Chemietechnik Bachelor Jobs

18 aktuelle Chemietechnik Bachelor Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
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Chemielaborant / CTA oder Bachelor im Bereich der pharmazeutischen Analytik (m/w/d)

A&M STABTEST Labor für Analytik und Stabilitätsprüfung GmbHBergheim

Verstärken Sie unser Team als Chemielaborant/CTA oder Bachelor! Wir bieten eine Position in der quantitativen Analytik von (Bio-)Pharmazeutika, spezialisiert auf HPLC, UPLC und CE. Für diese Rolle suchen wir talentierte Berufseinsteiger mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder Studium in Natur- oder Ingenieurswissenschaften. Ein gutes wissenschaftliches Verständnis sowie analytisches Denkvermögen sind entscheidend. Profitieren Sie von flachen Hierarchien und einem freundlichen Arbeitsumfeld mit modernen Bedingungen. Ihre guten Kenntnisse in Deutsch und Englisch sowie MS-Office-Anwendungen helfen Ihnen, in dieser spannenden Position erfolgreich zu sein.
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemiker (Master/Bachelor/Chemietechniker) Forschung und Entwicklung (w/m/d)

3F GmbH Klebe- und KaschiertechnikPlüderhausen

Zur Verstärkung unseres Laborteams suchen wir einen engagierten Chemiker (m/w/d) für Forschung und Entwicklung. Ihre Aufgaben umfassen anwendungsspezifische Prüfungen, Produktentwicklung und die Optimierung chemischer Formulierungen. Sie sollten über ein abgeschlossenes Studium in Chemie oder eine vergleichbare Ausbildung verfügen. Erfahrung in der Polymere-Entwicklung, insbesondere mit UV-, Dispersions- und Hotmelt-Klebstoffen, ist von Vorteil. Außerdem erwarten wir gute Deutsch- und Englischkenntnisse sowie Erfahrung mit Prüfmethoden wie der Zugprüfung. Wenn Sie eine strukturierte, analytische und teamorientierte Arbeitsweise mitbringen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Ausbildung Chemielaborant / Chemielaborantin

Provadis Partner für Bildung & Beratung GmbHFrankfurt

Bewirb dich jetzt für eine vielversprechende Ausbildung als Chemielaborant (m/w/d)! In dieser spannenden Rolle treibst du innovative Forschungsprojekte voran und testest neuartige Produkte. Du erlernst, wie Rohstoffe in wertvolle Zwischen- und Endprodukte umgewandelt werden und wie wichtige Wirkstoffe für Arzneimittel und andere Anwendungen hergestellt werden. Zudem planst du Versuchsabläufe, dokumentierst Ergebnisse und wertest sie aus. Mit unseren Partnerunternehmen startest du optimal in dein Berufsleben. Voraussetzungen sind ein guter Realschulabschluss, Fachabitur oder Abitur sowie Interesse an Naturwissenschaft und Technik.
Vollzeit weitere Benefits
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Ausbildung zum:r Chemisch-Technische:r Assistent:in (CTA) (m/w/d) an der Hochschule Fresenius

Hochschulen Fresenius GmbHIdstein

Starte deine Karriere als Chemisch-Technische:r Assistent:in (CTA) an der Hochschule Fresenius! In dieser staatlich anerkannten Ausbildung lernst du, Proben zu analysieren und chemische Substanzen herzustellen. Unsere modernen Labore und praxisnahen Lehrmethoden bereiten dich bestens auf deine berufliche Zukunft vor. Mit der CTA-Ausbildung hast du die Möglichkeit, dein Fachabitur zu erwerben und später zum Chemietechniker:in oder Bachelor-Abschluss weiterzustudieren. Deine Ausbildung bei uns ist nicht nur eine Grundlage, sondern öffnet dir auch viele Türen. Besuche noch heute unsere Website und informiere dich über den idealen Start in deine Karriere!
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Biologisch- oder Chemisch-technische Assistenz (BTA/CTA) (m/w/d) - NEU!

Gottfried Wilhelm Leibniz Universität HannoverHannover

Am Institut für Botanik suchen wir eine engagierte Biologisch- oder Chemisch-technische Assistenz (BTA/CTA) in unbefristeter Anstellung. In dieser Position sind Sie für anspruchsvolle biologisch-technische Arbeiten in Pflanzenkultur, Pflanzenphysiologie und Molekularbiologie verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen auch Laborlogistik und -organisation sowie die Unterstützung bei der studentischen Ausbildung. Eine abgeschlossene Ausbildung als BTA oder CTA ist Voraussetzung für diese spannende Position. Wir suchen eine teamfähige Persönlichkeit, die auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres innovativen Forschungsumfelds!
Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Technologist Market Sample Analysis / Chemielaborant / GC Analyst (m/f/d)

Symrise AGHolzminden

Sie sind auf der Suche nach einem professionellen Service für GC und GC/MS Systeme? Wir bieten umfassende Wartung, Troubleshooting und garantieren höchste analytische Qualität. Unser Team unterstützt interne Kunden bei allen Anfragen und hält strenge Fristen ein. Ideale Kandidaten verfügen über eine Ausbildung als Chemielaborant/in oder einen Abschluss in Chemie. Mit 5-10 Jahren praktischer Erfahrung in der GC-Analyse sowie fließenden Deutsch- und Englischkenntnissen sind Sie bei uns genau richtig. Zudem sollten Sie versiert im Umgang mit analytischer Software wie Open Chrom sein.
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Global Brand Manager (m/w/d) Oncology / supp. Therapies

medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbHWedel, Hamburg, Theaterstraße

Werden Sie Teil unseres Teams in Wedel bei Hamburg als Global Brand Manager (m/w/d) Oncology / supp. Therapies. In dieser Schlüsselposition gestalten Sie Product-Brandpläne und setzen strategische Maßnahmen um, um die Region erfolgreich zu vertreten. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit externen Agenturen sowie die Durchführung umfassender Marktanalysen. Sie bringen ein (Master-) Studium in Brandmanagement oder Wirtschaft mit und verfügen über fundierte Erfahrung in der Pharmaindustrie, insbesondere im Bereich Oncology. Ihre ausgezeichneten Kommunikationsfähigkeiten und interkulturelle Kompetenz ermöglichen Ihnen, effektiv zu agieren. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft der Onkologie mit uns!
Homeoffice Urlaubsgeld Vermögenswirksame Leistungen Corporate Benefit medac Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Senior Consultant Arzneimittel - Pharmacovigilance (m/w/d)

TentaConsult Pharma & Med GmbHMünster Westfalen

Wir suchen einen Senior Consultant für Arzneimittel und Pharmacovigilance (m⁠/⁠w⁠/⁠d), der die pharmazeutische und Gesundheitsmittelindustrie unterstützt. Ihre Aufgaben umfassen die Beratung in GVP-Fragen, Fallmeldung sowie Signalmanagement. Sie leiten eigenständig Projekte und kommunizieren aktiv mit Kunden und Behörden. Ideale Kandidat:innen verfügen über einen naturwissenschaftlichen Hintergrund oder eine vergleichbare Ausbildung. Die Qualifikation als Stufenplanbeauftragte Person oder EU QPPV ist von Vorteil. Wenn Sie ein pragmatischer „Macher“ (m⁠/⁠w⁠/⁠d) sind, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung, um gemeinsam die Zukunft der Pharmabranche zu gestalten.
Gutes Betriebsklima Homeoffice Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Naturwissenschaftler/in (m/w/d) (z. B. Chemiker/in / Physiker/in [m/w/d]) oder Ingenieur/in (m/w/d) für den Aufgabenbereich Technischer Umweltschutz

Regierung von OberbayernEbersberg

Wir suchen engagierte Naturwissenschaftler:innen oder Ingenieur:innen (m/w/d) im Bereich Technischer Umweltschutz für eine Teilzeitstelle (50%) bis 31.10.2029. In dieser Rolle konzentrieren Sie sich auf den Integrierten Umweltschutz industrieller Anlagen, insbesondere im Immissionsschutz. Zu Ihren Aufgaben gehören Genehmigungsverfahren und die Überwachung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz. Zudem bieten Sie fachliche Stellungnahmen zum Lärm- und Luftschutz sowie zur Abfallwirtschaft an. Sie bearbeiten Bürgeranfragen und führen Lärmmessungen durch. Bewerber:innen mit einem Bachelor of Science oder einem Diplom im Bereich Umwelttechnik sind willkommen.
Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Teilzeit weitere Benefits
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Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in technische Laborleitung

TH KölnKöln

Die Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik sucht eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in für die technische Laborleitung. Die Position ist unbefristet und umfasst 75% Teilzeit am Campus Deutz. Zu den Hauptaufgaben gehören die Leitung der Labore für Baustoffe, insbesondere Beton und Asphalt, sowie die Überwachung der technischen Ausstattung. Die Stelle beinhaltet auch die Sicherheitsunterweisung und fachliche Betreuung von Studierenden. Zudem sind die Planung und Durchführung von Übungen sowie die Ausbildung von Baustoffprüfer*innen essentielle Aspekte. Voraussetzungen sind ein Hochschulabschluss im Bauingenieurwesen oder einem verwandten Fachgebiet.
Unbefristeter Vertrag Flexible Arbeitszeiten Familienfreundlich Weiterbildungsmöglichkeiten Gesundheitsprogramme Teilzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemietechnik Bachelor wissen müssen

Chemietechnik Bachelor Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Chemietechnik Bachelor wissen müssen

Zwischen Hightech, Handwerk und Hoffnung: Was Chemietechnik mit uns macht

Manchmal, in einer lauen Feierabendstunde, frage ich mich: Wie erklärt man eigentlich Außenstehenden, was man als Bachelor in Chemietechnik den lieben langen Tag tut? Klar, irgendwas mit Anlagen, Rohstoffen und Reaktoren, vielleicht ein bisschen Labor, ein bisschen Großproduktion, und alles irgendwo zwischen „Wissenschaft“ und Industrie. Aber ehrlich gesagt: Die wahre Essenz des Berufs entfaltet sich erst im Spannungsfeld zwischen Maschinenlärm, Verfahrensflüsterern und dem ewigen Ringen um Effizienz. Chemietechnik ist ein Mittelding aus Ingenieurskunst, Naturwissenschaft und – wer hätte das gedacht – ziemlich viel Pragmatismus. Wer einen kuscheligen Laborjob sucht, ist hier falsch. Wer aber Lust auf Verantwortung, Risiko und gelegentliche Kopfschmerzen hat – willkommen im Club!


Alltag: Mehr als nur Schutzbrille und Taschenrechner

Der Alltag? Schwer einzurahmen. Mal jongliere ich mit komplexen Simulationsdaten, dann stehe ich plötzlich in der Werkshalle und frage mich, warum der Dampfventil nicht hält, was er versprochen hat. Wer gewechselt ist – von Laborbank in die Großanlage – weiß, dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Die Arbeit bleibt dynamisch, nie komplett vorhersehbar. Meetings mit Kolleginnen aus der Verfahrensplanung, E-Mails voll kryptischer Prozessdaten, kurze Abstimmungen mit der Qualitätssicherung. Manchmal schleicht sich auch das Gefühl ein, dass der Workflow ein verrücktes Tanzspiel ist: Monitor, Werkshalle, Besprechungsraum, zurück an den Rechner, und dazwischen – immer wieder: "Können wir das nachhaltig lösen?"


Qualifikationen: Zwischen Tabellenkalkulation und Bauchgefühl

Was man braucht? Weniger Perfektion, mehr Flexibilität. Ein bisschen Mathematikblut, eine Prise Experimentierfreude, viel Nervenstärke. Wer im Studium schon mal Anlagenmodelle gebaut, Strömungsprozesse analysiert oder sich durch Sicherheitskonzepte gequält hat, erkennt: Die Technik hört nicht an der Tür des Büros auf. Kommunikation, die Fähigkeit dranzubleiben, wenn sich Prozessdaten verhalten wie Katzen im Sack. Was viele unterschätzen: Soziale Skills zählen. Gerade am Anfang. Chemietechnik ist selten Einzelsport – wer isoliert bügelt, kommt nicht weit. Ob ich das alles im Studium schon so geschnallt habe? Mitnichten. Viele Erkenntnisse wachsen erst durch den frustigen Alltag.


Das große Thema: Gehalt – und der ewige Unterschied

Offen gesprochen: Die Frage nach dem Gehalt schwebt wie ein stilles Manometer über jeder Berufswahl. Direkt nach dem Bachelor gibt’s bei den meisten keine goldenen Wasserhähne – doch so schlecht ist es auch wieder nicht. Man landet, je nach Branche und Standort, irgendwo zwischen "junger Aufsteiger" und "gut im Geschäft". Chemische Industrie? Glänzt mit höheren Einstiegsgehältern, vor allem in Baden-Württemberg, Hessen oder dem Ruhrgebiet. Mittelstand oder Anlagenbau in Ostdeutschland? Da ist die Luft dünner, aber auch das Betriebsklima oft familiärer. Schräge Beobachtung am Rande: Es gibt Unternehmen, da wird nach Tarif gezahlt – klar, transparent, verhandlungsarm. Und dann gibt’s die, die das Thema lieber in Nebensätzen abhandeln. Mein Tipp: Nie allein vom Gehalt blenden lassen! Entwicklungsmöglichkeiten, Team, Lebensqualität am Ort – das zählt auch. Oder mehr, manchmal.


Arbeitsmarkt: Zwischen Hype, Fachkräftemangel und Realität

Viel wurde in letzter Zeit geschrieben: Fachkräftemangel allenthalben! Wer Chemietechnik kann, wird mit offenen Armen empfangen! Nun ja. Die Wahrheit ist etwas komplizierter. Ja, es gibt Regionen und Branchen – Pharma, Umwelttechnik, Energiewirtschaft –, da reißt man sich sprichwörtlich um flexible, praxisnahe Ingenieure. Aber mancher Betrieb ist auch träge und eiert ewig mit unbesetzten Stellen herum. Wer mobil ist, hat Vorteile. Wer nur auf Bayer, BASF oder Evonik schielt, sollte wissen: Deren Bewerbungsprozesse sind oft eine eigene Wissenschaft. Manchmal hilft es, im Mittelstand Fuß zu fassen, und sich dann gezielt weiterzuentwickeln. Und überhaupt: Auslandserfahrung, Sprachkenntnisse, Digital-Knowhow sind längst mehr als hübsches Beiwerk – sie werden vielfach vorausgesetzt, ohne dass es groß in den Stellenausschreibungen steht.


Perspektiven: Wendezeiten und neue Spielregeln

Energiesparende Verfahren, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung von Produktionsprozessen – die alten Gesetze des Berufsbereichs bröckeln. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, spürt den Wind der Veränderung: Projekte zu Biokunststoffen anstelle klassischer Polymere, Diskussionen rund um Wasserstofftechnologien, ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Sicherheit. Wer mitgestalten will, braucht Neugier und Lernbereitschaft. Im Übrigen: Niemandem wird versprochen, dass die klassische Ingenieurslaufbahn noch immer der Königsweg ist. Viele schlagen den Haken in Richtung Projektmanagement, Qualitätssicherung oder sogar Start-ups mit Umweltfokus. Klingt nach Umbruch? Ist es. Aber auch nach Chance, die Zukunft mitzugestalten – an Schnittstellen, an denen vor zehn Jahren niemand einen Chemietechniker erwartet hätte.


In Summe: Zwischen Stolz und Zweifeln liegt die Zukunft

Die Entscheidung, als Berufseinsteiger:in in die Chemietechnik zu gehen, war für mich persönlich keine Frage des Optimums, sondern der Chancen. Es gibt Tage, da zweifle ich, ob sich all der Aufwand wirklich auszahlt. Und dann wieder Momente, in denen ich merke: Ich bin Teil eines Systems, das nicht nur Produktmengen ausspuckt, sondern unser aller Alltag prägt – von Arzneimitteln bis zu nachhaltigen Kunststoffen. Eigentlich ziemlich viel Verantwortung für einen Bachelor. Muss man wollen. Ja, man muss auch hin und wieder um die Ecke denken – und sich klarmachen: Das Berufsfeld bleibt kein gemächlicher Fluss, sondern gleicht eher einem unberechenbaren Strom. Das schreckt ab? Mag sein. Für manche aber genau der Kick, den es braucht.


Kurzbeschreibung Chemietechnik Bachelor

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Chemietechnik Bachelor

Der Alltag? Schwer einzurahmen. Mal jongliere ich mit komplexen Simulationsdaten, dann stehe ich plötzlich in der Werkshalle und frage mich, warum der Dampfventil nicht hält, was er versprochen hat. Wer gewechselt ist – von Laborbank in die Großanlage – weiß, dass Theorie und Praxis zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Die Arbeit bleibt dynamisch, nie komplett vorhersehbar. Meetings mit Kolleginnen aus der Verfahrensplanung, E-Mails voll kryptischer Prozessdaten, kurze Abstimmungen mit der Qualitätssicherung. Manchmal schleicht sich auch das Gefühl ein, dass der Workflow ein verrücktes Tanzspiel ist: Monitor, Werkshalle, Besprechungsraum, zurück an den Rechner, und dazwischen – immer wieder: "Können wir das nachhaltig lösen?"

Was man braucht? Weniger Perfektion, mehr Flexibilität. Ein bisschen Mathematikblut, eine Prise Experimentierfreude, viel Nervenstärke. Wer im Studium schon mal Anlagenmodelle gebaut, Strömungsprozesse analysiert oder sich durch Sicherheitskonzepte gequält hat, erkennt: Die Technik hört nicht an der Tür des Büros auf. Kommunikation, die Fähigkeit dranzubleiben, wenn sich Prozessdaten verhalten wie Katzen im Sack. Was viele unterschätzen: Soziale Skills zählen. Gerade am Anfang. Chemietechnik ist selten Einzelsport – wer isoliert bügelt, kommt nicht weit. Ob ich das alles im Studium schon so geschnallt habe? Mitnichten. Viele Erkenntnisse wachsen erst durch den frustigen Alltag.

Offen gesprochen: Die Frage nach dem Gehalt schwebt wie ein stilles Manometer über jeder Berufswahl. Direkt nach dem Bachelor gibt’s bei den meisten keine goldenen Wasserhähne – doch so schlecht ist es auch wieder nicht. Man landet, je nach Branche und Standort, irgendwo zwischen "junger Aufsteiger" und "gut im Geschäft". Chemische Industrie? Glänzt mit höheren Einstiegsgehältern, vor allem in Baden-Württemberg, Hessen oder dem Ruhrgebiet. Mittelstand oder Anlagenbau in Ostdeutschland? Da ist die Luft dünner, aber auch das Betriebsklima oft familiärer. Schräge Beobachtung am Rande: Es gibt Unternehmen, da wird nach Tarif gezahlt – klar, transparent, verhandlungsarm. Und dann gibt’s die, die das Thema lieber in Nebensätzen abhandeln. Mein Tipp: Nie allein vom Gehalt blenden lassen! Entwicklungsmöglichkeiten, Team, Lebensqualität am Ort – das zählt auch. Oder mehr, manchmal.

Viel wurde in letzter Zeit geschrieben: Fachkräftemangel allenthalben! Wer Chemietechnik kann, wird mit offenen Armen empfangen! Nun ja. Die Wahrheit ist etwas komplizierter. Ja, es gibt Regionen und Branchen – Pharma, Umwelttechnik, Energiewirtschaft –, da reißt man sich sprichwörtlich um flexible, praxisnahe Ingenieure. Aber mancher Betrieb ist auch träge und eiert ewig mit unbesetzten Stellen herum. Wer mobil ist, hat Vorteile. Wer nur auf Bayer, BASF oder Evonik schielt, sollte wissen: Deren Bewerbungsprozesse sind oft eine eigene Wissenschaft. Manchmal hilft es, im Mittelstand Fuß zu fassen, und sich dann gezielt weiterzuentwickeln. Und überhaupt: Auslandserfahrung, Sprachkenntnisse, Digital-Knowhow sind längst mehr als hübsches Beiwerk – sie werden vielfach vorausgesetzt, ohne dass es groß in den Stellenausschreibungen steht.

Energiesparende Verfahren, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung von Produktionsprozessen – die alten Gesetze des Berufsbereichs bröckeln. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, spürt den Wind der Veränderung: Projekte zu Biokunststoffen anstelle klassischer Polymere, Diskussionen rund um Wasserstofftechnologien, ein wachsendes Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Sicherheit. Wer mitgestalten will, braucht Neugier und Lernbereitschaft. Im Übrigen: Niemandem wird versprochen, dass die klassische Ingenieurslaufbahn noch immer der Königsweg ist. Viele schlagen den Haken in Richtung Projektmanagement, Qualitätssicherung oder sogar Start-ups mit Umweltfokus. Klingt nach Umbruch? Ist es. Aber auch nach Chance, die Zukunft mitzugestalten – an Schnittstellen, an denen vor zehn Jahren niemand einen Chemietechniker erwartet hätte.

Die Entscheidung, als Berufseinsteiger:in in die Chemietechnik zu gehen, war für mich persönlich keine Frage des Optimums, sondern der Chancen. Es gibt Tage, da zweifle ich, ob sich all der Aufwand wirklich auszahlt. Und dann wieder Momente, in denen ich merke: Ich bin Teil eines Systems, das nicht nur Produktmengen ausspuckt, sondern unser aller Alltag prägt – von Arzneimitteln bis zu nachhaltigen Kunststoffen. Eigentlich ziemlich viel Verantwortung für einen Bachelor. Muss man wollen. Ja, man muss auch hin und wieder um die Ecke denken – und sich klarmachen: Das Berufsfeld bleibt kein gemächlicher Fluss, sondern gleicht eher einem unberechenbaren Strom. Das schreckt ab? Mag sein. Für manche aber genau der Kick, den es braucht.

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