Chemie Produktion Jobs

82 aktuelle Chemie Produktion Stellenangebote

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MTA / PTA / BTA / CTA / MTLA / Pharmakant / Mitarbeiter (m/w/d) für die aseptische Herstellung von Arzneimitteln / Produktion von Gewebetransplantaten

Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gGmbHBerlin

Du bist MTA, PTA, MTLA oder hast einen vergleichbaren medizinischen Abschluss? Bringe idealerweise Erfahrung im GMP-regulierten Umfeld oder in der Produktion von Lebensmitteln, Kosmetika oder Arzneimitteln mit. Wir suchen teamfähige, zuverlässige Talente mit einer genauen Arbeitsweise. Freue dich auf attraktive Leistungen wie Jahressonderentgelt, Erholungsbeihilfe und jährliche Gehaltserhöhungen – alles abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg. Genieße 30 Tage Urlaub und 3 bezahlte Karenztage pro Jahr ohne Wochenend- oder Schichtarbeit. Zusätzlich übernehmen wir die Kosten für deine Arbeitsplatzbrille und fördern deine betriebliche Altersvorsorge sowie dein BVG-Ticket.
Betriebliche Altersvorsorge Einkaufsrabatte Corporate Benefit Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gGmbH Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft* Chemie / Maschinen- und Anlagenführer* als Produktionsmitarbeiter* Abfüllung

DAW SEEnger, Bielefeld

Bist du auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in einem innovativen Unternehmen? Eine abgeschlossene Berufsausbildung, idealerweise als Produktionsfachkraft Chemie oder Maschinen- und Anlagenführer, ist wünschenswert. Du arbeitest qualitätsorientiert und trägst Verantwortung im Team. Bei DAW, einem familiengeführten Unternehmen in der fünften Generation, gestalten wir gemeinsam die Zukunft des nachhaltigen Bauens. Bringe deine Ideen ein und mache die Welt schöner und lebenswert! Profitiere von einem langfristigen, nachhaltigen Wachstum in einer Arbeitsumgebung, die Teamgeist und Kommunikation schätzt.
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Weihnachtsgeld Gesundheitsprogramme Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant für Synthese - Chemie / Produktion (m/w/d)

SYNTHON Chemicals GmbH & Co. KGBitterfeld Wolfen

Sie haben eine Ausbildung als Chemikant, Chemietechniker oder Chemielaborant (m/w/d) abgeschlossen und bringen idealerweise erste Erfahrungen in der chemischen Synthese mit. Ein Staplerschein ist von Vorteil. Ihr technisches Verständnis für Produktionsanlagen und Prozesse ist stark ausgeprägt. Sie arbeiten sorgfältig, verantwortungsbewusst und schätzen die Teamarbeit. Für die Kommunikation auf Deutsch (C1-Niveau) sorgen Sie für eine reibungslose Abstimmung. Genießen Sie eine flexible Arbeitswoche zwischen 35 und 40 Stunden mit attraktiven Zusatzleistungen wie einem fairen Gehalt, einer Givve-Card und betrieblicher Altersvorsorge.
Flexible Arbeitszeiten Essenszuschuss Betriebliche Altersvorsorge Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Pharmakant / Chemikant / Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d) in der Wareneingangskontrolle (befristet auf 12 Monate)

Fresenius Kabi Deutschland GmbHFriedberg Hessen

Suchen Sie eine Karriere im Pharmabereich? Wir bieten eine spannende Position für ausgebildete Pharmakanten, Chemikanten oder Produktionsfachkräfte, die über GMP-Kenntnisse verfügen. Ideal sind auch gute MS Office-Kenntnisse sowie sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse. Unsere Unternehmenskultur fördert Teamarbeit, Engagement und Qualitätsbewusstsein. Nutzen Sie die Chance, sich in einem tarifgebundenen Unternehmen weiterzuentwickeln, das zahlreiche Benefits wie Altersversorgung und Mitarbeiterrabatte bietet. Tragen Sie mit uns aktiv zur Verbesserung der Lebensqualität von kranken Menschen weltweit bei!
Kantine Essenszuschuss Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d)

TRUMPLER GmbH & Co. KGWorms

Die Produktionsfachkraft Chemie (m/w/d) spielt eine entscheidende Rolle in der modernen Chemieindustrie. Zu den Aufgaben gehören die Herstellung von Produkten in Rührreaktoren sowie die Annahme und das Be- und Entladen von Tankzügen und LKWs. Außerdem bedienen sie halbautomatische und automatische Abfüllanlagen und führen manuelles Abfüllen in IBCs und Fässern durch. Eine sorgfältige Arbeitsweise und gute Deutschkenntnisse sind unerlässlich. Eine abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung im produzierenden Bereich sind Voraussetzung. Ein Staplerführerschein sowie ein LKW-Führerschein sind von Vorteil, wobei die Kostenübernahme für die Lizenzierung möglich ist.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie, Maschinen- und Anlangenführer o. ä. (m/w/d) - Baustoffherstellung

LUGATO GmbH & Co. KGBarsbüttel, Hamburg

LUGATO ist ein führendes Unternehmen in der Baustoffherstellung, das kontinuierlich innovative Lösungen in der Chemie- und Maschinenbranche entwickelt. Unsere engagierten Teams setzen auf Forschung und Entwicklung, um eine ständig wachsende Produktpalette anzubieten. Wir sind stolz darauf, unseren Kunden qualitativ hochwertige und aktuelle Produkte zu liefern. Ein wichtiger Aspekt unserer Unternehmensphilosophie ist die Nachhaltigkeit; daher stellen wir auf umweltfreundliche Verpackungen um. Mit diesen Maßnahmen tragen wir aktiv zur Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks bei. Vertrauen Sie auf LUGATO, wenn es um innovative und nachhaltige Baustofflösungen geht.
Gutes Betriebsklima Work-Life-Balance Quereinstieg möglich Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Jobrad Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Tudapetrol Mineralölerzeugnisse Nils Hansen GmbH & Co. KGHamburg

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) bedienen und überwachen Sie unsere modernen Produktionsanlagen. Zu Ihren Aufgaben gehören das Be- und Entladen von Tankfahrzeugen sowie die Beprobung von Behältern. Sie setzen Mischungen an, dokumentieren Prozessparameter und führen einfache Instandhaltungsarbeiten durch. Eine abgeschlossene Berufsausbildung, idealerweise im Chemiebereich, ist Voraussetzung. Wir suchen teamfähige, flexible Mitarbeiter mit technischem Verständnis und Erfahrung im Umgang mit PLS-unterstützten Anlagen. Werden Sie Teil eines zukunftsorientierten Familienunternehmens, das aktiv an der Energiewende mitwirkt und Freude an der Arbeit fördert!
Vollzeit weitere Benefits
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Chemikanten / Chemiefacharbeiter / Produktionsmitarbeiter (m/w/d)

THOR GmbHSpeyer

Wir suchen ab sofort Chemikanten und Produktionsmitarbeiter (m/w/d) in Speyer für 37,5 Wochenstunden. In dieser Position unterstützen Sie unser motiviertes Team in voll- und teilkontinuierlicher Wechselschicht. Zu Ihren Aufgaben gehört die Herstellung chemischer Produkte gemäß Sicherheitsstandards sowie die Kontrolle und Dokumentation der Produktionsabläufe. Sie sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung als Chemikant*in oder Chemiearbeiter*in mit mehrjähriger Erfahrung haben. Zudem sind EDV-Kenntnisse in Excel und Word sowie ein Befähigungsnachweis für Flurförderzeuge erforderlich. Wenn Sie eine verantwortungsbewusste Arbeitsweise und Teamfähigkeit mitbringen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
Gutes Betriebsklima Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Kantine Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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PTA / CTA / Produktionsfachkraft als Mitarbeiter Pharma-Konfektionierung (m/w/d)

Nordmark Pharma GmbHUetersen

Wir suchen engagierte PTA, CTA oder Produktionsfachkräfte (m/w/d) für die Pharma-Konfektionierung in Uetersen. In dieser Vollzeitstelle, befristet auf 24 Monate, spielen Sie eine zentrale Rolle in der Herstellung hochwertiger Pharmazeutika. Ihre Aufgaben umfassen die Bedienung von Verkapselungs- und Konfektionierungslinien sowie die Durchführung von Inprozess- und Anfahrkontrollen zur Qualitätssicherung. Zudem dokumentieren Sie lückenlos Ihre Arbeitsschritte im Rahmen des GMP-Managements. Hygiene und Ordnung in den Produktionsräumen liegen in Ihrer Verantwortung, ebenso wie die Unterstützung bei internen Transport Tätigkeiten. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil eines erfolgreichen Produktionsteams!
Flexible Arbeitszeiten Urlaubsgeld Mitarbeiterbeteiligung Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Metall & Chemie (m/w/d)

Aurubis AGHamburg

Als Fachkraft für Transportaufgaben bedienen Sie Flurförderzeuge wie Gabelstapler und bereiten Arbeitsplätze für Wartungsarbeiten vor. Der reibungslose Informationsaustausch mit Vorarbeitern und Meistern ist essenziell für den Anlagenbetrieb. Sie tragen aktiv zur Qualitätssicherung bei und engagieren sich im kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Durch einfache Analysearbeiten unterstützen Sie den Betriebsablauf effektiv. Idealerweise verfügen Sie über eine technische Berufsausbildung zum Chemikanten oder Chemielaboranten sowie Erfahrung im Umgang mit Gefahrstoffen. Gute Deutschkenntnisse und ein Führerschein der Klasse B, gepaart mit einem Kran- oder Staplerschein, runden Ihr Profil ab.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gesundheitsprogramme Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Produktion wissen müssen

Chemie Produktion Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Produktion wissen müssen

Ein Schritt ins Labyrinth: Berufseinstieg in die Chemische Produktion

Wenn ich an meinen ersten Tag in der Produktion denke, fällt mir vor allem eins ein: Der Geruch von Lösungsmitteln. Schwer zu beschreiben – irgendwas zwischen prickelnder Zukunft und einer Prise Anspannung. So geht es wohl den meisten, die in der chemischen Produktion neu anfangen, sei es als Azubi, nach der Umschulung oder als Quereinsteiger mit solider Praxiserfahrung. Was von außen wie eine ziemlich technische Nummer wirkt, ist innen drin ein vielschichtiger, manchmal störrischer Kosmos aus Handwerk, Verantwortung und, ja, auch Menschen. Zwischen Reaktoren, Rohrleitungen und „Warteschleife“ bei der Betriebsleitung stecken Fragen, die man im Berufsberatungsflyer nie zu lesen bekommt. Was kann ich? Was sollte ich können? Und wozu, zum Henker, braucht’s hier eigentlich drei Eimer für ein und dieselbe Flüssigkeit?


Schmutzige Hände, scharfer Kopf: Was der Arbeitsalltag verlangt

Jeder, der denkt, die Chemieproduktion sei pure Routine mit stets gleichem Ablauf, irrt. Sicher: Viele Arbeitsschritte haben hohe Standards und Vorschriften – Sicherheit wird großgeschrieben, manchmal größer als das Mittagessen. Aber zwischen Vorschriften und Praxis klafft oft eine Lücke, in die man als Einsteiger hineintappt, ob man will oder nicht. Wer hier arbeitet, räumt nicht nur Reaktoren leer und fährt Anlagen an. Es geht ums Mitdenken, Fehlermuster erkennen, plötzlich improvisieren, weil das Förderband mal wieder eine kleine Rebellion anzettelt. Das kann, Hand aufs Herz, bisweilen nerven. Gerade wenn’s am heißesten läuft und die Technik klemmt, zeigt sich, wer Ruhe bewahren kann oder stattdessen einen Schnelllauf zur Kantine hinlegt.

Mich wundert, wie viele unterschätzen, wie kommunikativ der Job ist. „Kommunikativ“ meint hier allerdings nicht Smalltalk am Kaffeeautomaten. Es geht um klare Rückmeldungen, Nachfragen, Schnappatmung, wenn Grenzwerte überschritten werden, und das berühmte „Wie war das nochmal letzte Woche beim Notfall?“ Ohne Teamwork und gelegentliche Ansage läuft hier exakt: nichts. Ehrlich, ich bin überzeugt, Menschen mit solider Alltagsintelligenz, einem Schuss Neugier und dazwischen einer ordentlichen Portion Demut vor dem Unerwarteten sind hier oft erfolgreicher als reine Theoriespezialisten.


Zwischen Sicherheitsprotokoll und Kreativität: Wer passt ins Team?

Typische Berufsinfos sprechen gern von „technischem Verständnis“ und „Sorgfalt“. Stimmt schon, das braucht man. Aber was selten in Stellenanzeigen steht: Hier landen oft Leute mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen. Klar, viele kommen über klassische Ausbildungen wie Chemikant/in, Produktionsfachkraft oder Anlagenfahrer; zunehmend aber auch Quereinsteiger aus Mechanik, Gesundheitswesen oder (man glaubt es kaum) Gastronomie. Manche scheitern, andere blühen auf. Es gibt nicht das Patentrezept fürs „richtige“ Profil. Vielmehr hat sich gezeigt – das höre ich aus vielen Betrieben –, dass Pragmatismus, Lernbereitschaft und ein stabiler Umgang mit Stress fast wichtiger sind als Sternchen im Abschlusszeugnis. Es hilft, wenn einen Chemie schon immer interessiert hat, aber wichtiger ist in der Realität oft die Bereitschaft, sich durch neue Routinen zu beißen, Nachtschichten zu meistern und im Team auch mal unpopuläre Aufgaben zu schultern.

Auch digitaler Wandel verändert die Anforderungen: Produktionsprozesse werden automatisierter, Daten werden wichtiger. Wer mit Steuerungstechnik umgehen kann und vor Monitoren nicht gleich in geistige Schockstarre fällt, hat Vorteile. Doch trotz allem Technik-Buzzword bleibt der Beruf am Ende bodenständig: Es wird geschleppt, gefüllt, getaktet. Und – Überraschung – das Glücksgefühl, wenn nach einem Störfall alles wieder läuft, ist mit keiner Exceltabelle zu toppen.


Kann man davon leben? Vergütung, Unterschiede und Entwicklungsspielräume

Ein Thema, an dem niemand vorbeikommt: Das liebe Geld. Chemische Produktion steht im Ruf, vergleichsweise gut zu bezahlen. Nicht ganz falsch, aber selbst da gilt – wie so oft – der Versionshinweis: Kommt drauf an. Wer im Rhein-Main-Gebiet an den großen Chemiestandorten landet, startet oft mit Einstiegsgehältern jenseits der 3.000 € brutto, mindestens mal. In strukturschwächeren Regionen, etwa Ostdeutschland oder ländlichen Teilen Nordbayerns, sehen die Zahlen nüchterner aus – zum Teil spürbar unter dem Bundesdurchschnitt.

Besonders wichtig: Zulagen für Schichtdienst, Wochenendarbeit, Sonderaufgaben. Wer bereit ist, im Dreischichtmodell zu arbeiten oder in Krisenzeiten Überstunden zu fahren, kann sein Gehalt ordentlich nach oben treiben. Aber: Geld allein macht keine Nachtschicht leichter. Work-Life-Debatten sind auch in der Produktion angekommen – und gerade für Einsteiger stellt sich die Frage, ob man jedes Mal springen will, sobald der Chef fragt. Perspektivisch winken Entwicklungschancen in Richtung Schichtleiter/in, Anlagenspezialist/in oder auch in technischen Betrieb mit Fokus auf Digitalisierung. Einen „sicheren“ Arbeitgeber gibt es natürlich auch hier nicht mehr pauschal, aber die Branchenriesen können mit Stabilität und oft auch sozialen Leistungen punkten. Es lohnt sich genauer hinzusehen – Arbeitsplatzwechsel und Wechselbereitschaft greifen in der Branche zunehmend um sich, vor allem wenn die Entwicklung stockt oder das Gehalt nicht mehr zum Lebensstil passt.


Arbeiten und leben: Schichtmodelle, Stress und was sonst noch bleibt

Kaum ein Punkt wird so hitzig diskutiert wie Arbeitszeitmodelle und private Freiräume. Die klassische Achtstundenschicht ist ein aussterbendes Relikt, stattdessen gibt es komplexe Schichtpläne, oftmals rollierend, manchmal zum Verzweifeln. Gerade am Anfang kann das ordentlich reinhauen – Schlafrhythmus, Sozialleben, selbst der Hund merkt’s irgendwann. Andererseits: Wer’s mag, profitiert von freien Tagen unter der Woche und kann Arzttermine machen, wenn andere im Büro schuften. Ich habe Kollegen erlebt, die sich an Schichtarbeit geradezu berauschen – andere kämpfen ein Leben lang damit. Da hilft kein Whitepaper: Man muss es selbst ausprobieren, um zu merken, ob man sich damit anfreundet oder lieber die Finger davon lässt.

Der Stressfaktor? Nicht zu unterschätzen. Schnell mal acht Stunden konzertiert arbeiten, egal ob um 2 Uhr nachts oder nach dem zweiten Kaffee. Man wächst hinein. Ab einer gewissen Erfahrung – und mit den richtigen Kolleginnen und Kollegen – entwickelt man Routinen, baut aber auch Automatismen auf, die helfen, nicht durchzudrehen, wenn der Alarm zum x-ten Mal hämmert.


Ausblick: Wandel, Chancen und ein bisschen Ehrlichkeit im Berufsalltag

Die chemische Produktion steht – wie eigentlich die ganze Industrie – vor einem Umbau: Automatisierung, Nachhaltigkeitsdruck, Fachkräftemangel. Plötzlich werden nicht mehr nur „die Chemiker“ gesucht, sondern Leute, die Schnittstellenkompetenzen mitbringen: Verständnis für Umwelt, Technik und Produktion, zugleich aber teamfähig, offen für neue Prozesse und gelegentlich auch stur genug, die alten Routinen infrage zu stellen.

Wer jetzt einsteigt, ist zu Beginn vielleicht das berühmte „kleine Rad im großen Getriebe“. Aber – typisch für viele in der Produktion – das Getriebe läuft nur, wenn die kleinen Räder funktionieren. Ich habe das oft unterschätzt. Heute sage ich: Wer flexibel ist, Lernbereitschaft statt Allwissenheit zeigt und sich nicht scheut, auch mal Fehler zuzugeben, dem stehen in der chemischen Produktion Türen offen, die in anderen Berufen längst fest verschlossen scheinen. Ein Job für Planlose? Sicher nicht. Aber einer für Pragmatiker, Teamplayer und Tüftler – definitiv.


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