Chemikant/in Jobs

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Chemikant / Chemische Fachkraft – Zwischenlager Sonderabfälle (m/w/d)

IDR Entsorgungsgesellschaft mbHDüsseldorf

Suchen Sie eine spannende Herausforderung als Chemikant oder chemische Fachkraft im Bereich Sonderabfälle? In Düsseldorf übernehmen Sie die ordnungsgemäße Annahme und sichere Einlagerung angelieferter Abfälle. Dabei klassifizieren, behandeln, sortieren, umfüllen und verpacken Sie diese verantwortungsvoll. Mit einem Flurförderzeug führen Sie zudem Ladearbeiten durch und übernehmen die Schadstoffsammlung aus Haushalten. Voraussetzung für diese Position ist eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Abfallwirtschaft oder Chemie, idealerweise ergänzt durch die TRGS 520-Schulung. Gute Deutschkenntnisse und ein Flurförderschein runden Ihr Profil ab – Bewerben Sie sich jetzt!
Jobrad Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant / Biologe / Mediziner / Gesundheitswissenschaftler / Pharmazeut / MTA als Medical Approver (m/w/d)

HEALTHCARE CONVENTION a brand of Europe Convention GmbH & CO KGGarmisch Partenkirchen, Bad Homburg, München

Um im therapeutischen Bereich erfolgreich zu sein, ist umfassendes Fachwissen entscheidend. Diese Kenntnisse umfassen nicht nur Produkte, sondern auch aktuelle nationale und internationale Leitlinien. Ein tiefer Einblick in die Pipeline der Kundenprodukte ist unerlässlich. Zudem müssen technische Kenntnisse über Genehmigungsverfahren zeitnah aktualisiert werden. Regelmäßige Weiterbildung und rechtliche Kenntnisse im deutschen Werberecht sind für die Compliance wichtig. Ein Hochschulabschluss in Chemie, Medizin oder Gesundheitswissenschaften sowie klinische Erfahrung können den Einstieg erheblich erleichtern.
Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Melamines GmbHFrankfurt Main

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) sind Sie für die Bedienung der Anlage zur Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Prozesskontrolle durch Analysen und die Unterstützung bei Betriebsstörungen. Zudem übernehmen Sie diverse Nebenarbeiten in der Produktion und bedienen Abfüll-Einrichtungen. Ein sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsweise sind essenziell für diesen Job. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Chemie sowie Schichtbereitschaft sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem internationalen Unternehmen, das Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten bietet.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant/Pharmakant (m/w/d) Abteilung Plasmapool & Gerinnung

Biotest AGDreieich

In der Pharmaindustrie sind die Vorbereitung, Instandhaltung und Reinigung von Geräten entscheidend für die Qualität. Als Chemikant oder Pharmakant mit mindestens zwei Jahren Erfahrung in der GMP-gerechten Herstellung, sind Sie in der Lage, moderne SPS-gesteuerte Prozessanlagen präzise zu bedienen. Hygienemaßnahmen spielen eine zentrale Rolle, deshalb sind Sie für deren Kontrolle verantwortlich. Unser Unternehmen bietet ein angenehmes Arbeitsumfeld mit flachen Hierarchien und individuellen Einarbeitungsprogrammen. Zudem erwarten Sie attraktive Vergütungen sowie Corporate Benefits, darunter eine Kantine und Fortbildungsmöglichkeiten. Nutzen Sie die Chance auf ein verantwortungsvolles Berufsleben in einem dynamischen Team!
Corporate Benefit Biotest AG Einkaufsrabatte Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant, Pharmakant, Chemiejungwerker (m/w/d) Produktion pharmazeutischer Rohstoffe und Wirkstoffe

LTS Lohmann Therapie-Systeme AGVallendar

Sichern Sie sich einen Arbeitsplatz in einem zukunftsstarken Unternehmen, das auf moderne Produktionsumgebungen und hochwertige Technik setzt. Profitieren Sie von einer strukturierten Einarbeitung sowie umfangreichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten und genießen Sie ein engagiertes Team, in dem Qualität und Teamgeist hochgehalten werden. Unser attraktives Vergütungspaket umfasst bis zu 13,5 Monatsgehälter, 34 Tage Urlaub und flexible Arbeitszeiten. Zusätzlich bieten wir familienfreundliche Vorteile wie einen Betriebskindergarten und attraktive Teamevents. Unsere Gesundheitsförderung umfasst eine betriebliche Altersvorsorge und eine Krankenzusatzversicherung. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil einer innovativen Unternehmenskultur!
Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Vermögenswirksame Leistungen Kantine Betriebliche Altersvorsorge Arbeitskleidung Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant, Pharmakant, Chemiejungwerker (m/w/d) Produktion pharmazeutischer Rohstoffe und Wirkstoffe

LTS Lohmann Therapie-Systeme AGKesselheim

Sichern Sie sich eine feste Anstellung in einem zukunftsorientierten Unternehmen! Unsere moderne Produktionsumgebung bietet erstklassige technische Ausstattung und eine strukturierte Einarbeitung. Profitieren Sie von zahlreichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten und einem engagierten Team, das Qualität und Sicherheit schätzt. Wir bieten Ihnen attraktive Gehälter von 35-55K Euro jährlich, flexible Arbeitszeiten und bis zu 34 Tage Urlaub. Genießen Sie zahlreiche Benefits, darunter einen Betriebskindergarten, Job-Rad-Leasing sowie Teamevents und Mitarbeiterrabatte. Zudem unterstützen wir Ihre Gesundheit durch betriebliche Altersvorsorge und individuelle Fortbildungsmaßnahmen, um Ihre Karriere zu fördern.
Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Vermögenswirksame Leistungen Kantine Betriebliche Altersvorsorge Arbeitskleidung Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsmitarbeiter (m/w/d) Sterilfertigung - Pharmakant / Chemikant / PTA / CTA (m/w/d) - In 3 Minuten erfolgreich bewerben

SANUM-Kehlbeck GmbH & Co. KGHoya

Die SANUM-Kehlbeck GmbH & Co. KG ist ein etabliertes, familiengeführtes Pharmaunternehmen in Niedersachsen, das international tätig ist. Wir suchen ab sofort einen PRODUKTIONSMITARBEITER (M/W/D) für die Sterilfertigung. In dieser Rolle sind Sie verantwortlich für die Herstellung und Abfüllung sowohl steriler als auch nicht-steriler flüssiger Darreichungsformen. Zu Ihren Aufgaben gehören auch die Vor- und Nachbereitung der Produktionsanlagen sowie die Überwachung der Rohstoffbestände. Sie werden Produktionsanlagen bedienen, überwachen und Einstellarbeiten selbstständig erledigen. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres erfolgreichen Teams in der Naturheilkunde!
Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant (m/w/d) / Chemikant (m/w/d)

Silesia Gerhard Hanke GmbH Co. KGHürth, Köln

Genussvoll essen ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Tag. Möchten Sie wissen, wie wir den einzigartigen Geschmack in Lebensmittel bringen? Dann sind Sie bei Silesia genau richtig! Unsere Leidenschaft führt zu innovativen Geschmackserlebnissen, die den Gaumen erfreuen. Entdecken Sie die Welt der SAP Labortechnik sowie die essentielle Datenpflege in MS Excel für Ihre Karriere. Besuchen Sie Step Stone.de, um mehr über Arbeitgeber, Gehälter und Ihre Traumjob-Karriere zu erfahren!
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Edelmetallprüfer/Chemikant/ Chemielaborant (m/w/d) in Keltern

Trio Personalmanagement Bretten GmbH - PforzheimKeltern

Werde Edelmetallprüfer, Chemikant oder Chemielaborant (m/w/d) in Keltern! In dieser Vollzeitstelle analysierst du Edelmetalle mit modernster Labortechnik wie ICP und RFA. Deine Aufgaben umfassen auch die nass-chemischen Untersuchungen von verschiedenen Materialien sowie klassische Laborarbeiten. Du bringst eine Ausbildung als Chemielaborant, Chemikant oder Edelmetallprüfer mit und hast idealerweise Erfahrung in einem modernen Labor. Wir bieten ein attraktives Vergütungspaket, Sonderzahlungen und eine langfristige Perspektive mit Übernahmeoption. Profitiere von großzügigen Zuschlägen und einer abwechslungsreichen Tätigkeit in deiner Nähe!
Weiterbildungsmöglichkeiten Teilzeit weitere Benefits
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Chemielaborant / Chemisch technischer Assistent (CTA) (m/w/d)

Mesa Germany GmbHWaldems

Entdecken Sie die spannende Karrieremöglichkeit als Chemielaborant oder Chemisch-technischer Assistent (CTA) in unserem modernen, DAkkS-akkreditierten Labor. In dieser abwechslungsreichen Rolle führen Sie Laborprüfungen nach ISO 11140‑1 durch und gewährleisten höchste Qualitätsstandards. Sie unterstützen bei der Herstellung und Bewertung von Indikatorfarben und –lacken, während Sie einen aktiven Beitrag zur Prozessverbesserung leisten. Eine strukturierte Einarbeitung, Weiterbildungsmöglichkeiten und ein angenehmes Arbeitsumfeld erwarten Sie. Ideal für motivierte Berufsanfänger und erfahrene Talente, die selbstständig arbeiten möchten. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres engagierten Teams!
Weiterbildungsmöglichkeiten Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemikant/in wissen müssen

Zwischen Rohstofftürmen und Kontrollräumen – ein Beruf, der nicht nach Chemiebaukasten riecht

Wer Chemikant oder Chemikantin werden möchte, stellt sich vielleicht zuerst irgendwelche Laborratten-Klischees vor: pipettieren, Reagenzgläser schütteln, halbtrübe Sicherheitsbrillen und alles mit dem feinen Odeur von Ammoniak. Die Wahrheit? Realitätsnäher ist das Bild eines Menschen in Arbeitskleidung, Helm auf dem Kopf, Funkgerät am Gürtel – irgendwo zwischen dampfenden Kolonnen, ungeduldig piependen Monitoren und einer millionenteuren Anlage. Willkommen im Maschinenraum der deutschen Industrie, irgendwo zwischen Hightech und Hands-on. Und ja, für einen frischgebackenen Einsteiger hat das alles erstmal so viel mit Chemieunterricht zu tun wie die Formel 1 mit der Verkehrserziehung.


Arbeitsalltag – Präzision inmitten von Routine und Störfall

Der klassische Alltag als Chemikant/in: Produktionsanlagen starten, überwachen, Parameter justieren, Proben ziehen. Klingt nach festem Drehbuch – ist es auch. Bis zu dem Moment, wenn das System plötzlich einen Fehler ausspuckt, das Display rot blinkt und sich – gefühlt – das Schicksal des gesamten Werks in zwei Mausklicks entscheidet. Das ist kein Faxen machen am Fließband, sondern ein komplexes Puzzle aus Technikverständnis, Prozesswissen und einer satten Portion Nervenstärke.

Manche meinen, man „steht halt nur rum und schaut auf Bildschirme“ – ein Gerücht, über das man intern bestenfalls lacht. Sobald irgendwo ein Ventil klemmt, ein Wert aus der Norm läuft oder eine schwarze Wolke da landet, wo keine hingehört, zeigt sich, wer wirklich weiß, was Sache ist. Besonders für Berufseinsteiger kann das Ganze einschüchternd wirken – kein Wunder: Die Anlage interessiert sich selten für zartes Azubi-Entzücken, sondern verlangt ab Tag eins gesunden Pragmatismus. In bestimmten Schichten fühlt sich der Beruf an wie eine Mischung aus Feuerwehrdienst und Systemsteuerung, mit dem Unterschied, dass Eigenverantwortung schon nach der Einarbeitung nicht nur gern gesehen, sondern erwartet wird.


Karrierechancen, Weiterqualifizierung und die Sache mit dem Stolperdraht

Ein Beruf wie der des Chemikanten ist eigentlich ein Steilpass für Umsteiger – in der Theorie. Praxis? Eher ein Hürdenlauf durchs Regelwerk der Qualifikationen. Wer eine solide technische oder naturwissenschaftliche Grundlage mitbringt, sich nicht vor Schichtbetrieb drückt und im Idealfall schon mal von Prozessleittechnik gehört hat, hat realistische Chancen auf einen Einstieg.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind erstaunlich vielseitig: Egal ob Richtung Industriemeister, Techniker, Fachwirt oder sogar mit dem Sprung ins technische Studium – Türen bleiben offen. Die Materie verändert sich, klar: Automatisierung, Digitalisierung, bald vielleicht Künstliche Intelligenz überall da, wo sie Sensorik und Steuerung schlauer machen kann. Aber auch der Umgang mit Gefahrstoffen, Reaktorsicherheit und Nachhaltigkeitsthemen ist im Wandel. Wer sich „ausgelernt“ wähnt, hat nicht wirklich verstanden, wie der Hase läuft. Und ja, die Chemiebranche ist notorisch satt an neuen Regulierungen – es ist fast schon ein Sport, immer einen Schritt voraus zu sein.


Verdienst – zwischen Prestige, Paragrafen und Phrasen

Geld. Kommen wir zur Sache: Wenige Berufseinsteiger werden Chemikant, weil sie schon als Kind davon geträumt haben, einmal 40 Meter hohe Destillationstürme zu bedienen. Die Aussicht auf vergleichsweise solide Gehälter spielt oft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Aber: Die Unterschiede sind beachtlich. Westen oder Osten? Großindustrie oder Mittelständler? IG BCE-Tarif, Haustarif oder „alles Verhandlungssache“? In der Regel steigen Einsteiger nach dreijähriger Ausbildung irgendwo zwischen 2.600 € und 3.400 € brutto ein – plus Zuschläge für Schichtdienst, Sondereinsätze oder Rufbereitschaft. Wer klotzt, wird belohnt. Nicht selten ziehen erfahrene Kräfte mit Schichtzulagen und Erfahrung aufs Monatsende Beträge jenseits der 4.000 €-€-Marke an Land. Manchmal sogar mehr – doch auch das ist ein Tanz auf dem Drahtseil: Schichtarbeit, Wochenenddienste, Temperaturspitzen im Sommer und die ständige Bereitschaft, jederzeit ins kalte (oder heiße) Wasser springen zu müssen.

Was viele unterschätzen: Die Lücke zwischen Betrieben ist größer, als es die offiziellen Angaben suggerieren. Betriebe mit Tarifbindung zahlen spürbar besser. In manchen Regionen – Ballungsraum mit viel Chemieindustrie – ist das Leben teurer, aber auch der Lohn attraktiver. Saisonale Schwankungen? Kommt drauf an. Bei kleinen Standorten gibt’s manchmal schlechtere Karten, wenn mal eben der Rohstoffmarkt durchdreht oder eine Anlage länger steht.


Arbeitsmarkt, Anforderungen und warum sich der Blick in die Zukunft lohnt

Chemikanten galten lange als „sichere Bank“ in Sachen Arbeitsplatz. Richtig ist: In den Zentren der chemischen Industrie – Rhein-Ruhr, Ludwigshafen, Leuna, Bitterfeld, München oder Frankfurt Höchst – wird regelmäßig gesucht. Der berühmte „Fachkräftemangel“ ist ein bisschen wie das Ungeheuer von Loch Ness: Viele haben davon gehört, wenige sehen es selbst. Aber je nach Region, Produktionszweig und Flexibilität kann die Nachfrage wirklich hoch sein – vor allem, wenn man bereit ist, mal für einen Standortwechsel den Koffer zu packen.

Der technische Wandel hat in der Branche richtig Fahrt aufgenommen: Prozesse werden digitaler, alles wird effizienter, papierloser, dafür fehleranfälliger im Detail. Wer mit Sensorik, digitaler Steuerung, Analyse-Software auf Du und Du steht, punktet schon im Vorstellungsgespräch. Auf der anderen Seite, das sollte man ehrlich sagen: Es gibt Standorte, an denen merkt man von Digitalisierung „gefühlt“ noch recht wenig. Da wird noch per Hand notiert und per Walkie-Talkie geflucht, wenn der Server schlappmacht. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wer flexibel bleibt, weiterlernt und sich nicht auf der Ausbildung ausruht, kann auch in zwanzig Jahren noch gutes Geld im Job verdienen – sofern das Werk nicht zur Retortenfreizeit-Immobilie umgebaut wird.


Zwischen Schichtsystem, sozialem Leben und dem berühmten Feierabendbier

Bleibt noch die Sache mit dem Leben abseits der Anlage. Wer „nur“ einen Job mit geregelten Bürostunden will, für den ist der Chemikantenberuf vielleicht auf Dauer schwer genießbar. Schichtdienst schlaucht, kein Zweifel; Wochenenden werden zu Lotteriespielen, Feiertage manchmal zu normalen Arbeitstagen. Dafür gibt’s Ausgleich – sowohl finanziell als auch in Form von Freizeitblöcken, die Spontaneität ermöglichen, die ein 9-to-5-Büroleben nie hergeben würde. Es ist ein spezieller Schlag von Menschen, die damit umgehen können. Manche wachsen daran, andere scheitern.

Die sozialen Beziehungen im Team sind oft enger als anderswo: Wer gemeinsam in der Nachtschicht schwitzt, teilt mehr als nur Schweiß und Sorgen – da entsteht Zusammenhalt, wie er im Einzelbüro selten zu finden ist. Und auch die berühmte Werkskantine, der regelmäßige Spruchklopfer am Band und das gemeinsame Feierabendbier hinterm Pförtnerzaun gehören irgendwie zum Gesamtpaket.


Fazit? Nicht wirklich – Eher: Wer will und kann, findet seinen Weg

Am Ende bleibt der Beruf des Chemikanten (oder der Chemikantin) das, was er schon immer war: Handwerk plus Technik, Verantwortung plus Routine, Risiko plus Sicherheit – ein Sammelsurium, das manchen zum Strahlen bringt und anderen das Fürchten lehrt. Die Branche bleibt in Bewegung, für Berufseinsteiger und Wechsler gibt’s Chancen genug. Vorausgesetzt, man bringt Neugier, Pragmatismus und einen gewissen „Industriehumor“ mit. Oder, kürzer gesagt: Wer bereit ist, auch mal bei Gegenwind die Schutzbrille nicht abzunehmen, der wird auf dem Arbeitsmarkt nicht lange im Regen stehen.


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