Chemikant/in Jobs

135 aktuelle Chemikant/in Stellenangebote

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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Melamines GmbHFrankfurt Main

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) sind Sie für die Bedienung der Anlage zur Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Prozesskontrolle durch Analysen und die Unterstützung bei Betriebsstörungen. Zudem übernehmen Sie diverse Nebenarbeiten in der Produktion und bedienen Abfüll-Einrichtungen. Ein sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsweise sind essenziell für diesen Job. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Chemie sowie Schichtbereitschaft sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem internationalen Unternehmen, das Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten bietet.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant/Chemiefacharbeiter als Mitarbeiter Produktion (m/w/d)

Haltermann Carless Deutschland GmbHHamburg

Als Chemikant oder Chemiefacharbeiter (m/w/d) in der Produktion stellen Sie petrochemische Produkte her. Ihre Aufgaben umfassen das Mischen, Be- und Entladen sowie das Kontrollieren technischer Anlagen. Sie bringen eine abgeschlossene Ausbildung und mehrjährige Erfahrung im Produktionsbetrieb mit. Zudem sind Sie befähigt, Flurfördergeräte zu führen und haben Kenntnisse in der Ladungssicherung gemäß Gefahrgutverordnung. Ihr neuer Arbeitgeber bietet eine attraktive Vergütung nach dem Chemietarifvertrag und zahlreiche Zusatzleistungen. Genießen Sie 30 Tage Urlaub und gestalten Sie Ihre vielseitige Tätigkeit eigenverantwortlich in einem expandierenden Unternehmen.
Work-Life-Balance Corporate Benefit Haltermann Carless Deutschland GmbH Einkaufsrabatte Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant/-in / Chemielaborant-/in / Textillaborant/-in für unser anwendungstechnisches Labor

DyStar Colours Distribution GmbHRaunheim

Wir suchen Chemikanten/-innen, Chemielaboranten/-innen und Textillaboranten/-innen für unser anwendungstechnisches Labor (Kennziffer 2026-DE-010-4). In dieser Position sind Sie für die Durchführung anwendungstechnischer Prüfungen von Textilfarbstoffen sowie für die Vorbereitung von Textilmustern verantwortlich. Sie bedienen komplexe Versuchsanlagen, erstellen Rezepturen und führen Qualitätskontrollen mittels Spektralphotometern durch. Essentiell sind eine selbstständige Arbeitsweise, Kundenorientierung und Teamfähigkeit. Idealerweise bringen Sie Englischkenntnisse und Erfahrung mit MS-Office mit. Freuen Sie sich auf eine abwechslungsreiche Rolle in einem innovativen Unternehmen mit Perspektiven zur persönlichen Weiterentwicklung.
Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant, CTA, Chemikant, UTA (m/w/d)

UCL Umwelt Control Labor GmbHLünen

Suchen Sie eine Karriere als Chemielaborant (CTA, UTA) in Lünen? In Vollzeit unterstützen Sie unser Team in der chemischen Probenvorbereitung und halten Geräte instand. Ihre Expertise garantiert die Einhaltung von Qualitätsstandards gemäß DIN EN ISO 17025. Flexibilität und Teamgeist sind für Sie selbstverständlich, weshalb Sie sich den Arbeitszeiten von 6 bis 18 Uhr anpassen können. Zudem bringen Sie Ihre Ideen aktiv in die Optimierung der Labororganisation ein. Werden Sie Teil eines engagierten Teams und gestalten Sie Ihre Zukunft in einem abwechslungsreichen Arbeitsumfeld!
Vermögenswirksame Leistungen Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant / Pharmakant (m/w/div.) in Vollzeit - NEU!

MANI MEDICAL GERMANY GmbHRosbach Vor Höhe

Unser erfahrenes Team ist spezialisiert auf die Herstellung von hochwertigen Dentalmaterialien und vereint Chemiker, Kaufleute, Laboranten und Chemikanten. Mit über 40 Jahren Expertise bieten wir eine Vollzeitstelle als Chemikant/Pharmakant (m/w/div.). Ihre Aufgaben umfassen das Bedienen von Maschinen für die Produktion sowie das präzise Abwiegen und Mischen von Rohstoffen gemäß Herstellvorschriften. Sie dokumentieren die Prozesse nach GMP-Richtlinien und sorgen für die Reinigung und Pflege der Produktionsanlagen. Ordnung, Sauberkeit und Hygiene am Arbeitsplatz sind ebenfalls Teil Ihrer Verantwortung. Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder Weiterbildung in einem relevanten Bereich ist Voraussetzung.
Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Chemie-/Lacklaborant / CTA (w/m/d)

E. Epple & Co. GmbHHerrenberg

Sie suchen eine spannende Position als Chemie-/Lacklaborant (w/m/d)? Zu Ihren Aufgaben gehören die Qualitätskontrolle von Rohstoffen und Fertigprodukten sowie die Erstellung von Analysezertifikaten. Idealerweise haben Sie eine Ausbildung als Chemie-/Lacklaborant oder CTA und Erfahrung in der Qualitätssicherung. Ihre analytischen Fähigkeiten und technisches Verständnis sind gefragt, ebenso wie gute MS-Office-Kenntnisse. Ihre Vorteile: Ein angenehmes Arbeitsumfeld in einem engagierten Team, attraktive Vergütung und Sozialleistungen. Profitieren Sie von einem stabilen Arbeitsplatz mit Perspektive in einem erfolgreichen Familienunternehmen und abwechslungsreichen Aufgaben.
Festanstellung Gutes Betriebsklima Urlaubsgeld Essenszuschuss Erfolgsbeteiligung Homeoffice Weihnachtsgeld Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch-technischer Assistent (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGFrankfurt Main

Als Chemisch-technischer Assistent (m/w/d) in Frankfurt am Main unterstützen Sie die Chemiebranche und tragen aktiv zur Forschung und Entwicklung bei. Ihr Aufgabenbereich umfasst die Annahme und Bearbeitung von Proben sowie physikalisch-analytische Tätigkeiten, bei denen Prüf- und Kalibriervorschriften essenziell sind. Wir setzen auf Diversität und laden jede qualifizierte Bewerbung ein. Ihre Ergebnisse dokumentieren Sie qualitätskonform und pflegen diese in unser EDV-System, beispielsweise SAP, ein. Eine abgeschlossene chemisch-technische Ausbildung oder vergleichbare Qualifikationen sind erforderlich. Starten Sie Ihre Karriere bei uns und gestalten Sie die Chemiebranche von morgen aktiv mit!
Urlaubsgeld Vollzeit weitere Benefits
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Laborant / CTA / BTA (m/w/d)

FERCHAU – Connecting People and TechnologiesBiberach Riß

Werde Teil unseres Teams als Laborant:in oder Chemielaborant:in in Biberach an der Riß. Du führst chemische, physikalische und biologische Analysen durch und arbeitest eng mit Kollegen im Austausch von Ideen. Zu deinen Aufgaben gehören die Bedienung und Kalibrierung von Laborgeräten sowie die Dokumentation von Messdaten gemäß GMP-Richtlinien. Zudem unterstützt du die Entwicklung, Optimierung und Validierung von Analyseverfahren. Unsere attraktiven Benefits umfassen eine betriebliche Altersvorsorge und zahlreiche Rabatte für Reisen, Elektronik und mehr. Sichere dir jetzt deine Zukunft in einer spannenden Branche und bewirb dich noch heute!
Betriebliche Altersvorsorge Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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(Medizinisch-) Technische:r Assistent:in Forschung (Senior) (MTL/MTLA / CTA / BTA) - I. Med. Klinik und Poliklinik

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)Hamburg

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist eine führende Einrichtung für Forschung, Lehre und Gesundheitsversorgung. Mit über 16.100 engagierten Mitarbeiter:innen setzen wir uns täglich für eine gesündere Zukunft ein. Unser Ziel ist es, eine exzellente medizinische Versorgung zu bieten und gleichzeitig der beste Arbeitgeber in der Branche zu sein. Wir fördern ein Arbeitsumfeld, das sich an den Bedürfnissen und Lebensentwürfen unserer Mitarbeitenden orientiert. Durch maßgeschneiderte Lösungen tragen wir zur persönlichen und beruflichen Zufriedenheit bei. Willkommen im UKE, wo Gesundheit und Arbeit Hand in Hand gehen!
Weiterbildungsmöglichkeiten Jobticket – ÖPNV Familienfreundlich Kinderbetreuung Ferienbetreuung Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Technische/n Mitarbeitende/n (m/w/d) im Bereich Mikroskopie (z. B. PTA, CTA, BTA, Biologielaborant/in, Chemielaborant/in, VMTA/MTA

Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA-RRW)Krefeld

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA-RRW) spielt eine zentrale Rolle im gesundheitlichen Verbraucherschutz. Als amtliches Labor für biologische Analytik untersucht ein engagiertes Team von fünf Fachkräften Proben auf Allergene. Die Methoden reichen von immunologischen Tests bis hin zu makroskopischen und mikroskopischen Analysen zur Identifikation von Spezies. In einer modernen Arbeitsumgebung und mit erstklassiger technischer Ausstattung meistern die Mitarbeitenden anspruchsvolle Themen. Ein effektives Laborinformations- und Managementsystem unterstützt die Dokumentation und Arbeitsabläufe. Diese strukturierten Ansätze gewährleisten präzise Prüfungen von Lebens- und Futtermitteln für die Sicherheit der Verbraucher.
Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

Zwischen Rohstofftürmen und Kontrollräumen – ein Beruf, der nicht nach Chemiebaukasten riecht

Wer Chemikant oder Chemikantin werden möchte, stellt sich vielleicht zuerst irgendwelche Laborratten-Klischees vor: pipettieren, Reagenzgläser schütteln, halbtrübe Sicherheitsbrillen und alles mit dem feinen Odeur von Ammoniak. Die Wahrheit? Realitätsnäher ist das Bild eines Menschen in Arbeitskleidung, Helm auf dem Kopf, Funkgerät am Gürtel – irgendwo zwischen dampfenden Kolonnen, ungeduldig piependen Monitoren und einer millionenteuren Anlage. Willkommen im Maschinenraum der deutschen Industrie, irgendwo zwischen Hightech und Hands-on. Und ja, für einen frischgebackenen Einsteiger hat das alles erstmal so viel mit Chemieunterricht zu tun wie die Formel 1 mit der Verkehrserziehung.


Arbeitsalltag – Präzision inmitten von Routine und Störfall

Der klassische Alltag als Chemikant/in: Produktionsanlagen starten, überwachen, Parameter justieren, Proben ziehen. Klingt nach festem Drehbuch – ist es auch. Bis zu dem Moment, wenn das System plötzlich einen Fehler ausspuckt, das Display rot blinkt und sich – gefühlt – das Schicksal des gesamten Werks in zwei Mausklicks entscheidet. Das ist kein Faxen machen am Fließband, sondern ein komplexes Puzzle aus Technikverständnis, Prozesswissen und einer satten Portion Nervenstärke.

Manche meinen, man „steht halt nur rum und schaut auf Bildschirme“ – ein Gerücht, über das man intern bestenfalls lacht. Sobald irgendwo ein Ventil klemmt, ein Wert aus der Norm läuft oder eine schwarze Wolke da landet, wo keine hingehört, zeigt sich, wer wirklich weiß, was Sache ist. Besonders für Berufseinsteiger kann das Ganze einschüchternd wirken – kein Wunder: Die Anlage interessiert sich selten für zartes Azubi-Entzücken, sondern verlangt ab Tag eins gesunden Pragmatismus. In bestimmten Schichten fühlt sich der Beruf an wie eine Mischung aus Feuerwehrdienst und Systemsteuerung, mit dem Unterschied, dass Eigenverantwortung schon nach der Einarbeitung nicht nur gern gesehen, sondern erwartet wird.


Karrierechancen, Weiterqualifizierung und die Sache mit dem Stolperdraht

Ein Beruf wie der des Chemikanten ist eigentlich ein Steilpass für Umsteiger – in der Theorie. Praxis? Eher ein Hürdenlauf durchs Regelwerk der Qualifikationen. Wer eine solide technische oder naturwissenschaftliche Grundlage mitbringt, sich nicht vor Schichtbetrieb drückt und im Idealfall schon mal von Prozessleittechnik gehört hat, hat realistische Chancen auf einen Einstieg.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind erstaunlich vielseitig: Egal ob Richtung Industriemeister, Techniker, Fachwirt oder sogar mit dem Sprung ins technische Studium – Türen bleiben offen. Die Materie verändert sich, klar: Automatisierung, Digitalisierung, bald vielleicht Künstliche Intelligenz überall da, wo sie Sensorik und Steuerung schlauer machen kann. Aber auch der Umgang mit Gefahrstoffen, Reaktorsicherheit und Nachhaltigkeitsthemen ist im Wandel. Wer sich „ausgelernt“ wähnt, hat nicht wirklich verstanden, wie der Hase läuft. Und ja, die Chemiebranche ist notorisch satt an neuen Regulierungen – es ist fast schon ein Sport, immer einen Schritt voraus zu sein.


Verdienst – zwischen Prestige, Paragrafen und Phrasen

Geld. Kommen wir zur Sache: Wenige Berufseinsteiger werden Chemikant, weil sie schon als Kind davon geträumt haben, einmal 40 Meter hohe Destillationstürme zu bedienen. Die Aussicht auf vergleichsweise solide Gehälter spielt oft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber: Die Unterschiede sind beachtlich. Westen oder Osten? Großindustrie oder Mittelständler? IG BCE-Tarif, Haustarif oder „alles Verhandlungssache“? In der Regel steigen Einsteiger nach dreijähriger Ausbildung irgendwo zwischen 2.600 € und 3.400 € brutto ein – plus Zuschläge für Schichtdienst, Sondereinsätze oder Rufbereitschaft. Wer klotzt, wird belohnt. Nicht selten ziehen erfahrene Kräfte mit Schichtzulagen und Erfahrung aufs Monatsende Beträge jenseits der 4.000 €-€-Marke an Land. Manchmal sogar mehr – doch auch das ist ein Tanz auf dem Drahtseil: Schichtarbeit, Wochenenddienste, Temperaturspitzen im Sommer und die ständige Bereitschaft, jederzeit ins kalte (oder heiße) Wasser springen zu müssen.

Was viele unterschätzen: Die Lücke zwischen Betrieben ist größer, als es die offiziellen Angaben suggerieren. Betriebe mit Tarifbindung zahlen spürbar besser. In manchen Regionen – Ballungsraum mit viel Chemieindustrie – ist das Leben teurer, aber auch der Lohn attraktiver. Saisonale Schwankungen? Kommt drauf an. Bei kleinen Standorten gibt’s manchmal schlechtere Karten, wenn mal eben der Rohstoffmarkt durchdreht oder eine Anlage länger steht.


Arbeitsmarkt, Anforderungen und warum sich der Blick in die Zukunft lohnt

Chemikanten galten lange als „sichere Bank“ in Sachen Arbeitsplatz. Richtig ist: In den Zentren der chemischen Industrie – Rhein-Ruhr, Ludwigshafen, Leuna, Bitterfeld, München oder Frankfurt Höchst – wird regelmäßig gesucht. Der berühmte „Fachkräftemangel“ ist ein bisschen wie das Ungeheuer von Loch Ness: Viele haben davon gehört, wenige sehen es selbst. Aber je nach Region, Produktionszweig und Flexibilität kann die Nachfrage wirklich hoch sein – vor allem, wenn man bereit ist, mal für einen Standortwechsel den Koffer zu packen.

Der technische Wandel hat in der Branche richtig Fahrt aufgenommen: Prozesse werden digitaler, alles wird effizienter, papierloser, dafür fehleranfälliger im Detail. Wer mit Sensorik, digitaler Steuerung, Analyse-Software auf Du und Du steht, punktet schon im Vorstellungsgespräch. Auf der anderen Seite, das sollte man ehrlich sagen: Es gibt Standorte, an denen merkt man von Digitalisierung „gefühlt“ noch recht wenig. Da wird noch per Hand notiert und per Walkie-Talkie geflucht, wenn der Server schlappmacht. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wer flexibel bleibt, weiterlernt und sich nicht auf der Ausbildung ausruht, kann auch in zwanzig Jahren noch gutes Geld im Job verdienen – sofern das Werk nicht zur Retortenfreizeit-Immobilie umgebaut wird.


Zwischen Schichtsystem, sozialem Leben und dem berühmten Feierabendbier

Bleibt noch die Sache mit dem Leben abseits der Anlage. Wer „nur“ einen Job mit geregelten Bürostunden will, für den ist der Chemikantenberuf vielleicht auf Dauer schwer genießbar. Schichtdienst schlaucht, kein Zweifel; Wochenenden werden zu Lotteriespielen, Feiertage manchmal zu normalen Arbeitstagen. Dafür gibt’s Ausgleich – sowohl finanziell als auch in Form von Freizeitblöcken, die Spontaneität ermöglichen, die ein 9-to-5-Büroleben nie hergeben würde. Es ist ein spezieller Schlag von Menschen, die damit umgehen können. Manche wachsen daran, andere scheitern.

Die sozialen Beziehungen im Team sind oft enger als anderswo: Wer gemeinsam in der Nachtschicht schwitzt, teilt mehr als nur Schweiß und Sorgen – da entsteht Zusammenhalt, wie er im Einzelbüro selten zu finden ist. Und auch die berühmte Werkskantine, der regelmäßige Spruchklopfer am Band und das gemeinsame Feierabendbier hinterm Pförtnerzaun gehören irgendwie zum Gesamtpaket.


Fazit? Nicht wirklich – Eher: Wer will und kann, findet seinen Weg

Am Ende bleibt der Beruf des Chemikanten (oder der Chemikantin) das, was er schon immer war: Handwerk plus Technik, Verantwortung plus Routine, Risiko plus Sicherheit – ein Sammelsurium, das manchen zum Strahlen bringt und anderen das Fürchten lehrt. Die Branche bleibt in Bewegung, für Berufseinsteiger und Wechsler gibt’s Chancen genug. Vorausgesetzt, man bringt Neugier, Pragmatismus und einen gewissen „Industriehumor“ mit. Oder, kürzer gesagt: Wer bereit ist, auch mal bei Gegenwind die Schutzbrille nicht abzunehmen, der wird auf dem Arbeitsmarkt nicht lange im Regen stehen.


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