Chemie Produktion Jobs

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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Tudapetrol Mineralölerzeugnisse Nils Hansen GmbH & Co. KGHamburg

Werden Sie Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) in einem zukunftsorientierten, familiengeführten Unternehmen. Zu Ihren Aufgaben gehören das Bedienen und Überwachen von Produktionsanlagen sowie die Be- und Entladung von Tankfahrzeugen. Sie verantworten die Beprobung von Behältern, die Umlagerung von Produkten und das Ansetzen von Mischungen. Idealerweise bringen Sie eine Ausbildung als Produktionsfachkraft Chemie oder eine vergleichbare technische Berufsausbildung mit und haben Erfahrung im Umgang mit PLS-unterstützten Anlagen. Ihr technisches Verständnis sowie Ihre flexible, teamorientierte Arbeitsweise sind gefragt. Profitieren Sie von einer praxisnahen Einarbeitung in einem motivierten Team und tragen Sie aktiv zur Energiewende bei.
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Produktionsfachkraft (gn) Chemie/Verfahrungstechnik/Futtermittelzusätze

EW Nutrition GmbHBremen

Als Produktionsfachkraft übernimmst du die Verantwortung für die gesamte Produktionskette. Du bedienst moderne Anlagen und gewährleistest die Qualität unserer Futtermittelzusätze. Mit einem tiefen Verständnis für Prozesse optimierst du Rohstoffe und Maschinen für beste Ergebnisse. Präzise Dosierung und sorgfältiges Abwiegen sind dabei unerlässlich. Deine Aufgaben umfassen die Bedienung von Vakuum-Planetenmischern und Abfüllanlagen zur Herstellung verschiedener Produkte. Genauigkeit und ein hohes Qualitätsbewusstsein machen dich zum Schlüssel innerhalb unseres Produktionsteams.
Quereinstieg möglich Familienfreundlich Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Biologisch-Technischer Assistent (zB. BTA/CTA) (all genders) im Bereich Produktion (DSP/Chromatographie)

AGC Biologics GmbHHeidelberg

AGC Biologics sucht ab sofort einen Biologisch-Technischen Assistenten (BTA/CTA) (m/w/d) für die Produktion in Heidelberg. Die Position umfasst die Arbeit in Reinräumen der Klassen C und B sowie die chromatographische Aufreinigung von Proteinen und pDNA. Aseptisches Arbeiten unter Laminar-Flow-Werkbänken und die Durchführung von Inprozesskontrollen gehören ebenfalls zu den Aufgaben. Bewerber sollten über technische Fähigkeiten in der chromatographischen Aufreinigung oder mikrobiellen Fermentation verfügen. GMP-gerechte Dokumentenerstellung ist ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit. Interessierte Kandidaten mit relevantem Abschluss sind eingeladen, sich zu bewerben.
Unbefristeter Vertrag Vermögenswirksame Leistungen Erfolgsbeteiligung Betriebliche Altersvorsorge Jobticket – ÖPNV Flexible Arbeitszeiten Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant / Produktionsfachkraft Chemie / Operator / Anlagenfahrer (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

Für eine erfolgreiche Karriere als Chemikant, Chemiebetriebswerker oder Produktionsfachkraft Chemie ist eine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Auch Quereinsteiger mit handwerklichen Fähigkeiten, etwa in Maschinenbau oder Elektrotechnik, sind herzlich willkommen. Wir fördern Ihre Einarbeitung umfassend und qualifizieren Sie schrittweise. Ein besonderes Highlight ist die Mitgliedschaft in unserer Werkfeuerwehr, wo Sie Verantwortung für die Sicherheit Ihrer Kollegen übernehmen. Wir bieten Ihnen eine detaillierte Ausbildung, einschließlich der G26.3 Tauglichkeitsuntersuchung und Atemschutzausbildung. Diese körperlich herausfordernde Position richtet sich an engagierte Menschen, die gerne anpacken.
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Quereinstieg möglich Erfolgsbeteiligung Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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PTA/CTA/BTA (m/w/d) Herstellung/pharmazeutische Steril-Produktion - Spätschicht

ZytoService Deutschland GmbHHamburg Jenfeld

Im Hamburger Standort Jenfeld suchen wir einen PTA/CTA/BTA (m/w/d) für die pharmazeutische Steril-Produktion in der Spätschicht. Diese unbefristete Vollzeitstelle umfasst 40 Stunden pro Woche mit wechselnden Schichten zwischen 09:30 und 20:00 Uhr, einschließlich Sonn- und Feiertagsdiensten. In unserem modernen Labor stellen wir patientenindividuelle Infusionslösungen nach GMP-Standard her. Ihre Aufgabe umfasst die Tätigkeit im Reinraum, wo Schutzkleidung und hohe Konzentration erforderlich sind. Haben Sie bereits Erfahrung in der Laborarbeit? Dann warten Sie nicht und bewerben Sie sich jetzt, um hochwertige Lösungen gegen Krebs und schwerwiegende Erkrankungen herzustellen!
Unbefristeter Vertrag Work-Life-Balance Einkaufsrabatte Corporate Benefit ZytoService Deutschland GmbH Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Chemikanten / Chemiefacharbeiter / Produktionsmitarbeiter (m/w/d)

THOR GmbHSpeyer

Wir suchen ab sofort Chemikanten und Produktionsmitarbeiter (m/w/d) in Speyer für 37,5 Wochenstunden. In dieser Position unterstützen Sie unser motiviertes Team in voll- und teilkontinuierlicher Wechselschicht. Zu Ihren Aufgaben gehört die Herstellung chemischer Produkte gemäß Sicherheitsstandards sowie die Kontrolle und Dokumentation der Produktionsabläufe. Sie sollten eine abgeschlossene Berufsausbildung als Chemikant*in oder Chemiearbeiter*in mit mehrjähriger Erfahrung haben. Zudem sind EDV-Kenntnisse in Excel und Word sowie ein Befähigungsnachweis für Flurförderzeuge erforderlich. Wenn Sie eine verantwortungsbewusste Arbeitsweise und Teamfähigkeit mitbringen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
Gutes Betriebsklima Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Kantine Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsfachkraft Chemie / Chemikant (m/w/d)

Prefere Melamines GmbHFrankfurt Main

Als Produktionsfachkraft Chemie oder Chemikant (m/w/d) sind Sie für die Bedienung der Anlage zur Herstellung von Melamin-Formaldehydharzen verantwortlich. Ihre Aufgaben umfassen die Prozesskontrolle durch Analysen und die Unterstützung bei Betriebsstörungen. Zudem übernehmen Sie diverse Nebenarbeiten in der Produktion und bedienen Abfüll-Einrichtungen. Ein sicheres Auftreten, Teamfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsweise sind essenziell für diesen Job. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Chemie sowie Schichtbereitschaft sind Voraussetzung. Arbeiten Sie in einem internationalen Unternehmen, das Ihnen abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeiten bietet.
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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Chemikant / Pharmakant (m/w/d) – Produktion & Anlagenführung | Tagschicht

OMNIGENA Personal GmbHMainz

Wir suchen für unseren angesehenen Kunden in Mainz einen Chemikanten/Pharmakanten (m/w/d) für die Produktion und Abfüllung. Sie erwartet eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem modernen Umfeld ohne Schichtarbeit. Zu Ihren Aufgaben gehören die Bedienung und Überwachung von Produktionsanlagen sowie das GMP-gerechte Abfüllen und Kennzeichnen von Produkten. Auch die Durchführung von In-Prozess-Kontrollen sowie die Pflege relevanter Produktionsdaten im ERP-System gehören zu Ihrem Verantwortungsbereich. Wir legen Wert auf die Einhaltung von Qualitäts-, Hygiene- und Sicherheitsstandards. Bewerben Sie sich noch heute und werden Sie Teil eines dynamischen Teams!
Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Pharmakanten / Bäcker / Mälzer / Metzger / Köche als Produktionsmitarbeiter (m/w/d) für die Herstellung

Dr. Theiss Naturwaren GmbHHomburg

Wir sind ein dynamisches Unternehmen in der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie. Unsere Produkte, darunter Gesichts-, Körper- und Haarpflege sowie dekorative Kosmetik, werden nach GMP-Richtlinien hergestellt. Qualität steht bei uns an erster Stelle, und wir garantieren, dass unsere Rohstoffe sicher und nachhaltig bezogen werden. Entdecken Sie unsere attraktiven Karrierechancen auf Stepstone.de und finden Sie Ihren Traumjob in der Branche. Nutzen Sie unseren Jobagenten, um aktuelle Stellenanzeigen nicht zu verpassen. Erfahren Sie mehr über Arbeitgeber und Gehälter auf Stepstone.de, Ihrer besten Anlaufstelle für Karrieretipps und Informationen.
Vermögenswirksame Leistungen Gesundheitsprogramme Gutes Betriebsklima Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Pharmakant / Chemikant (m/w/d) als Produktionsmitarbeiter / Maschinenführer – befristet für 24 Monate

Fresenius Kabi Deutschland GmbHBad Homburg

Fresenius Kabi setzt sich leidenschaftlich dafür ein, medizinische Fachkräfte mit innovativen Lösungen zu unterstützen. Unser Unternehmen ist ein führender Akteur im Gesundheitswesen und definiert die Standards für das kommende Jahrzehnt. Wir fördern Vielfalt und schätzen unterschiedliche Perspektiven, die unsere Kreativität beleben. Bei Fresenius arbeiten über 175.000 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, um den Zugang zu hochwertiger Medizin zu verbessern. In internationalen Teams haben wir das Ziel, das Leben von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verändern. Unser gemeinsames Handeln basiert auf dem Sinn, Menschen in Not zu helfen und die Gesundheitsversorgung voranzutreiben.
Gutes Betriebsklima Kantine Essenszuschuss Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Produktion wissen müssen

Chemie Produktion Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Produktion wissen müssen

Ein Schritt ins Labyrinth: Berufseinstieg in die Chemische Produktion

Wenn ich an meinen ersten Tag in der Produktion denke, fällt mir vor allem eins ein: Der Geruch von Lösungsmitteln. Schwer zu beschreiben – irgendwas zwischen prickelnder Zukunft und einer Prise Anspannung. So geht es wohl den meisten, die in der chemischen Produktion neu anfangen, sei es als Azubi, nach der Umschulung oder als Quereinsteiger mit solider Praxiserfahrung. Was von außen wie eine ziemlich technische Nummer wirkt, ist innen drin ein vielschichtiger, manchmal störrischer Kosmos aus Handwerk, Verantwortung und, ja, auch Menschen. Zwischen Reaktoren, Rohrleitungen und „Warteschleife“ bei der Betriebsleitung stecken Fragen, die man im Berufsberatungsflyer nie zu lesen bekommt. Was kann ich? Was sollte ich können? Und wozu, zum Henker, braucht’s hier eigentlich drei Eimer für ein und dieselbe Flüssigkeit?


Schmutzige Hände, scharfer Kopf: Was der Arbeitsalltag verlangt

Jeder, der denkt, die Chemieproduktion sei pure Routine mit stets gleichem Ablauf, irrt. Sicher: Viele Arbeitsschritte haben hohe Standards und Vorschriften – Sicherheit wird großgeschrieben, manchmal größer als das Mittagessen. Aber zwischen Vorschriften und Praxis klafft oft eine Lücke, in die man als Einsteiger hineintappt, ob man will oder nicht. Wer hier arbeitet, räumt nicht nur Reaktoren leer und fährt Anlagen an. Es geht ums Mitdenken, Fehlermuster erkennen, plötzlich improvisieren, weil das Förderband mal wieder eine kleine Rebellion anzettelt. Das kann, Hand aufs Herz, bisweilen nerven. Gerade wenn’s am heißesten läuft und die Technik klemmt, zeigt sich, wer Ruhe bewahren kann oder stattdessen einen Schnelllauf zur Kantine hinlegt.

Mich wundert, wie viele unterschätzen, wie kommunikativ der Job ist. „Kommunikativ“ meint hier allerdings nicht Smalltalk am Kaffeeautomaten. Es geht um klare Rückmeldungen, Nachfragen, Schnappatmung, wenn Grenzwerte überschritten werden, und das berühmte „Wie war das nochmal letzte Woche beim Notfall?“ Ohne Teamwork und gelegentliche Ansage läuft hier exakt: nichts. Ehrlich, ich bin überzeugt, Menschen mit solider Alltagsintelligenz, einem Schuss Neugier und dazwischen einer ordentlichen Portion Demut vor dem Unerwarteten sind hier oft erfolgreicher als reine Theoriespezialisten.


Zwischen Sicherheitsprotokoll und Kreativität: Wer passt ins Team?

Typische Berufsinfos sprechen gern von „technischem Verständnis“ und „Sorgfalt“. Stimmt schon, das braucht man. Aber was selten in Stellenanzeigen steht: Hier landen oft Leute mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen. Klar, viele kommen über klassische Ausbildungen wie Chemikant/in, Produktionsfachkraft oder Anlagenfahrer; zunehmend aber auch Quereinsteiger aus Mechanik, Gesundheitswesen oder (man glaubt es kaum) Gastronomie. Manche scheitern, andere blühen auf. Es gibt nicht das Patentrezept fürs „richtige“ Profil. Vielmehr hat sich gezeigt – das höre ich aus vielen Betrieben –, dass Pragmatismus, Lernbereitschaft und ein stabiler Umgang mit Stress fast wichtiger sind als Sternchen im Abschlusszeugnis. Es hilft, wenn einen Chemie schon immer interessiert hat, aber wichtiger ist in der Realität oft die Bereitschaft, sich durch neue Routinen zu beißen, Nachtschichten zu meistern und im Team auch mal unpopuläre Aufgaben zu schultern.

Auch digitaler Wandel verändert die Anforderungen: Produktionsprozesse werden automatisierter, Daten werden wichtiger. Wer mit Steuerungstechnik umgehen kann und vor Monitoren nicht gleich in geistige Schockstarre fällt, hat Vorteile. Doch trotz allem Technik-Buzzword bleibt der Beruf am Ende bodenständig: Es wird geschleppt, gefüllt, getaktet. Und – Überraschung – das Glücksgefühl, wenn nach einem Störfall alles wieder läuft, ist mit keiner Exceltabelle zu toppen.


Kann man davon leben? Vergütung, Unterschiede und Entwicklungsspielräume

Ein Thema, an dem niemand vorbeikommt: Das liebe Geld. Chemische Produktion steht im Ruf, vergleichsweise gut zu bezahlen. Nicht ganz falsch, aber selbst da gilt – wie so oft – der Versionshinweis: Kommt drauf an. Wer im Rhein-Main-Gebiet an den großen Chemiestandorten landet, startet oft mit Einstiegsgehältern jenseits der 3.000 € brutto, mindestens mal. In strukturschwächeren Regionen, etwa Ostdeutschland oder ländlichen Teilen Nordbayerns, sehen die Zahlen nüchterner aus – zum Teil spürbar unter dem Bundesdurchschnitt.

Besonders wichtig: Zulagen für Schichtdienst, Wochenendarbeit, Sonderaufgaben. Wer bereit ist, im Dreischichtmodell zu arbeiten oder in Krisenzeiten Überstunden zu fahren, kann sein Gehalt ordentlich nach oben treiben. Aber: Geld allein macht keine Nachtschicht leichter. Work-Life-Debatten sind auch in der Produktion angekommen – und gerade für Einsteiger stellt sich die Frage, ob man jedes Mal springen will, sobald der Chef fragt. Perspektivisch winken Entwicklungschancen in Richtung Schichtleiter/in, Anlagenspezialist/in oder auch in technischen Betrieb mit Fokus auf Digitalisierung. Einen „sicheren“ Arbeitgeber gibt es natürlich auch hier nicht mehr pauschal, aber die Branchenriesen können mit Stabilität und oft auch sozialen Leistungen punkten. Es lohnt sich genauer hinzusehen – Arbeitsplatzwechsel und Wechselbereitschaft greifen in der Branche zunehmend um sich, vor allem wenn die Entwicklung stockt oder das Gehalt nicht mehr zum Lebensstil passt.


Arbeiten und leben: Schichtmodelle, Stress und was sonst noch bleibt

Kaum ein Punkt wird so hitzig diskutiert wie Arbeitszeitmodelle und private Freiräume. Die klassische Achtstundenschicht ist ein aussterbendes Relikt, stattdessen gibt es komplexe Schichtpläne, oftmals rollierend, manchmal zum Verzweifeln. Gerade am Anfang kann das ordentlich reinhauen – Schlafrhythmus, Sozialleben, selbst der Hund merkt’s irgendwann. Andererseits: Wer’s mag, profitiert von freien Tagen unter der Woche und kann Arzttermine machen, wenn andere im Büro schuften. Ich habe Kollegen erlebt, die sich an Schichtarbeit geradezu berauschen – andere kämpfen ein Leben lang damit. Da hilft kein Whitepaper: Man muss es selbst ausprobieren, um zu merken, ob man sich damit anfreundet oder lieber die Finger davon lässt.

Der Stressfaktor? Nicht zu unterschätzen. Schnell mal acht Stunden konzertiert arbeiten, egal ob um 2 Uhr nachts oder nach dem zweiten Kaffee. Man wächst hinein. Ab einer gewissen Erfahrung – und mit den richtigen Kolleginnen und Kollegen – entwickelt man Routinen, baut aber auch Automatismen auf, die helfen, nicht durchzudrehen, wenn der Alarm zum x-ten Mal hämmert.


Ausblick: Wandel, Chancen und ein bisschen Ehrlichkeit im Berufsalltag

Die chemische Produktion steht – wie eigentlich die ganze Industrie – vor einem Umbau: Automatisierung, Nachhaltigkeitsdruck, Fachkräftemangel. Plötzlich werden nicht mehr nur „die Chemiker“ gesucht, sondern Leute, die Schnittstellenkompetenzen mitbringen: Verständnis für Umwelt, Technik und Produktion, zugleich aber teamfähig, offen für neue Prozesse und gelegentlich auch stur genug, die alten Routinen infrage zu stellen.

Wer jetzt einsteigt, ist zu Beginn vielleicht das berühmte „kleine Rad im großen Getriebe“. Aber – typisch für viele in der Produktion – das Getriebe läuft nur, wenn die kleinen Räder funktionieren. Ich habe das oft unterschätzt. Heute sage ich: Wer flexibel ist, Lernbereitschaft statt Allwissenheit zeigt und sich nicht scheut, auch mal Fehler zuzugeben, dem stehen in der chemischen Produktion Türen offen, die in anderen Berufen längst fest verschlossen scheinen. Ein Job für Planlose? Sicher nicht. Aber einer für Pragmatiker, Teamplayer und Tüftler – definitiv.


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