Chemie Produktion Jobs

141 aktuelle Chemie Produktion Stellenangebote

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Ausbildungsplatz Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d)

PPGStuttgart

In der Ausbildung im Lackbereich lernen Sie, Flüssig- und Pulverlacke sowie Lackfolien zu produzieren. Sie bedienen hochmoderne Anlagen und führen dabei wichtige Wartungsaufgaben durch. Mit präzisen Messgeräten überprüfen Sie die Qualität der Lacke und dokumentieren die Ergebnisse am PC. Voraussetzungen sind ein Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife sowie gute Noten in den Naturwissenschaften. Wichtige Eigenschaften sind handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Teamfähigkeit. Unser Angebot umfasst ein positives Betriebsklima, ergänzenden Werksunterricht und einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei herausragendem Ausbildungsabschluss.
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Urlaubsgeld Vollzeit weitere Benefits
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Ausbildungsplatz Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d)

PPGZuffenhausen

In der Ausbildung zum Lackproduzenten lernen Sie die Herstellung von Flüssiglacken, Pulverlacken und Lackfolien. Sie bedienen moderne Anlagen, führen Wartungsarbeiten durch und prüfen die Qualität der Produkte mithilfe präziser Messgeräte. Wichtig sind ein guter Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife sowie gute Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern. Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und genaues Arbeiten sind für Ihren Erfolg entscheidend. Wir bieten ein offenes Betriebsklima, ergänzende Schulungen und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bei exzellentem Ausbildungsabschluss. Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen runden Ihr Profil ab und tragen zu einem positiven Arbeitsumfeld bei.
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Urlaubsgeld Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Mikrotechnologie (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGForchheim Oberfranken

In unserem Unternehmen steht Diversität im Mittelpunkt, weshalb wir jede Bewerbung herzlich willkommen heißen. Unsere Mitarbeiter bedienen Produktionsanlagen im Reinraum und übernehmen eigenverantwortlich Maschinenwartungen sowie Funktionsprüfungen. Zusätzlich führen sie serienbegleitende Qualitätskontrollen durch und dokumentieren lückenlos alle Prozesse. Wir suchen Fachkräfte mit einer Ausbildung als Chemikant oder Mikrotechnologe, die Erfahrung in der Halbleiterherstellung mitbringen. Teamfähigkeit und ein sicherer Umgang mit Gefahrstoffen sind dabei unerlässlich. Wir bieten eine übertarifliche Entlohnung, attraktive Sozialleistungen und eine zuverlässige Vergütung, um unser engagiertes Team zu unterstützen.
Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant als Mitarbeiter Qualitätssicherung – Produktion, Spezialchemie & Aerosole (m/w/d)

TUNAP GmbH & Co. KGLichtenau

Als Chemielaborant in der Qualitätssicherung am Standort Lichtenau (bei Chemnitz) spielen Sie eine entscheidende Rolle. Sie überwachen unsere sechs Abfüllmaschinen und garantieren die Einhaltung aller Qualitätsstandards. Ihre sorgfältige Kontrolle stellt sicher, dass nur hochwertige Produkte, sowohl Eigen- als auch Fremdmarken, auf den Markt kommen. Zudem dokumentieren Sie alle Prüfergebnisse, besondere Vorfälle und ergriffene Maßnahmen. Durch Ihre Expertise erkennen Sie bereits im Wareneingang kleinste Mängel und Abweichungen. Nutzen Sie Ihre Fähigkeiten in einem abwechslungsreichen Schichtsystem von Montag bis Freitag und sichern Sie die Qualität unserer Spezialchemie und Aerosole.
Corporate Benefit TUNAP GmbH & Co. KG Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant (m/w/d) für unser Produktionslabor GC

MACHEREY-NAGEL GmbH & Co. KGDüren

Werden Sie Teil von MACHEREY-NAGEL, einem dynamischen Familienunternehmen! Unterstützen Sie unser Team als Chemielaborant (m/w/d) im Produktionslabor GC und gestalten Sie die Zukunft der chemischen und pharmazeutischen Industrie mit. Stellen-ID: 454CL-GC.
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Corporate Benefit MACHEREY-NAGEL GmbH & Co. KG Vollzeit weitere Benefits
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Biologisch-Technischer Assistent (zB. BTA/CTA) (all genders) im Bereich Produktion (DSP/Chromatographie)

AGC Biologics GmbHHeidelberg

AGC Biologics sucht ab sofort einen Biologisch-Technischen Assistenten (BTA/CTA) (m/w/d) für die Produktion in Heidelberg. Die Position umfasst die Arbeit in Reinräumen der Klassen C und B sowie die chromatographische Aufreinigung von Proteinen und pDNA. Aseptisches Arbeiten unter Laminar-Flow-Werkbänken und die Durchführung von Inprozesskontrollen gehören ebenfalls zu den Aufgaben. Bewerber sollten über technische Fähigkeiten in der chromatographischen Aufreinigung oder mikrobiellen Fermentation verfügen. GMP-gerechte Dokumentenerstellung ist ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit. Interessierte Kandidaten mit relevantem Abschluss sind eingeladen, sich zu bewerben.
Unbefristeter Vertrag Vermögenswirksame Leistungen Erfolgsbeteiligung Betriebliche Altersvorsorge Jobticket – ÖPNV Flexible Arbeitszeiten Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Melamines GmbHFrankfurt Main

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) sind Sie für die Bedienung der Anlage zur Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Prozesskontrolle durch Analysen und die Unterstützung bei Betriebsstörungen. Zudem übernehmen Sie diverse Nebenarbeiten in der Produktion und bedienen Abfüll-Einrichtungen. Ein sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsweise sind essenziell für diesen Job. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Chemie sowie Schichtbereitschaft sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem internationalen Unternehmen, das Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten bietet.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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MTA / PTA / BTA / CTA / MTLA / Pharmakant / Mitarbeiter* (m/w/d) für die aseptische Herstellung von Arzneimitteln / Produktion von Gewebetransplantaten

Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gGmbHBerlin

Suchst du eine neue Herausforderung im medizinischen, chemischen oder pharmazeutischen Bereich? Wir suchen engagierte Fachkräfte (MTA, PTA, MTLA), die Berufserfahrung im GMP-regulierten Umfeld oder in der Herstellung von Lebensmitteln, Kosmetika oder Arzneimitteln mitbringen. Du zeichnest dich durch eine sorgfältige, genaue Arbeitsweise aus und bist teamfähig sowie zuverlässig? Wir bieten ein attraktives Gehalt mit jährlichen Steigerungen, 30 Urlaubstagen und bezahlten Karenztagen. Darüber hinaus profitierst du von diversen Zuschüssen, unter anderem zur betrieblichen Altersvorsorge und für dein BVG-Ticket. Verpasse nicht die Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz ohne Schicht- oder Wochenendarbeit!
Betriebliche Altersvorsorge Einkaufsrabatte Corporate Benefit Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gGmbH Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGKürten

Wir suchen eine qualifizierte Produktionsfachkraft Chemie oder einen Chemikanten mit Staplerschein und Schichtbereitschaft. Ihre Aufgaben umfassen die fachgerechte Kennzeichnung von Produktbehältern, die Dokumentation in SAP sowie regelmäßige Qualitätsproben. Reinigungsarbeiten an Produktionsanlagen und ein sicherer Umgang mit Gefahrgut sind ebenfalls Teil Ihrer täglichen Arbeit. Wir bieten ein leistungsgerechtes Gehalt, basierend auf Ihrer Qualifikation und Erfahrung. Unsere Personalvermittlung sorgt für eine wertschätzende Betreuung und die passende Auswahl der Position. Starten Sie Ihre Karriere mit uns und profitieren Sie von erstklassigen beruflichen Möglichkeiten!
Festanstellung Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant / Produktionsfachkraft Chemie / Operator / Anlagenfahrer (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

Suchen Sie eine spannende Herausforderung in der Chemiebranche? Wir bieten eine attraktive Stelle für Chemikanten, Chemiebetriebswerker und Produktionsfachkräfte (m/w/d) – auch Quereinsteiger sind herzlich willkommen! Ihre handwerkliche Ausbildung in Maschinenbau, Elektrotechnik oder Metallbau macht Sie zum idealen Kandidaten. Besondere Highlights sind die Mitgliedschaft in unserer Werkfeuerwehr und die umfassende Sicherheitsschulung. Hierzu gehört die Tauglichkeitsuntersuchung G26.3 sowie eine Ausbildung für den Einsatz unter Atemschutz. Diese körperlich anspruchsvolle Position richtet sich an Menschen, die gerne anpacken und Verantwortung übernehmen. Bewerben Sie sich jetzt!
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Quereinstieg möglich Erfolgsbeteiligung Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Produktion wissen müssen

Chemie Produktion Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Produktion wissen müssen

Ein Schritt ins Labyrinth: Berufseinstieg in die Chemische Produktion

Wenn ich an meinen ersten Tag in der Produktion denke, fällt mir vor allem eins ein: Der Geruch von Lösungsmitteln. Schwer zu beschreiben – irgendwas zwischen prickelnder Zukunft und einer Prise Anspannung. So geht es wohl den meisten, die in der chemischen Produktion neu anfangen, sei es als Azubi, nach der Umschulung oder als Quereinsteiger mit solider Praxiserfahrung. Was von außen wie eine ziemlich technische Nummer wirkt, ist innen drin ein vielschichtiger, manchmal störrischer Kosmos aus Handwerk, Verantwortung und, ja, auch Menschen. Zwischen Reaktoren, Rohrleitungen und „Warteschleife“ bei der Betriebsleitung stecken Fragen, die man im Berufsberatungsflyer nie zu lesen bekommt. Was kann ich? Was sollte ich können? Und wozu, zum Henker, braucht’s hier eigentlich drei Eimer für ein und dieselbe Flüssigkeit?


Schmutzige Hände, scharfer Kopf: Was der Arbeitsalltag verlangt

Jeder, der denkt, die Chemieproduktion sei pure Routine mit stets gleichem Ablauf, irrt. Sicher: Viele Arbeitsschritte haben hohe Standards und Vorschriften – Sicherheit wird großgeschrieben, manchmal größer als das Mittagessen. Aber zwischen Vorschriften und Praxis klafft oft eine Lücke, in die man als Einsteiger hineintappt, ob man will oder nicht. Wer hier arbeitet, räumt nicht nur Reaktoren leer und fährt Anlagen an. Es geht ums Mitdenken, Fehlermuster erkennen, plötzlich improvisieren, weil das Förderband mal wieder eine kleine Rebellion anzettelt. Das kann, Hand aufs Herz, bisweilen nerven. Gerade wenn’s am heißesten läuft und die Technik klemmt, zeigt sich, wer Ruhe bewahren kann oder stattdessen einen Schnelllauf zur Kantine hinlegt.

Mich wundert, wie viele unterschätzen, wie kommunikativ der Job ist. „Kommunikativ“ meint hier allerdings nicht Smalltalk am Kaffeeautomaten. Es geht um klare Rückmeldungen, Nachfragen, Schnappatmung, wenn Grenzwerte überschritten werden, und das berühmte „Wie war das nochmal letzte Woche beim Notfall?“ Ohne Teamwork und gelegentliche Ansage läuft hier exakt: nichts. Ehrlich, ich bin überzeugt, Menschen mit solider Alltagsintelligenz, einem Schuss Neugier und dazwischen einer ordentlichen Portion Demut vor dem Unerwarteten sind hier oft erfolgreicher als reine Theoriespezialisten.


Zwischen Sicherheitsprotokoll und Kreativität: Wer passt ins Team?

Typische Berufsinfos sprechen gern von „technischem Verständnis“ und „Sorgfalt“. Stimmt schon, das braucht man. Aber was selten in Stellenanzeigen steht: Hier landen oft Leute mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen. Klar, viele kommen über klassische Ausbildungen wie Chemikant/in, Produktionsfachkraft oder Anlagenfahrer; zunehmend aber auch Quereinsteiger aus Mechanik, Gesundheitswesen oder (man glaubt es kaum) Gastronomie. Manche scheitern, andere blühen auf. Es gibt nicht das Patentrezept fürs „richtige“ Profil. Vielmehr hat sich gezeigt – das höre ich aus vielen Betrieben –, dass Pragmatismus, Lernbereitschaft und ein stabiler Umgang mit Stress fast wichtiger sind als Sternchen im Abschlusszeugnis. Es hilft, wenn einen Chemie schon immer interessiert hat, aber wichtiger ist in der Realität oft die Bereitschaft, sich durch neue Routinen zu beißen, Nachtschichten zu meistern und im Team auch mal unpopuläre Aufgaben zu schultern.

Auch digitaler Wandel verändert die Anforderungen: Produktionsprozesse werden automatisierter, Daten werden wichtiger. Wer mit Steuerungstechnik umgehen kann und vor Monitoren nicht gleich in geistige Schockstarre fällt, hat Vorteile. Doch trotz allem Technik-Buzzword bleibt der Beruf am Ende bodenständig: Es wird geschleppt, gefüllt, getaktet. Und – Überraschung – das Glücksgefühl, wenn nach einem Störfall alles wieder läuft, ist mit keiner Exceltabelle zu toppen.


Kann man davon leben? Vergütung, Unterschiede und Entwicklungsspielräume

Ein Thema, an dem niemand vorbeikommt: Das liebe Geld. Chemische Produktion steht im Ruf, vergleichsweise gut zu bezahlen. Nicht ganz falsch, aber selbst da gilt – wie so oft – der Versionshinweis: Kommt drauf an. Wer im Rhein-Main-Gebiet an den großen Chemiestandorten landet, startet oft mit Einstiegsgehältern jenseits der 3.000 € brutto, mindestens mal. In strukturschwächeren Regionen, etwa Ostdeutschland oder ländlichen Teilen Nordbayerns, sehen die Zahlen nüchterner aus – zum Teil spürbar unter dem Bundesdurchschnitt.

Besonders wichtig: Zulagen für Schichtdienst, Wochenendarbeit, Sonderaufgaben. Wer bereit ist, im Dreischichtmodell zu arbeiten oder in Krisenzeiten Überstunden zu fahren, kann sein Gehalt ordentlich nach oben treiben. Aber: Geld allein macht keine Nachtschicht leichter. Work-Life-Debatten sind auch in der Produktion angekommen – und gerade für Einsteiger stellt sich die Frage, ob man jedes Mal springen will, sobald der Chef fragt. Perspektivisch winken Entwicklungschancen in Richtung Schichtleiter/in, Anlagenspezialist/in oder auch in technischen Betrieb mit Fokus auf Digitalisierung. Einen „sicheren“ Arbeitgeber gibt es natürlich auch hier nicht mehr pauschal, aber die Branchenriesen können mit Stabilität und oft auch sozialen Leistungen punkten. Es lohnt sich genauer hinzusehen – Arbeitsplatzwechsel und Wechselbereitschaft greifen in der Branche zunehmend um sich, vor allem wenn die Entwicklung stockt oder das Gehalt nicht mehr zum Lebensstil passt.


Arbeiten und leben: Schichtmodelle, Stress und was sonst noch bleibt

Kaum ein Punkt wird so hitzig diskutiert wie Arbeitszeitmodelle und private Freiräume. Die klassische Achtstundenschicht ist ein aussterbendes Relikt, stattdessen gibt es komplexe Schichtpläne, oftmals rollierend, manchmal zum Verzweifeln. Gerade am Anfang kann das ordentlich reinhauen – Schlafrhythmus, Sozialleben, selbst der Hund merkt’s irgendwann. Andererseits: Wer’s mag, profitiert von freien Tagen unter der Woche und kann Arzttermine machen, wenn andere im Büro schuften. Ich habe Kollegen erlebt, die sich an Schichtarbeit geradezu berauschen – andere kämpfen ein Leben lang damit. Da hilft kein Whitepaper: Man muss es selbst ausprobieren, um zu merken, ob man sich damit anfreundet oder lieber die Finger davon lässt.

Der Stressfaktor? Nicht zu unterschätzen. Schnell mal acht Stunden konzertiert arbeiten, egal ob um 2 Uhr nachts oder nach dem zweiten Kaffee. Man wächst hinein. Ab einer gewissen Erfahrung – und mit den richtigen Kolleginnen und Kollegen – entwickelt man Routinen, baut aber auch Automatismen auf, die helfen, nicht durchzudrehen, wenn der Alarm zum x-ten Mal hämmert.


Ausblick: Wandel, Chancen und ein bisschen Ehrlichkeit im Berufsalltag

Die chemische Produktion steht – wie eigentlich die ganze Industrie – vor einem Umbau: Automatisierung, Nachhaltigkeitsdruck, Fachkräftemangel. Plötzlich werden nicht mehr nur „die Chemiker“ gesucht, sondern Leute, die Schnittstellenkompetenzen mitbringen: Verständnis für Umwelt, Technik und Produktion, zugleich aber teamfähig, offen für neue Prozesse und gelegentlich auch stur genug, die alten Routinen infrage zu stellen.

Wer jetzt einsteigt, ist zu Beginn vielleicht das berühmte „kleine Rad im großen Getriebe“. Aber – typisch für viele in der Produktion – das Getriebe läuft nur, wenn die kleinen Räder funktionieren. Ich habe das oft unterschätzt. Heute sage ich: Wer flexibel ist, Lernbereitschaft statt Allwissenheit zeigt und sich nicht scheut, auch mal Fehler zuzugeben, dem stehen in der chemischen Produktion Türen offen, die in anderen Berufen längst fest verschlossen scheinen. Ein Job für Planlose? Sicher nicht. Aber einer für Pragmatiker, Teamplayer und Tüftler – definitiv.


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