Bioinformatik Jobs

5 aktuelle Bioinformatik Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
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Informatiker / Medizininformatiker / Bioinformatiker (m/w/d) im Datenintegrationszentrum (DIZ)

Universitätsklinikum Halle (Saale)Halle Saale

Erleben Sie die Zukunft der Medizininformatik mit umfassenden Kenntnissen in Standards wie HL7, FHIR, LOINC und SNOMED. Unsere Expertise in klinischen Anwendungssystemen (KIS, LIS) und Datenbanken (MS SQL, MySQL) sichert die Effizienz Ihrer digitalen Gesundheitsprojekte. Programmierkenntnisse in Python und SQL sowie Erfahrungen mit Technologien wie Docker und Kubernetes bilden die Basis für innovative Lösungen. Wir fördern den interdisziplinären Austausch im bundesweiten Digital-Health-Projekt Netzwerk Universitätsmedizin (NUM). Zudem bieten wir gezielte Weiterentwicklungsmöglichkeiten in Medizininformatik und Healthcare IT. Profitieren Sie von regelmäßigen Schulungen zu Interoperabilitätsstandards, um Ihre Kenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten.
Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Gesundheitsprogramme Familienfreundlich Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Kinderbetreuung Corporate Benefit Universitätsklinikum Halle (Saale) Vollzeit weitere Benefits
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Bioinformatiker/ Bioinformatikerin (m/w/d) Institut Klinische Genetik

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden

Sie suchen praktische Erfahrung in der Analyse von Sequenzierdaten? Wir bieten eine spannende Stelle im Bereich DNA- und RNA-Sequencing mit Fokus auf Targeted Resequencing und Next-Generation-Sequencing-Technologien. Bewerber sollten Kenntnisse in Machine Learning für multidimensionale biologische Daten mitbringen und sicher in mindestens einer Programmiersprache wie Python, Java oder C++ sein. Darüber hinaus erwarten wir eine Bereitschaft zur Vertiefung von Python-Kenntnissen und solides Grundwissen über molekularbiologische und bioinformatische Zusammenhänge. Die Position ist sowohl in Voll- als auch in Teilzeit mit mindestens 30 Wochenstunden befristet für zwei Jahre. Vergütung erfolgt gemäß Haustarifvertrag, bei Eignung in der Entgeltgruppe U13.
Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Jobrad Jobticket – ÖPNV Corporate Benefit Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Work-Life-Balance Teilzeit weitere Benefits
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Informatiker / Bioinformatiker / Wirtschaftsinformatiker als Business Analyst Application Development (m/w/d)

DKMS Group gGmbHTübingen, Köln, Berlin

Unsere Expertise bietet umfassende Beratung zur IT-Umsetzung von Anforderungen und zur Optimierung von Geschäftsprozessen. Wir modellieren Geschäftsprozesse und fachliche Datenmodelle, um eine effiziente Umsetzung zu gewährleisten. Zudem unterstützen wir bei der applikationsübergreifenden Steuerung während der Testphase und dem Produktivgang. Eine präzise Systemdokumentation wird von uns erstellt und gepflegt. Unser Team besteht aus Fachleuten mit einem Abschluss in Informatik oder verwandten Bereichen sowie fundierten Kenntnissen im Requirements Engineering. Erfahrung als Business Analyst:in im Salesforce-Umfeld und Strukturierungsfähigkeiten sind für uns entscheidend.
Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Vermögenswirksame Leistungen Betriebliche Altersvorsorge Jobrad Gesundheitsprogramme Corporate Benefit DKMS Group gGmbH Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Postdoctoral Researcher / Bioinformatician (f/m/x)

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)Bonn

Wir suchen einen engagierten Postdoc/Bioinformatiker (f/m/x) für unsere Forschungsgruppe "Population & Clinical Neuroepidemiology" unter Prof. Ahmad Aziz in Bonn. Die Stelle ist in Vollzeit, mit der Möglichkeit auf Verlängerung. Zu Ihren Aufgaben gehören die Datenakquisition und -verarbeitung von Genotypisierungsarrays, DNA/RNA-Sequenzierung und proteomischen Daten. Sie werden auch Graduierte und Doktoranden betreuen, sowie next-generation Sequenzierungsdaten analysieren. Zusätzlich entwickeln Sie neuartige bioinformatische Methoden zur Bewertung von genomischer Instabilität und somatischen Mutationen. Manuskripte für Fachzeitschriften verfassen und der Austausch mit akademischen und industriellen Partnern sind ebenfalls Teil Ihrer Tätigkeit.
Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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Wissenschaftlicher Mitarbeiter/ Wissenschaftliche Mitarbeiterin (m/w/d) Klinische Chemie

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus DresdenDresden

Die Veröffentlichung wissenschaftlicher Ergebnisse in internationalen Fachzeitschriften und auf Konferenzen ist entscheidend für die Karriere in Klinischer Chemie und Laboratoriumsmedizin. Ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium in Bioinformatik, Biochemie oder verwandten Bereichen ist erforderlich. Sehr gute Kenntnisse in Software Engineering und wissenschaftlicher Datenanalyse sind unerlässlich. Zudem sind Kenntnisse in Maschinellem Lernen und Programmierung, insbesondere in Python und R, von Vorteil. Grundkenntnisse in OMICS-Technologien und deren Messmethoden, einschließlich Sequenzierung und Massenspektrometrie, sind ebenfalls wichtig. Erfahrung in Projektmanagement rundet das Profil ab und ist für die Koordination wissenschaftlicher Projekte essenziell.
Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Jobticket – ÖPNV Corporate Benefit Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Work-Life-Balance Teilzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Bioinformatik wissen müssen

Bioinformatik Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Bioinformatik wissen müssen

Am Schnittpunkt von Code und Chromosomen: Was den Weg in die Bioinformatik wirklich prägt

Es ist noch nicht allzu lange her, da begnügte sich der klassische Life-Science-Nachwuchs mit Petrischalen, Pipetten und klapprigen Laborcomputern, auf denen „Excel“ beim ersten Mausklick stürzte. Heute? Kaum denkbar, ohne Python-Skripte oder Next-Generation-Sequencing. Wer sich jetzt am Anfang des Berufswegs in diese Mischung aus Naturwissenschaft, IT und Statistik wagt, muss kein Universalgenie sein – aber eine gewisse Leidensfähigkeit hilft. Für mich persönlich riecht der Alltag in der Bioinformatik inzwischen mehr nach Mittagspause am Terminal als nach Laborbenzin.


Womit fängt man an? Zwischen Datengespenstern und echten Problemen

Ganz ehrlich: Die Realität sieht oft weniger nach Hightech-Wunderland als nach grau-grüner Kommandozeilensuppe aus – zumindest zu Beginn. Je nach Arbeitgeber und Branche bewegen sich Berufseinsteiger:innen irgendwo zwischen der Entschlüsselung von Tumordaten, dem Bau von Datenbanken für Genomforschung oder der Modellierung biologischer Systeme. „Interdisziplinarität“ ist das große Schlagwort – aber was heißt das wirklich? Man ist eben nie ganz Biologe, nie ganz Software-Engineer, sondern ein bisschen von beidem (und manchmal fühlt man sich wie eine Übersetzungsmaschine auf zwei Beinen).

Manche Tage sind ein kreatives Rätsel: Mit Kollegen aus der Molekularbiologie über Abkürzungen diskutieren („Wie bitte, das ist ein anderes ABC?“), dann die Chemiestruktur im Algorithmus sortieren, Daten bereinigen, Modelle trainieren, Staub vom Rechner wedeln. Was viele unterschätzen: Es gibt hier keine One-Size-Fits-All-Algorithmen. Fast alles, was auf lebender Materie basiert, ist schmutzig, eckig, voller Ausnahmen. Trotz AI-Hype: Da kann kein Chatbot helfen, sondern vor allem Geduld, Spürsinn – und Überraschung! – Teamfähigkeit.


Qualifikationen: Nicht bloß Nerdwissen, sondern die Kunst des Navigierens

Wer die Jobangebote studiert, merkt schnell: Einen festgelegten Standardweg gibt es nicht. Die meisten beginnen mit einem Studium irgendwo zwischen (Bio-)Informatik, Mathematik, Physik oder Lebenswissenschaften. Einige schlittern als Quereinsteiger:innen von der Mathematik oder Informatik in die Genomanalyse, andere nehmen den Umweg über Laborjobs, merken nach dem tausendsten Versuch, dass Reagenzgläser nicht ihr Ding sind, und landen schließlich doch vor dem Bildschirm. Fachliche Tiefe wird vorausgesetzt, klar – aber mein Eindruck: Entscheidend ist eher, wie jemand Lücken schließt und Brücken schlägt. Zwischen Entwicklerslang und Laborjargon, Statistik und Storytelling.

Ein weiteres Paradox: Kaum ein Berufsfeld schreit so laut nach Flexibilität, und trotzdem verlangt es nach Liebe zum Detail, zur peniblen Dokumentation. Wer gern im Ungefähren schwimmt, hat es schwer. Wer Angst vor sturem Code hat, ebenfalls. Es hilft, wenn man die eigenen Rädchen kennt und notfalls bereit ist, ganz neue zu bauen.


Gehalt: Zwischen Goldgrube und Geduldsprobe (und warum beides stimmen kann)

Fragt man in die Runde, bekommt man alles: Von euphorischem Schwärmen à la „mein Einstiegsgehalt liegt über 50.000 € im Jahr, selbst in der öffentlichen Forschung!“ bis zu resigniertem Schulterzucken („In der Uni verdien ich weniger als meine Freunde im IT-Bereich, aber hey – freie Zeiteinteilung…“). Fakt ist: Die Spannbreite ist enorm. Regionen mit Biotech-Fokus, wie München, Berlin oder das Rhein-Main-Gebiet, locken mit riesigen Gehaltssprüngen, vor allem im privaten Sektor und bei internationalen Playern. Öffentliche Forschung und kleine Projekte? Da muss man den Idealismus schon mögen.

Was viele gern verschweigen: Gehälter steigen mit der Erfahrung – klar – aber sie bleiben in der Forschung bisweilen hinter der klassischen IT zurück. Wer international unterwegs ist oder sich in Data-Science-Teams großer Pharmakonzerne einlistet, kann kräftig nachverhandeln. Und: Neben dem reinen Gehalt spielen Zusatzleistungen (Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice) eine zunehmend größere Rolle. Mein Tipp? Nicht auf die Fixsumme starren – sondern das Gesamtpaket betrachten. Und ruhig mutig argumentieren: Spezialist:innen sind gefragt, Rabatte gibt's auf dem Tätigkeitsmarkt keine.


Arbeitsmarkt und Karriere – chaotisch, aber voller Chancen?

Der Fachkräftemangel wird gern beschworen, oft auch ein bisschen überdramatisch. Aber: Die Schnittstelle von Informatik und Biowissenschaften bleibt einer der heißesten Hotspots der nächsten Jahre. Insbesondere, weil sich immer mehr Forschung und Entwicklung in digitale Sphären verlagert – von medizinischer Diagnostik über Pflanzenzucht bis zur Entwicklung neuer Wirkstoffe. Das klingt erstmal nach endlosen Jobchancen, oder? Ja und nein. Gerade Frischlinge spüren manchmal, dass Anforderungen steigen: Neben der fachlichen Kompetenz sind auch kommunikative Skills, Verständnis für regulatorische Standards und Projektmanagement keine Exoten mehr, sondern Teil des Pflichtprogramms.

Karrierewege verlaufen selten kerzengerade. Einmal als Datenanalyst:in eingestiegen, kann man sich Richtung Projektleitung, angewandte Forschung oder spezialisierte Softwareentwicklung orientieren. Immer mehr Hochschulen und Institute bieten Weiterbildungen in Data Engineering, Machine Learning oder Medizininformatik an. Da glänzen die Augen – bis man merkt, dass der Weg nebenbei kaum zu haben ist; berufsbegleitendes Lernen ist eher Marathon als Kurzstrecke. Aber lohnend – keine Frage. Manche finden ihren Platz im Startup-Umfeld, andere gehen zu großen Pharmaunternehmen oder Forschungsinstituten. Einzelne trauen sich als Freiberufler:in, beraten zu Spezialprojekten – Mut zahlt sich aus, guter Ruf sowieso.


Work-Life-Balance, Zukunft und ein paar offene Fragen

Bioinformatik hat den Ruf, flexibel zu sein – viel Remote-Arbeit, wenig physische Präsenzpflicht. Klingt wie ein Segen, ist aber gelegentlich auch Fluch: Nächte am Rechner kennt hier so ziemlich jeder; Deadlines sind nicht weniger stressig, bloß weil man im Homeoffice mit Kaffeebecher jongliert. Was viele unterschätzen: Ein Teil der Arbeitszeit fließt in die „Unsichtbarkeit“ – Meetings mit verstreuten Teams, Einarbeitung in neue Tools, das ständige Wissen-Update. Kein Beruf zum Abschalten nach Vorschrift.

Und die Zukunft? Gigantisch, wenn man flexibel bleibt. Künstliche Intelligenz, personalisierte Medizin, Digitalisierung der Labore – alles Entwicklungstreiber. Es wandelt sich ständig, und das eigentliche Handwerk bleibt dennoch: Disziplin im Umgang mit Daten, kritische Urteilskraft, Sinn für Kooperation. Wer meint, mit bisschen Skripten und Gen-Datenbanken wäre alles getan, wird enttäuscht.

Bleibt eine Frage, die ich immer wieder höre (und selbst gelegentlich stelle): Kommt irgendwann der Punkt, wo die Technologie uns selbst überflüssig macht? Vermutlich nicht. Es bleibt jede Menge zu tun, zu hinterfragen, zu gestalten. Vielleicht ist genau das der größte Reiz – und der Grund, warum Menschen mit neugierigen Köpfen in der Bioinformatik so selten ins Schwafeln geraten, aber umso öfter ins Staunen.


Kurzbeschreibung Bioinformatik

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Bioinformatik

Ganz ehrlich: Die Realität sieht oft weniger nach Hightech-Wunderland als nach grau-grüner Kommandozeilensuppe aus – zumindest zu Beginn. Je nach Arbeitgeber und Branche bewegen sich Berufseinsteiger:innen irgendwo zwischen der Entschlüsselung von Tumordaten, dem Bau von Datenbanken für Genomforschung oder der Modellierung biologischer Systeme. „Interdisziplinarität“ ist das große Schlagwort – aber was heißt das wirklich? Man ist eben nie ganz Biologe, nie ganz Software-Engineer, sondern ein bisschen von beidem (und manchmal fühlt man sich wie eine Übersetzungsmaschine auf zwei Beinen).

Manche Tage sind ein kreatives Rätsel: Mit Kollegen aus der Molekularbiologie über Abkürzungen diskutieren („Wie bitte, das ist ein anderes ABC?“), dann die Chemiestruktur im Algorithmus sortieren, Daten bereinigen, Modelle trainieren, Staub vom Rechner wedeln. Was viele unterschätzen: Es gibt hier keine One-Size-Fits-All-Algorithmen. Fast alles, was auf lebender Materie basiert, ist schmutzig, eckig, voller Ausnahmen. Trotz AI-Hype: Da kann kein Chatbot helfen, sondern vor allem Geduld, Spürsinn – und Überraschung! – Teamfähigkeit.

Wer die Jobangebote studiert, merkt schnell: Einen festgelegten Standardweg gibt es nicht. Die meisten beginnen mit einem Studium irgendwo zwischen (Bio-)Informatik, Mathematik, Physik oder Lebenswissenschaften. Einige schlittern als Quereinsteiger:innen von der Mathematik oder Informatik in die Genomanalyse, andere nehmen den Umweg über Laborjobs, merken nach dem tausendsten Versuch, dass Reagenzgläser nicht ihr Ding sind, und landen schließlich doch vor dem Bildschirm. Fachliche Tiefe wird vorausgesetzt, klar – aber mein Eindruck: Entscheidend ist eher, wie jemand Lücken schließt und Brücken schlägt. Zwischen Entwicklerslang und Laborjargon, Statistik und Storytelling.

Ein weiteres Paradox: Kaum ein Berufsfeld schreit so laut nach Flexibilität, und trotzdem verlangt es nach Liebe zum Detail, zur peniblen Dokumentation. Wer gern im Ungefähren schwimmt, hat es schwer. Wer Angst vor sturem Code hat, ebenfalls. Es hilft, wenn man die eigenen Rädchen kennt und notfalls bereit ist, ganz neue zu bauen.

Fragt man in die Runde, bekommt man alles: Von euphorischem Schwärmen à la „mein Einstiegsgehalt liegt über 50.000 € im Jahr, selbst in der öffentlichen Forschung!“ bis zu resigniertem Schulterzucken („In der Uni verdien ich weniger als meine Freunde im IT-Bereich, aber hey – freie Zeiteinteilung…“). Fakt ist: Die Spannbreite ist enorm. Regionen mit Biotech-Fokus, wie München, Berlin oder das Rhein-Main-Gebiet, locken mit riesigen Gehaltssprüngen, vor allem im privaten Sektor und bei internationalen Playern. Öffentliche Forschung und kleine Projekte? Da muss man den Idealismus schon mögen.

Was viele gern verschweigen: Gehälter steigen mit der Erfahrung – klar – aber sie bleiben in der Forschung bisweilen hinter der klassischen IT zurück. Wer international unterwegs ist oder sich in Data-Science-Teams großer Pharmakonzerne einlistet, kann kräftig nachverhandeln. Und: Neben dem reinen Gehalt spielen Zusatzleistungen (Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice) eine zunehmend größere Rolle. Mein Tipp? Nicht auf die Fixsumme starren – sondern das Gesamtpaket betrachten. Und ruhig mutig argumentieren: Spezialist:innen sind gefragt, Rabatte gibt's auf dem Tätigkeitsmarkt keine.

Der Fachkräftemangel wird gern beschworen, oft auch ein bisschen überdramatisch. Aber: Die Schnittstelle von Informatik und Biowissenschaften bleibt einer der heißesten Hotspots der nächsten Jahre. Insbesondere, weil sich immer mehr Forschung und Entwicklung in digitale Sphären verlagert – von medizinischer Diagnostik über Pflanzenzucht bis zur Entwicklung neuer Wirkstoffe. Das klingt erstmal nach endlosen Jobchancen, oder? Ja und nein. Gerade Frischlinge spüren manchmal, dass Anforderungen steigen: Neben der fachlichen Kompetenz sind auch kommunikative Skills, Verständnis für regulatorische Standards und Projektmanagement keine Exoten mehr, sondern Teil des Pflichtprogramms.

Karrierewege verlaufen selten kerzengerade. Einmal als Datenanalyst:in eingestiegen, kann man sich Richtung Projektleitung, angewandte Forschung oder spezialisierte Softwareentwicklung orientieren. Immer mehr Hochschulen und Institute bieten Weiterbildungen in Data Engineering, Machine Learning oder Medizininformatik an. Da glänzen die Augen – bis man merkt, dass der Weg nebenbei kaum zu haben ist; berufsbegleitendes Lernen ist eher Marathon als Kurzstrecke. Aber lohnend – keine Frage. Manche finden ihren Platz im Startup-Umfeld, andere gehen zu großen Pharmaunternehmen oder Forschungsinstituten. Einzelne trauen sich als Freiberufler:in, beraten zu Spezialprojekten – Mut zahlt sich aus, guter Ruf sowieso.

Bioinformatik hat den Ruf, flexibel zu sein – viel Remote-Arbeit, wenig physische Präsenzpflicht. Klingt wie ein Segen, ist aber gelegentlich auch Fluch: Nächte am Rechner kennt hier so ziemlich jeder; Deadlines sind nicht weniger stressig, bloß weil man im Homeoffice mit Kaffeebecher jongliert. Was viele unterschätzen: Ein Teil der Arbeitszeit fließt in die „Unsichtbarkeit“ – Meetings mit verstreuten Teams, Einarbeitung in neue Tools, das ständige Wissen-Update. Kein Beruf zum Abschalten nach Vorschrift.

Und die Zukunft? Gigantisch, wenn man flexibel bleibt. Künstliche Intelligenz, personalisierte Medizin, Digitalisierung der Labore – alles Entwicklungstreiber. Es wandelt sich ständig, und das eigentliche Handwerk bleibt dennoch: Disziplin im Umgang mit Daten, kritische Urteilskraft, Sinn für Kooperation. Wer meint, mit bisschen Skripten und Gen-Datenbanken wäre alles getan, wird enttäuscht.

Bleibt eine Frage, die ich immer wieder höre (und selbst gelegentlich stelle): Kommt irgendwann der Punkt, wo die Technologie uns selbst überflüssig macht? Vermutlich nicht. Es bleibt jede Menge zu tun, zu hinterfragen, zu gestalten. Vielleicht ist genau das der größte Reiz – und der Grund, warum Menschen mit neugierigen Köpfen in der Bioinformatik so selten ins Schwafeln geraten, aber umso öfter ins Staunen.

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