Chemotechniker Jobs

157 aktuelle Chemotechniker Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
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Technischer Assistent (m/w/d) BTA, CTA, VMTA, MTA, Biologielaborant (m/w/d)

Max-Planck-Institut für BiochemiePlanegg

Wir suchen einen Technischen Assistenten (m/w/d) in der biomedizinischen Forschung, der Erfahrung im tierexperimentellen Arbeiten hat. Zu Ihren Aufgaben gehören die Zucht und Haltung von Versuchstieren, hauptsächlich Mäusen, sowie die Durchführung wichtiger Organ- und Zellisolierungen. Die genaue Dokumentation der Versuchsdaten ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Arbeit, ebenso wie die Genotypisierung und DNA-Sequenzierung. Sie werden eng mit dem Tierhaus-Team zusammenarbeiten und neue Mitarbeiter*innen im Umgang mit den Tieren schulen. Voraussetzung ist eine Ausbildung als Technische/r Assistent/in oder Biologielaborant/in sowie ein Sachkundenachweis (FELASA). Bewerben Sie sich jetzt und unterstützen Sie innovative Forschung!
Festanstellung Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Familienfreundlich Kinderbetreuung Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Jobticket – ÖPNV Unbefristeter Vertrag Homeoffice Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Heute veröffentlicht

Chemielaborant / CTA oder Bachelor im Bereich der pharmazeutischen Analytik (m/w/d)

A&M STABTEST Labor für Analytik und Stabilitätsprüfung GmbHBergheim

Verstärken Sie unser Team als Chemielaborant/CTA oder Bachelor! Wir bieten eine Position in der quantitativen Analytik von (Bio-)Pharmazeutika, spezialisiert auf HPLC, UPLC und CE. Für diese Rolle suchen wir talentierte Berufseinsteiger mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder Studium in Natur- oder Ingenieurswissenschaften. Ein gutes wissenschaftliches Verständnis sowie analytisches Denkvermögen sind entscheidend. Profitieren Sie von flachen Hierarchien und einem freundlichen Arbeitsumfeld mit modernen Bedingungen. Ihre guten Kenntnisse in Deutsch und Englisch sowie MS-Office-Anwendungen helfen Ihnen, in dieser spannenden Position erfolgreich zu sein.
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch-technischer Assistent / Chemielaborant (m/w/d)

AUGUST STORCK KGHalle Westf

Als Chemisch-technischer Assistent / Chemielaborant (m/w/d) sind Sie verantwortlich für chemisch-physikalische und sensorische Qualitätskontrollen. Sie führen instrumentelle Analysen von Rohstoffen, Halbfabrikaten und Fertigwaren eigenständig durch. Die sorgfältige Dokumentation der Ergebnisse im Labordateninformations- und Managementsystem gehört zu Ihren wesentlichen Aufgaben. Zudem unterstützen Sie aktiv bei der Neu- und Weiterentwicklung von Analysemethoden. Ihre Ausbildung als Chemisch-technischer Assistent oder Chemielaborant haben Sie erfolgreich abgeschlossen. Mit Grundkenntnissen in Labordatenmanagement-Systemen, auch auf Englisch, stellen Sie die Qualität der Analysen sicher und überwachen die Prüfmittel gewissenhaft.
Urlaubsgeld Mitarbeiterbeteiligung Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant / Werkstoffprüfer / ATA / PhyTA / CTA / MTA - Technisches Analytisches Labor (w/m/d)

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaAWindach, München

Wir suchen einen Chemielaboranten/Werkstoffprüfer (m/w/d) zur Verstärkung unseres technischen analytischen Laborteams. Sie sind verantwortlich für analytische Messungen und Reklamationsbearbeitung, um Vertrieb und Qualitätssicherung zu unterstützen. Die Messfähigkeit von Materialprüfmaschinen und Geräten wie IR, DSC, Rheometer und DMTA wird von Ihnen gewährleistet. Zudem stellen Sie Klebeverbindungen und Prüfkörper im Rahmen von Wareneingangskontrollen her und prüfen diese. Das Erstellen von Dokumentationen und Laborberichten auf Deutsch und Englisch gehört ebenfalls zu Ihren Aufgaben. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft mit uns aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Fahrtkosten-Zuschuss Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Technische*r Assistent*in (m/w/d) in Teilzeit (50 %) (BTA, CTA, MTLA oder vergleichbar) im Fachgebiet „Biologische Dosimetrie“

Bundesamt für StrahlenschutzOberschleißheim, München

Sind Sie erfahren in der Zellkultivierung und haben Kenntnisse in sterilen Arbeitstechniken? Besitzen Sie Fähigkeiten in der Genexpressionsanalyse, einschließlich Nukleinsäureextraktion und PCR-Techniken? Wir suchen motivierte Mitarbeitende, die bereit sind, langfristig und konzentriert am Mikroskop zu arbeiten. Gute Englischkenntnisse und Erfahrung mit Microsoft Office sind erwünscht. Teamarbeit und soziale Kompetenzen, besonders in der Kommunikation, sind uns wichtig. Zudem bieten wir ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit flexiblen Arbeitszeiten in einer renommierten wissenschaftlich-technischen Behörde in Oberschleißheim.
Unbefristeter Vertrag Jobticket – ÖPNV Familienfreundlich Teilzeit weitere Benefits
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Laborant BTA/CTA Qualitätskontrolle Rankweil (m/w/d)

Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KGRankweil

Für die Position des Laboranten BTA/CTA in der Qualitätskontrolle in Rankweil suchen wir engagierte Fachkräfte (m/w/d). Bei Vetter tragen Sie Verantwortung für mikrobiologische und chemische Untersuchungen gemäß internen und externen Richtlinien. Zu Ihren Aufgaben gehört die Erstellung von Statistiken und Analyseergebnissen sowie die Wartung von Laborgeräten. Sie führen Probenanalysen für Methodentransfers und -validierungen durch. Außerdem bearbeiten Sie Abweichungsprozesse mithilfe der Software Trackwise und aktualisieren Standardarbeitsanweisungen (SOPs). Sie bringen eine relevante Berufsausbildung und Erfahrung in einer vergleichbaren Tätigkeit mit, um unser Team zu bereichern.
Ferienbetreuung Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant:in/ CTA Rückstandsanalytik (m/w/d)

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - HamelnHameln

Suchen Sie eine spannende Karriere als Chemielaborant:in in der Rückstandsanalytik? Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Lebensmittelproben im Bereich Kontaminanten- und Mykotoxinanalytik aufzuarbeiten. Zu Ihren Aufgaben zählen die Wartung und Überprüfung von Laborgeräten sowie die Durchführung allgemeiner Labortätigkeiten. Sie gewährleisten die Einhaltung strenger Qualitätsstandards und bringen eine abgeschlossene Ausbildung als CTA oder Chemielaborant:in mit. Erste Erfahrungen in der Analytik sind von Vorteil. Werden Sie Teil eines dynamischen, motivierten Teams und entwickeln Sie Ihre Fähigkeiten in einer wachsenden Unternehmensgruppe weiter.
Corporate Benefit GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - Hameln Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Technikerin / Techniker (w/m/d) der Fachrichtung Chemietechnik

Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Campus NordEggenstein-Leopoldshafen

Sie suchen eine herausfordernde Position als Technikerin oder Techniker (w/m/d) in der Chemietechnik? In dieser Vollzeitstelle klassifizieren Sie Laborchemikalien und Sonderabfälle gemäß Abfall- und Gefahrgutrecht. Sie beraten Abfallabgeber am KIT zur optimalen Sortierung und Kennzeichnung von Chemikalienabfällen. Bei unbekannten Abfällen führen Sie Schnelltests durch und erstellen wichtige Vorgaben zur Analyse. Ihre Aufgaben umfassen zudem die Sortierung und Verpackung von Chemikalien nach gesetzlichen Vorgaben sowie die Prüfung von Abfalllisten. Koordination und Dokumentation von Entsorgungs- und Transportterminen runden Ihr Tätigkeitsfeld ab.
Unbefristeter Vertrag Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Ferienbetreuung Jobticket – ÖPNV Vollzeit weitere Benefits
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PTA, BTA, CTA, OTA oder MTLA als Pharmaberater / Pharmareferent im Innendienst (m/w/x) - Homeoffice

helena GmbH

Suchst du einen spannenden Job im Innendienst? Werde Teil eines Teams, das medizinisch-fachliche Beratung für Ärzte, Praxispersonal und Apotheker bietet. Gemeinsam mit renommierten Pharmaunternehmen betreust du Kunden über Telefon, E-Mail und online. Ideale Kandidaten sind geprüfte Pharmareferenten, PTA, CTA oder haben ein naturwissenschaftliches Studium erfolgreich abgeschlossen. Dieser Einstieg bietet dir eine vielversprechende Perspektive, ideal auch nach Elternpausen oder anderen Berufen. Nutze die Chance auf eine flexible Teilzeitstelle, die Familie und Beruf bestens vereint.
Homeoffice Flexible Arbeitszeiten Teilzeit weitere Benefits
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CTA / BTA / Pharmakant / Biotechniker (w/m/d) für die pharmazeutische Produktion im Bereich Filtration und Chromatographie (Downstream Processing)

Celonic Deutschland GmbH & Co. KGHeidelberg

Du bist Biotechnologe oder hast eine Ausbildung als CTA, BTA oder Laborant abgeschlossen? Bringe deine Berufserfahrung im pharmazeutischen Umfeld ein und nutze dein Wissen über GMP-Prozesse. In unserem zukunftsorientierten Unternehmen erwarten dich abwechslungsreiche Aufgaben mit umfassenden Entwicklungsmöglichkeiten. Kenntnisse in Chromatographie- und Filtrationsanlagen sind von Vorteil. Wir bieten flexible Arbeitszeiten, ein kollegiales Arbeitsumfeld und die Teilnahme an Rufbereitschaft. Werde Teil eines starken Teams, das Verantwortung und Teamgeist großschreibt – bewirb dich jetzt!
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Flexible Arbeitszeiten Corporate Benefit Celonic Deutschland GmbH & Co. KG Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemotechniker wissen müssen

Chemotechniker Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Chemotechniker wissen müssen

Zwischen Reagenzglas und Realpolitik: Woran Chemotechniker heute wirklich wachsen

Wenn Kollegen im Freundeskreis erzählen, sie hätten mit „Chemie“ zu tun, folgt gern ein leichtes Achselzucken – „also Laborarbeit, Fläschchen schütteln und so?“ Wer einmal hinter die Kulissen einer Chemieproduktion geschaut hat, weiß: Das ist ungefähr so, als würde man Elektrikern vorwerfen, sie schraubten nur Glühbirnen ein. Denn was Chemotechniker wirklich machen, bewegt sich irgendwo zwischen angewandter Wissenschaft, industrieller Verantwortung und einer Prise gesunder Pragmatik, die weder Stoff noch Mensch zerfallen lässt. Vor allem dann nicht, wenn man mitten im Jobstart oder auf der Suche nach dem passenden nächsten Betrieb ist – an dieser Schwelle trifft curious lab life auf industrielle Wirklichkeit. Und der Geruch nach Lösungsmitteln – der bleibt, jedenfalls in der Nase.


Was im Alltag wirklich zählt – und was niemand erwähnt

Lasst das romantische Bild vom forscherähnlichen Laborkittel einfach mal stehen und schaut einen typischen Tag an. Start: Schutzbrille zurechtrücken, Kontrollpläne durchgehen, Proben ziehen, Analysedaten mit der Realität abgleichen – nicht selten zwischen Rohstofftanks und blinkenden Geräten, deren Kalibrierung gern mal mehr Zeit frisst als gehofft. Und dann: Produktionsversuch läuft an, irgendetwas stimmt mit der Viskosität des Produkts nicht. Kommunikationsfähigkeiten gefragt. Spontan mit der Schichtleitung abstimmen, Rezeptur prüfen? Klar. Das ist kein Job für dogmatische Einzelkämpfer oder pingelige Pedanten. Man braucht (auch als Berufseinsteiger) etwas Humor zwischen den Chargen, denn fehlerfreie Produktionsläufe sind selten – dafür ist ein Gewitter im Labor selten nur meteorologisch.


Welche Skills gebraucht werden – und wie man sie nicht in der Schule lernt

Die Ausschreibungen sprechen von technischem Verständnis und Sorgfalt, und ja, ein Faible für Zahlen hilft. Aber mal ehrlich: Mit dem bloßen Nachkochen von Anleitungen kommt man nicht weit. Es braucht eine Form von Aufmerksamkeit, die zwischen Protokoll und Bauchgefühl pendelt. Wer von der Ausbildung direkt ins Labor springt, wird schnell merken: Da sind Kollegen, die ihre Handgriffe so beiläufig ausführen wie andere Zähneputzen – dieser Pragmatismus ist kaum in Lehrbüchern zu finden. Das eigentliche Handwerkszeug? Prozessdenken, Fehlerkultur, die Fähigkeit, sich in einen Apparat aus Menschen, Maschinen, Substanzen einzufügen. Und, ganz ehrlich, zähe Neugier. Kaffeepausen im Labor sind übrigens ein Politikum – meist zu kurz, nie zu leise, und immer halbwegs mit Chemikerhumor gewürzt.


Gehalt, Regionen und die oft unbequeme Wahrheit

Klar, auch der Traumjob wird irgendwann gegen den Taschenrechner gehalten. Das Gehalt eines Chemotechnikers? Deutlich besser als viele Handwerksberufe – aber ein sicherer Lottogewinn ist es (meistens) nicht. Und jetzt bitte beide Füße auf dem Boden: Zwischen West und Ost, Nord und Süd liegen Welten, mal 20 Prozent Unterschied im Einstiegsgehalt sind keine Seltenheit. Betriebszugehörigkeit, Tarifbindung, Branche: All das tanzt einem ständig zwischen den Zahlen herum. Pharma zieht regelmäßig besser als Kunststoff, Großstadt ist meist ein Pluspunkt, aber irgendwo im bayrischen Wald kann ein traditionsreicher Mittelständler überraschend großzügig sein. Und Süden schlägt Norden, oft jedenfalls. Ein Bekannter hat mir mal erzählt, dass er im Chempark an den Rhein zog – und plötzlich nicht wusste, wohin mit dem Spritgeld, das er vorher gebraucht hätte. Übrigens: Je mehr Verantwortung und Zusatzqualifikation, desto breiter die Gehaltsspanne. Kein Geheimnis, aber es wird selten offen besprochen.


Arbeitsmarkt, Wandel und ein bisschen Unsicherheit – wohin will eigentlich die Branche?

Was viele unterschätzen: Gerade im Dreieck von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Fachkräftemangel tut sich im chemisch-technischen Segment eine ganze Menge – manches Spannende, manches Beunruhigende. Einst als klassischer Industriejob verschrien, locken inzwischen Hightech-Start-ups, Speziallabore, Umwelttechnik oder Biotech mit ganz anderen Spielregeln. Wer flexibel bleibt, fürchtet keine Flaute. Aber: Gerade beim Wechsel stößt man manchmal an die berühmte „Gläserne Reagenzglas-Decke“ – etwa, wenn Betriebe Erfahrung lieber als Zertifikate werten. Der Nachwuchs wird gesucht, ja, doch nicht selten mit arg spitzen Filtern: Arbeitszeitflexibilität, Bereitschaft zum Schichtdienst, Bereitschaft zu lernen – das ist inoffizieller Mindeststandard. Dass Digitalisierung bedeutet, jetzt auch mal Fehlerbilder an ein Tablet zu schicken statt ans schwarze Brett zu pinnen, ist das eine. Aber die Frage, was man will und was man mitgeht? Entscheidender als es recruiterfreundliche Websites gern verkaufen.


Karrierepfade, Wankelmut und die Sache mit dem eigenen Anspruch

„Kann man als Chemotechniker eigentlich Karriere machen?“ Die Frage höre ich öfter – und die Antwort ist selten eindeutig. Weiterbildung ist der Zaubertrank, klar. Meister, Techniker, Studium über den zweiten Bildungsweg: alles drin, wenn man will (und kann, und darf). Die Realität? Meist eine Mischung aus betrieblicher Routine und Breakout-Momenten: Workshop hier, Zusatzqualifikation da, gelegentlich der lange Hebel, den Berufsfremde selten verstehen. Nicht jede:r will Richtung Führung oder Laborleitung – das war übrigens auch vor zehn Jahren schon so. Wer sich mit Digitalisierung beschäftigt, Remote-Prozessüberwachung aufsetzen kann, oder einen Blick für Prozessoptimierung hat, wird kaum arbeitslos. Aber: Manchmal fragt man sich schon, warum ausgerechnet Laborlogistik bei den betrieblichen Innovationen zuletzt genannt wird. Und trotzdem – dieses Gefühl, im Kleinen wie im Großen an etwas zu arbeiten, das über das eigene Messprotokoll hinaus Wirkung hat, bleibt der heimliche Bonus. Darauf stoße ich persönlich gelegentlich sogar mit koffeinfreiem Kaffee an.


Kurzbeschreibung Chemotechniker

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Chemotechniker

Lasst das romantische Bild vom forscherähnlichen Laborkittel einfach mal stehen und schaut einen typischen Tag an. Start: Schutzbrille zurechtrücken, Kontrollpläne durchgehen, Proben ziehen, Analysedaten mit der Realität abgleichen – nicht selten zwischen Rohstofftanks und blinkenden Geräten, deren Kalibrierung gern mal mehr Zeit frisst als gehofft. Und dann: Produktionsversuch läuft an, irgendetwas stimmt mit der Viskosität des Produkts nicht. Kommunikationsfähigkeiten gefragt. Spontan mit der Schichtleitung abstimmen, Rezeptur prüfen? Klar. Das ist kein Job für dogmatische Einzelkämpfer oder pingelige Pedanten. Man braucht (auch als Berufseinsteiger) etwas Humor zwischen den Chargen, denn fehlerfreie Produktionsläufe sind selten – dafür ist ein Gewitter im Labor selten nur meteorologisch.

Die Ausschreibungen sprechen von technischem Verständnis und Sorgfalt, und ja, ein Faible für Zahlen hilft. Aber mal ehrlich: Mit dem bloßen Nachkochen von Anleitungen kommt man nicht weit. Es braucht eine Form von Aufmerksamkeit, die zwischen Protokoll und Bauchgefühl pendelt. Wer von der Ausbildung direkt ins Labor springt, wird schnell merken: Da sind Kollegen, die ihre Handgriffe so beiläufig ausführen wie andere Zähneputzen – dieser Pragmatismus ist kaum in Lehrbüchern zu finden. Das eigentliche Handwerkszeug? Prozessdenken, Fehlerkultur, die Fähigkeit, sich in einen Apparat aus Menschen, Maschinen, Substanzen einzufügen. Und, ganz ehrlich, zähe Neugier. Kaffeepausen im Labor sind übrigens ein Politikum – meist zu kurz, nie zu leise, und immer halbwegs mit Chemikerhumor gewürzt.

Klar, auch der Traumjob wird irgendwann gegen den Taschenrechner gehalten. Das Gehalt eines Chemotechnikers? Deutlich besser als viele Handwerksberufe – aber ein sicherer Lottogewinn ist es (meistens) nicht. Und jetzt bitte beide Füße auf dem Boden: Zwischen West und Ost, Nord und Süd liegen Welten, mal 20 Prozent Unterschied im Einstiegsgehalt sind keine Seltenheit. Betriebszugehörigkeit, Tarifbindung, Branche: All das tanzt einem ständig zwischen den Zahlen herum. Pharma zieht regelmäßig besser als Kunststoff, Großstadt ist meist ein Pluspunkt, aber irgendwo im bayrischen Wald kann ein traditionsreicher Mittelständler überraschend großzügig sein. Und Süden schlägt Norden, oft jedenfalls. Ein Bekannter hat mir mal erzählt, dass er im Chempark an den Rhein zog – und plötzlich nicht wusste, wohin mit dem Spritgeld, das er vorher gebraucht hätte. Übrigens: Je mehr Verantwortung und Zusatzqualifikation, desto breiter die Gehaltsspanne. Kein Geheimnis, aber es wird selten offen besprochen.

Was viele unterschätzen: Gerade im Dreieck von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Fachkräftemangel tut sich im chemisch-technischen Segment eine ganze Menge – manches Spannende, manches Beunruhigende. Einst als klassischer Industriejob verschrien, locken inzwischen Hightech-Start-ups, Speziallabore, Umwelttechnik oder Biotech mit ganz anderen Spielregeln. Wer flexibel bleibt, fürchtet keine Flaute. Aber: Gerade beim Wechsel stößt man manchmal an die berühmte „Gläserne Reagenzglas-Decke“ – etwa, wenn Betriebe Erfahrung lieber als Zertifikate werten. Der Nachwuchs wird gesucht, ja, doch nicht selten mit arg spitzen Filtern: Arbeitszeitflexibilität, Bereitschaft zum Schichtdienst, Bereitschaft zu lernen – das ist inoffizieller Mindeststandard. Dass Digitalisierung bedeutet, jetzt auch mal Fehlerbilder an ein Tablet zu schicken statt ans schwarze Brett zu pinnen, ist das eine. Aber die Frage, was man will und was man mitgeht? Entscheidender als es recruiterfreundliche Websites gern verkaufen.

„Kann man als Chemotechniker eigentlich Karriere machen?“ Die Frage höre ich öfter – und die Antwort ist selten eindeutig. Weiterbildung ist der Zaubertrank, klar. Meister, Techniker, Studium über den zweiten Bildungsweg: alles drin, wenn man will (und kann, und darf). Die Realität? Meist eine Mischung aus betrieblicher Routine und Breakout-Momenten: Workshop hier, Zusatzqualifikation da, gelegentlich der lange Hebel, den Berufsfremde selten verstehen. Nicht jede:r will Richtung Führung oder Laborleitung – das war übrigens auch vor zehn Jahren schon so. Wer sich mit Digitalisierung beschäftigt, Remote-Prozessüberwachung aufsetzen kann, oder einen Blick für Prozessoptimierung hat, wird kaum arbeitslos. Aber: Manchmal fragt man sich schon, warum ausgerechnet Laborlogistik bei den betrieblichen Innovationen zuletzt genannt wird. Und trotzdem – dieses Gefühl, im Kleinen wie im Großen an etwas zu arbeiten, das über das eigene Messprotokoll hinaus Wirkung hat, bleibt der heimliche Bonus. Darauf stoße ich persönlich gelegentlich sogar mit koffeinfreiem Kaffee an.

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