Chemie Forschung Jobs

80 aktuelle Chemie Forschung Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
Top Karriere Portal - Auszeichnung von Focus
Filter

Chemiker (Master/Bachelor/Chemietechniker) Forschung und Entwicklung (w/m/d)

3F GmbH Klebe- und KaschiertechnikPlüderhausen

Zur Verstärkung unseres Laborteams suchen wir einen engagierten Chemiker (m/w/d) für Forschung und Entwicklung. Ihre Aufgaben umfassen anwendungsspezifische Prüfungen, Produktentwicklung und die Optimierung chemischer Formulierungen. Sie sollten über ein abgeschlossenes Studium in Chemie oder eine vergleichbare Ausbildung verfügen. Erfahrung in der Polymere-Entwicklung, insbesondere mit UV-, Dispersions- und Hotmelt-Klebstoffen, ist von Vorteil. Außerdem erwarten wir gute Deutsch- und Englischkenntnisse sowie Erfahrung mit Prüfmethoden wie der Zugprüfung. Wenn Sie eine strukturierte, analytische und teamorientierte Arbeitsweise mitbringen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Labortechniker/in / Chemielaborant/in Forschung und Entwicklung (m/w/d)

Orion Engineered Carbons GmbHKöln

Werden Sie Teil eines innovativen Teams, das modernste Technik mit Leidenschaft vereint! In einer unbefristeten Festanstellung arbeiten Sie in einer 37,5-Stunden-Woche mit flexiblen Arbeitszeiten zwischen 06:00 und 10:00 Uhr. Mit einem attraktiven Gehaltsband von 45.000 € bis 58.000 € nach Chemietarif und 30 Tagen Urlaub erwartet Sie eine spannende Herausforderung. Ihr analytisches Verständnis und technisches Geschick sind gefragt, um physikalisch-chemische Untersuchungen durchzuführen. Ob klassische Methoden oder High-End-Technologien wie ICP und Spektroskopie – Sie gestalten die Zukunft der Produktinnovation aktiv mit. Bringen Sie Ihre Expertise ein und setzen Sie neue Maßstäbe!
Unbefristeter Vertrag Festanstellung Gutes Betriebsklima Erfolgsbeteiligung Weihnachtsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Chemielaborant (m/w/d) Forschung & Entwicklung - Digitale Zahnheilkunde

VOCO GmbHCuxhaven

Wir suchen einen engagierten Chemielaboranten (m/w/d) zur Verstärkung unseres Forschung & Entwicklungsteams im Bereich digitale Zahnheilkunde. In dieser Position sind Sie für präparative Tätigkeiten in der Entwicklung innovativer Dentalprodukte verantwortlich. Zu Ihren Aufgaben gehören die Arbeit mit modernsten Geräten, wie z.B. 3D-Druckern, sowie die Analyse von Substanzen. Sie fertigen Prüfkörper zur Bestimmung werkstoffkundlicher Parameter an und dokumentieren Ihre Ergebnisse GLP-konform. Erfahrungen in chemisch-technischen Laborprüfungen sind Voraussetzung für die Bewerbung. Wenn Sie zudem selbstständig sowie sorgfältig arbeiten, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Vermögenswirksame Leistungen Kinderbetreuung Kantine Essenszuschuss Gesundheitsprogramme Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Chemiker Forschung & Entwicklung (w/m/d)

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaAWindach, München

Zur Unterstützung unserer Abteilung Applied Development suchen wir einen Chemiker (w/m/d) zur Forschung und Entwicklung. In dieser Rolle entwickeln Sie innovative chemische Konzepte für maßgeschneiderte Lösungen. Zu Ihren Aufgaben gehören Klebstoffuntersuchungen und das Bestimmen von Klebstoffeigenschaften mit modernen Prüfmethoden wie GC/MS und IR-Spektroskopie. Zudem erstellen Sie umfassende Dokumentationen zu Ihren Untersuchungen und setzen technische Eigenschaften in chemische Formulierungen um. Idealerweise verfügen Sie über Kenntnisse in der Polymer- oder organischen Chemie und haben ein entsprechendes Studium abgeschlossen. Perspektivisch übernehmen Sie auch die Verantwortung für einen Laborassistenten (w/m/d).
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Fahrtkosten-Zuschuss Kantine Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Chemiker/in Forschung und Entwicklung (m/w/d)

H. C. Carbon GmbHOldenburg

Unser dynamisches Team sucht engagierte Chemiker:innen, Chemielaborant:innen und chemisch-technische Assistent:innen für Forschung und Entwicklung. Wir setzen auf präzise Recherche und innovative Lösungen, die durch kurze Entscheidungswege und enge Zusammenarbeit in der Produktion umgesetzt werden. Bei uns erwarten Sie maßgeschneiderte Produkte und die Erschließung neuer Technologien auf höchstem Qualitätsniveau. Bringen Sie Ihre Expertise in zukunftsweisenden Projekten ein und gestalten Sie gemeinsam mit uns den Graphit- und Kohlestoff-Sektor aktiv mit. Profitieren Sie von einem flexiblen Arbeitsumfeld und den Chancen, die sich Ihnen bieten. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres Erfolgsteams!
Unbefristeter Vertrag Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

W2-Professur für Formulierung von Biopharmazeutika

Technische Universität BraunschweigBraunschweig

Die Professur konzentriert sich auf pharmazeutisch-technologische Aspekte der Verarbeitung von biomakromolekularen Wirkstoffen. Ziel ist es, eine Brücke zur Bioverfahrenstechnik und Biotechnologie zu schlagen. Dadurch wird die zentrale Rolle im Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ) gestärkt. Der Forschungsschwerpunkt umfasst die pharmazeutische Formulierung von Protein- und Nukleinsäure-basierten Wirkstoffen. Innovative Ansätze wie Antikörperformulierungen und nanopartikuläre Systeme für Nukleinsäure-Therapeutika werden erforscht. In der Lehre vermittelt die Professur fundierte Kenntnisse in diesem zukunftsweisenden Bereich der Pharmazie.
Familienfreundlich Kinderbetreuung Unbefristeter Vertrag Teilzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

W3- oder W2TTW3-Professur für Pharmazeutische Biologie

Friedrich-Schiller-Universität JenaJena

Die Fakultät für Biowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet eine W3- oder W2TT-W3-Professur für Pharmazeutische Biologie. Gesucht wird eine erfahrene Forscherpersönlichkeit (m/w/d), die das Fach in Forschung und Lehre vertritt. Bewerber sollten über herausragende internationale Publikationen im Bereich Pharmazeutische Biologie sowie angrenzenden Disziplinen wie Mikrobiologie oder Biochemie verfügen. Schwerpunkte der Forschung umfassen Themen wie Antiinfektiva und RNA-Biologie. Ziel ist es, die bestehende wissenschaftliche Ausrichtung des Instituts zu stärken. Interessierte sollten sich umgehend bewerben, um Teil dieser dynamischen Forschungsgemeinschaft zu werden.
Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

CTA (m/w/d)/ Chemielaborant:in - Instrumentelle Nasschemie #0317

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - PinnebergPinneberg

Du hast eine abgeschlossene Berufsausbildung als Chemielaborant:in oder eine vergleichbare Qualifikation und bringst Erfahrung aus einem modernen Umweltlabor mit. Idealerweise bist du mit den Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025 vertraut. Du beherrschst den Umgang mit automatisierten Messinstrumenten und verfügst über ein ausgeprägtes technisches Verständnis. Deine sorgfältige und strukturierte Arbeitsweise sowie deine Teamfähigkeit zeichnen dich aus. Gute Deutschkenntnisse und sicherer Umgang mit MS Office-Anwendungen runden dein Profil ab. Werde Teil eines dynamischen, motivierten Teams in einer zukunftsorientierten Branche mit spannenden Aufgaben und regelmäßigen Teamevents.
Corporate Benefit GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - Pinneberg Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

CTA (m/w/d)/ Chemielaborant:in/ Chemietechniker:in - Nasschemie #0316

GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - PinnebergPinneberg

Wir suchen einen engagierten CTA (m/w/d), Chemielaboranten oder eine Person mit gleichwertiger Qualifikation. Idealerweise bringst Du Erfahrung in einem nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Umweltlabor mit. Analytisches Denken und eine selbstständige, flexible Arbeitsweise sind für uns wichtig. Du bist kommunikationsstark und arbeitest gerne im Team? Bei uns erwartet Dich ein motiviertes Umfeld mit herausfordernden Aufgaben und regelmäßigen Teamevents. Zusätzlich profitierst Du von einem Mobilitätszuschuss und exklusiven Mitarbeitervergünstigungen über "Corporate Benefits".
Corporate Benefit GBA Gesellschaft für Bioanalytik mbH - Pinneberg Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Optik-Labortechniker (w/m/d) am Standort Göttingen

Excelitas Deutschland GmbHGöttingen

Wir suchen Experten mit fundierten Kenntnissen in der optischen Messtechnik und praktischer Laborerfahrung. Der sichere Umgang mit Mess- und Auswertesoftware wie LabVIEW und Python ist unerlässlich. Unsere Mitarbeiter profitieren von einer sorgfältigen, strukturierten Arbeitsweise und analytischem Denkvermögen. Teamfähigkeit wird bei uns großgeschrieben, da wir den Erfolg gemeinsam gestalten. Wir bieten ein attraktives Vergütungspaket, betriebliche Altersvorsorge und ein Bike-Leasing-Angebot für nachhaltige Mobilität. Zudem fördern wir Vielfalt und ein wertschätzendes Miteinander bei Mitarbeiterevents und attraktiven Vergünstigungen.
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht
1 2 3 4 5
Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Forschung wissen müssen

Chemie Forschung Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Chemie Forschung wissen müssen

Zwischen Reagenzglas und Realität: Mein Blick auf den Berufseinstieg in der chemischen Forschung

Alles beginnt mit einer Frage: Warum tut man sich das an? Warum wählt man ein Feld, in dem die Freude an marginalen Effekten schon fast zur Lebensphilosophie erhoben wird? Wer in die chemische Forschung einsteigt, wird schnell merken – mit dem Klischee vom Labor-Nerd ist es nicht mehr getan. Die Anforderungen sind sprunghaft gewachsen. Digitalisierung, Klimakrise, internationaler Konkurrenzdruck … Wer als Berufseinsteiger:in oder Branchenwechsler hier an die Tür klopft, merkt: Der Chemielaboralltag ist heute ein Puzzle, das sich ständig neu zusammensetzt.


Zwischen Theorie und Praxis: Was im Studium keiner erzählt

Die alte Geschichte: Man ackert sich durch den Wust aus Synthesewegen, Organik und Thermodynamik. Dann, endlich, das erste Laborpraktikum – und plötzlich riecht alles nach Lösemitteln und Unsicherheit. Im Berufsleben setzt sich das fort, nur dass die Fragen existenzieller werden: Was ist ein Fehler? Wann ist ein Scheitern wertvoller als ein Erfolg? Kurios: An manchen Tagen zeigt die Laborbank mehr Charakter als das Excel-File. Forschung lebt von Experimenten, Irrtümern, Nachjustieren. Die Produktwelten draußen, die wachsende Sehnsucht nach Innovationszyklen, drücken im Alltag trotzdem mächtig auf die Tube. Klingt nach Dauerdruck, und manchmal ist es das auch – aber aus meiner Sicht öffnet sich gerade darin ein Freiraum für Kreativität, den man so in kaum einem anderen Beruf findet.


Qualifikation: Viel mehr als formale Titel

Die berühmten „harten Fakten“ klingen nach Plan: ein abgeschlossenes Studium – meist Master oder Promotion, seltener der Direkteinstieg mit Bachelor. Aber das allein reicht nicht. Wer meint, er tanzt als Fachkraft nur ins Labor, unterschätzt gewaltig. Kommunikation – intern wie mit Externen –, Beharrlichkeit an der Schwelle zum Starrsinn, Fähigkeit, Komplexes auf den Punkt zu bringen, und eine Portion gesunder Selbstzweifel: Das alles braucht es, Tag für Tag. Selten gönnt einem das System stilles Tüfteln im Elfenbeinturm. Ich habe Kollegen erlebt, die glänzende Publikationslisten hatten – aber bei der ersten Produktionsumstellung ins Trudeln kamen. Umgekehrt überraschen Quereinsteiger:innen, die sich in ein schwieriges Messverfahren verbeißen wie hungrige Terrier.


Arbeitsmarkt: Zwischen Fachkräftemangel, KI und Karrierekrampf

Berufseinsteiger:innen fällt oft eine Mischung aus Selbstüberschätzung und Realitätsschock auf den Kopf. Auf dem Papier scheint der Bedarf enorm – Fachkräftemangel, überall offene Stellen. Und doch: Der Markt ist launisch. Wer Spezialkenntnisse in „grüner Chemie“, Digitalisierung oder instrumenteller Analytik hat, fängt oft leichter Fuß. Industrie, Pharma, Start-ups, öffentliche Forschung – überall gibt es (mitunter sehr unterschiedliche) Spielregeln. Regional? Der Süden Deutschlands zahlt besser als der Osten. Die Großchemie lockt mit Betriebsrente und Tarifvertrag, das Start-up wirft einen Kicker in die Küche und flexible Arbeitszeit ins Rennen – nur, dass sich die Überstunden dort manchmal heimlich auftürmen. Einfach ist das nicht.


Das liebe Geld – und was davon bleibt

Was verdient man nun? Eine der Fragen, die im Bewerbungsgespräch am häufigsten verschämt gemurmelt wird. Der Klassiker: Einsteiger mit Master starten außerhalb von Ballungsräumen oft mit 45.000 € bis 52.000 € im Jahr. Große Konzerne zahlen mehr, bis zu 65.000 € sind drin – Promotion und Standort vorausgesetzt. Im Osten, bei kleinen Löhnen und bindungswilligen Mittelständlern, kratzt man vielleicht an der unteren Kante. Klar ist: Im Vergleich zu anderen MINT-Berufen kann die Chemie stolz sein, besonders wenn Tarifbindung ins Spiel kommt. Aber Obacht! Die Schere ist riesig. Akademische Laufbahnen in der Lehre? Versauern oft auf halben Stellen. Nischen-Expertise? Kann Gold wert sein, oder eine Sackgasse. Wer Karriere machen will, muss strategisch denken. Nicht nur forschen, sondern auch sichtbar sein – auf Tagungen, in Netzwerken, am besten gleich international. Klingt sportlich, ist es auch.


Work-Life-Labyrinth: Zwischen Arbeitszeitmodellen und Sinnsuche

Und wie sieht es mit einem Leben außerhalb des Labors aus? Antwort: Kommt drauf an. Viele Unternehmen rudern inzwischen mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Angeboten, aber die Laborauswertung bleibt an Maschinen und Stoffdatenbanken gebunden. Familienfreundlichkeit? Im Vergleich zur klassischen Industrie gut ausbaufähig. Frauen sind nach wie vor in Top-Positionen unterrepräsentiert. Stichwort Diversität: Klar, bunter wird’s – aber manches bleibt zäh wie alte Kaugummimassen. Trotzdem: Gerade der jüngere Nachwuchs fordert selbstbewusst neue Strukturen, will Mitbestimmung, mehr als nur materielle Karriereziele. Chemische Forschung mag für die Generation Z kein Selbstläufer sein, aber sie bleibt ein Spielfeld für Neugierige, Querdenkende, Mutige. Wer Lust auf Lernen hat, echte Wirkung sucht, sich auch mal im Nebel verliert und selbst wieder rauszieht – der oder die findet in diesem Berufsfeld mehr als nur einen Job. Es liegt an uns, was wir draus machen.

Kurzbeschreibung Chemie Forschung

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Chemie Forschung

Die alte Geschichte: Man ackert sich durch den Wust aus Synthesewegen, Organik und Thermodynamik. Dann, endlich, das erste Laborpraktikum – und plötzlich riecht alles nach Lösemitteln und Unsicherheit. Im Berufsleben setzt sich das fort, nur dass die Fragen existenzieller werden: Was ist ein Fehler? Wann ist ein Scheitern wertvoller als ein Erfolg? Kurios: An manchen Tagen zeigt die Laborbank mehr Charakter als das Excel-File. Forschung lebt von Experimenten, Irrtümern, Nachjustieren. Die Produktwelten draußen, die wachsende Sehnsucht nach Innovationszyklen, drücken im Alltag trotzdem mächtig auf die Tube. Klingt nach Dauerdruck, und manchmal ist es das auch – aber aus meiner Sicht öffnet sich gerade darin ein Freiraum für Kreativität, den man so in kaum einem anderen Beruf findet.

Die berühmten „harten Fakten“ klingen nach Plan: ein abgeschlossenes Studium – meist Master oder Promotion, seltener der Direkteinstieg mit Bachelor. Aber das allein reicht nicht. Wer meint, er tanzt als Fachkraft nur ins Labor, unterschätzt gewaltig. Kommunikation – intern wie mit Externen –, Beharrlichkeit an der Schwelle zum Starrsinn, Fähigkeit, Komplexes auf den Punkt zu bringen, und eine Portion gesunder Selbstzweifel: Das alles braucht es, Tag für Tag. Selten gönnt einem das System stilles Tüfteln im Elfenbeinturm. Ich habe Kollegen erlebt, die glänzende Publikationslisten hatten – aber bei der ersten Produktionsumstellung ins Trudeln kamen. Umgekehrt überraschen Quereinsteiger:innen, die sich in ein schwieriges Messverfahren verbeißen wie hungrige Terrier.

Berufseinsteiger:innen fällt oft eine Mischung aus Selbstüberschätzung und Realitätsschock auf den Kopf. Auf dem Papier scheint der Bedarf enorm – Fachkräftemangel, überall offene Stellen. Und doch: Der Markt ist launisch. Wer Spezialkenntnisse in „grüner Chemie“, Digitalisierung oder instrumenteller Analytik hat, fängt oft leichter Fuß. Industrie, Pharma, Start-ups, öffentliche Forschung – überall gibt es (mitunter sehr unterschiedliche) Spielregeln. Regional? Der Süden Deutschlands zahlt besser als der Osten. Die Großchemie lockt mit Betriebsrente und Tarifvertrag, das Start-up wirft einen Kicker in die Küche und flexible Arbeitszeit ins Rennen – nur, dass sich die Überstunden dort manchmal heimlich auftürmen. Einfach ist das nicht.

Was verdient man nun? Eine der Fragen, die im Bewerbungsgespräch am häufigsten verschämt gemurmelt wird. Der Klassiker: Einsteiger mit Master starten außerhalb von Ballungsräumen oft mit 45.000 € bis 52.000 € im Jahr. Große Konzerne zahlen mehr, bis zu 65.000 € sind drin – Promotion und Standort vorausgesetzt. Im Osten, bei kleinen Löhnen und bindungswilligen Mittelständlern, kratzt man vielleicht an der unteren Kante. Klar ist: Im Vergleich zu anderen MINT-Berufen kann die Chemie stolz sein, besonders wenn Tarifbindung ins Spiel kommt. Aber Obacht! Die Schere ist riesig. Akademische Laufbahnen in der Lehre? Versauern oft auf halben Stellen. Nischen-Expertise? Kann Gold wert sein, oder eine Sackgasse. Wer Karriere machen will, muss strategisch denken. Nicht nur forschen, sondern auch sichtbar sein – auf Tagungen, in Netzwerken, am besten gleich international. Klingt sportlich, ist es auch.

Und wie sieht es mit einem Leben außerhalb des Labors aus? Antwort: Kommt drauf an. Viele Unternehmen rudern inzwischen mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Angeboten, aber die Laborauswertung bleibt an Maschinen und Stoffdatenbanken gebunden. Familienfreundlichkeit? Im Vergleich zur klassischen Industrie gut ausbaufähig. Frauen sind nach wie vor in Top-Positionen unterrepräsentiert. Stichwort Diversität: Klar, bunter wird’s – aber manches bleibt zäh wie alte Kaugummimassen. Trotzdem: Gerade der jüngere Nachwuchs fordert selbstbewusst neue Strukturen, will Mitbestimmung, mehr als nur materielle Karriereziele. Chemische Forschung mag für die Generation Z kein Selbstläufer sein, aber sie bleibt ein Spielfeld für Neugierige, Querdenkende, Mutige. Wer Lust auf Lernen hat, echte Wirkung sucht, sich auch mal im Nebel verliert und selbst wieder rauszieht – der oder die findet in diesem Berufsfeld mehr als nur einen Job. Es liegt an uns, was wir draus machen.

Chemie Forschung Jobs in weiteren Städten

Das könnte Sie auch interessieren

Chemie Forschung Jobs in weiteren Städten

  • Dresden
  • Berlin
  • Pinneberg
  • Braunschweig
  • Cuxhaven
  • Göttingen
  • Hamburg
  • Mannheim
  • Ulm
  • Abstatt
  • Andernach
  • Arneburg
  • Bexbach
  • Bielefeld
  • Bruckberg Niederbayern
  • Bückeburg
  • Dortmund
  • Düsseldorf
  • Essen
  • Frankfurt
  • Gelsenkirchen
  • Großbeeren
  • Göppingen
  • Hannover
Top Karriere Portal - Auszeichnung von Focus