Chemikant/in Jobs

171 aktuelle Chemikant/in Stellenangebote

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Chemielaborant / Pharmakant / Chemikant / PTA / CTA / BTA für die Herstellung parenteraler klinische

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KGLudwigshafen Rhein

Werde Teil unseres engagierten Teams als Chemielaborant, Pharmakant oder Chemikant (m/w/d), und gestalte die Zukunft der parenteralen Arzneimittelherstellung. Bei uns erwartet dich eine spannende Arbeitsumgebung, in der Routine ein Fremdwort ist. Wir arbeiten an innovativen Prozessen und Produkten für klinische Studien und gewährleisten einen reibungslosen Übergang von der Entwicklung zur Herstellung. Unsere Projekte sind vielfältig, und die Chargengrößen passen sich den jeweiligen Anforderungen an. Der Schwerpunkt liegt auf der aseptischen Abfüllung von Flüssigkeiten in Vials und Spritzen, unterstützt durch modernste RABS- und Isolatortechnologie. Jetzt bewerben und gemeinsam Großes bewegen!
Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant / Pharmakant / Chemikant / PTA / CTA / BTA für die Herstellung parenteraler klinischer Prüfpräparate (all genders) (Vollzeit, unbefristet)

AbbVie Deutschland GmbH & Co. KGLudwigshafen Rhein

Werden Sie Teil unseres engagierten Teams als Chemielaborant, Pharmakant oder Chemikant für die Herstellung parenteraler klinischer Prüfpräparate. Bei uns erwartet Sie ein dynamisches Umfeld, in dem Routine Fehlanzeige ist. Wir arbeiten an innovativen Prozessen und gewährleisten einen reibungslosen Transfer von der Entwicklung in die Herstellung. Unsere Projekte variieren in Aufgaben und Chargengrößen, was Abwechslung schafft. Der Fokus liegt auf der aseptischen Abfüllung von Flüssigkeiten in Vials und Spritzen unter modernster RABS- und Isolatortechnologie. Bewerben Sie sich jetzt, um gemeinsam Großes zu bewegen und Ihre Karriere in der Pharmaindustrie zu starten!
Festanstellung Unbefristeter Vertrag Work-Life-Balance Homeoffice Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant (m/w/d) in der Masseaufbereitung

LTS Lohmann Therapie-Systeme AGAndernach, Koblenz

Wir suchen engagierte Chemikanten, Pharmakanten, BTAs oder vergleichbare Fachkräfte, auch aus der Lebensmittelindustrie. Sie sollten verantwortungsbewusst und sorgfältig arbeiten sowie bereit sein, persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Idealerweise bringen Sie erste Erfahrungen in der pharmazeutischen, chemischen oder Lebensmittelbranche mit. Wir bieten eine attraktive Vergütung von bis zu 13,5 Monatsgehältern, eine 38-Stunden-Woche und bis zu 34 Tage Urlaub. Profitieren Sie von umfangreicher betrieblicher Altersvorsorge, Krankenzusatzversicherung und einem hauseigenen Betriebsarzt. Genießen Sie unser vielfältiges Freizeitangebot mit Betriebskindergarten, Kantine und zahlreichen Teamevents.
Betriebliche Altersvorsorge Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant / CTA / Chemikant (m/w/d)

Additiv-Chemie Luers GmbH & Co. KGDelmenhorst

Wir suchen einen engagierten Chemielaboranten (m/w/d) für Qualitätskontrolle und produktionsnahe Analytik in Delmenhorst. Ihre Aufgaben umfassen die selbständige Durchführung von Produktfreigaben und Rohstoffanalysen sowie die Unterstützung bei der Entwicklung neuer Produkte. Sie arbeiten an der kontinuierlichen Verbesserung der Prüf- und Freigabeprozesse und erstellen Analysevorschriften. Zusätzliche Tätigkeiten umfassen die Entwicklung neuer Analysemethoden und die Betreuung von Laborgeräten. Eine abgeschlossene Ausbildung als Chemielaborant, CTA oder Chemikant ist Voraussetzung. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Qualität unserer Produkte aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Tudapetrol Mineralölerzeugnisse Nils Hansen GmbH & Co. KGHamburg

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) bedienen und überwachen Sie unsere modernen Produktionsanlagen. Zu Ihren Aufgaben gehören das Be- und Entladen von Tankfahrzeugen sowie die Beprobung von Behältern. Sie setzen Mischungen an, dokumentieren Prozessparameter und führen einfache Instandhaltungsarbeiten durch. Eine abgeschlossene Berufsausbildung, idealerweise im Chemiebereich, ist Voraussetzung. Wir suchen teamfähige, flexible Mitarbeiter mit technischem Verständnis und Erfahrung im Umgang mit PLS-unterstützten Anlagen. Werden Sie Teil eines zukunftsorientierten Familienunternehmens, das aktiv an der Energiewende mitwirkt und Freude an der Arbeit fördert!
Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant, Techniker, Biologisch-Technischer Assistent als Production Operator (m/w/d) in der biotechnologischen Produktion

c-LEcta GmbHLeipzig

Werde Production Operator (m/w/d) in der biotechnologischen Produktion! In dieser Schlüsselposition bist du verantwortlich für die Herstellung von Enzymen in unserer modernen Pilot- und Produktionsanlage. Nach einer intensiven Einarbeitung führst du wichtige Verfahrensschritte im Upstream- und Downstream-Prozess durch, darunter Filtrationen und Separationen. Du arbeitest eng mit deinem Team zusammen und übernimmst Verantwortung für den reibungslosen Betrieb sowie die Wartung des Produktionsequipment. Eine abgeschlossene Ausbildung als Chemikant, Techniker oder Biologisch-Technischer Assistent ist Voraussetzung. Sei Teil eines innovativen Teams und forme die Zukunft der Biotechnologie!
Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Jobticket – ÖPNV Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant / Produktionsfachkraft Chemie / Operator / Anlagenfahrer (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

Suchen Sie eine spannende Herausforderung in der Chemiebranche? Wir bieten eine attraktive Stelle für Chemikanten, Chemiebetriebswerker und Produktionsfachkräfte (m/w/d) – auch Quereinsteiger sind herzlich willkommen! Ihre handwerkliche Ausbildung in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Metallbau macht Sie zum idealen Kandidaten. Besondere Highlights sind die Mitgliedschaft in unserer Werkfeuerwehr und die umfassende Sicherheitsschulung. Hierzu gehört die Tauglichkeitsuntersuchung G26.3 sowie eine Ausbildung für den Einsatz unter Atemschutz. Diese körperlich anspruchsvolle Position richtet sich an Menschen, die gerne anpacken und Verantwortung übernehmen. Bewerben Sie sich jetzt!
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Quereinstieg möglich Erfolgsbeteiligung Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Paraform GmbHMainz

Wir suchen eine engagierte Produktionsfachkraft Chemie oder einen Chemikanten (m/w/d) für unseren Standort in Mainz. Sie bedienen unsere Anlagen für Formaldehyd und andere chemische Produkte in einem vollkontinuierlichen Schichtsystem. Zu Ihren Aufgaben gehören die Durchführung von Prozessanalysen sowie das Reinigen und Warten der Anlagen gemäß den Anweisungen. Sie bringen eine abgeschlossene Berufsausbildung und Teamfähigkeit mit, sind kommunikationsstark und übernehmen Verantwortung. Eine Bereitschaft zur 8-Stunden-Schicht ist erforderlich. Bewerben Sie sich jetzt und verstärken Sie unser Team in der Chemieproduktion – für eine sichere und innovative Arbeitsumgebung!
Unbefristeter Vertrag Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Jobticket – ÖPNV Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant / CTA / Chemikant / Chemietechniker (m/w/d) im regionalen Außendienst für den Bereich Prozesswasser - Baden-Württemberg Nordost

Dr. Hartmann Chemietechnik GmbH & Co. KGStuttgart, Heilbronn, Aalen, Künzelsau

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen Chemielaborant, CTA, Chemikanten oder Chemietechniker (m/w/d) im Außendienst für den Bereich Prozesswasser in Württemberg Nordost. In dieser Rolle betreuen Sie Kunden und gewährleisten die Qualitätskontrolle chemischer Behandlungskonzepte. Ihre Aufgaben umfassen die Planung von Kundenbesuchen, Entnahme von Wasserproben sowie die Vor-Ort-Analyse der Wasserwerte. Sie führen Sicht- und Funktionskontrollen unserer Anlagentechnik durch und dokumentieren alle relevanten Abläufe. Zudem optimieren Sie Prozesse in Zusammenarbeit mit Beratungsingenieuren und Kunden. Eine abgeschlossene Ausbildung und gute kommunikative Fähigkeiten sind unerlässlich.
Jobrad Vollzeit weitere Benefits
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Chemiehilfswerker / Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d) Rotbetrieb

Aluminium Oxid Stade GmbHStade

Wir suchen engagierte Chemiehilfswerker, Produktionsfachkräfte Chemie und Chemikanten (m/w/d) für den Rotbetrieb, der Aggregaten und chemietechnischen Anlagenteilen betreibt. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung in der Chemie oder eine handwerkliche Ausbildung für Quereinsteiger. Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft sowie eine selbstständige und strukturierte Arbeitsweise sind unerlässlich. Zur Attraktivität unserer Stellen gehören eine attraktive Vergütung, flexible Arbeitszeitmodelle und umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem bieten wir Annehmlichkeiten wie eine eigene Kantine, Bike-Leasing und eine Mitfahrmöglichkeit im Firmenbus. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre Zukunft in der Chemiebranche!
Gutes Betriebsklima Quereinstieg möglich Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

Zwischen Rohstofftürmen und Kontrollräumen – ein Beruf, der nicht nach Chemiebaukasten riecht

Wer Chemikant oder Chemikantin werden möchte, stellt sich vielleicht zuerst irgendwelche Laborratten-Klischees vor: pipettieren, Reagenzgläser schütteln, halbtrübe Sicherheitsbrillen und alles mit dem feinen Odeur von Ammoniak. Die Wahrheit? Realitätsnäher ist das Bild eines Menschen in Arbeitskleidung, Helm auf dem Kopf, Funkgerät am Gürtel – irgendwo zwischen dampfenden Kolonnen, ungeduldig piependen Monitoren und einer millionenteuren Anlage. Willkommen im Maschinenraum der deutschen Industrie, irgendwo zwischen Hightech und Hands-on. Und ja, für einen frischgebackenen Einsteiger hat das alles erstmal so viel mit Chemieunterricht zu tun wie die Formel 1 mit der Verkehrserziehung.


Arbeitsalltag – Präzision inmitten von Routine und Störfall

Der klassische Alltag als Chemikant/in: Produktionsanlagen starten, überwachen, Parameter justieren, Proben ziehen. Klingt nach festem Drehbuch – ist es auch. Bis zu dem Moment, wenn das System plötzlich einen Fehler ausspuckt, das Display rot blinkt und sich – gefühlt – das Schicksal des gesamten Werks in zwei Mausklicks entscheidet. Das ist kein Faxen machen am Fließband, sondern ein komplexes Puzzle aus Technikverständnis, Prozesswissen und einer satten Portion Nervenstärke.

Manche meinen, man „steht halt nur rum und schaut auf Bildschirme“ – ein Gerücht, über das man intern bestenfalls lacht. Sobald irgendwo ein Ventil klemmt, ein Wert aus der Norm läuft oder eine schwarze Wolke da landet, wo keine hingehört, zeigt sich, wer wirklich weiß, was Sache ist. Besonders für Berufseinsteiger kann das Ganze einschüchternd wirken – kein Wunder: Die Anlage interessiert sich selten für zartes Azubi-Entzücken, sondern verlangt ab Tag eins gesunden Pragmatismus. In bestimmten Schichten fühlt sich der Beruf an wie eine Mischung aus Feuerwehrdienst und Systemsteuerung, mit dem Unterschied, dass Eigenverantwortung schon nach der Einarbeitung nicht nur gern gesehen, sondern erwartet wird.


Karrierechancen, Weiterqualifizierung und die Sache mit dem Stolperdraht

Ein Beruf wie der des Chemikanten ist eigentlich ein Steilpass für Umsteiger – in der Theorie. Praxis? Eher ein Hürdenlauf durchs Regelwerk der Qualifikationen. Wer eine solide technische oder naturwissenschaftliche Grundlage mitbringt, sich nicht vor Schichtbetrieb drückt und im Idealfall schon mal von Prozessleittechnik gehört hat, hat realistische Chancen auf einen Einstieg.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind erstaunlich vielseitig: Egal ob Richtung Industriemeister, Techniker, Fachwirt oder sogar mit dem Sprung ins technische Studium – Türen bleiben offen. Die Materie verändert sich, klar: Automatisierung, Digitalisierung, bald vielleicht Künstliche Intelligenz überall da, wo sie Sensorik und Steuerung schlauer machen kann. Aber auch der Umgang mit Gefahrstoffen, Reaktorsicherheit und Nachhaltigkeitsthemen ist im Wandel. Wer sich „ausgelernt“ wähnt, hat nicht wirklich verstanden, wie der Hase läuft. Und ja, die Chemiebranche ist notorisch satt an neuen Regulierungen – es ist fast schon ein Sport, immer einen Schritt voraus zu sein.


Verdienst – zwischen Prestige, Paragrafen und Phrasen

Geld. Kommen wir zur Sache: Wenige Berufseinsteiger werden Chemikant, weil sie schon als Kind davon geträumt haben, einmal 40 Meter hohe Destillationstürme zu bedienen. Die Aussicht auf vergleichsweise solide Gehälter spielt oft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber: Die Unterschiede sind beachtlich. Westen oder Osten? Großindustrie oder Mittelständler? IG BCE-Tarif, Haustarif oder „alles Verhandlungssache“? In der Regel steigen Einsteiger nach dreijähriger Ausbildung irgendwo zwischen 2.600 € und 3.400 € brutto ein – plus Zuschläge für Schichtdienst, Sondereinsätze oder Rufbereitschaft. Wer klotzt, wird belohnt. Nicht selten ziehen erfahrene Kräfte mit Schichtzulagen und Erfahrung aufs Monatsende Beträge jenseits der 4.000 €-€-Marke an Land. Manchmal sogar mehr – doch auch das ist ein Tanz auf dem Drahtseil: Schichtarbeit, Wochenenddienste, Temperaturspitzen im Sommer und die ständige Bereitschaft, jederzeit ins kalte (oder heiße) Wasser springen zu müssen.

Was viele unterschätzen: Die Lücke zwischen Betrieben ist größer, als es die offiziellen Angaben suggerieren. Betriebe mit Tarifbindung zahlen spürbar besser. In manchen Regionen – Ballungsraum mit viel Chemieindustrie – ist das Leben teurer, aber auch der Lohn attraktiver. Saisonale Schwankungen? Kommt drauf an. Bei kleinen Standorten gibt’s manchmal schlechtere Karten, wenn mal eben der Rohstoffmarkt durchdreht oder eine Anlage länger steht.


Arbeitsmarkt, Anforderungen und warum sich der Blick in die Zukunft lohnt

Chemikanten galten lange als „sichere Bank“ in Sachen Arbeitsplatz. Richtig ist: In den Zentren der chemischen Industrie – Rhein-Ruhr, Ludwigshafen, Leuna, Bitterfeld, München oder Frankfurt Höchst – wird regelmäßig gesucht. Der berühmte „Fachkräftemangel“ ist ein bisschen wie das Ungeheuer von Loch Ness: Viele haben davon gehört, wenige sehen es selbst. Aber je nach Region, Produktionszweig und Flexibilität kann die Nachfrage wirklich hoch sein – vor allem, wenn man bereit ist, mal für einen Standortwechsel den Koffer zu packen.

Der technische Wandel hat in der Branche richtig Fahrt aufgenommen: Prozesse werden digitaler, alles wird effizienter, papierloser, dafür fehleranfälliger im Detail. Wer mit Sensorik, digitaler Steuerung, Analyse-Software auf Du und Du steht, punktet schon im Vorstellungsgespräch. Auf der anderen Seite, das sollte man ehrlich sagen: Es gibt Standorte, an denen merkt man von Digitalisierung „gefühlt“ noch recht wenig. Da wird noch per Hand notiert und per Walkie-Talkie geflucht, wenn der Server schlappmacht. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wer flexibel bleibt, weiterlernt und sich nicht auf der Ausbildung ausruht, kann auch in zwanzig Jahren noch gutes Geld im Job verdienen – sofern das Werk nicht zur Retortenfreizeit-Immobilie umgebaut wird.


Zwischen Schichtsystem, sozialem Leben und dem berühmten Feierabendbier

Bleibt noch die Sache mit dem Leben abseits der Anlage. Wer „nur“ einen Job mit geregelten Bürostunden will, für den ist der Chemikantenberuf vielleicht auf Dauer schwer genießbar. Schichtdienst schlaucht, kein Zweifel; Wochenenden werden zu Lotteriespielen, Feiertage manchmal zu normalen Arbeitstagen. Dafür gibt’s Ausgleich – sowohl finanziell als auch in Form von Freizeitblöcken, die Spontaneität ermöglichen, die ein 9-to-5-Büroleben nie hergeben würde. Es ist ein spezieller Schlag von Menschen, die damit umgehen können. Manche wachsen daran, andere scheitern.

Die sozialen Beziehungen im Team sind oft enger als anderswo: Wer gemeinsam in der Nachtschicht schwitzt, teilt mehr als nur Schweiß und Sorgen – da entsteht Zusammenhalt, wie er im Einzelbüro selten zu finden ist. Und auch die berühmte Werkskantine, der regelmäßige Spruchklopfer am Band und das gemeinsame Feierabendbier hinterm Pförtnerzaun gehören irgendwie zum Gesamtpaket.


Fazit? Nicht wirklich – Eher: Wer will und kann, findet seinen Weg

Am Ende bleibt der Beruf des Chemikanten (oder der Chemikantin) das, was er schon immer war: Handwerk plus Technik, Verantwortung plus Routine, Risiko plus Sicherheit – ein Sammelsurium, das manchen zum Strahlen bringt und anderen das Fürchten lehrt. Die Branche bleibt in Bewegung, für Berufseinsteiger und Wechsler gibt’s Chancen genug. Vorausgesetzt, man bringt Neugier, Pragmatismus und einen gewissen „Industriehumor“ mit. Oder, kürzer gesagt: Wer bereit ist, auch mal bei Gegenwind die Schutzbrille nicht abzunehmen, der wird auf dem Arbeitsmarkt nicht lange im Regen stehen.


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