Lebensmittelanalytik Jobs

30 aktuelle Lebensmittelanalytik Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
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Biologisch-technische*r Assistent*in (BTA) / Milchwirtschaftliche*r Laborant*in oder Biologielaborant*in (m/w/d) für die Lebensmittelanalytik

LADR Der Laborverbund Dr. Kramer & KollegenGeesthacht, Hamburg

Sie haben eine Ausbildung als Biologisch-technische*r Assistent*in, Milchwirtschaftliche*r Laborant*in oder vergleichbar abgeschlossen? Sie bringen erste Berufserfahrung in Mikrobiologie und Lebensmittelanalytik mit? Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Schichtbereitschaft zeichnen Sie aus? Bei uns erwartet Sie ein sicherer Arbeitsplatz in einem modernen Umfeld. Wir fördern Ihre individuelle fachliche und persönliche Entwicklung und bieten umfassende soziale Leistungen. Dazu gehören 13 Monatsgehälter, 30 Urlaubstage, betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss sowie ein betriebliches Gesundheitsmanagement.
Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Laborant / (Lebensmittel)-Chemiker (m/w/d) Lebensmittel-Analytik

Eurofins NDSC Food Testing Germany GmbHHamburg

Suchen Sie eine herausfordernde Position als Laborant oder Lebensmittel-Chemiker? In der Lebensmittelanalytik verantworten Sie die Auswertung und Freigabe von Analyseergebnissen gemäß QS-Vorgaben. Sie bedienen moderne Chromatographie-Systeme, bearbeiten eigenständig Projekte zur Methodenoptimierung und koordinieren Validierungen nach QS-Richtlinien. Mit Ihrem Studium in (Lebensmittel-) Chemie und Erfahrung in der Chromatographie tragen Sie zur Qualitätssicherung bei. Fließende Deutsch- und gute Englischkenntnisse sowie Kenntnisse in LIMS sind von Vorteil. Werden Sie Teil eines dynamischen Teams und gestalten Sie kontinuierliche Verbesserungsprozesse aktiv mit!
Kantine Gesundheitsprogramme Vollzeit weitere Benefits
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Laborant Mikrobiologie (w/m/d) - VZ

Eurofins Lebensmittelanalytik Österreich GmbHWr Neudorf

Werden Sie Laborant für Mikrobiologie (w/m/d) in Vollzeit! Führen Sie routineanalytische Untersuchungen durch, werten Sie Ergebnisse aus und organisieren Sie die Medienproduktion. Gestalten Sie aktiv die Qualitätssicherung von Lebens- und Futtermitteln sowie Wasserproben!
Gesundheitsprogramme Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Laborant / BTA / CTA – Mikrobiologie Lebensmittel (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

ifp Privates Institut für Produktqualität GmbHOhrdruf, Gotha

Die ifp Privates Institut für Produktqualität GmbH mit Sitz in Berlin ist ein führendes, akkreditiertes Prüflabor für Lebensmittel- und Umweltanalytik. Seit 2004 hat unser Team von rund 400 Mitarbeitenden umfassende Expertise in der Mikrobiologie von Lebensmitteln und Trinkwasser entwickelt. Wir bieten innovative Diagnostika, die weltweit in Prüf- und Untersuchungsinstitutionen eingesetzt werden. Zur Verstärkung unserer Abteilung in Ohrdruf bei Gotha suchen wir einen Laboranten (m/w/d) mit Schwerpunkt Mikrobiologie. Ihre Hauptaufgabe beinhaltet die qualitativ hochwertige Analytik von Lebensmittel- und Trinkwasserproben. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres dynamischen Teams!
Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit ifp Privates Institut für Produktqualität GmbH Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant:in / CTA - Laboranalytik Nasschemie (m/w/d) #0289

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - HamelnHameln

Als Chemielaborant:in in der Laboranalytik Nasschemie (m/w/d) übernimmst du die Aufarbeitung von Lebensmittelproben. Du führst präzise graviemetrische und nasschemische Analysen durch, wie die Proteinbestimmung nach Kjeldahl und die Fettextraktion nach Weibull-Stoldt. Zudem betreibst du Prüfmittelüberwachung und qualitätssichernde Maßnahmen in deinem Verantwortungsbereich. Zu deinen Aufgaben gehört auch der Umgang mit hochmodernen Analysegeräten und automatisierten Systemen. Eine abgeschlossene Ausbildung als CTA oder Chemielaborant:in ist Voraussetzung, idealerweise ergänzt durch praktische Erfahrungen in der analytischen Chemie. Strukturierte und gewissenhafte Arbeitsweise sowie gute Deutschkenntnisse (mindestens B2) sind ebenfalls gefordert.
Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - Hameln Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Lebensmittelchemiker:in für die Kundenbetreuung (m/w/d) #0300

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbHHamburg

Als Teil unseres Kundenbetreuungsteams berätst du nationale und internationale Kunden in der Lebensmittelanalytik. Du überprüfst Analysedaten auf Plausibilität und beurteilst diese entsprechend rechtlicher Vorgaben. Nach der Prüfung gibst du die Berichte zur freigegebenen Verwendung frei. Zudem gehören projektbezogene, kundenspezifische Arbeiten zu deinem Aufgabengebiet. Voraussetzung ist das erfolgreiche Bestehen des 2. Staatsexamens der Lebensmittelchemie oder eine vergleichbare Qualifikation im Bereich Analytik und Lebensmittelrecht. Du bringst umfangreiche Team- und Kommunikationsfähigkeiten mit und hast idealerweise Erfahrung in der Laborpraxis eines modernen Lebensmittellabors.
Homeoffice Corporate Benefit GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch-technischer Assistent (CTA) / Chemielaborant / milchwirtschaftlicher Laborant (m/w/d) - Befristet bis zum 31.12.2027

Zeelandia GmbH & Co. KGFrankfurt Main

Als Chemielaborant/in oder milchwirtschaftliche/r Laborant/in sind Sie verantwortlich für die Erstellung von Labormischungen und tragen zur Qualitätssicherung bei. Voraussetzung sind eine abgeschlossene Ausbildung sowie idealerweise Erfahrung in der Lebensmittelanalytik. Fundierte Kenntnisse in analytischen Methoden wie pH-Wert- und Säuregradbestimmung sind unerlässlich. Zudem sind sehr gute Deutschkenntnisse und Kenntnisse in MS Office und SAP von Bedeutung. Wir bieten Ihnen 30 Tage Urlaub, planbare Arbeitszeiten ohne Schichtdienst und eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. Genießen Sie unsere Benefits wie kostenlose Getränke, Backwaren und Parkplätze für eine ideale Work-Life-Balance.
Work-Life-Balance Corporate Benefit Zeelandia GmbH & Co. KG Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Laborleitung (m/w/d)

Eurofins NDSC Food Testing Germany GmbHAugsburg

Wir suchen eine engagierte Laborleitung (m/w/d), die unser Wachstum unterstützt. Deine Hauptaufgaben umfassen die fachliche und organisatorische Leitung der Mikrobiologie sowie die Optimierung von Laborprozessen. Du koordinierst die Kommunikation mit der Geschäftsführung und anderen Abteilungen, um eine effiziente Analytik sicherzustellen. Ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium, idealerweise in Biologie oder Lebensmittelchemie, ist Voraussetzung. Praxiserfahrung im Qualitätsmanagement ist von Vorteil. Werde Teil unseres dynamischen Teams und gestalte aktiv die Zukunft unseres Labors!
Weiterbildungsmöglichkeiten Familienfreundlich Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Lebensmittelanalytik wissen müssen

Lebensmittelanalytik Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Lebensmittelanalytik wissen müssen

Zwischen Safran und Sensor: Über das – nicht ganz geheime – Leben der Lebensmittelanalytiker

Manchmal fragen mich Freunde, was ich eigentlich den ganzen Tag mache. Ich sage dann: „Ich suche das Haar in der Suppe.“ Ein bisschen übertrieben – aber im Kern wahr. Wer sich für den Berufsbereich Lebensmittelanalytik entscheidet, gewöhnt sich schnell daran, als „Detektiv“ für das Unsichtbare zu gelten. Nur statt Lupe und Notizblock verwendet man Gaschromatograph und Pipette. Klingt nerdig? Ja. Ist es auch. Aber irgendwie faszinierend – sofern man ein Faible für Präzision entwickelt … oder schon immer hatte.
Doch fangen wir vorne an.


Was man tut (und warum das wichtigste Detail manchmal nach Essig riecht)

Lebensmittelanalytik – das klingt, zugegeben, sperrig. Aber im Grunde geht es um Klarheit zwischen Wursttheke und Wissenschaft. Wie viel Zucker ist wirklich im „zuckerfreien“ Saft? Was versteckt sich in scheinbar harmlosen Zusatzstoffen? Sind die Vitamine noch drin, wo Vitamin draufsteht? Laboralltag heißt: Probe nehmen, aufbereiten, messen, interpretieren, dokumentieren – und das alles nach Regeln, die mal logischer, mal bürokratischer wirken.
Dabei ist die Bandbreite erstaunlich: Chemische Bestimmungen, Mikrobiologie, Sensoriktests, Rückstandsanalytik, Hygienekontrollen – und weil die Gesetzgebung nicht schläft, gibt’s ständig neue Analysemethoden zu lernen. Ein monotones Bandlaufwerk ist dieser Job nicht. Eher eine Kreuzung aus Experimentierwerkstatt und juristischem Spießrutenlauf. Wer Langeweile sucht, ist hier verloren.
Vieles läuft heute mit High-Tech-Instrumenten. Manchmal aber, und das ist kein Scherz, entscheidet noch immer die menschliche Nase. Oder die Sprache. Ich erinnere mich an eine Probe, bei der eine Kollegin meinte: „Da ist was faul – riecht irgendwie nach Essig.“ Lag sie richtig? Natürlich. Und nein, so einen Instinkt kriegt man nicht im Semesterkurs „Sensorik für Einsteiger“.


Qualifikationen, die wirklich weiterhelfen – und was der Lebenslauf nicht verrät

Jetzt mal ehrlich: Papier ist in der Lebensmittelanalytik zwar geduldig, aber kein Garant. Klar, ein Abschluss in Lebensmittelchemie, Biochemie, Oecotrophologie, manchmal auch Chemielaborant(in) oder CTA. Das Einmaleins der Instrumente, ISO-Methoden, Standardvorschriften – all das lernt man im Studium, in der Ausbildung oder im „Praktikum mit Pipettenzwang“. Aber so richtig fit wird man erst, wenn etwas schiefgeht. Wenn der Messwert ausreißt, der HPLC-Detektor stur auf Störung geht, die Blindprobe alles offenbart – dann entscheidet, ob man nervenstark bleibt und den Fehler einkreist, statt wild zu kalibrieren.
Dazu gesellt sich ein eher unterschätztes Talent: Die Demut vor dem Protokoll. Fehlernotizen sind keine Schande, sondern Versicherung. Was viele unterschätzen: Die Kommunikation mit Kollegen, Behörden, Prüfern – sie ist mindestens so wichtig wie die sauber aufbereitete Probe. Wer introvertiert, detailverliebt und argumentationsstark ist, fühlt sich hier pudelwohl.
Ach ja, und Humor. Ohne bleibt am dritten Tag mit verdrehten Chromatogrammen nur noch Kopfschütteln.


Gehalt: Von Luft und Labors zu leben, geht selten gut

Jetzt zum Teil, der vielen den Mund wässrig macht – oder abrupt trocknen lässt. Also: Ja, die Lebensmittelanalytik zahlt keine Konzern-Boni wie Pharma oder Petrochemie. Als Berufseinsteiger fliegen einem keine goldenen Pipetten zu, das Bankkonto bleibt (meist) bescheiden. Wer in Metropolen oder bei spezialisierten Laboren startet, kann etwas mehr aushandeln – vorausgesetzt, die Branche boomt und man setzt Expertisen in gefragten Nischen ein, wie Rückstandsanalytik oder molekulare Schnelltestverfahren.
Aber: Im Mittel bleibt das Einkommenspflaster dünn, häufig zwischen mittlerem und gehobenem Technikerlohn. Regionen mit hoher Lebensmittelindustrie – etwa Nordwesten, Süddeutschland, punktuell auch ostdeutsche Cluster – bieten tendenziell bessere Aussichten als der ländliche Raum. Sonderfälle wie Großlabore oder Foodtech-Startups tanzen aus der Reihe; dort entscheidet manchmal die eigene Dreistigkeit beim Gehaltsgespräch. Dauerhaft überarbeiten für maximalen Stundenlohn? Geht, aber der Preis ist hoch. Richtig Spitzenverdiener werden – eher selten, möchte ich nicht verschweigen. Wer Stabilität und lebenslange Sicherheit sucht, landet meist im öffentlichen Dienst – mit allen bekannten Vor- und Nachteilen (Stichwort: Beamtenpuls).


Markt, Trends und der kuriose Tanz mit Digitalisierung, Nachhaltigkeit und KI

Wer hätte gedacht, dass plötzlich KI-Auswertungen und Big Data in den Laboren Einzug halten? Vor wenigen Jahren steckten selbst größere Einrichtungen noch im Papierkrieg. Jetzt diskutiert man digitalisierte Analysen, automatisierte Probenerfassung, Blockchain-Sicherheit für Lieferketten. Wer hier die Technik nicht scheut, kann sich fast sicher sein: Zumindest langweilig wird der Job selten. Die Schattenseite? Routinejobs verschwinden schneller als Chlorat im Trinkwassertest. Spezialisierung, Weiterbildungen, Zertifikate – sie werden auf Dauer zur Überlebensstrategie.
Nachhaltigkeit, Tierwohl, Allergene, Clean Label: Konsumententrends türmen sich, jede Gesetzesänderung wirbelt alles neu durcheinander. Was man heute sicher weiß, ist morgen veraltet. Wer im Berufsfeld flexibel bleibt, keine Scheu vor Umwegen hat (gefühlt der halbe Alltag), ist klar im Vorteil – gegenüber all jenen, die denken, ein Abschluss vor Jahren sei Freifahrtschein für ewige Sicherheit.


Karriere, Vergleich und – am Ende – die Kunst des vernünftigen Zweifelns

Wie kommt man voran? Nicht, indem man Dienst nach Vorschrift macht. Karrierewege verlaufen selten linear, schon gar nicht glamourös. Es gibt den klassischen Aufstieg: Laborleitung, Qualitätsmanagement, Schulungen, Gutachtertätigkeit. Viel seltener wechseln Menschen in die Produktentwicklung, ins Consulting, manchmal sogar in QS-Startups. Aber, Hand aufs Herz: Nicht jede Karriereleiter ist stabil geschraubt. Wer immer nur analysiert, ohne ab und zu den Blick nach links oder rechts zu riskieren, verpasst die eigentliche Vielfalt im Beruf.
Work-Life-Balance? Nun, im analogen Laborleben scheiden sich die Geister. Schichtdienst, Wochenendarbeit, Termindruck – unangenehme Begleiter. Wer Familienfreundlichkeit sucht, sollte nachstellen, wie Labore Schichten organisieren. Es gibt positive Beispiele, ja. Nachholbedarf leider auch. Bewerbungsprozesse? Zäh, manchmal grotesk, selten schnell. Wichtiger als ein perfekter Lebenslauf ist der Draht ins Netzwerk – und ein bisschen Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort zu stehen.
Vielleicht bilde ich mir das ein, aber Lebensmittelanalytik lehrt einen, nie zu sicher zu sein. Weder in Messergebnissen, noch im Urteil über Kollegen, Karriere, Routine. Ein wenig Skepsis, ein Tick Abenteuerlust und der Mut, den eigenen Zweifel nicht wegzuschieben: Das ist mindestens so wertvoll wie jede Technikerschulung.


Kurzbeschreibung Lebensmittelanalytik

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Lebensmittelanalytik

Lebensmittelanalytik – das klingt, zugegeben, sperrig. Aber im Grunde geht es um Klarheit zwischen Wursttheke und Wissenschaft. Wie viel Zucker ist wirklich im „zuckerfreien“ Saft? Was versteckt sich in scheinbar harmlosen Zusatzstoffen? Sind die Vitamine noch drin, wo Vitamin draufsteht? Laboralltag heißt: Probe nehmen, aufbereiten, messen, interpretieren, dokumentieren – und das alles nach Regeln, die mal logischer, mal bürokratischer wirken.
Dabei ist die Bandbreite erstaunlich: Chemische Bestimmungen, Mikrobiologie, Sensoriktests, Rückstandsanalytik, Hygienekontrollen – und weil die Gesetzgebung nicht schläft, gibt’s ständig neue Analysemethoden zu lernen. Ein monotones Bandlaufwerk ist dieser Job nicht. Eher eine Kreuzung aus Experimentierwerkstatt und juristischem Spießrutenlauf. Wer Langeweile sucht, ist hier verloren.
Vieles läuft heute mit High-Tech-Instrumenten. Manchmal aber, und das ist kein Scherz, entscheidet noch immer die menschliche Nase. Oder die Sprache. Ich erinnere mich an eine Probe, bei der eine Kollegin meinte: „Da ist was faul – riecht irgendwie nach Essig.“ Lag sie richtig? Natürlich. Und nein, so einen Instinkt kriegt man nicht im Semesterkurs „Sensorik für Einsteiger“.

Jetzt mal ehrlich: Papier ist in der Lebensmittelanalytik zwar geduldig, aber kein Garant. Klar, ein Abschluss in Lebensmittelchemie, Biochemie, Oecotrophologie, manchmal auch Chemielaborant(in) oder CTA. Das Einmaleins der Instrumente, ISO-Methoden, Standardvorschriften – all das lernt man im Studium, in der Ausbildung oder im „Praktikum mit Pipettenzwang“. Aber so richtig fit wird man erst, wenn etwas schiefgeht. Wenn der Messwert ausreißt, der HPLC-Detektor stur auf Störung geht, die Blindprobe alles offenbart – dann entscheidet, ob man nervenstark bleibt und den Fehler einkreist, statt wild zu kalibrieren.
Dazu gesellt sich ein eher unterschätztes Talent: Die Demut vor dem Protokoll. Fehlernotizen sind keine Schande, sondern Versicherung. Was viele unterschätzen: Die Kommunikation mit Kollegen, Behörden, Prüfern – sie ist mindestens so wichtig wie die sauber aufbereitete Probe. Wer introvertiert, detailverliebt und argumentationsstark ist, fühlt sich hier pudelwohl.
Ach ja, und Humor. Ohne bleibt am dritten Tag mit verdrehten Chromatogrammen nur noch Kopfschütteln.

Jetzt zum Teil, der vielen den Mund wässrig macht – oder abrupt trocknen lässt. Also: Ja, die Lebensmittelanalytik zahlt keine Konzern-Boni wie Pharma oder Petrochemie. Als Berufseinsteiger fliegen einem keine goldenen Pipetten zu, das Bankkonto bleibt (meist) bescheiden. Wer in Metropolen oder bei spezialisierten Laboren startet, kann etwas mehr aushandeln – vorausgesetzt, die Branche boomt und man setzt Expertisen in gefragten Nischen ein, wie Rückstandsanalytik oder molekulare Schnelltestverfahren.
Aber: Im Mittel bleibt das Einkommenspflaster dünn, häufig zwischen mittlerem und gehobenem Technikerlohn. Regionen mit hoher Lebensmittelindustrie – etwa Nordwesten, Süddeutschland, punktuell auch ostdeutsche Cluster – bieten tendenziell bessere Aussichten als der ländliche Raum. Sonderfälle wie Großlabore oder Foodtech-Startups tanzen aus der Reihe; dort entscheidet manchmal die eigene Dreistigkeit beim Gehaltsgespräch. Dauerhaft überarbeiten für maximalen Stundenlohn? Geht, aber der Preis ist hoch. Richtig Spitzenverdiener werden – eher selten, möchte ich nicht verschweigen. Wer Stabilität und lebenslange Sicherheit sucht, landet meist im öffentlichen Dienst – mit allen bekannten Vor- und Nachteilen (Stichwort: Beamtenpuls).

Wer hätte gedacht, dass plötzlich KI-Auswertungen und Big Data in den Laboren Einzug halten? Vor wenigen Jahren steckten selbst größere Einrichtungen noch im Papierkrieg. Jetzt diskutiert man digitalisierte Analysen, automatisierte Probenerfassung, Blockchain-Sicherheit für Lieferketten. Wer hier die Technik nicht scheut, kann sich fast sicher sein: Zumindest langweilig wird der Job selten. Die Schattenseite? Routinejobs verschwinden schneller als Chlorat im Trinkwassertest. Spezialisierung, Weiterbildungen, Zertifikate – sie werden auf Dauer zur Überlebensstrategie.
Nachhaltigkeit, Tierwohl, Allergene, Clean Label: Konsumententrends türmen sich, jede Gesetzesänderung wirbelt alles neu durcheinander. Was man heute sicher weiß, ist morgen veraltet. Wer im Berufsfeld flexibel bleibt, keine Scheu vor Umwegen hat (gefühlt der halbe Alltag), ist klar im Vorteil – gegenüber all jenen, die denken, ein Abschluss vor Jahren sei Freifahrtschein für ewige Sicherheit.

Wie kommt man voran? Nicht, indem man Dienst nach Vorschrift macht. Karrierewege verlaufen selten linear, schon gar nicht glamourös. Es gibt den klassischen Aufstieg: Laborleitung, Qualitätsmanagement, Schulungen, Gutachtertätigkeit. Viel seltener wechseln Menschen in die Produktentwicklung, ins Consulting, manchmal sogar in QS-Startups. Aber, Hand aufs Herz: Nicht jede Karriereleiter ist stabil geschraubt. Wer immer nur analysiert, ohne ab und zu den Blick nach links oder rechts zu riskieren, verpasst die eigentliche Vielfalt im Beruf.
Work-Life-Balance? Nun, im analogen Laborleben scheiden sich die Geister. Schichtdienst, Wochenendarbeit, Termindruck – unangenehme Begleiter. Wer Familienfreundlichkeit sucht, sollte nachstellen, wie Labore Schichten organisieren. Es gibt positive Beispiele, ja. Nachholbedarf leider auch. Bewerbungsprozesse? Zäh, manchmal grotesk, selten schnell. Wichtiger als ein perfekter Lebenslauf ist der Draht ins Netzwerk – und ein bisschen Glück, zur rechten Zeit am rechten Ort zu stehen.
Vielleicht bilde ich mir das ein, aber Lebensmittelanalytik lehrt einen, nie zu sicher zu sein. Weder in Messergebnissen, noch im Urteil über Kollegen, Karriere, Routine. Ein wenig Skepsis, ein Tick Abenteuerlust und der Mut, den eigenen Zweifel nicht wegzuschieben: Das ist mindestens so wertvoll wie jede Technikerschulung.

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