Biologie Jobs

135 aktuelle Biologie Stellenangebote

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Biologielaborant (m/w/d) Mikrobiologie Pharma

HR UNIVERSAL GmbHLeverkusen

Für unseren Standort in Leverkusen suchen wir einen erfahrenen Biologielaboranten (m/w/d) im Bereich Mikrobiologie Pharma. Ihre Hauptaufgaben umfassen die eigenständige Keimidentifizierung mittels Massenspektrometrie sowie die Durchführung von Wachstumskontrollen. Wir verlangen fundierte GMP-Kenntnisse und eine gewissenhafte Dokumentation der Qualitätsprüfungen. Idealerweise haben Sie eine Ausbildung zum Biologielaboranten oder biologisch-technischen Assistenten abgeschlossen und bringen relevante Berufserfahrung mit. Ein sicherer Umgang mit Mikroorganismen und aseptischen Techniken ist ebenfalls erforderlich. Gute Deutsch- und Englischkenntnisse sowie EDV-Kompetenzen runden Ihr Profil ab.
Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
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Technische Assistenz (m/w/d) im Bereich Zellbiologie / Molekularbiologie als Elternzeitvertretung

Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZHeidelberg

Für unsere Core Facility "Zelluläre Tools" suchen wir zeitnah eine Technische Assistenz (m/w/d) im Bereich Zellbiologie/Molekularbiologie als Elternzeitvertretung (Kennziffer: 2026-0098). In dieser Rolle unterstützen Sie bei der Generierung von Knockout- und Überexpressions-Zelllinien. Die abwechslungsreiche Position bietet die Anwendung neuester molekularbiologischer Techniken und Geräte in einem motivierten Team. Sie arbeiten aktiv bei der Planung und Durchführung von Projekten mit. Zu Ihren Aufgaben zählen die Kultivierung, Stammhaltung sowie die Qualitätskontrolle von Zelllinien. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil eines innovativen Forschungsumfelds!
Flexible Arbeitszeiten Vermögenswirksame Leistungen Familienfreundlich Jobticket – ÖPNV Teilzeit weitere Benefits
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Laborant:in Mikrobiologie (m/w/d) – Wasseruntersuchung

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbHHamburg

Als Laborant:in in der Mikrobiologie (m/w/d) sind Sie verantwortlich für die Wasseruntersuchung von Trink-, Kühl- und Badebeckenwasserproben. Sie bearbeiten und werten Proben im firmeninternen LIMS aus und führen mikrobiologische Tests nach Prüfvorschriften durch. Ihre Qualifikation als BTA, Biologielaborant:in oder eine vergleichbare Ausbildung ist essenziell. Idealerweise bringen Sie Erfahrung aus einem mikrobiologischen Dienstleistungslabor mit. Sie arbeiten strukturiert, selbstständig und zeichnen sich durch Teamfähigkeit sowie klare, professionelle Kommunikation aus. Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift sind für diese Position erforderlich.
Corporate Benefit GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Ausbildung zum/zur Biologielaborant:in (m/w/d)

LabcorpMünster

Die Ausbildung zur Pharmakant/in startet am 01.08.2026 und dauert in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre, abgeschlossen mit einem IHK-Zertifikat. Während der Ausbildung lernen die Teilnehmer die Durchführung präklinischer Studien in der Arzneimittelentwicklung. Zu den Aufgaben gehören die Verabreichung von Prüfsubstanzen, Probennahmen und die Kommunikation mit der Prüfleitung. Voraussetzung ist ein guter Realschulabschluss oder ein höherer Abschluss sowie das Mindestalter von 18 Jahren. Zusätzlich sollten Bewerber Interesse an Naturwissenschaften, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit mitbringen. Die Ausbildungsvergütung beginnt bei 1.171 EUR im ersten Jahr, Auslandsaufenthalte sind ebenfalls möglich.
Kantine Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Biologielaborant (m/w/d)

West Pharmaceutical Services Deutschland GmbH & Co. KGStolberg

West Pharmaceutical Services, Inc. ist führend in der Entwicklung von pharmazeutischen Verpackungslösungen für injizierbare Medikamente. Als Biologielaborant (m/w/d) tragen Sie zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Wir bieten umfassende Unterstützung von der Produktidee bis zur Umsetzung. Mit Hauptsitz in Exton, Pennsylvania, bedienen wir Kunden weltweit. Täglich produzieren wir über 100 Millionen Produkte, die das Gesundheitswesen revolutionieren. Werden Sie Teil eines innovativen Teams, das das Leben von Millionen von Menschen positiv beeinflusst!
Gutes Betriebsklima Familienfreundlich Flexible Arbeitszeiten Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Biologielaborant/in (m/w/d)

IFN Schönow GmbHBernau Berlin

Profitieren Sie von einer hervorragenden Verkehrsanbindung: Unser Standort ist bequem mit der S-Bahn, Regionalbahn und BBG erreichbar. Gestalten Sie Ihre Anfahrt stressfrei und effizient!
Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Weihnachtsgeld Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Technische Assistenz / Biologielaborant (m/w/d) Sektion Rheumatologie der Medizinischen Klinik III

Universitätsklinikum BonnBonn

Im Universitätsklinikum Bonn ist eine Teilzeitstelle (19,25 Std./Woche, 50%) in der Rheumatologie verfügbar. Gesucht wird eine technische Assistenz oder ein Biologielaborant (m/w/d) für die Forschungssektion Neuroimmunologie. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet und erfordert eine sorgfältige Einarbeitung. Zu den Aufgaben gehören die Zucht und der Umgang mit transgenen Mauslinien sowie Tierversuche. Zudem werden molekularbiologische Analysen und Proteinexpressionsmessungen durchgeführt. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie innovative Forschung im Bereich Rheumatologie aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Gesundheitsprogramme Corporate Benefit Universitätsklinikum Bonn Teilzeit weitere Benefits
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Laborant / BTA / CTA – Mikrobiologie Lebensmittel (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

ifp Privates Institut für Produktqualität GmbHOhrdruf, Gotha

Die ifp Privates Institut für Produktqualität GmbH mit Sitz in Berlin ist ein führendes, akkreditiertes Prüflabor für Lebensmittel- und Umweltanalytik. Seit 2004 hat unser Team von rund 400 Mitarbeitenden umfassende Expertise in der Mikrobiologie von Lebensmitteln und Trinkwasser entwickelt. Wir bieten innovative Diagnostika, die weltweit in Prüf- und Untersuchungsinstitutionen eingesetzt werden. Zur Verstärkung unserer Abteilung in Ohrdruf bei Gotha suchen wir einen Laboranten (m/w/d) mit Schwerpunkt Mikrobiologie. Ihre Hauptaufgabe beinhaltet die qualitativ hochwertige Analytik von Lebensmittel- und Trinkwasserproben. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres dynamischen Teams!
Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit ifp Privates Institut für Produktqualität GmbH Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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MTL (w/m/d) Mikrobiologie Berlin befristet)

BIOSCIENTIA – Institut für Medizinische Diagnostik GmbHBerlin

Wir suchen eine engagierte MTA/MTL (w/m/d) für eine Elternzeitvertretung. Ihre Aufgaben umfassen die Annahme, Kontrolle und Erfassung von Proben im Laborinformationssystem sowie die Mikrobiologie und die Durchführung von Qualitätskontrollen. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Ausbildung im medizinischen Bereich und gute Deutschkenntnisse. Wir bieten ein attraktives Arbeitsumfeld mit flexiblen Arbeitszeiten, Haustarifvertrag, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie umfassender Gesundheitsvorsorge. Ihr Einsatz wird durch vermögenswirksame Leistungen und eine Altersvorsorge ergänzt. Nutzen Sie die Chance auf ein Wunschrad als Job Rad® für Ihren Arbeitsweg!
Weihnachtsgeld Vermögenswirksame Leistungen Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
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Technischer Assistent (m/w/d) BTA, CTA, VMTA, MTA, Biologielaborant (m/w/d)

Max-Planck-Institut für BiochemieMartinsried

Für eine erfolgreiche Karriere in der Forschung benötigen Sie praktische Erfahrung mit Versuchstieren sowie einen Sachkundenachweis (FELASA oder vergleichbar). Ihre molekularbiologischen Kenntnisse und Fähigkeiten in modernen Arbeitstechniken sind entscheidend. Unser internationales Forschungsumfeld bietet Ihnen einen abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Arbeitsplatz mit modernster Labortechnik. Die Vergütung erfolgt nach TVöD (Bund) bis Entgeltgruppe 9b, einschließlich Jahressonderzahlung. Darüber hinaus unterstützen wir Ihre Fort- und Weiterbildung aktiv, während Sie in einem wertschätzenden Team arbeiten. Flexible Arbeitszeiten und betriebliche Altersvorsorge sorgen dafür, dass Beruf und Familie optimal vereint werden können.
Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Familienfreundlich Kinderbetreuung Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Jobticket – ÖPNV Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Biologie wissen müssen

Biologie Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Biologie wissen müssen

Biologie als Beruf: Zwischen Leidenschaft, Realität und dem Ringen um Anerkennung

Erste Beobachtung, ganz ehrlich: Wenn ich auf einer Party sage, ich hätte “irgendwas mit Biologie” gelernt, reicht das Spektrum der Reaktionen von anerkennend bis verwundert. Die meisten stellen sich den klassischen Feldbiologen mit Fernglas vor – oder einen Labornerd in Kittel und Schutzbrille. Zwischen beiden Polen liegt, was den Arbeitsalltag in der Biologie tatsächlich prägt: ein widerspenstiges Sammelsurium aus Forschung, Lehre, Laboralltag, Datenanalyse, Büro – und, nicht zu vergessen, dem allgegenwärtigen Konkurrenzkampf. Den muss man erstmal aushalten (und manchmal den eigenen Lieblingszweig verabschieden – aber darauf komme ich noch zurück).


Wissen, Können, Zähigkeit: Was zählt wirklich im biologischen Berufsfeld?

So viel vorneweg: Ein abgeschlossenes Studium ist, zumindest bei den meisten Positionen, noch keine Eintrittskarte ins Paradies. Vielmehr beginnt erst danach eine Art Überlebenslauf. Wer im Öko-Service, im Pharmabereich oder in der angewandten Forschung landen will, braucht nicht nur solide Grundlagen in Molekularbiologie, Bioinformatik oder Zoologie. Viel wichtiger: analytisches Durchhaltevermögen, Erfindungsreichtum und – ja, der Begriff ist sperrig – Kommunikationskompetenz. Die Mischung macht’s. Ich habe es nie erlebt, dass die Besten rein am Mikroskop brillierten. Oft waren es jene, die Ergebnisse nicht nur interpretieren, sondern sie auch mit Leben, Widerspruch und einer kleinen Prise Selbstironie transportieren konnten.


Geld, Glück und graue Zahlenreihen: Die Sache mit dem Gehalt

Jetzt wird mancher leer schlucken – und ich verstehe das. Mit dem Gehalt ist es in der Biologie so eine Sache. Zwar hört man gelegentlich von Highflyern in der Biotech-Start-up-Szene oder der Pharmaindustrie, die mir mit ihren Jahresboni den Schlaf rauben könnten. Die Mehrheit wartet darauf allerdings vergeblich. Wer beispielsweise in der akademischen Laufbahn bleibt, Hang zum Drittmittelantrag inklusive, schlängelt sich oft jahrelang über befristete Verträge oder unterfinanzierte Projekte. Das Einstiegsgehalt? Region und Branche spielen eine erhebliche Rolle: In Süddeutschland oder Ballungsräumen lässt sich mit einer Stelle in der Lebensmittelüberwachung, im Umweltmonitoring oder im Bereich Medizintechnik besser starten als in kleinen Forschungseinrichtungen auf dem Land. Trotzdem: Verglichen mit anderen Akademikerberufen muss man in den unteren Gehaltsregionen erstmal schlucken. Keine goldenen Wasserhähne, höchstens eine solide Kaffeemaschine.


Wege, die sich lohnen – und Sackgassen, die keiner sehen will

Bleibt die Frage nach Entwicklungschancen. Klettert man – bildlich gesprochen – die Karriereleiter hoch oder bleibt man als Koordinator für Wildbienenmonitoring auf ewig im Hamsterrad? Die Wahrheit? Es hängt am persönlichen Antrieb, an regionalen Besonderheiten und an der Bereitschaft, sich immer wieder neu zu beweisen. Interdisziplinarität ist nicht mehr nur Modewort, sondern Grundvoraussetzung: Wer ein Faible für Data Science, Management, Rechtliches oder Öffentlichkeitsarbeit mitbringt, wird plötzlich von Türen überrascht, die sich zum Naturschutz, zur Unternehmensberatung oder gar in die IT öffnen. Was viele Neulinge gar nicht auf dem Schirm haben: Auch Compliance, Qualitätskontrolle oder technische Beratung suchen zunehmend biologische Expertise. Aber – und das ist der Haken – „klassische Forscherstellen“ in Uni oder öffentlicher Hand sind rar. Wer sich nicht frühzeitig breiter aufstellt, erlebt oft eine unsanfte Landung.


Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Wandlungen im Berufsbild

Kurz innehalten: Die Biologie von heute ist keine genaue Kopie jener von vor zwanzig Jahren. Digitalisierung, Big Data und Automatisierung marschieren ein – oft schneller, als der Lehrplan hinterherkommt. In modernen Laboren arbeiten Biologen heute mehr mit Programmiersprachen, Datenbanken und analytischen Methoden als mit Pinzette und Präparierbesteck (okay, manchmal braucht es noch beides). Besonders in Bereichen wie Umweltmonitoring, Pharmabereich oder Biotechnologie kommen Maschinelles Lernen und automatisierte Analysen zum Zug. Das eröffnet Chancen – vorausgesetzt, man nimmt die digitalen Herausforderungen sportlich. Was mich immer wieder freut: Auch Nachhaltigkeit, Klimafolgenforschung und gesellschaftliche Kommunikation gewinnen an Bedeutung. Die Jobs wandeln sich, die Themen breiten sich aus. Kurzum: Wer lernoffen bleibt, landet selten auf dem Abstellgleis.


Beruf und Leben – der Versuch, beides unter einen Hut zu bringen

Ein letzter Punkt, nicht selten verdrängt – dabei reißt er oft die größte Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Vereinbarkeit von Arbeit und Leben. Schichtdienste im Labor, saisonale Feldforschung oder befristete Projekte können den Alltag unplanbar machen – nicht nur, wenn Familie oder Sozialleben dazukommen. Remote-Arbeit ist in einigen Bereichen angekommen, ja, aber vieles braucht Präsenz, Reisetätigkeiten oder spontane Flexibilität. Ehrlich gesagt: Auch das gehört ins Kalkül. Gleichzeitig entwickeln Betriebe und Forschungseinrichtungen inzwischen auf Teilzeitmodelle und Home-Office-Konzepte, die vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären. Wer bereit ist, sich ein wenig auf die Eigenheiten seines Arbeitsfeldes einzulassen, kann im biologischen Berufsfeld durchaus Zufriedenheit und ein gewisses Maß an Gestaltungsfreiheit finden.


Mein Fazit? Die Biologie als Beruf gleicht einer Reise mit wechselnden Landschaften und seltsamen Weggabelungen. Die Anforderung ist hoch, die Belohnung nicht immer sichtbar – aber durchaus da, abseits des offensichtlichen Materiellen. Für Einsteiger, Wechselwillige und Suchende gilt: Wer neugierig bleibt, mit Leidenschaft, Augenmaß und etwas Zähigkeit auftritt, der entdeckt – mal früher, mal später – die eigenen Nischen abseits ausgetretener Pfade. Und findet vielleicht eines Tages für sich die richtige Balance zwischen Labor, Leben und den großen Fragen, die nur Biologen so stellen: Warum gibt es diesen und keinen anderen Weg? Und was heißt „Erfolg“ eigentlich wirklich?


Kurzbeschreibung Biologie

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Biologie

So viel vorneweg: Ein abgeschlossenes Studium ist, zumindest bei den meisten Positionen, noch keine Eintrittskarte ins Paradies. Vielmehr beginnt erst danach eine Art Überlebenslauf. Wer im Öko-Service, im Pharmabereich oder in der angewandten Forschung landen will, braucht nicht nur solide Grundlagen in Molekularbiologie, Bioinformatik oder Zoologie. Viel wichtiger: analytisches Durchhaltevermögen, Erfindungsreichtum und – ja, der Begriff ist sperrig – Kommunikationskompetenz. Die Mischung macht’s. Ich habe es nie erlebt, dass die Besten rein am Mikroskop brillierten. Oft waren es jene, die Ergebnisse nicht nur interpretieren, sondern sie auch mit Leben, Widerspruch und einer kleinen Prise Selbstironie transportieren konnten.

Jetzt wird mancher leer schlucken – und ich verstehe das. Mit dem Gehalt ist es in der Biologie so eine Sache. Zwar hört man gelegentlich von Highflyern in der Biotech-Start-up-Szene oder der Pharmaindustrie, die mir mit ihren Jahresboni den Schlaf rauben könnten. Die Mehrheit wartet darauf allerdings vergeblich. Wer beispielsweise in der akademischen Laufbahn bleibt, Hang zum Drittmittelantrag inklusive, schlängelt sich oft jahrelang über befristete Verträge oder unterfinanzierte Projekte. Das Einstiegsgehalt? Region und Branche spielen eine erhebliche Rolle: In Süddeutschland oder Ballungsräumen lässt sich mit einer Stelle in der Lebensmittelüberwachung, im Umweltmonitoring oder im Bereich Medizintechnik besser starten als in kleinen Forschungseinrichtungen auf dem Land. Trotzdem: Verglichen mit anderen Akademikerberufen muss man in den unteren Gehaltsregionen erstmal schlucken. Keine goldenen Wasserhähne, höchstens eine solide Kaffeemaschine.

Bleibt die Frage nach Entwicklungschancen. Klettert man – bildlich gesprochen – die Karriereleiter hoch oder bleibt man als Koordinator für Wildbienenmonitoring auf ewig im Hamsterrad? Die Wahrheit? Es hängt am persönlichen Antrieb, an regionalen Besonderheiten und an der Bereitschaft, sich immer wieder neu zu beweisen. Interdisziplinarität ist nicht mehr nur Modewort, sondern Grundvoraussetzung: Wer ein Faible für Data Science, Management, Rechtliches oder Öffentlichkeitsarbeit mitbringt, wird plötzlich von Türen überrascht, die sich zum Naturschutz, zur Unternehmensberatung oder gar in die IT öffnen. Was viele Neulinge gar nicht auf dem Schirm haben: Auch Compliance, Qualitätskontrolle oder technische Beratung suchen zunehmend biologische Expertise. Aber – und das ist der Haken – „klassische Forscherstellen“ in Uni oder öffentlicher Hand sind rar. Wer sich nicht frühzeitig breiter aufstellt, erlebt oft eine unsanfte Landung.

Kurz innehalten: Die Biologie von heute ist keine genaue Kopie jener von vor zwanzig Jahren. Digitalisierung, Big Data und Automatisierung marschieren ein – oft schneller, als der Lehrplan hinterherkommt. In modernen Laboren arbeiten Biologen heute mehr mit Programmiersprachen, Datenbanken und analytischen Methoden als mit Pinzette und Präparierbesteck (okay, manchmal braucht es noch beides). Besonders in Bereichen wie Umweltmonitoring, Pharmabereich oder Biotechnologie kommen Maschinelles Lernen und automatisierte Analysen zum Zug. Das eröffnet Chancen – vorausgesetzt, man nimmt die digitalen Herausforderungen sportlich. Was mich immer wieder freut: Auch Nachhaltigkeit, Klimafolgenforschung und gesellschaftliche Kommunikation gewinnen an Bedeutung. Die Jobs wandeln sich, die Themen breiten sich aus. Kurzum: Wer lernoffen bleibt, landet selten auf dem Abstellgleis.

Ein letzter Punkt, nicht selten verdrängt – dabei reißt er oft die größte Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Vereinbarkeit von Arbeit und Leben. Schichtdienste im Labor, saisonale Feldforschung oder befristete Projekte können den Alltag unplanbar machen – nicht nur, wenn Familie oder Sozialleben dazukommen. Remote-Arbeit ist in einigen Bereichen angekommen, ja, aber vieles braucht Präsenz, Reisetätigkeiten oder spontane Flexibilität. Ehrlich gesagt: Auch das gehört ins Kalkül. Gleichzeitig entwickeln Betriebe und Forschungseinrichtungen inzwischen auf Teilzeitmodelle und Home-Office-Konzepte, die vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären. Wer bereit ist, sich ein wenig auf die Eigenheiten seines Arbeitsfeldes einzulassen, kann im biologischen Berufsfeld durchaus Zufriedenheit und ein gewisses Maß an Gestaltungsfreiheit finden.


Mein Fazit? Die Biologie als Beruf gleicht einer Reise mit wechselnden Landschaften und seltsamen Weggabelungen. Die Anforderung ist hoch, die Belohnung nicht immer sichtbar – aber durchaus da, abseits des offensichtlichen Materiellen. Für Einsteiger, Wechselwillige und Suchende gilt: Wer neugierig bleibt, mit Leidenschaft, Augenmaß und etwas Zähigkeit auftritt, der entdeckt – mal früher, mal später – die eigenen Nischen abseits ausgetretener Pfade. Und findet vielleicht eines Tages für sich die richtige Balance zwischen Labor, Leben und den großen Fragen, die nur Biologen so stellen: Warum gibt es diesen und keinen anderen Weg? Und was heißt „Erfolg“ eigentlich wirklich?

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