Chemikant/in Jobs

139 aktuelle Chemikant/in Stellenangebote

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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Rheinmetall Waffe Munition GmbHTrittau

Unsere Zusammenarbeit mit der Werkschemie zielt darauf ab, Produkte und Prozesse kontinuierlich zu optimieren. Wir suchen einen Chemikanten (m/w/d) oder eine Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d) mit mehrjähriger Erfahrung, idealerweise in der Pyrotechnik. Ein §20 SprengG Schein und ein Staplerführerschein sind von Vorteil. Zudem erwarten wir Grundkenntnisse in EDV-Programmen und SAP sowie eine zuverlässige und selbstständige Arbeitsweise. An unserem Standort in Trittau bieten wir ein attraktives Vergütungspaket, inklusive betrieblicher Altersvorsorge und Gesundheitsangeboten. Nutzen Sie unsere vielfältigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten, sowohl intern als auch extern, etwa durch die Rheinmetall Academy.
Betriebliche Altersvorsorge Corporate Benefit Rheinmetall Waffe Munition GmbH Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant, CTA, Chemikant, UTA (m/w/d)

UCL Umwelt Control Labor GmbHLünen

Suchen Sie eine Karriere als Chemielaborant (CTA, UTA) in Lünen? In Vollzeit unterstützen Sie unser Team in der chemischen Probenvorbereitung und halten Geräte instand. Ihre Expertise garantiert die Einhaltung von Qualitätsstandards gemäß DIN EN ISO 17025. Flexibilität und Teamgeist sind für Sie selbstverständlich, weshalb Sie sich den Arbeitszeiten von 6 bis 18 Uhr anpassen können. Zudem bringen Sie Ihre Ideen aktiv in die Optimierung der Labororganisation ein. Werden Sie Teil eines engagierten Teams und gestalten Sie Ihre Zukunft in einem abwechslungsreichen Arbeitsumfeld!
Vermögenswirksame Leistungen Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Melamines GmbHFrankfurt Main

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) sind Sie für die Bedienung der Anlage zur Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Prozesskontrolle durch Analysen und die Unterstützung bei Betriebsstörungen. Zudem übernehmen Sie diverse Nebenarbeiten in der Produktion und bedienen Abfüll-Einrichtungen. Ein sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsweise sind essenziell für diesen Job. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Chemie sowie Schichtbereitschaft sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem internationalen Unternehmen, das Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten bietet.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant/ CTA/ Chemikant (m/w/d) in Königsbach-Stein

Trio Personalmanagement Bretten GmbH - PforzheimKönigsbach-Stein

Werde Teil unseres Teams als Chemielaborant (m/w/d) in Königsbach-Stein! In dieser Vollzeitposition betreust du galvanische und chemische Prozessbäder, überwachst Elektrolytkonzentrationen und Chemikalienbedarfe. Neben der selbstständigen Badpflege führst du chemische Wartungsarbeiten durch und dokumentierst alle relevanten Abläufe. Du erkennst Spezifikationsabweichungen und leitest entsprechende Maßnahmen ein. Anforderungen sind eine abgeschlossene Ausbildung als CTA, Chemielaborant oder Chemiker sowie fundierte Chemiekenntnisse. Wenn du eine präzise, zuverlässige Arbeitsweise mitbringen und unser Team unterstützen möchtest, freuen wir uns auf deine Bewerbung!
Weiterbildungsmöglichkeiten Teilzeit weitere Benefits
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Chemikant / Pharmakant (m/w/div.) in Vollzeit - NEU!

MANI MEDICAL GERMANY GmbHRosbach Vor Höhe

Unser erfahrenes Team ist spezialisiert auf die Herstellung von hochwertigen Dentalmaterialien und vereint Chemiker, Kaufleute, Laboranten und Chemikanten. Mit über 40 Jahren Expertise bieten wir eine Vollzeitstelle als Chemikant/Pharmakant (m/w/div.). Ihre Aufgaben umfassen das Bedienen von Maschinen für die Produktion sowie das präzise Abwiegen und Mischen von Rohstoffen gemäß Herstellvorschriften. Sie dokumentieren die Prozesse nach GMP-Richtlinien und sorgen für die Reinigung und Pflege der Produktionsanlagen. Ordnung, Sauberkeit und Hygiene am Arbeitsplatz sind ebenfalls Teil Ihrer Verantwortung. Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder Weiterbildung in einem relevanten Bereich ist Voraussetzung.
Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Chemikanten / Chemiefacharbeiter / Produktionsmitarbeiter (m/w/d)

THOR GmbHSpeyer

Wir suchen ab sofort Chemikanten und Produktionsmitarbeiter (m/w/d) in Speyer für 37,5 Wochenstunden. In dieser Position unterstützen Sie unser motiviertes Team in voll- und teilkontinuierlicher Wechselschicht. Zu Ihren Aufgaben gehört die Herstellung chemischer Produkte gemäß Sicherheitsstandards sowie die Kontrolle und Dokumentation der Produktionsabläufe. Sie sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung als Chemikant*in oder Chemiearbeiter*in mit mehrjähriger Erfahrung haben. Zudem sind EDV-Kenntnisse in Excel und Word sowie ein Befähigungsnachweis für Flurförderzeuge erforderlich. Wenn Sie eine verantwortungsbewusste Arbeitsweise und Teamfähigkeit mitbringen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
Gutes Betriebsklima Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Kantine Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch-technische Assistentin / Chemisch-technischer Assistent (CTA) (w/m/d)

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)Karlsruhe

Werden Sie Teil des Physikalischen Instituts (PHI) als Chemisch-technische Assistentin oder Chemisch-technischer Assistent (CTA) (w/m/d) in Vollzeit! Ab sofort bieten wir eine unbefristete Anstellung mit einem Jahresgehalt von 49.300,00 bis 51.400,00 EUR brutto. Ihre Aufgaben umfassen technische Arbeiten in chemischen und physikalischen Laboren sowie die Pflege des Chemikalienbestands und die Schulung unserer Mitarbeiter. Sie unterstützen das Team bei der Erstellung mikrostrukturierter Proben im Reinraum. Zudem fungieren Sie als Ansprechpartner für wissenschaftliche Mitarbeitende und übernehmen eventuell administrative Aufgaben im elektronischen Bestellwesen. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft der Forschung mit!
Unbefristeter Vertrag Familienfreundlich Kinderbetreuung Flexible Arbeitszeiten Work-Life-Balance Betriebliche Altersvorsorge Jobticket – ÖPNV Weiterbildungsmöglichkeiten Dringend gesucht Teilzeit weitere Benefits
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(Medizinisch-) Technische:r Assistent:in Forschung (Senior) (MTL/MTLA / CTA / BTA) - I. Med. Klinik und Poliklinik

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)Hamburg

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist eine der führenden Universitätskliniken in Deutschland. Mit rund 16.100 engagierten Mitarbeiter:innen setzen wir uns täglich für eine bessere Gesundheitsversorgung ein. Unsere Expertise erstreckt sich über Forschung und Lehre, um innovative Lösungen zu entwickeln. Wir legen großen Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden und bieten flexible Arbeitsmodelle. So fördern wir ein harmonisches Gleichgewicht zwischen beruflichem Erfolg und persönlichen Bedürfnissen. Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten am UKE und gestalten Sie Ihre Karriere in einem inspirierenden Umfeld.
Weiterbildungsmöglichkeiten Jobticket – ÖPNV Familienfreundlich Kinderbetreuung Ferienbetreuung Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Technische/n Mitarbeitende/n (m/w/d) im Bereich Mikroskopie (z. B. PTA, CTA, BTA, Biologielaborant/in, Chemielaborant/in, VMTA/MTA

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA-RRW)Krefeld

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA-RRW) spielt eine zentrale Rolle im gesundheitlichen Verbraucherschutz. Als amtliches Labor für biologische Analytik untersucht ein engagiertes Team von fünf Fachkräften Proben auf Allergene. Die Methoden reichen von immunologischen Tests bis hin zu makroskopischen und mikroskopischen Analysen zur Identifikation von Spezies. In einer modernen Arbeitsumgebung und mit erstklassiger technischer Ausstattung meistern die Mitarbeitenden anspruchsvolle Themen. Ein effektives Laborinformations- und Managementsystem unterstützt die Dokumentation und Arbeitsabläufe. Diese strukturierten Ansätze gewährleisten präzise Prüfungen von Lebens- und Futtermitteln für die Sicherheit der Verbraucher.
Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch-technischer Assistent Toxikologie (m/w/d)

TOXILAB Ludwigsburg Labor Für Toxikologie Und Drogenuntersuchungen GmbHLudwigsburg

Unser akkreditiertes Labor in Ludwigsburg bietet umfassende Dienstleistungen in der Suchtstoffanalytik, inklusive Abstinenzkontrolluntersuchungen, sowohl national als auch international. Wir suchen engagierte Talentierte mit einer abgeschlossenen CTA-Ausbildung (m/w/d) und Interesse an instrumenteller Analytik wie LC-MS/MS und GCMS. Ihre zuverlässige, strukturierte Arbeitsweise und Teamfähigkeit sind bei uns gefragt. Genießen Sie die Vorzüge eines familiären Unternehmens, das langfristige Perspektiven und eine umfassende Einarbeitung bietet. Wir unterstützen Ihre berufliche Entwicklung mit gezielten Fortbildungen. Profitieren Sie von leistungsgerechter Vergütung und der Möglichkeit auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis in einem motivierten Team.
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

Zwischen Rohstofftürmen und Kontrollräumen – ein Beruf, der nicht nach Chemiebaukasten riecht

Wer Chemikant oder Chemikantin werden möchte, stellt sich vielleicht zuerst irgendwelche Laborratten-Klischees vor: pipettieren, Reagenzgläser schütteln, halbtrübe Sicherheitsbrillen und alles mit dem feinen Odeur von Ammoniak. Die Wahrheit? Realitätsnäher ist das Bild eines Menschen in Arbeitskleidung, Helm auf dem Kopf, Funkgerät am Gürtel – irgendwo zwischen dampfenden Kolonnen, ungeduldig piependen Monitoren und einer millionenteuren Anlage. Willkommen im Maschinenraum der deutschen Industrie, irgendwo zwischen Hightech und Hands-on. Und ja, für einen frischgebackenen Einsteiger hat das alles erstmal so viel mit Chemieunterricht zu tun wie die Formel 1 mit der Verkehrserziehung.


Arbeitsalltag – Präzision inmitten von Routine und Störfall

Der klassische Alltag als Chemikant/in: Produktionsanlagen starten, überwachen, Parameter justieren, Proben ziehen. Klingt nach festem Drehbuch – ist es auch. Bis zu dem Moment, wenn das System plötzlich einen Fehler ausspuckt, das Display rot blinkt und sich – gefühlt – das Schicksal des gesamten Werks in zwei Mausklicks entscheidet. Das ist kein Faxen machen am Fließband, sondern ein komplexes Puzzle aus Technikverständnis, Prozesswissen und einer satten Portion Nervenstärke.

Manche meinen, man „steht halt nur rum und schaut auf Bildschirme“ – ein Gerücht, über das man intern bestenfalls lacht. Sobald irgendwo ein Ventil klemmt, ein Wert aus der Norm läuft oder eine schwarze Wolke da landet, wo keine hingehört, zeigt sich, wer wirklich weiß, was Sache ist. Besonders für Berufseinsteiger kann das Ganze einschüchternd wirken – kein Wunder: Die Anlage interessiert sich selten für zartes Azubi-Entzücken, sondern verlangt ab Tag eins gesunden Pragmatismus. In bestimmten Schichten fühlt sich der Beruf an wie eine Mischung aus Feuerwehrdienst und Systemsteuerung, mit dem Unterschied, dass Eigenverantwortung schon nach der Einarbeitung nicht nur gern gesehen, sondern erwartet wird.


Karrierechancen, Weiterqualifizierung und die Sache mit dem Stolperdraht

Ein Beruf wie der des Chemikanten ist eigentlich ein Steilpass für Umsteiger – in der Theorie. Praxis? Eher ein Hürdenlauf durchs Regelwerk der Qualifikationen. Wer eine solide technische oder naturwissenschaftliche Grundlage mitbringt, sich nicht vor Schichtbetrieb drückt und im Idealfall schon mal von Prozessleittechnik gehört hat, hat realistische Chancen auf einen Einstieg.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind erstaunlich vielseitig: Egal ob Richtung Industriemeister, Techniker, Fachwirt oder sogar mit dem Sprung ins technische Studium – Türen bleiben offen. Die Materie verändert sich, klar: Automatisierung, Digitalisierung, bald vielleicht Künstliche Intelligenz überall da, wo sie Sensorik und Steuerung schlauer machen kann. Aber auch der Umgang mit Gefahrstoffen, Reaktorsicherheit und Nachhaltigkeitsthemen ist im Wandel. Wer sich „ausgelernt“ wähnt, hat nicht wirklich verstanden, wie der Hase läuft. Und ja, die Chemiebranche ist notorisch satt an neuen Regulierungen – es ist fast schon ein Sport, immer einen Schritt voraus zu sein.


Verdienst – zwischen Prestige, Paragrafen und Phrasen

Geld. Kommen wir zur Sache: Wenige Berufseinsteiger werden Chemikant, weil sie schon als Kind davon geträumt haben, einmal 40 Meter hohe Destillationstürme zu bedienen. Die Aussicht auf vergleichsweise solide Gehälter spielt oft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber: Die Unterschiede sind beachtlich. Westen oder Osten? Großindustrie oder Mittelständler? IG BCE-Tarif, Haustarif oder „alles Verhandlungssache“? In der Regel steigen Einsteiger nach dreijähriger Ausbildung irgendwo zwischen 2.600 € und 3.400 € brutto ein – plus Zuschläge für Schichtdienst, Sondereinsätze oder Rufbereitschaft. Wer klotzt, wird belohnt. Nicht selten ziehen erfahrene Kräfte mit Schichtzulagen und Erfahrung aufs Monatsende Beträge jenseits der 4.000 €-€-Marke an Land. Manchmal sogar mehr – doch auch das ist ein Tanz auf dem Drahtseil: Schichtarbeit, Wochenenddienste, Temperaturspitzen im Sommer und die ständige Bereitschaft, jederzeit ins kalte (oder heiße) Wasser springen zu müssen.

Was viele unterschätzen: Die Lücke zwischen Betrieben ist größer, als es die offiziellen Angaben suggerieren. Betriebe mit Tarifbindung zahlen spürbar besser. In manchen Regionen – Ballungsraum mit viel Chemieindustrie – ist das Leben teurer, aber auch der Lohn attraktiver. Saisonale Schwankungen? Kommt drauf an. Bei kleinen Standorten gibt’s manchmal schlechtere Karten, wenn mal eben der Rohstoffmarkt durchdreht oder eine Anlage länger steht.


Arbeitsmarkt, Anforderungen und warum sich der Blick in die Zukunft lohnt

Chemikanten galten lange als „sichere Bank“ in Sachen Arbeitsplatz. Richtig ist: In den Zentren der chemischen Industrie – Rhein-Ruhr, Ludwigshafen, Leuna, Bitterfeld, München oder Frankfurt Höchst – wird regelmäßig gesucht. Der berühmte „Fachkräftemangel“ ist ein bisschen wie das Ungeheuer von Loch Ness: Viele haben davon gehört, wenige sehen es selbst. Aber je nach Region, Produktionszweig und Flexibilität kann die Nachfrage wirklich hoch sein – vor allem, wenn man bereit ist, mal für einen Standortwechsel den Koffer zu packen.

Der technische Wandel hat in der Branche richtig Fahrt aufgenommen: Prozesse werden digitaler, alles wird effizienter, papierloser, dafür fehleranfälliger im Detail. Wer mit Sensorik, digitaler Steuerung, Analyse-Software auf Du und Du steht, punktet schon im Vorstellungsgespräch. Auf der anderen Seite, das sollte man ehrlich sagen: Es gibt Standorte, an denen merkt man von Digitalisierung „gefühlt“ noch recht wenig. Da wird noch per Hand notiert und per Walkie-Talkie geflucht, wenn der Server schlappmacht. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wer flexibel bleibt, weiterlernt und sich nicht auf der Ausbildung ausruht, kann auch in zwanzig Jahren noch gutes Geld im Job verdienen – sofern das Werk nicht zur Retortenfreizeit-Immobilie umgebaut wird.


Zwischen Schichtsystem, sozialem Leben und dem berühmten Feierabendbier

Bleibt noch die Sache mit dem Leben abseits der Anlage. Wer „nur“ einen Job mit geregelten Bürostunden will, für den ist der Chemikantenberuf vielleicht auf Dauer schwer genießbar. Schichtdienst schlaucht, kein Zweifel; Wochenenden werden zu Lotteriespielen, Feiertage manchmal zu normalen Arbeitstagen. Dafür gibt’s Ausgleich – sowohl finanziell als auch in Form von Freizeitblöcken, die Spontaneität ermöglichen, die ein 9-to-5-Büroleben nie hergeben würde. Es ist ein spezieller Schlag von Menschen, die damit umgehen können. Manche wachsen daran, andere scheitern.

Die sozialen Beziehungen im Team sind oft enger als anderswo: Wer gemeinsam in der Nachtschicht schwitzt, teilt mehr als nur Schweiß und Sorgen – da entsteht Zusammenhalt, wie er im Einzelbüro selten zu finden ist. Und auch die berühmte Werkskantine, der regelmäßige Spruchklopfer am Band und das gemeinsame Feierabendbier hinterm Pförtnerzaun gehören irgendwie zum Gesamtpaket.


Fazit? Nicht wirklich – Eher: Wer will und kann, findet seinen Weg

Am Ende bleibt der Beruf des Chemikanten (oder der Chemikantin) das, was er schon immer war: Handwerk plus Technik, Verantwortung plus Routine, Risiko plus Sicherheit – ein Sammelsurium, das manchen zum Strahlen bringt und anderen das Fürchten lehrt. Die Branche bleibt in Bewegung, für Berufseinsteiger und Wechsler gibt’s Chancen genug. Vorausgesetzt, man bringt Neugier, Pragmatismus und einen gewissen „Industriehumor“ mit. Oder, kürzer gesagt: Wer bereit ist, auch mal bei Gegenwind die Schutzbrille nicht abzunehmen, der wird auf dem Arbeitsmarkt nicht lange im Regen stehen.


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