Chemikant/in Jobs

127 aktuelle Chemikant/in Stellenangebote

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Chemikant / Produktionsfachkraft Chemie / Operator / Anlagenfahrer (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

Für eine erfolgreiche Karriere als Chemikant, Chemiebetriebswerker oder Produktionsfachkraft Chemie ist eine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Auch Quereinsteiger mit handwerklichen Fähigkeiten, etwa in Maschinenbau oder Elektrotechnik, sind herzlich willkommen. Wir fördern Ihre Einarbeitung umfassend und qualifizieren Sie schrittweise. Ein besonderes Highlight ist die Mitgliedschaft in unserer Werkfeuerwehr, wo Sie Verantwortung für die Sicherheit Ihrer Kollegen übernehmen. Wir bieten Ihnen eine detaillierte Ausbildung, einschließlich der G26.3 Tauglichkeitsuntersuchung und Atemschutzausbildung. Diese körperlich herausfordernde Position richtet sich an engagierte Menschen, die gerne anpacken.
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Quereinstieg möglich Erfolgsbeteiligung Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Paraform GmbHMainz

Aufgaben: Anlagenbedienung, Prozesskontrollanalysen, Anlagenreinigung, Mithilfe bei Betriebsstörungen und Reparaturen nach Anweisung sowie aktive Mitarbeit bei Sicherheitsinitiativen. Qualifikation: Abgeschlossene Berufsausbildung zum Chemikanten oder zur Produktionsfachkraft Chemie; sicheres Auftreten, Kommunikationsstärke sowie selbstständige, gewissenhafte und strukturierte Arbeitsweise, gerne im Team. Bedingungen: Vollkontinuierliche 8-Stunden-Schicht und Bereitschaft zur Schichtarbeit; Einsatzort Mainz.
Unbefristeter Vertrag Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Jobticket – ÖPNV Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant (m/w/d) unbefristete Festanstellung

DIS AGDarmstadt

Aufgaben: Produkte nach Rezepturen abwiegen, mischen und dosieren; moderne Produktionsanlagen bedienen und überwachen; Temperatur, Druck und pH-Wert kontrollieren. Qualifikation: Chemikant (m/w/d) mit technischem Verständnis und Freude an strukturierten Produktionsprozessen. Bedingungen: Unbefristete Festanstellung in Darmstadt; klare Übernahmeoption. Unternehmen: International tätiges Industrieunternehmen in der modernen Lebensmittelproduktion.
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Kantine Betriebliche Altersvorsorge Aufstiegsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Verfahrenstechnologe / Pharmakant / Chemikant / Verfahrensmechaniker / Papiertechnologe / Werkstoffprüfer als Ofenspezialist (High-Tech, m/w/d)

EICKHOFF Personal GmbHBergheim, Kerpen, Düren, Köln

Wir suchen engagierte Talente aus Bergheim, Kerpen und Köln für die Position als Ofenspezialist (m/w/d) in der High-Tech-Industrie. Du wirst mit Rezepturen arbeiten, Zutaten präzise abwiegen und die Qualität der Produkte sicherstellen. Zu Deinen Aufgaben gehört das Einstellen und Bedienen des formgebenden Extruders sowie die manuelle Beschichtung der Formlinge. Zudem bist Du für die Überwachung der Sinterofenprozesse verantwortlich und lernst, Ofenparameter wie Drücke und Temperaturen zu interpretieren. Deine Ideen zur Prozessoptimierung fließen aktiv in die Weiterentwicklung ein. Werde Teil unseres Teams und bring Deine Expertise ein!
Gutes Betriebsklima Teilzeit weitere Benefits
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Chemielaborant / Chemikant (m/w/d)

DynITEC GmbHTroisdorf

Die Dyn ITEC GmbH in Troisdorf sucht engagierte Chemielaboranten und Chemikanten (m/w/d). Zu Ihren Aufgaben gehören die Herstellung und Mischung von Sekundärsprengstoffen unter höchsten Sicherheitsstandards. Sie betreuen die Technikums-Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen und gewährleisten deren Reinigung und Wartung. Zudem führen Sie chemisch-technische Arbeiten nach Verfahrensvorschriften durch und dokumentieren die Produktionsprozesse gewissenhaft. Eine abgeschlossene Ausbildung als Chemielaborant oder Chemikant ist erforderlich, ebenso wie Kenntnisse im Sprengstoffrecht. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres innovativen Teams!
Betriebliche Altersvorsorge Gesundheitsprogramme Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Melamines GmbHFrankfurt

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) sind Sie für die Bedienung der Anlage zur Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Prozesskontrolle durch Analysen und die Unterstützung bei Betriebsstörungen. Zudem übernehmen Sie diverse Nebenarbeiten in der Produktion und bedienen Abfüll-Einrichtungen. Ein sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsweise sind essenziell für diesen Job. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Chemie sowie Schichtbereitschaft sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem internationalen Unternehmen, das Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten bietet.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Labormitarbeiter (m/w/d) F&E (Chemielaborant/CTA/Chemikant (m/w/d))

Oemeta Chemische Werke GmbHUetersen

Aufgaben: Laborprüfungen zur Qualifizierung neuer Rohstoffquellen durchführen und bewerten, Daten dokumentieren, Projektvorgänge zu Rohstofffreigaben erstellen, Daten zu Produktentwicklungen erstellen, Labormethoden weiterentwickeln sowie Laborbedarf beschaffen. Qualifikation: Ausbildung zum Chemielaborant/CTA/Chemikant (m/w/d); Freude an der Laborarbeit, zuverlässige und strukturierte Arbeitsweise, MS-Office-Kenntnisse, Teamfähigkeit, Flexibilität, Einsatzbereitschaft, gute Kommunikationsfähigkeiten und Grundkenntnisse der englischen Sprache; Erfahrung mit Laborsoftware wünschenswert. Bedingungen: Vollzeit, Standort 25436 Uetersen. Benefits: Anspruchsvolle Tätigkeit bei einem Innovationsführer in internationalem Umfeld.
Festanstellung Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Jobrad Homeoffice Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Technischer Assistent / Chemikant / CTA (m/w/d) – Polymersynthese und Reaktortechnik

Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V.Dresden

Für die Stelle benötigen Sie eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem chemisch-technischen oder verfahrenstechnischen Beruf, beispielsweise als Chemikant (m/w/d), Chemielaborant (m/w/d), CTA (m/w/d), Produktionsfachkraft Chemie, Physiklaborant (m/w/d) oder Kunststoff- und Kautschuktechnologe (m/w/d), oder eine vergleichbare Qualifikation. Auch staatlich geprüfte Techniker (m/w/d) der Fachrichtung Chemietechnik und Industriemeister (m/w/d) Chemie sind willkommen. Erwartet werden circa zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung nach der Ausbildung; die Stelle ist nicht für Berufseinsteiger (m/w/d) geeignet, da unmittelbar Unterstützung im laufenden Betrieb gebraucht wird. Sie bringen praktische Erfahrung mit Rührreaktoren unter Druck und/oder Vakuum mit – im Labor, Technikum oder in der Produktion. Industrieerfahrung ist keine Voraussetzung. An der Anlage tauschen Sie selbst Dichtungen, Flansche, Armaturen und Rührwerke, rüsten Aufbauten um und prüfen Dichtheit und Funktion.
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Chemielaborant / Chemisch-technischer Assistent / Chemikant (m/w/d)

Detia Freyberg Produktion GmbHBaden Württemberg

Sie haben ein Studium im Chemieingenieurwesen oder eine Ausbildung als CTA/Chemielaborant erfolgreich abgeschlossen und bringen relevante Berufserfahrung mit? Interesse an analytischen Herausforderungen im Labor sowie Kenntnisse in XRD und/oder GC sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem global agierenden, mittelständischen Unternehmen mit unbefristetem Arbeitsverhältnis und attraktiven Sozialleistungen. Wir bieten ein wettbewerbsfähiges Gehalt, Urlaubsgeld und Zuschüsse zur Altersversorgung. Profitieren Sie von einem modernen Arbeitsumfeld, gemischten Teams und flachen Hierarchien. Besuchen Sie uns und gestalten Sie Ihre Karriere in einem innovativen Unternehmen aktiv mit!
Unbefristeter Vertrag Urlaubsgeld Kantine Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Edelmetallprüfer/Chemikant/ Chemielaborant (m/w/d) in Keltern

Trio Personalmanagement GmbHKeltern

Werde Teil unseres Teams als Edelmetallprüfer, Chemikant oder Chemielaborant (m/w/d) in Keltern! In einer Vollzeitstelle mit flexibler Arbeitszeit von 35 bis 40 Stunden pro Woche erwartet dich eine abwechslungsreiche Analyse von Edelmetallen. Du arbeitest mit modernster Labortechnik wie ICP und RFA sowie bei nass-chemischen Untersuchungen. Wir suchen Profis mit einer abgeschlossenen Ausbildung im chemischen Bereich und idealerweise Erfahrung in der Spektralanalytik. Profitiere von einem attraktiven Vergütungspaket, langfristiger Perspektive und zahlreichen Zulagen. Starte jetzt deine Karriere in einem innovativen Labor – bewirb dich noch heute!
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

Zwischen Rohstofftürmen und Kontrollräumen – ein Beruf, der nicht nach Chemiebaukasten riecht

Wer Chemikant oder Chemikantin werden möchte, stellt sich vielleicht zuerst irgendwelche Laborratten-Klischees vor: pipettieren, Reagenzgläser schütteln, halbtrübe Sicherheitsbrillen und alles mit dem feinen Odeur von Ammoniak. Die Wahrheit? Realitätsnäher ist das Bild eines Menschen in Arbeitskleidung, Helm auf dem Kopf, Funkgerät am Gürtel – irgendwo zwischen dampfenden Kolonnen, ungeduldig piependen Monitoren und einer millionenteuren Anlage. Willkommen im Maschinenraum der deutschen Industrie, irgendwo zwischen Hightech und Hands-on. Und ja, für einen frischgebackenen Einsteiger hat das alles erstmal so viel mit Chemieunterricht zu tun wie die Formel 1 mit der Verkehrserziehung.


Arbeitsalltag – Präzision inmitten von Routine und Störfall

Der klassische Alltag als Chemikant/in: Produktionsanlagen starten, überwachen, Parameter justieren, Proben ziehen. Klingt nach festem Drehbuch – ist es auch. Bis zu dem Moment, wenn das System plötzlich einen Fehler ausspuckt, das Display rot blinkt und sich – gefühlt – das Schicksal des gesamten Werks in zwei Mausklicks entscheidet. Das ist kein Faxen machen am Fließband, sondern ein komplexes Puzzle aus Technikverständnis, Prozesswissen und einer satten Portion Nervenstärke.

Manche meinen, man „steht halt nur rum und schaut auf Bildschirme“ – ein Gerücht, über das man intern bestenfalls lacht. Sobald irgendwo ein Ventil klemmt, ein Wert aus der Norm läuft oder eine schwarze Wolke da landet, wo keine hingehört, zeigt sich, wer wirklich weiß, was Sache ist. Besonders für Berufseinsteiger kann das Ganze einschüchternd wirken – kein Wunder: Die Anlage interessiert sich selten für zartes Azubi-Entzücken, sondern verlangt ab Tag eins gesunden Pragmatismus. In bestimmten Schichten fühlt sich der Beruf an wie eine Mischung aus Feuerwehrdienst und Systemsteuerung, mit dem Unterschied, dass Eigenverantwortung schon nach der Einarbeitung nicht nur gern gesehen, sondern erwartet wird.


Karrierechancen, Weiterqualifizierung und die Sache mit dem Stolperdraht

Ein Beruf wie der des Chemikanten ist eigentlich ein Steilpass für Umsteiger – in der Theorie. Praxis? Eher ein Hürdenlauf durchs Regelwerk der Qualifikationen. Wer eine solide technische oder naturwissenschaftliche Grundlage mitbringt, sich nicht vor Schichtbetrieb drückt und im Idealfall schon mal von Prozessleittechnik gehört hat, hat realistische Chancen auf einen Einstieg.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind erstaunlich vielseitig: Egal ob Richtung Industriemeister, Techniker, Fachwirt oder sogar mit dem Sprung ins technische Studium – Türen bleiben offen. Die Materie verändert sich, klar: Automatisierung, Digitalisierung, bald vielleicht Künstliche Intelligenz überall da, wo sie Sensorik und Steuerung schlauer machen kann. Aber auch der Umgang mit Gefahrstoffen, Reaktorsicherheit und Nachhaltigkeitsthemen ist im Wandel. Wer sich „ausgelernt“ wähnt, hat nicht wirklich verstanden, wie der Hase läuft. Und ja, die Chemiebranche ist notorisch satt an neuen Regulierungen – es ist fast schon ein Sport, immer einen Schritt voraus zu sein.


Verdienst – zwischen Prestige, Paragrafen und Phrasen

Geld. Kommen wir zur Sache: Wenige Berufseinsteiger werden Chemikant, weil sie schon als Kind davon geträumt haben, einmal 40 Meter hohe Destillationstürme zu bedienen. Die Aussicht auf vergleichsweise solide Gehälter spielt oft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber: Die Unterschiede sind beachtlich. Westen oder Osten? Großindustrie oder Mittelständler? IG BCE-Tarif, Haustarif oder „alles Verhandlungssache“? In der Regel steigen Einsteiger nach dreijähriger Ausbildung irgendwo zwischen 2.600 € und 3.400 € brutto ein – plus Zuschläge für Schichtdienst, Sondereinsätze oder Rufbereitschaft. Wer klotzt, wird belohnt. Nicht selten ziehen erfahrene Kräfte mit Schichtzulagen und Erfahrung aufs Monatsende Beträge jenseits der 4.000 €-€-Marke an Land. Manchmal sogar mehr – doch auch das ist ein Tanz auf dem Drahtseil: Schichtarbeit, Wochenenddienste, Temperaturspitzen im Sommer und die ständige Bereitschaft, jederzeit ins kalte (oder heiße) Wasser springen zu müssen.

Was viele unterschätzen: Die Lücke zwischen Betrieben ist größer, als es die offiziellen Angaben suggerieren. Betriebe mit Tarifbindung zahlen spürbar besser. In manchen Regionen – Ballungsraum mit viel Chemieindustrie – ist das Leben teurer, aber auch der Lohn attraktiver. Saisonale Schwankungen? Kommt drauf an. Bei kleinen Standorten gibt’s manchmal schlechtere Karten, wenn mal eben der Rohstoffmarkt durchdreht oder eine Anlage länger steht.


Arbeitsmarkt, Anforderungen und warum sich der Blick in die Zukunft lohnt

Chemikanten galten lange als „sichere Bank“ in Sachen Arbeitsplatz. Richtig ist: In den Zentren der chemischen Industrie – Rhein-Ruhr, Ludwigshafen, Leuna, Bitterfeld, München oder Frankfurt Höchst – wird regelmäßig gesucht. Der berühmte „Fachkräftemangel“ ist ein bisschen wie das Ungeheuer von Loch Ness: Viele haben davon gehört, wenige sehen es selbst. Aber je nach Region, Produktionszweig und Flexibilität kann die Nachfrage wirklich hoch sein – vor allem, wenn man bereit ist, mal für einen Standortwechsel den Koffer zu packen.

Der technische Wandel hat in der Branche richtig Fahrt aufgenommen: Prozesse werden digitaler, alles wird effizienter, papierloser, dafür fehleranfälliger im Detail. Wer mit Sensorik, digitaler Steuerung, Analyse-Software auf Du und Du steht, punktet schon im Vorstellungsgespräch. Auf der anderen Seite, das sollte man ehrlich sagen: Es gibt Standorte, an denen merkt man von Digitalisierung „gefühlt“ noch recht wenig. Da wird noch per Hand notiert und per Walkie-Talkie geflucht, wenn der Server schlappmacht. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wer flexibel bleibt, weiterlernt und sich nicht auf der Ausbildung ausruht, kann auch in zwanzig Jahren noch gutes Geld im Job verdienen – sofern das Werk nicht zur Retortenfreizeit-Immobilie umgebaut wird.


Zwischen Schichtsystem, sozialem Leben und dem berühmten Feierabendbier

Bleibt noch die Sache mit dem Leben abseits der Anlage. Wer „nur“ einen Job mit geregelten Bürostunden will, für den ist der Chemikantenberuf vielleicht auf Dauer schwer genießbar. Schichtdienst schlaucht, kein Zweifel; Wochenenden werden zu Lotteriespielen, Feiertage manchmal zu normalen Arbeitstagen. Dafür gibt’s Ausgleich – sowohl finanziell als auch in Form von Freizeitblöcken, die Spontaneität ermöglichen, die ein 9-to-5-Büroleben nie hergeben würde. Es ist ein spezieller Schlag von Menschen, die damit umgehen können. Manche wachsen daran, andere scheitern.

Die sozialen Beziehungen im Team sind oft enger als anderswo: Wer gemeinsam in der Nachtschicht schwitzt, teilt mehr als nur Schweiß und Sorgen – da entsteht Zusammenhalt, wie er im Einzelbüro selten zu finden ist. Und auch die berühmte Werkskantine, der regelmäßige Spruchklopfer am Band und das gemeinsame Feierabendbier hinterm Pförtnerzaun gehören irgendwie zum Gesamtpaket.


Fazit? Nicht wirklich – Eher: Wer will und kann, findet seinen Weg

Am Ende bleibt der Beruf des Chemikanten (oder der Chemikantin) das, was er schon immer war: Handwerk plus Technik, Verantwortung plus Routine, Risiko plus Sicherheit – ein Sammelsurium, das manchen zum Strahlen bringt und anderen das Fürchten lehrt. Die Branche bleibt in Bewegung, für Berufseinsteiger und Wechsler gibt’s Chancen genug. Vorausgesetzt, man bringt Neugier, Pragmatismus und einen gewissen „Industriehumor“ mit. Oder, kürzer gesagt: Wer bereit ist, auch mal bei Gegenwind die Schutzbrille nicht abzunehmen, der wird auf dem Arbeitsmarkt nicht lange im Regen stehen.


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