Chemikant/in Jobs

123 aktuelle Chemikant/in Stellenangebote

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Chemikant (m/w/d)

DEKRA Arbeit GmbHPirna

Wir suchen einen engagierten Chemikanten (m/w/d) in Vollzeit für einen renommierten Kunden in Pirna. In dieser Rolle bedienen und überwachen Sie verschiedene Anlagen, darunter Reaktoren und Vakuumtrockner. Zudem stellen Sie Rohstoffe bereit, führen Prozesse durch und dokumentieren diese präzise. Ihre Aufgaben umfassen auch Inprozesskontrollen sowie die Anwendung der Rektifikation zur Gewinnung von Lösungsmitteln. Ideale Kandidaten haben eine abgeschlossene Berufsausbildung als Chemikant oder eine vergleichbare Qualifikation. Gute Deutsch- und Englischkenntnisse runden Ihr Profil ab und ermöglichen eine effiziente Kommunikation.
Weihnachtsgeld Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant als Mitarbeiter in der Qualitätssicherung (m/w/d) in Teilzeit

POHL Metal Systems GmbHKöln

Werde Chemikant (m/w/d) in der Qualitätssicherung in Teilzeit und arbeite an der Spitze der chemischen Prozesse! Du führst täglich Kontrollanalysen der Prozesschemikalien gemäß QUALICOAT-Norm durch und bewertest Beschichtungen mithilfe von Haftungstests und optischen Beurteilungen. Eigenverantwortliche Auswertungen und Dokumentationen in unserer Datenbank sind Teil deiner Aufgabe. Zudem untersuchst und bewertest du Abweichungen und trägst zur Entwicklung interner Prüfmethoden bei. Deine Qualifikation als Chemielaborant oder Chemisch-technischer Assistent sowie relevante Erfahrung in der Säure-Base-Titration sind entscheidend. Entfalte dein Potential in einem innovativen Laborumfeld!
Flexible Arbeitszeiten Unbefristeter Vertrag Teilzeit weitere Benefits
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Verfahrenstechnologe / Pharmakant / Chemikant / Verfahrensmechaniker / Papiertechnologe / Werkstoffprüfer als Ofenspezialist (High-Tech , GMP, m/w/d)

EICKHOFF Personal GmbHBergheim, Kerpen, Düren, Köln

Wir suchen engagierte Fachkräfte aus Bergheim, Kerpen und Köln für die Position als Ofenspezialist (m/w/d) in der Verfahrenstechnik. In dieser spannenden Rolle wirst du in die Steuerung des hochwertigen Sinterofenprozesses eingearbeitet. Zu deinen Aufgaben zählen die Überwachung von Ofenparametern und die Sicherstellung der Produktqualität. Du wirst Rezepturen präzise abwiegen, mischen und dokumentieren. Zudem bist du verantwortlich für die Bedienung des Extruders und die Qualitätssicherung. Bringe deine Ideen ein und gestalte aktiv den kontinuierlichen Verbesserungsprozess in der Produktion mit.
Gutes Betriebsklima Teilzeit weitere Benefits
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Chemikant / Produktionsfachkraft Chemie / Operator / Anlagenfahrer (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

Für eine erfolgreiche Karriere als Chemikant, Chemiebetriebswerker oder Produktionsfachkraft Chemie ist eine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Auch Quereinsteiger mit handwerklichen Fähigkeiten, etwa in Maschinenbau oder Elektrotechnik, sind herzlich willkommen. Wir fördern Ihre Einarbeitung umfassend und qualifizieren Sie schrittweise. Ein besonderes Highlight ist die Mitgliedschaft in unserer Werkfeuerwehr, wo Sie Verantwortung für die Sicherheit Ihrer Kollegen übernehmen. Wir bieten Ihnen eine detaillierte Ausbildung, einschließlich der G26.3 Tauglichkeitsuntersuchung und Atemschutzausbildung. Diese körperlich herausfordernde Position richtet sich an engagierte Menschen, die gerne anpacken.
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Quereinstieg möglich Erfolgsbeteiligung Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGBerlin

Suchen Sie eine spannende Karriere in der Chemiebranche? Unsere Stellenangebote bieten eine attraktive Anstellung als Chemikant oder mit einem vergleichbaren Abschluss. Sie leiten moderne Prozessleitsysteme und Batch-Anlagen, während Sie für die Qualitätssicherung und Instandhaltung verantwortlich sind. Profitieren Sie von einem attraktiven Gehalt, langfristiger Jobsicherheit und umfangreichen Sozialleistungen, einschließlich Urlaubsgeld. Sie haben die Chance auf bis zu 30 Tage Urlaub pro Jahr und individuelle Trainings mit namhaften Partnern. Bewerben Sie sich jetzt und erleben Sie abwechslungsreiche Aufgaben in einem dynamischen 3-Schicht-System!
Urlaubsgeld Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGBremen

Sie haben mindestens 2 Jahre Erfahrung in der Luft- und Raumfahrt oder in einer vergleichbaren Rolle als Technischer Sachbearbeiter? Dann suchen wir Sie! Fundierte Kenntnisse in Beizen, industrieller Reinigung und Oberflächenbehandlung sind ebenso wichtig wie die Analyse der Reinheit von Bauteilen. Sie beherrschen MS-Office und SAP und kommunizieren verhandlungssicher in Deutsch sowie versiert in Englisch? Ihre Stärken liegen in der Teamarbeit und Kommunikation, und Sie bringen einen Gabelstaplerschein mit? Wir bieten eine attraktive Vergütung zwischen 4.019 und 5.217 Euro monatlich nach Airbus-Vorgaben.
Weihnachtsgeld Work-Life-Balance Corporate Benefit Randstad Deutschland GmbH & Co. KG Vollzeit weitere Benefits
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Pharmakant/Chemikant (w/m/d) - Herstellung feste Formen

Aescuven Pharma Deutschland GmbH & Co. KGBaden Baden

Wir suchen einen engagierten Pharmakant/Chemikant (w/m/d) zur Verstärkung unseres Teams in der Herstellung fester Arzneiformen. Ihre Hauptaufgaben umfassen die Bedienung und Überwachung modernster Produktionsanlagen sowie die Gewährleistung eines reibungslosen Herstellprozesses. Als Teil eines innovationsstarken Pharmaunternehmens im Südwesten Deutschlands tragen Sie aktiv zur Effizienz unserer Abläufe bei. Mit unserem Marktführer-Produkt Aescuven in China setzen wir Maßstäbe für höchste Qualität. Unsere kontinuierliche Entwicklung und moderne Fertigungsmethoden sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit. Gestalten Sie mit uns die Zukunft der Arzneimittelproduktion – werden Sie Teil unseres Erfolgs!
Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Essenszuschuss Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant*in / CTA / Biologielaborant*in / BTA in der Auftragsforschung (m/w/d)

Eurofins Agroscience Services EcoChem GmbHNiefern-Öschelbronn

Zur Verstärkung unseres Teams im Bereich Environmental Fate & Metabolism suchen wir eine:n engagierte:n Chemielaborant*in oder Biologielaborant*in (m/w/d). In dieser Position untersuchst Du den Verbleib von Wirkstoffen in Boden, Wasser und Pflanzen mittels modernster Analytik. Zu den Aufgaben gehören ¹⁴C-Studien, Metabolismusstudien sowie Auswaschungs- und Persistenzanalysen. Als Teil eines international anerkannten Expertenteams trägst Du maßgeblich zur Zulassung neuer Wirkstoffe und zum Umwelt- und Verbraucherschutz bei. Unser Labor bietet abwechslungsreiche Projekte ohne Routine, sodass Du Dich kontinuierlich fachlich weiterentwickeln kannst. Bewirb Dich jetzt und werde Teil unseres innovativen Teams!
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Melamines GmbHFrankfurt Main

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) sind Sie für die Bedienung der Anlage zur Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Prozesskontrolle durch Analysen und die Unterstützung bei Betriebsstörungen. Zudem übernehmen Sie diverse Nebenarbeiten in der Produktion und bedienen Abfüll-Einrichtungen. Ein sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsweise sind essenziell für diesen Job. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Chemie sowie Schichtbereitschaft sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem internationalen Unternehmen, das Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten bietet.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant / Chemietechniker / Verfahrenstechnologe als Anlagenfahrer (Hidden Champion, 4000-5000 Netto, m/w/d)

EICKHOFF Personal GmbHNeuss, Düsseldorf, Monheim, Dormagen

Wir suchen einen erfahrenen Anlagenfahrer, Chemikanten oder Chemietechniker (m/w/d) für unseren Standort in Neuss/Düsseldorf. Biete Dir eine sichere, tariflich geregelte Vollzeitstelle mit übertariflicher Bezahlung. Verdiene im ersten Halbjahr zwischen 3.600 und 4.000 Euro netto pro Monat, inklusive attraktiver Nacht- und Spätzuschläge. Nach neun Monaten kannst Du durch zusätzliche Zulagen bis zu 5.000 Euro netto (Steuerklasse 3) verdienen. Wir stellen langfristig ein und freuen uns auf Deine Zuverlässigkeit und Motivation. Beginne Deine Karriere bei uns – ein engagiertes Team erwartet Dich und bietet permanente Weiterbildungsmöglichkeiten!
Weihnachtsgeld Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

Zwischen Rohstofftürmen und Kontrollräumen – ein Beruf, der nicht nach Chemiebaukasten riecht

Wer Chemikant oder Chemikantin werden möchte, stellt sich vielleicht zuerst irgendwelche Laborratten-Klischees vor: pipettieren, Reagenzgläser schütteln, halbtrübe Sicherheitsbrillen und alles mit dem feinen Odeur von Ammoniak. Die Wahrheit? Realitätsnäher ist das Bild eines Menschen in Arbeitskleidung, Helm auf dem Kopf, Funkgerät am Gürtel – irgendwo zwischen dampfenden Kolonnen, ungeduldig piependen Monitoren und einer millionenteuren Anlage. Willkommen im Maschinenraum der deutschen Industrie, irgendwo zwischen Hightech und Hands-on. Und ja, für einen frischgebackenen Einsteiger hat das alles erstmal so viel mit Chemieunterricht zu tun wie die Formel 1 mit der Verkehrserziehung.


Arbeitsalltag – Präzision inmitten von Routine und Störfall

Der klassische Alltag als Chemikant/in: Produktionsanlagen starten, überwachen, Parameter justieren, Proben ziehen. Klingt nach festem Drehbuch – ist es auch. Bis zu dem Moment, wenn das System plötzlich einen Fehler ausspuckt, das Display rot blinkt und sich – gefühlt – das Schicksal des gesamten Werks in zwei Mausklicks entscheidet. Das ist kein Faxen machen am Fließband, sondern ein komplexes Puzzle aus Technikverständnis, Prozesswissen und einer satten Portion Nervenstärke.

Manche meinen, man „steht halt nur rum und schaut auf Bildschirme“ – ein Gerücht, über das man intern bestenfalls lacht. Sobald irgendwo ein Ventil klemmt, ein Wert aus der Norm läuft oder eine schwarze Wolke da landet, wo keine hingehört, zeigt sich, wer wirklich weiß, was Sache ist. Besonders für Berufseinsteiger kann das Ganze einschüchternd wirken – kein Wunder: Die Anlage interessiert sich selten für zartes Azubi-Entzücken, sondern verlangt ab Tag eins gesunden Pragmatismus. In bestimmten Schichten fühlt sich der Beruf an wie eine Mischung aus Feuerwehrdienst und Systemsteuerung, mit dem Unterschied, dass Eigenverantwortung schon nach der Einarbeitung nicht nur gern gesehen, sondern erwartet wird.


Karrierechancen, Weiterqualifizierung und die Sache mit dem Stolperdraht

Ein Beruf wie der des Chemikanten ist eigentlich ein Steilpass für Umsteiger – in der Theorie. Praxis? Eher ein Hürdenlauf durchs Regelwerk der Qualifikationen. Wer eine solide technische oder naturwissenschaftliche Grundlage mitbringt, sich nicht vor Schichtbetrieb drückt und im Idealfall schon mal von Prozessleittechnik gehört hat, hat realistische Chancen auf einen Einstieg.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind erstaunlich vielseitig: Egal ob Richtung Industriemeister, Techniker, Fachwirt oder sogar mit dem Sprung ins technische Studium – Türen bleiben offen. Die Materie verändert sich, klar: Automatisierung, Digitalisierung, bald vielleicht Künstliche Intelligenz überall da, wo sie Sensorik und Steuerung schlauer machen kann. Aber auch der Umgang mit Gefahrstoffen, Reaktorsicherheit und Nachhaltigkeitsthemen ist im Wandel. Wer sich „ausgelernt“ wähnt, hat nicht wirklich verstanden, wie der Hase läuft. Und ja, die Chemiebranche ist notorisch satt an neuen Regulierungen – es ist fast schon ein Sport, immer einen Schritt voraus zu sein.


Verdienst – zwischen Prestige, Paragrafen und Phrasen

Geld. Kommen wir zur Sache: Wenige Berufseinsteiger werden Chemikant, weil sie schon als Kind davon geträumt haben, einmal 40 Meter hohe Destillationstürme zu bedienen. Die Aussicht auf vergleichsweise solide Gehälter spielt oft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber: Die Unterschiede sind beachtlich. Westen oder Osten? Großindustrie oder Mittelständler? IG BCE-Tarif, Haustarif oder „alles Verhandlungssache“? In der Regel steigen Einsteiger nach dreijähriger Ausbildung irgendwo zwischen 2.600 € und 3.400 € brutto ein – plus Zuschläge für Schichtdienst, Sondereinsätze oder Rufbereitschaft. Wer klotzt, wird belohnt. Nicht selten ziehen erfahrene Kräfte mit Schichtzulagen und Erfahrung aufs Monatsende Beträge jenseits der 4.000 €-€-Marke an Land. Manchmal sogar mehr – doch auch das ist ein Tanz auf dem Drahtseil: Schichtarbeit, Wochenenddienste, Temperaturspitzen im Sommer und die ständige Bereitschaft, jederzeit ins kalte (oder heiße) Wasser springen zu müssen.

Was viele unterschätzen: Die Lücke zwischen Betrieben ist größer, als es die offiziellen Angaben suggerieren. Betriebe mit Tarifbindung zahlen spürbar besser. In manchen Regionen – Ballungsraum mit viel Chemieindustrie – ist das Leben teurer, aber auch der Lohn attraktiver. Saisonale Schwankungen? Kommt drauf an. Bei kleinen Standorten gibt’s manchmal schlechtere Karten, wenn mal eben der Rohstoffmarkt durchdreht oder eine Anlage länger steht.


Arbeitsmarkt, Anforderungen und warum sich der Blick in die Zukunft lohnt

Chemikanten galten lange als „sichere Bank“ in Sachen Arbeitsplatz. Richtig ist: In den Zentren der chemischen Industrie – Rhein-Ruhr, Ludwigshafen, Leuna, Bitterfeld, München oder Frankfurt Höchst – wird regelmäßig gesucht. Der berühmte „Fachkräftemangel“ ist ein bisschen wie das Ungeheuer von Loch Ness: Viele haben davon gehört, wenige sehen es selbst. Aber je nach Region, Produktionszweig und Flexibilität kann die Nachfrage wirklich hoch sein – vor allem, wenn man bereit ist, mal für einen Standortwechsel den Koffer zu packen.

Der technische Wandel hat in der Branche richtig Fahrt aufgenommen: Prozesse werden digitaler, alles wird effizienter, papierloser, dafür fehleranfälliger im Detail. Wer mit Sensorik, digitaler Steuerung, Analyse-Software auf Du und Du steht, punktet schon im Vorstellungsgespräch. Auf der anderen Seite, das sollte man ehrlich sagen: Es gibt Standorte, an denen merkt man von Digitalisierung „gefühlt“ noch recht wenig. Da wird noch per Hand notiert und per Walkie-Talkie geflucht, wenn der Server schlappmacht. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wer flexibel bleibt, weiterlernt und sich nicht auf der Ausbildung ausruht, kann auch in zwanzig Jahren noch gutes Geld im Job verdienen – sofern das Werk nicht zur Retortenfreizeit-Immobilie umgebaut wird.


Zwischen Schichtsystem, sozialem Leben und dem berühmten Feierabendbier

Bleibt noch die Sache mit dem Leben abseits der Anlage. Wer „nur“ einen Job mit geregelten Bürostunden will, für den ist der Chemikantenberuf vielleicht auf Dauer schwer genießbar. Schichtdienst schlaucht, kein Zweifel; Wochenenden werden zu Lotteriespielen, Feiertage manchmal zu normalen Arbeitstagen. Dafür gibt’s Ausgleich – sowohl finanziell als auch in Form von Freizeitblöcken, die Spontaneität ermöglichen, die ein 9-to-5-Büroleben nie hergeben würde. Es ist ein spezieller Schlag von Menschen, die damit umgehen können. Manche wachsen daran, andere scheitern.

Die sozialen Beziehungen im Team sind oft enger als anderswo: Wer gemeinsam in der Nachtschicht schwitzt, teilt mehr als nur Schweiß und Sorgen – da entsteht Zusammenhalt, wie er im Einzelbüro selten zu finden ist. Und auch die berühmte Werkskantine, der regelmäßige Spruchklopfer am Band und das gemeinsame Feierabendbier hinterm Pförtnerzaun gehören irgendwie zum Gesamtpaket.


Fazit? Nicht wirklich – Eher: Wer will und kann, findet seinen Weg

Am Ende bleibt der Beruf des Chemikanten (oder der Chemikantin) das, was er schon immer war: Handwerk plus Technik, Verantwortung plus Routine, Risiko plus Sicherheit – ein Sammelsurium, das manchen zum Strahlen bringt und anderen das Fürchten lehrt. Die Branche bleibt in Bewegung, für Berufseinsteiger und Wechsler gibt’s Chancen genug. Vorausgesetzt, man bringt Neugier, Pragmatismus und einen gewissen „Industriehumor“ mit. Oder, kürzer gesagt: Wer bereit ist, auch mal bei Gegenwind die Schutzbrille nicht abzunehmen, der wird auf dem Arbeitsmarkt nicht lange im Regen stehen.


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