackligen Brücke zwischen Idealen und bürokratischer Realität, nicht? Stimmt. Aber genau deshalb ist dieser Job vielleicht relevanter als je zuvor. Wer sich als Berufseinsteiger:in, Umsteiger:in oder nach Jahren im anderen Feld für diesen Sektor entscheidet, taucht ein in eine Branche, die selten schwarz oder weiß ist. Meist: Grüntöne in 17 Schattierungen, mit Stolpersteinen unter dem Grasnarben-Idyll.


Berufsalltag: Vom Amphibienschutz bis Excel-Exzellenz

Wer morgens mit der Vision aufwacht, nur selten ein Büro von innen zu sehen, stößt recht bald auf einen zarten Realismus: Die Arbeit im Naturschutz spielt sich nicht ausschließlich zwischen Froschteichen und Streuobstwiesen ab. Nun, man kommt schon mal raus, klar. Aber ein beträchtlicher Teil bleibt administrative Detailliebe – Anträge prüfen, Fördermittel kalkulieren, Berichte über Flora und Fauna tippen. Oder, wie ein altgedienter Kollege es trocken ausdrückte: „Ohne Sachbearbeitung keine Streuwiese.“ Recht hat er.

Die Aufgaben? Breiter als jeder Biosphärenpfad: Kartierungsprojekte, Umweltbildung, Renaturierung, Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Rahmenbedingungen mit Behörden aushandeln. Und ja, manchmal steht man einfach da und zählt Biberburgen. Was viele unterschätzen: Die Digitalisierung hat auch hier Einzug gehalten – GIS-Tools, Datenbanken, Fernerkundung. Excel-Talente haben klare Vorteile. Nicht zu vergessen: Auch die Kommunikation mit teils störrischen Flächenbewirtschaftern oder Pächtern kann zur Tagesordnung gehören. Wer Dialogfähigkeit und Verhandlungsgeschick hat, ist im Vorteil.


Profile gesucht: Mehr als nur einen grünen Daumen

Welche Kompetenzen wiegen hier am meisten? Nun, ein Bio-Diplom oder ein Umweltwissenschafts-Master öffnet Türen (nicht alle, aber einige). Quereinsteiger:innen mit Erfahrung aus Land- oder Forstwirtschaft, Informatik, Pädagogik oder Verwaltung? Unverzichtbar! Mir ist aufgefallen, dass fast jedes Naturschutz-Team auf Vielseitigkeit bauen muss.

Im Arbeitsalltag zählt jedoch nicht nur, was auf dem Abschlusszeugnis steht. Vielmehr: Pragmatismus, Kompromissfähigkeit, eine gewisse Sturheit beim Verhandeln mit Kommunen, dazu Teamgeist. Nicht zu vergessen – die berühmte Resilienz, diese Mischung aus Durchhaltevermögen und einem dicken Fell für Frustmomente (Projekt X sitzt seit fünf Jahren in der Warteschleife? Willkommen im Club.). Wer Freude an fachlicher Weiterbildung und persönlichem Austausch hat, bewegt mehr als Einzelkämpfer:innen mit Patagonien-Aura.


Das liebe Geld: Zwischen Berufung und Brötchenverdienst

Spätestens an diesem Punkt wird’s ein bisschen ruppig: Die Gehälter im Naturschutz schwanken teils dramatisch. Einstiegsgehälter im öffentlichen Dienst oder bei gemeinnützigen Organisationen liegen oft im unteren Drittel des bundesdeutschen Durchschnitts. Das kann frustrieren. Im Bereich Beratung, Forschung oder bei spezialisierten Ingenieurbüros bietet sich manchmal mehr – aber auch diese Jobs sind heiß umkämpft.

Regionale Unterschiede sind frappierend: Wer im Süden oder Westen Deutschlands arbeitet, bekommt oft mehr als Kolleg:innen im Osten; Ballungsräume zahlen besser als der ländliche Raum. Ein Trost: Mit wachsender Erfahrung, Weiterbildungen (z. B. Projektmanagement, Umweltrecht, GIS-Technologien) oder Wechsel in den privatwirtschaftlichen Sektor sind durchaus Entwicklungssprünge möglich. Exotische Aufgaben wie “Wiederansiedlung bedrohter Arten” werden jedoch selten fürstlich entlohnt – berufliche Sinnstiftung bringt nicht immer das große Portemonnaie mit.


Arbeitsmarkt & Chancen: Goldgrube oder Hamsterrad?

Die Nachfrage nach Fachkräften im Naturschutz schwankt wie ein Aprilwetter. Regionaler Fachkräftemangel trifft auf wachsende Projektvolumina, in anderen Regionen wiederum stehen Hundert Bewerbungen für eine einzige Stelle. Urbanisierung und Landwirtschaftskonflikte sorgen für weitere Dynamik. Wer flexibel ist und auch befristete Anstellungen in Kauf nimmt, verbessert seine Chancen.

Gleichzeitig macht das Feld kaum Halt vor gesellschaftlichen Trends: Diversität, Inklusion, Teilzeitmodelle – das alles dringt endlich auch in diesen Arbeitsmarkt. Eine gewisse Offenheit für neue Arbeitsformen, interdisziplinäre Teams oder sogar digitale Citizen-Science-Projekte ist gefragt. Wer “digital rural” denkt oder internationale Erfahrung mitbringt, sticht aus der Masse heraus. Das gilt nicht nur fürs Bewerbungsgespräch, sondern auch im vernetzten Berufsalltag – ich habe es mehrfach erlebt, dass ein Auslandspraktikum oder ein gewagtes Ehrenamt plötzlich zum Türöffner wurde.


Zwischen Sinnsuche und Lebensrealität: Alltagstauglich oder Idealistenfalle?

Bleibt diese Sache mit dem Leben außerhalb der Arbeit. Überstunden? In der Projektphase ja, an ruhigen Tagen Normalmaß. Viele Stellen bieten mittlerweile flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder Teilzeit. Nicht selten aber überschreiten Begeisterung und Eigeninitiative die vertragliche Stundenzahl. Das muss man mögen.

Was immer bleibt, ist der besondere Stolz, abends mal sagen zu können: „Heute wurde tatsächlich Lebensraum gewonnen.“ Oder, um es mit weniger Pathos zu sagen: Manchmal ist die Natur pleite, das Projekt steckengeblieben, aber ein Amphibienschutzzaun steht trotzdem.

Schlussendlich: Der Naturschutz ist kein glamouröses Pflaster, keine Goldgrube. Aber wem es gelingt, eigene Werte mit etwas Pragmatismus zu verbinden, der wird selten an Sinnmangel leiden. Und im Idealfall gibt’s am Monatsende doch etwas mehr als nur gute Geschichten fürs Lagerfeuer.


Kurzbeschreibung Naturschutz

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Naturschutz

Wer morgens mit der Vision aufwacht, nur selten ein Büro von innen zu sehen, stößt recht bald auf einen zarten Realismus: Die Arbeit im Naturschutz spielt sich nicht ausschließlich zwischen Froschteichen und Streuobstwiesen ab. Nun, man kommt schon mal raus, klar. Aber ein beträchtlicher Teil bleibt administrative Detailliebe – Anträge prüfen, Fördermittel kalkulieren, Berichte über Flora und Fauna tippen. Oder, wie ein altgedienter Kollege es trocken ausdrückte: „Ohne Sachbearbeitung keine Streuwiese.“ Recht hat er.

Die Aufgaben? Breiter als jeder Biosphärenpfad: Kartierungsprojekte, Umweltbildung, Renaturierung, Öffentlichkeitsarbeit, Projektmanagement, Rahmenbedingungen mit Behörden aushandeln. Und ja, manchmal steht man einfach da und zählt Biberburgen. Was viele unterschätzen: Die Digitalisierung hat auch hier Einzug gehalten – GIS-Tools, Datenbanken, Fernerkundung. Excel-Talente haben klare Vorteile. Nicht zu vergessen: Auch die Kommunikation mit teils störrischen Flächenbewirtschaftern oder Pächtern kann zur Tagesordnung gehören. Wer Dialogfähigkeit und Verhandlungsgeschick hat, ist im Vorteil.

Welche Kompetenzen wiegen hier am meisten? Nun, ein Bio-Diplom oder ein Umweltwissenschafts-Master öffnet Türen (nicht alle, aber einige). Quereinsteiger:innen mit Erfahrung aus Land- oder Forstwirtschaft, Informatik, Pädagogik oder Verwaltung? Unverzichtbar! Mir ist aufgefallen, dass fast jedes Naturschutz-Team auf Vielseitigkeit bauen muss.

Im Arbeitsalltag zählt jedoch nicht nur, was auf dem Abschlusszeugnis steht. Vielmehr: Pragmatismus, Kompromissfähigkeit, eine gewisse Sturheit beim Verhandeln mit Kommunen, dazu Teamgeist. Nicht zu vergessen – die berühmte Resilienz, diese Mischung aus Durchhaltevermögen und einem dicken Fell für Frustmomente (Projekt X sitzt seit fünf Jahren in der Warteschleife? Willkommen im Club.). Wer Freude an fachlicher Weiterbildung und persönlichem Austausch hat, bewegt mehr als Einzelkämpfer:innen mit Patagonien-Aura.

Spätestens an diesem Punkt wird’s ein bisschen ruppig: Die Gehälter im Naturschutz schwanken teils dramatisch. Einstiegsgehälter im öffentlichen Dienst oder bei gemeinnützigen Organisationen liegen oft im unteren Drittel des bundesdeutschen Durchschnitts. Das kann frustrieren. Im Bereich Beratung, Forschung oder bei spezialisierten Ingenieurbüros bietet sich manchmal mehr – aber auch diese Jobs sind heiß umkämpft.

Regionale Unterschiede sind frappierend: Wer im Süden oder Westen Deutschlands arbeitet, bekommt oft mehr als Kolleg:innen im Osten; Ballungsräume zahlen besser als der ländliche Raum. Ein Trost: Mit wachsender Erfahrung, Weiterbildungen (z. B. Projektmanagement, Umweltrecht, GIS-Technologien) oder Wechsel in den privatwirtschaftlichen Sektor sind durchaus Entwicklungssprünge möglich. Exotische Aufgaben wie “Wiederansiedlung bedrohter Arten” werden jedoch selten fürstlich entlohnt – berufliche Sinnstiftung bringt nicht immer das große Portemonnaie mit.

Die Nachfrage nach Fachkräften im Naturschutz schwankt wie ein Aprilwetter. Regionaler Fachkräftemangel trifft auf wachsende Projektvolumina, in anderen Regionen wiederum stehen Hundert Bewerbungen für eine einzige Stelle. Urbanisierung und Landwirtschaftskonflikte sorgen für weitere Dynamik. Wer flexibel ist und auch befristete Anstellungen in Kauf nimmt, verbessert seine Chancen.

Gleichzeitig macht das Feld kaum Halt vor gesellschaftlichen Trends: Diversität, Inklusion, Teilzeitmodelle – das alles dringt endlich auch in diesen Arbeitsmarkt. Eine gewisse Offenheit für neue Arbeitsformen, interdisziplinäre Teams oder sogar digitale Citizen-Science-Projekte ist gefragt. Wer “digital rural” denkt oder internationale Erfahrung mitbringt, sticht aus der Masse heraus. Das gilt nicht nur fürs Bewerbungsgespräch, sondern auch im vernetzten Berufsalltag – ich habe es mehrfach erlebt, dass ein Auslandspraktikum oder ein gewagtes Ehrenamt plötzlich zum Türöffner wurde.

Bleibt diese Sache mit dem Leben außerhalb der Arbeit. Überstunden? In der Projektphase ja, an ruhigen Tagen Normalmaß. Viele Stellen bieten mittlerweile flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder Teilzeit. Nicht selten aber überschreiten Begeisterung und Eigeninitiative die vertragliche Stundenzahl. Das muss man mögen.

Was immer bleibt, ist der besondere Stolz, abends mal sagen zu können: „Heute wurde tatsächlich Lebensraum gewonnen.“ Oder, um es mit weniger Pathos zu sagen: Manchmal ist die Natur pleite, das Projekt steckengeblieben, aber ein Amphibienschutzzaun steht trotzdem.

Schlussendlich: Der Naturschutz ist kein glamouröses Pflaster, keine Goldgrube. Aber wem es gelingt, eigene Werte mit etwas Pragmatismus zu verbinden, der wird selten an Sinnmangel leiden. Und im Idealfall gibt’s am Monatsende doch etwas mehr als nur gute Geschichten fürs Lagerfeuer.

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