Chemische Assistenz Jobs

60 aktuelle Chemische Assistenz Stellenangebote

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Lab Manager*in (m/w/d)

Johannes Gutenberg-Universität MainzMainz

Wir suchen eine*n engagierte*n Lab Manager*in (m/w/d) am Institut für Molekulare Physiologie, Fachbereich 10. In unserem Forschungsteam widmen wir uns den molekularen Ursachen neurodegenerativer Erkrankungen, insbesondere ALS und Frontotemporaler Demenz. Ihre Aufgaben umfassen die Durchführung biochemischer Analysen, Zellkultur von Säugerzelllinien sowie die Dokumentation und Auswertung von Daten. Sie unterstützen bei der Labororganisation, inklusive Materialbestellungen und Sicherheitsmanagement. Eine effiziente Korrespondenz mit externen Partnern ist ebenfalls erforderlich. Werden Sie Teil unseres innovativen Teams und tragen Sie zur Entwicklung neuer Therapien bei!
Flexible Arbeitszeiten Familienfreundlich Parkplatz Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Chemisch technischer Assistent (m/w/d)

Piening GmbHBerlin

Im chemischen und biochemischen Labor führen Sie Laborarbeiten durch, bereiten Proben und Lösungen vor und unterstützen bei Versuchen und analytischen Untersuchungen. Sie bedienen, pflegen und kontrollieren Laborgeräte, dokumentieren und werten Versuchsergebnisse sorgfältig aus und halten Qualitäts-, Sicherheits- und Hygienevorschriften ein. Außerdem unterstützen Sie die Optimierung bestehender Laborprozesse und arbeiten mit einem interdisziplinären Team aus Forschung und Entwicklung zusammen. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung als CTA, Chemielaborant oder eine vergleichbare Qualifikation. Interesse an chemischen und biochemischen Fragestellungen, eine sorgfältige, strukturierte und zuverlässige Arbeitsweise, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Lernbereitschaft werden erwartet. Gute Deutschkenntnisse sind erforderlich, Englischkenntnisse von Vorteil. Die Position ist im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung besetzt; eine Übernahme ist bei Eignung vorgesehen.
Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
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MTA / PTA / BTA / CTA / MTLA / Pharmakant / Mitarbeiter (m/w/d) für die aseptische Herstellung von Arzneimitteln / Produktion von Gewebetransplantaten

Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gGmbHBerlin

Für die Stelle im medizinischen, chemischen oder pharmazeutischen Bereich solltest du eine abgeschlossene Ausbildung als MTA, PTA oder MTLA beziehungsweise einen vergleichbaren Abschluss mitbringen. Alternativ verfügst du über Berufserfahrung im GMP-regulierten Umfeld oder in der Lebensmittel-, Kosmetik- oder Arzneimittelherstellung. Eine genaue und sorgfältige Arbeitsweise sowie Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit zeichnen dich aus. Dich erwarten 30 Tage Urlaub bei einer 5-Tagewoche, drei bezahlte Karenztage im Jahr sowie keine Wochenend- oder Schichtarbeit. Hinzu kommen ein vom wirtschaftlichen Erfolg abhängiges Jahressonderentgelt, Erholungsbeihilfe und jährliche automatische Gehaltserhöhungen. Außerdem gibt es einen Flexibilitätsausgleich für nicht HO-fähige Arbeitsplätze, Kostenübernahme für die Arbeitsplatzbrille, 20 % Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge und 29 € Zuschuss zum BVG-Ticket oder zum Laden von eFahrzeugen auf dem Betriebsgelände.
Betriebliche Altersvorsorge Einkaufsrabatte Corporate Benefit Deutsches Institut für Zell- und Gewebeersatz gGmbH Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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MTLA für die Histologie (m/w/d)

Gemeinschaftspraxis für Dermatologie und Dermatohistologie am Stachus GbRMünchen

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine/n MTLA (m/w/d) für die Herstellung histologischer Präparate und die Durchführung weiterer Analysen an humanen Gewebeproben. Zu Ihren Aufgaben gehören anspruchsvolle Tätigkeiten wie Ausgießen und Schneiden, z. B. immunhistochemische Analysen sowie die Mitarbeit bei der Archivierung der Proben. Sie arbeiten zuverlässig und strukturiert und haben Freude an der Teamarbeit. Wir bieten Ihnen eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem modernen, engagierten und kollegialen Umfeld. Dabei können Sie Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen und weiterentwickeln. Sie sollten sich mit unserem hohen Qualitätsanspruch identifizieren können. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Gutes Betriebsklima Jobticket – ÖPNV Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Vollzeit weitere Benefits
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Vertriebsmitarbeiter im Außendienst (m/w/d) für das Gebiet Ruhr

REPHA GmbH Biologische ArzneimittelRecklinghausen, Oberhausen

Zur Verstärkung des Teams suchen wir ab sofort einen Vertriebsmitarbeiter im Außendienst (m/w/d) für das Gebiet Ruhr. Optimaler Wohnraum: Recklinghausen oder Oberhausen. Ihr Gebiet umfasst Recklinghausen, Düsseldorf, Münster und Bocholt. Sie repräsentieren Repha und beraten selektive Apotheken inklusive Direktverkauf sowie niedergelassene Ärzte und Heilpraktiker. Zu Ihren Aufgaben gehören zielorientierte Marketing- und Vertriebsstrategien, der Ausbau der Markenvisibilität am POS und Schulungen. Außerdem führen Sie Gebiets- und Ergebnisanalysen durch, beobachten und erfassen die Markt- und Wettbewerbsentwicklung, identifizieren und kontaktieren neue Kunden und integrieren diese gegebenenfalls in die Selektion. Sie bauen Kundenbeziehungen auf und machen Kunden zu Empfehlern.
Gutes Betriebsklima Urlaubsgeld Weihnachtsgeld Firmenwagen Corporate Benefit REPHA GmbH Biologische Arzneimittel Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Produktionsmitarbeiter (m/w/d) Pharmazeutische Herstellung

Pharmazeutische Fabrik Dr. Reckeweg & Co. GmbHBensheim, Mannheim

Wir suchen am Standort Bensheim einen engagierten Produktionsmitarbeiter (m/w/d) für die pharmazeutische Herstellung. Ihre Aufgaben umfassen die Konfektionierung von Arzneimitteln unter Einhaltung von GMP- und Hygienestandards. Sie bedienen, überwachen und reinigen Maschinen sowie Anlagen und unterstützen bei der Abfüllung pharmazeutischer Wirkstoffe. Eine sorgfältige Dokumentation der Herstellungsschritte ist ebenso wichtig wie die Optimierung der Produktionsabläufe. Idealerweise bringen Sie eine abgeschlossene Ausbildung in einem verwandten Bereich mit, wie zum Beispiel als Pharmakant oder Chemikant. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres erfolgreichen Teams in der Pharmaindustrie!
Quereinstieg möglich Unbefristeter Vertrag Gutes Betriebsklima Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant (m/w/d)

ISO-ELEKTRA GmbHHannover

Wir suchen einen engagierten Chemielaboranten (m/w/d) für unser Laborteam ab Januar 2027. Zu den Aufgaben gehören umfassende Wareneingangsprüfungen und die dokumentierte Durchführung produktionsbegleitender Prüfungen. Sie erweitern unser QS-Wissen und arbeiten eigenständig an Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Ausbildung als Chemielaborant, CTA oder gleichwertig. Idealerweise bringen Sie Erfahrung in Analytik, QS oder F&E mit, wobei umfangreiche Berufserfahrung nicht zwingend erforderlich ist. Wir schätzen Ihr technisches Verständnis, Ihre Eigeninitiative und Ihre Lernbereitschaft für eine verantwortungsvolle und agile Arbeitsweise.
Unbefristeter Vertrag Erfolgsbeteiligung Vollzeit weitere Benefits
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BTA (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGBiberach Riß

Entwickle deine Karriere als BTA, Biologielaborant oder PTA in einem innovativen Unternehmen! Hier führst du biologische und chemische Analysen durch und dokumentierst präzise Messergebnisse. Neben einer abgeschlossenen Ausbildung sind Erfahrungen in Mikrobiologie sowie GMP-Kenntnisse von Vorteil. Profitiere von einem attraktiven Gehaltspaket mit Urlaubsgeld und einer betrieblichen Altersvorsorge. Wir bieten bis zu 30 Tage Urlaub und Weiterbildungsmöglichkeiten durch E-Learning an. Nutze die Chance auf eine langfristige Anstellung und spannende Rabattaktionen für Produkte, die deinen Alltag bereichern!
Gutes Betriebsklima Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant (m/w/d)

Randstad Deutschland GmbH & Co. KGHanau

In unserem Labor bieten wir eine spannende Stelle für Chemielaboranten oder CTAs, die sich leidenschaftlich für analytische Arbeit und Prozessoptimierung interessieren. Ihre Aufgaben umfassen die Annahme von Verbrauchsmaterialien und die Umsetzung von LEAN- sowie 5S-Standards. Idealerweise bringen Sie erste Erfahrungen in der Edelmetallanalytik sowie Kenntnisse in der Probenvorbereitung mit. Ein routinierter Umgang mit Laborgeräten und LIMS-Systemen ist ebenfalls von Vorteil. Wir bieten ein attraktives Gehaltspaket mit zusätzlichen Benefits wie Weihnachtsgeld und einem umfangreichen Urlaubsanspruch. Werden Sie Teil eines dynamischen Teams in einer offenen Unternehmenskultur!
Urlaubsgeld Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Chemielaborant/in im Bereich HPLC als Elternzeitvertretung (w/m/d)

TÜV SÜDFrankfurt Main

Erweiterte Kenntnisse im Bereich HPLC und beim Bedienen von Analysengeräten sowie gute Kenntnisse in der nasschemischen Probenvorbereitung, etwa Lösemittelextraktion und Soxhlet-Extraktion, werden vorausgesetzt. Sie bringen Grundkenntnisse in Auswertesoftware wie Masshunter, gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sowie gute Kenntnisse in Microsoft-Office-Anwendungen mit. Flexible Arbeitszeiten ermöglichen es Ihnen, Ihre Arbeitszeit an persönliche Bedürfnisse anzupassen. Neben einem marktgerechten Gehalt bieten wir attraktive Sonderzahlungen, zum Beispiel eine Konzernerfolgsprämie oder andere leistungsorientierte Gehaltsbestandteile. Unser betriebliches Gesundheitsmanagement umfasst unter anderem den E-Gym Wellpass mit vielfältigen Fitness- und Gesundheitsangeboten sowie eine betriebliche Altersvorsorge.
Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Chemische Assistenz wissen müssen

Chemische Assistenz Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Chemische Assistenz wissen müssen

Zwischen Pipette und Probenprotokoll: Chemische Assistenzberufe im echten Leben

Es gibt Berufe, bei denen man im Bewerbungsgespräch früh merkt, wie wenig die Außenwelt wirklich über das Alltagsgeschehen weiß: Chemische/r Assistent/in – das klingt für manche nach Laborratte im weißen Kittel, so eine Art Sherlock Holmes des Periodensystems, nur eben ohne Pfeife. Für andere nach klassischer Ausbildungsfalle – ein Job, der solide läuft, solange Altanlagen leben, aber bei jeder neuen Technik den Anschluss verliert. Und dann, Hand aufs Herz, kommen die Fragen, die im Innersten kneten: Wo stehe ich als Einsteiger? Was ist wertvoller – Genauigkeit oder Neugier? Zählt Geschwindigkeit? Oder doch eher Teamplay? Irgendwo dazwischen arbeitet man dann, zwischen Routine, Überraschung und viel Verantwortung auf engem Raum.


Was der Alltag verlangt – und nie ganz verrät

Der Arbeitsrhythmus in chemischen Assistenzberufen hat etwas von diesem ungeschriebenen Gesetz: Kein Tag gleicht dem anderen, und trotzdem tanzt man selten aus der Reihe. Man pipettiert, man analysiert. Das steht in jeder Stellenbeschreibung. Aber niemand erzählt, wie schnell es dann ernst wird, wenn plötzlich die Stechuhr piept und die Analyse vom gestern noch fehlte. Wer im Labor startet – ganz gleich, ob als Chemisch-technische/r Assistent/in (CTA), Chemielaborant/in oder dem seltener gewordenen Chemie-Physiklaboranten – muss lernen, zwischen sturen Routineaufgaben und diesen Momenten voller Fehlerpotenzial zu jonglieren. Es gibt Tage, die laufen wie geschmiert: Jeder Handgriff sitzt, die Proben sind stabil, der Geräteraum (fast) sauber. Und es gibt die anderen: Salzsäure tropft, die Massenspektrometrie muckt, das Excel-Formular spinnt. Dann zählt, wer nicht nur ruhig Blut bewahrt, sondern auch freundlich nachfragt und den alten Hasen zuhört – selbst wenn die Sprüche „früher war alles besser“ ein paar Jahre zu alt wirken.


Vom Detailversessenen bis zum Multitasker: Was wirklich zählt

Ein Labor ist eigentlich eine Bühne für unterschiedliche Charaktere. Es gibt die, die analytisch aufgehen, während sie endlose Protokolle abgleichen – und die, die auch bei fünf offenen Gefäßen die Übersicht nicht verlieren. Was, von außen betrachtet, wie kleinteilige Fleißarbeit wirkt, ist in Wahrheit ein Balanceakt: Sorgfalt ist Pflicht – jeder Messwert kann entscheidend sein. Aber zu pedantisch, und man bremst das Team. Offenheit für neue Methoden? Unverzichtbar – die Digitalisierung marschiert schleichend, manchmal auch trampelnd ins Labor: Automatisierte Analysestationen, Probenmanagement per App, Digitalisierung der Protokolle. Wer da nicht mitzieht, wird rasch zum Bremsklotz.

Erstaunlich oft scheitert es jedoch nicht an der Formel, sondern an der Kommunikation: Wer im Team nicht fragt, bleibt allein auf Fehlern sitzen – die werden dann irgendwann sichtbar, manchmal knallhart. Wer jedoch Feedback einfordert, lernt doppelt. Der klassische Einzelkämpfer? Ohne Chance, zumindest langfristig. Die beste Probe ist nur so gut wie ihr Umfeld.


Gehalt: Keine Raketenwissenschaft – aber auch kein Spaziergang

Kommen wir zum Punkt, den kaum jemand offen anspricht, der aber für viele spätestens ab Monatsmitte drückt: das Gehalt. Klar gibt’s Unterschiede – je nachdem, ob die Einstellung bei einem forschenden Konzern, einer kommunalen Wasseranalyse, einem Biotech-Start-up oder in der regionalen Pharma-Lohnherstellung erfolgt. Einstiegsgehälter variieren grob – irgendwo zwischen „Davon kann ich leben“ und „Da muss ich rechnen“. In Westdeutschland zahlt die (noch) chemische Industrie über Tarif solide, die Spanne beginnt meist um die 2.500 € brutto. Klingt machbar. Aber die Erhöhung? Die ist mitunter zäh.

In Ostdeutschland, kleineren Labors und außerhalb von tariflichen Bindungen sieht es oft anders aus: Unter 2.200 €, manchmal sogar 2.000 € brutto zum Einstieg. Manchmal reichen die Zuschläge für Schichtarbeit, manchmal bleibt nur das Gefühl, für Verantwortung zu wenig zu bekommen. Mit Erfahrung und Spezialisierung kann sich noch einiges tun, aber dafür muss man am Ball bleiben. Tarifrunde, Weiterbildung – da heißt es dranbleiben, sonst bleibt die Gehaltspanne schmal.


Alles im grünen Bereich? Arbeitsmarkt und digitale Zeitenwende

Im Recruiting-Kosmos begegnet man heute zwei Realitäten: Auf der einen Seite suchen Labore händeringend nach gut ausgebildeten Kräften. Der Fachkräftemangel klingelt in fast jedem Betriebsrat – manchmal so laut, dass selbst Quereinsteiger attraktiv werden. Auf der anderen Seite erleben Neueinsteiger manchmal den Schock der überfüllten Stellenportale: auf ein Laborangebot zehn Bewerber, Praktikumsstellen mit Wartezeit, befristete Verträge, und der Satz „Wir melden uns wieder“ klingt nach Wartezimmer. Was ist richtig? Beides, leider. Wer flexibel ist – räumlich wie inhaltlich – bekommt seinen Platz. Wer auf den großen, sicheren Chemiekonzern nahe der Heimat wartet, steht im Zweifel lange in der Warteschleife.

Auffällig: Die Digitalisierung ist kein theoretischer Trend mehr, sondern Alltag. Wer so tut, als ginge es ohne EDV-Kenntnisse, irrt. Immer öfter dreht sich alles um Probenverwaltung, Datenmanagement, Software-Bedienung. Cloud-Systeme hier, Automatisierung dort – der Mensch bleibt gefragt, aber auf eine andere Art. Wer Neues lernt, wird gebraucht. Wer verharrt, schaut zu, während andere vorpreschen.


Karriere, Grenzen – und warum nicht alles messbar ist

Natürlich kann man sich fortbilden – aufsteigen, spezialisieren, später vielleicht Laborleiter/in werden oder in die Qualitätssicherung wechseln. Viele Wege führen in Richtung Technik oder Expertenfunktion. Nicht zu unterschätzen: Im Bereich Umweltanalytik, neuerdings auch im Bereich Nachhaltigkeit und „grüner Chemie“, entstehen Chancen, die man früher kaum im Blick hatte. Wer gezielt Weiterbildungen, etwa zur Fachkraft für Arbeitssicherheit, zum Umweltmanager oder Labormanager nutzt, der verschafft sich Spielraum. Aber Vorsicht: Noch ist nicht jeder Karriereschritt ein Selbstläufer – oft geht’s nur mit Zusatzmotivation oder extra Engagement. Wer auf eine automatische Karriere hofft, wird enttäuscht. Manchmal ist mehr Eigeninitiative gefordert, als einem lieb ist. Aber: Wer sich für sein Thema interessiert und in Bewegung bleibt, wird belohnt – früher oder später.

Und dann – das ist vielleicht die oft unterschätzte Essenz – zählt am Ende des Tages: Wie sehr taugt der Job zum Leben? Wer Familie hat, weiß: Die Vereinbarkeit von Schichtplan und Kinderbetreuung kann zum Geduldsspiel werden. Aber: In keinem anderen Berufsfeld habe ich erlebt, dass so viele Kolleginnen und Kollegen bereit sind, Schichten zu drehen oder kurzfristig einzuspringen, wenn’s brennt. Teamgeist als Lebensversicherung – zumindest in gut geführten Laboren. Nein, es ist nicht alles rosig. Aber es ist, was man daraus macht.


Fazit? Eher ein Plädoyer für’s Durchhalten – und für ein Lächeln im Labor

Chemische Assistenzberufe sind selten glamourös – aber sie bieten echten Alltagsnutzen, ein ordentliches Stück Verantwortung und, ja, manchmal durchaus Stolz, wenn die Probe passt und das Team funktioniert. Wer überlegt einzusteigen, sollte sich nichts vormachen: Man braucht Ausdauer, gelegentlich Humor – und immer wieder die Bereitschaft, mit neuen Entwicklungen Schritt zu halten. Es ist, wie so oft im Leben: Wer beweglich bleibt, sorgt selbst für Wertschätzung – nicht immer in €, aber oft im Gefühl, gebraucht zu werden. Und das zählt. Oder etwa nicht?


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