Psychologische/r Psychotherapeut/in Jobs

72 aktuelle Psychologische/r Psychotherapeut/in Stellenangebote

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Psychologischer Psychotherapeut oder Facharzt für Psychosomatische Medizin/Psychiatrie (m/w/d)

Vitos gGmbHKassel

Wir suchen engagierte Psychologische Psychotherapeuten oder Fachärzte für Psychosomatische Medizin/Psychiatrie (m/w/d) in Voll- oder Teilzeit. Warum sollten Sie sich für uns entscheiden? Bei uns stehen die Patienten und Sie als Mensch im Mittelpunkt. Genießen Sie ein unterstützendes Umfeld, in dem Sie ohne administrativen Stress arbeiten können. Ihre Aufgaben umfassen die Durchführung psychotherapeutischer Behandlungen und die Verantwortung für Diagnostik und Therapieplanung. Arbeiten Sie im interdisziplinären Austausch mit Klinik sowie Haus- und Fachärzten und gestalten Sie so aktiv den Behandlungserfolg Ihrer Patienten mit.
Unbefristeter Vertrag Jobticket – ÖPNV Teilzeit weitere Benefits
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Psychoonkologe (m/w/d) Onkologische Zentrum

Klinikum Gütersloh gGmbHGütersloh

Im Klinikum Gütersloh suchen wir einen erfahrenen Psychoonkologen (m/w/d) für unser Onkologisches Zentrum. In Voll- oder Teilzeit unterstützen Sie onkologische Patienten und deren Angehörige durch psychoonkologische Betreuung und Therapie. Ihre Aufgaben umfassen die Mitwirkung an Tumorkonferenzen sowie die enge Zusammenarbeit mit psychosozialen Diensten. Sie evaluieren den Betreuungsbedarf und dokumentieren die Fortschritte der Therapie. Bei uns erwartet Sie ein engagiertes interdisziplinäres Team, das Wert auf ganzheitliche medizinische Behandlungen legt. Bewerben Sie sich noch heute, um Teil dieser wichtigen Aufgabe zu werden.
Festanstellung Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Betriebliche Altersvorsorge Jobticket – ÖPNV Homeoffice Teilzeit weitere Benefits
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Approbierter Psychotherapeut und Psychoonkologe (DKG) (m/w/d) im stationären Akutbereich sowie stellvertretende Leitung - NEU!

BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin gGmbHBerlin

Das BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin sucht einen approbierten Psychotherapeuten und Psychoonkologen (m/w/d) für den stationären Akutbereich in Teil- oder Vollzeit ab dem 01.05.2026. In dieser unbefristeten Position sind Sie Teil eines interdisziplinären Teams, das sich auf psychoonkologische Unterstützung von Patienten spezialisiert. Zu Ihren Aufgaben zählen die Identifikation des Behandlungsbedarfs, die Beratung sowie die Behandlung onkologischer Patienten in verschiedenen Krankheitsstadien. Auch die Dokumentation, Evaluation der Therapieerfolge und die Betreuung von Angehörigen gehören zu Ihrem Verantwortungsbereich. Zudem nehmen Sie an Tumorkonferenzen und Sozialvisiten teil und unterstützen die Personalplanung. Entwickeln Sie Fortbildungsangebote für Pflegekräfte und Ärzte und vertreten Sie die Leitung in wichtigen Besprechungen.
Unbefristeter Vertrag Weiterbildungsmöglichkeiten Betriebliche Altersvorsorge Flexible Arbeitszeiten Teilzeit weitere Benefits
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Leitender Oberarzt (m/w/d) für Psychosomatik und Psychotherapie

Klinikum Freising GmbHFreising

Wir suchen eine führungsstarke Persönlichkeit mit Erfahrung in leitenden Positionen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit schätzt. Ihre strategische Denkweise und betriebswirtschaftliches Handeln sind entscheidend für die Weiterentwicklung unseres tiefenpsychologischen Settings. In einem kollegialen Umfeld ermöglichen wir Ihnen Gestaltungsspielräume und bieten eine attraktive Vergütung nach TV-Ärzte/VKA. Profitieren Sie von umfangreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie einem abteilungsbezogenen Budget. Genießen Sie eine familienfreundliche Umgebung in der charmanten Domstadt Freising, mit Wohnraum in Kliniknähe. Zudem erwarten Sie zahlreiche Vergünstigungen wie Corporate Benefits und EGYM Wellpass, die Ihre Work-Life-Balance unterstützen.
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Familienfreundlich Corporate Benefit Klinikum Freising GmbH Vollzeit weitere Benefits
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Oberarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (m/w/d) in Prien am Chiemsee

Schön Klinik GruppePrien Chiemsee

Wir suchen eine engagierte Oberärztin oder einen Oberarzt (m/w/d) für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Voll- oder Teilzeit. Übernehmen Sie die Teamleitung unseres Kindes- und Jugendteams und verantworten Sie die Behandlung von jungen Patienten mit Essstörungen, Depressionen sowie Angst- und Zwangsstörungen. In dieser Rolle arbeiten Sie eng mit einem hochqualifizierten Team von Fachärzten und Psychotherapeuten zusammen. Nutzen Sie unsere umfassenden Fortbildungsangebote, um Ihre klinischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zudem bieten wir Ihnen die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit und zur Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft der Kinder- und Jugendpsychiatrie aktiv mit!
Work-Life-Balance Gutes Betriebsklima Jobrad Einkaufsrabatte Jobticket – ÖPNV Kinderbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Klinische Psychologin / Klinischer Psychologe (w/m/d)

Ambulante Rehabilitation Wörgl GmbHWörgl

Bringen Sie Ihre Expertise in Klinischer Psychologie ein! Wir suchen eine engagierte Fachkraft mit abgeschlossener postgradualer Ausbildung und Kommunikationsstärke. Steigen Sie ein in ein wertschätzendes Team und gestalten Sie gemeinsam die Zukunft der patientenorientierten Betreuung.
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Assistenzarzt Jugendstation Psychotherapie Klinik (m/w/d)

m&i-Klini kgruppe EnzensbergBad Wildungen

Entdecken Sie die vielfältigen Aufgaben auf unserer Jugendstation, wo fachkundige medizinische Versorgung im Rahmen etablierter Behandlungskonzepte erfolgt. Bei Interesse bieten wir auch psychotherapeutische Maßnahmen unter enger Supervision an. Teamorientierte und interdisziplinäre Zusammenarbeit ist uns wichtig, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Unsere Parkland-Klinik vereint eine Akut- und Rehabilitationsklinik, spezialisiert auf Psychosomatik, Essstörungen, Traumafolgestörungen und Depressionen. Die m&i-Klinikgruppe Enzensberg sorgt mit acht Fachkliniken in Deutschland für erstklassige Akutmedizin und Rehabilitation. Unser oberstes Ziel ist es, Gesundheit zu fördern und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Weiterbildungsmöglichkeiten Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Corporate Benefit m&i-Klini kgruppe Enzensberg Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Assistenzarzt Psychosomatische Medizin Jugend (m/w/d)

m&i-Klini kgruppe EnzensbergBad Wildungen

Die Ermächtigung zur Weiterbildung für den Facharzt in Psychosomatischer Medizin und Psychotherapie beträgt vier Jahre und umfasst individuelle Schwerpunkte. Interessierte können zwischen tiefenpsychologischen oder verhaltenstherapeutischen Ansätzen wählen. Zusätzlich ist die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung Sozialmedizin vollständig verfügbar. Ebenso wird die Ausbildung zur Zusatzbezeichnung Psychotherapie (Dauer: drei Jahre) in Kooperation mit der Ärztlich Psychotherapeutischen Weiterbildungsgemeinschaft Kassel angeboten. Ideale Bewerber:innen sind approbierte Ärzte, einschließlich Berufsanfänger oder Wiedereinsteiger nach der Elternzeit. Wir suchen Teamplayer mit Empathie, die sich leidenschaftlich um die medizinische Versorgung jugendlicher Patient:innen auf unserer Jugendstation kümmern.
Weiterbildungsmöglichkeiten Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Corporate Benefit m&i-Klini kgruppe Enzensberg Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Ergotherapeut für Training/ Selbsthilfetraining Klinik (m/w/d)

Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf gGmbHDüsseldorf

Werden Sie Teil unseres engagierten Teams als staatlich anerkannter Ergotherapeut / Ergotherapeutin (m/w/d). Wir bieten Ihnen eine attraktive Vergütung nach AVR Caritas, 30 Urlaubstage sowie eine Jahressonderzahlung. Zudem profitieren Sie von einer betrieblichen Altersvorsorge und Unterstützung bei der Kinderbetreuung durch unseren "Bärenclub". Genießen Sie auch Rabatte bei Fitnessstudios wie Fitness First und Kiesertraining in Düsseldorf. Das Marien Hospital Düsseldorf ist Teil des Verbund Katholischer Kliniken und bietet Ihnen eine hochspezialisierte Versorgung. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre Zukunft in einem zukunftsorientierten Arbeitsumfeld!
Betriebliche Altersvorsorge Kinderbetreuung Einkaufsrabatte Teilzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Psychologische/r Psychotherapeut/in wissen müssen

Psychologische/r Psychotherapeut/in Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Psychologische/r Psychotherapeut/in wissen müssen

Zwischen Empathie und Papierkram – Ein Blick auf den Berufseinstieg in die Psychotherapie

Man hat irgendwann beschlossen: Ich möchte Menschen helfen, nicht mit Spritzen und Kittel, sondern mit Gespräch, Beziehung, einem offenen Ohr und – ja, auch mit Methodenkoffer. „Psychologische/r Psychotherapeut/in“ liest sich auf dem Papier recht nüchtern, fast bürokratisch. Hinter dieser Berufsbezeichnung steckt jedoch eine Welt voller Ambivalenzen, Veränderungen und kleiner Überraschungen – und nicht selten warten am Rand die berühmten Stolperdrähte, die beim Einstieg erst einmal übersehen werden. Besonders wenn man neu in den Beruf eintaucht oder als erfahrene Kraft plötzlich den inneren Drang zum Wechsel verspürt, merkt man schnell: Es ist komplizierter, als die Hochschulprospekte versprochen haben.


Vom Hörsaal zum Wartezimmer – der Weg ist länger als gedacht

Der Weg zur Approbation ist zäh. Mindestens fünf Jahre Studium (Psychologie oder – je nach Bundesland – eine Spezialisierung, die sich gewaschen hat), dann die berüchtigte Psychotherapeut:innenausbildung inklusive Praxisstunden, Supervision, Selbsterfahrung. Ein bisschen so, als müsse man erst einen Werkzeugkasten bauen, bevor man ihn benutzen darf – und das alles bezahlt man streckenweise quasi selbst. Doch dann: offizielle Approbation, erste Praxis – und die meisten stellen fest, dass der Sprung ins kalte Wasser noch einmal ganz anders aussieht als die stundenlangen Rollenspiele an der Uni.
Was Berufseinsteiger:innen oft unterschätzen: Die Kommunikationskompetenz ist Gold wert, aber manchmal auch Fluch. Jeder Tag bringt neue Menschen, Lebenswelten, Schicksale, Erwartungen – und daneben steht das wuchernde Gebüsch aus Bürokratie, Antragstellungen, Dokumentation, Diagnosen nach ICD, Kostenerstattung. Man denkt, man gibt Gespräche. In Wahrheit jongliert man mit Systemen. Wer nach Sicherheit sucht, muss lernen, die Unsicherheit zu umarmen.


Was muss man mitbringen – und was bleibt auf der Strecke?

Empathie und analytisches Denken, ja, das ist offensichtlich. Aber sind das wirklich die wichtigsten Stärken? Ich frage mich manchmal, ob nicht die eigene Frustrationstoleranz mindestens genauso entscheidend ist. Es reicht nicht, gute Methoden oder Theorien zu kennen – oft geht es um schlichtes Aushalten: Lange Wartelisten, chronisch übervolle Terminkalender, und dann das Gefühl, dass man zu vielen nur ein Pflaster, aber nie wirklich eine Lösung reicht. Gleichzeitig wird Flexibilität verlangt, auch persönlich: Ein Beratungsgespräch mit einer jugendlichen Patientin morgens, dann ein Gutachten für eine Rentenversicherung am Nachmittag – und zwischendrin vielleicht noch ein Notfall.
Was viele unterschätzen: Der Beruf verlangt ein dickes Fell bei gleichzeitiger Offenheit. Wer zu sehr alles auf sich bezieht, droht auszufransen. Ungeachtet aller „Resilienz-Kurse“ stellte ich schnell fest: Manchmal hilft nur ein kräftiger Spaziergang – oder, seien wir ehrlich, ein bitterer Kaffee nach Feierabend.


Gehaltsträume und Realitätsschocks – von Klischees und regionalen Fallgruben

Kommen wir zum heiklen Punkt: das liebe Geld. Viele erhoffen sich nach dem Knochenjob der Ausbildung einen stabilen, ordentlichen Verdienst. Aber die Spanne ist beträchtlich: Kliniken zahlen, abhängig vom Tarif, oft weniger als erhofft. Wer ambulant in eigener Praxis arbeitet oder sich anstellen lässt, hat – je nach Kassenzulassung und Standort – völlig unterschiedliche Perspektiven. Metropolen wie München oder Berlin locken mit größerem Patientenaufkommen, aber höhere Mieten und Lebenshaltungskosten fressen das Plus oft direkt wieder auf. Im ländlichen Raum warten dagegen manchmal bessere Kassensitze, aber auch größere Unsicherheiten, was Nachfrage und Infrastruktur betrifft.
Für Berufseinsteiger:innen heißt das oft: erst einmal Anstellen, Erfahrungsjahre sammeln, vielleicht Teilzeit oder befristete Verträge. Der Sprung in die eigene Praxis bleibt für viele ein Wunschtraum – einer, der zudem mit hohem Risiko, Investition und einer Extraportion Unternehmergeist verbunden ist. Aber, und das ist ein Trost: Mit Zeit, Spezialisierung und dem Mut, sich auf Nischen zu konzentrieren (z. B. Traumatherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, digitale Angebote), steigt auch die Chance auf ein Einkommen, das den Realitätstest besteht.


Der Alltag: Zwischen berührenden Einblicken, digitalen Umbrüchen und Fachkräftestress

Die Tage sind – Entschuldigung für die Floskel, aber es stimmt – selten vorhersehbar. Man betritt morgens die Praxis und ahnt: Was heute als Routine geplant war, kann in zwei Minuten vollkommen anders aussehen. Digitale Therapiewerkzeuge erobern Stück für Stück die Behandlung: Online-Sitzungen, Apps zur Selbsthilfe, KI-basierte Diagnosetools – viele neue Methoden stehen auf der Matte. Nicht jede:r erlebt das als Fortschritt. Während die einen von neuen Freiheiten schwärmen („endlich weniger Anfahrtsstress!“), fürchten andere den Verlust der Beziehungsebene, die Wucht der Algorithmen, die Anonymität der Daten-Cloud. Für junge Psychotherapeut:innen kann das ein Türöffner, aber auch Überforderung bedeuten – besonders, wenn technische Infrastruktur und persönliche Haltung nicht so recht zueinander passen wollen.
Parallel dazu wächst die Belastung: Der Mangel an Kolleg:innen wird spürbar, Wartelisten werden länger, die gesellschaftlichen Erwartungen an psychische Gesundheit steigen stetig. Viel Zeit, um über Work-Life-Balance zu philosophieren, bleibt da selten. Umso wichtiger: Kleine Inseln im Alltag suchen. Ein Lieblingscafé, das freundliche Praxisteam, Klient:innen, die mit neuen Impulsen überraschen – das trägt.


Karrierewege, Chancen, Stolperfallen – und das stille Staunen

Bleibt die Frage: Wohin mit der ganzen Mühe? Die Karriereleiter im engeren Sinn ist flach, aber in der Breite gibt es erstaunlich viele Pfade: Leitung einer Praxis, Spezialisierung auf bestimmte Störungsbilder, Supervision und Lehre, Forschung oder Versorgungsmanagement. Nicht zu unterschätzen: Die Nachfrage steigt stetig, regionale Unterschiede hin oder her. Besonders im Schnittfeld zwischen ambulanter Versorgung, Prävention und digitalen Angeboten entstehen Chancen, die vor fünf Jahren kaum jemand auf dem Schirm hatte. Wer sich fortbildet, offen bleibt, Kontakte pflegt und auch mal querdenkt, hat oft mehr Spielraum als von außen sichtbar ist.
Ach, und noch etwas: Trotz aller Bürokratie, Verstörung über das Gesundheitssystem und Nervenzerrerei bleibt manchmal dieser Moment, der einen staunen lässt – über die Kraft von Begegnung, den Mut der Klient:innen, das Nicken im richtigen Augenblick. Das ist nicht immer quantifizierbar, geschweige denn tariflich abbildbar. Aber, Hand aufs Herz, für viele ist es genau das, was sie nach Jahren noch im Beruf hält. Und wer weiß, vielleicht überrascht der Beruf gerade dann, wenn man am wenigsten damit rechnet.


Kurzbeschreibung Psychologische/r Psychotherapeut/in

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Psychologische/r Psychotherapeut/in

Der Weg zur Approbation ist zäh. Mindestens fünf Jahre Studium (Psychologie oder – je nach Bundesland – eine Spezialisierung, die sich gewaschen hat), dann die berüchtigte Psychotherapeut:innenausbildung inklusive Praxisstunden, Supervision, Selbsterfahrung. Ein bisschen so, als müsse man erst einen Werkzeugkasten bauen, bevor man ihn benutzen darf – und das alles bezahlt man streckenweise quasi selbst. Doch dann: offizielle Approbation, erste Praxis – und die meisten stellen fest, dass der Sprung ins kalte Wasser noch einmal ganz anders aussieht als die stundenlangen Rollenspiele an der Uni.
Was Berufseinsteiger:innen oft unterschätzen: Die Kommunikationskompetenz ist Gold wert, aber manchmal auch Fluch. Jeder Tag bringt neue Menschen, Lebenswelten, Schicksale, Erwartungen – und daneben steht das wuchernde Gebüsch aus Bürokratie, Antragstellungen, Dokumentation, Diagnosen nach ICD, Kostenerstattung. Man denkt, man gibt Gespräche. In Wahrheit jongliert man mit Systemen. Wer nach Sicherheit sucht, muss lernen, die Unsicherheit zu umarmen.

Empathie und analytisches Denken, ja, das ist offensichtlich. Aber sind das wirklich die wichtigsten Stärken? Ich frage mich manchmal, ob nicht die eigene Frustrationstoleranz mindestens genauso entscheidend ist. Es reicht nicht, gute Methoden oder Theorien zu kennen – oft geht es um schlichtes Aushalten: Lange Wartelisten, chronisch übervolle Terminkalender, und dann das Gefühl, dass man zu vielen nur ein Pflaster, aber nie wirklich eine Lösung reicht. Gleichzeitig wird Flexibilität verlangt, auch persönlich: Ein Beratungsgespräch mit einer jugendlichen Patientin morgens, dann ein Gutachten für eine Rentenversicherung am Nachmittag – und zwischendrin vielleicht noch ein Notfall.
Was viele unterschätzen: Der Beruf verlangt ein dickes Fell bei gleichzeitiger Offenheit. Wer zu sehr alles auf sich bezieht, droht auszufransen. Ungeachtet aller „Resilienz-Kurse“ stellte ich schnell fest: Manchmal hilft nur ein kräftiger Spaziergang – oder, seien wir ehrlich, ein bitterer Kaffee nach Feierabend.

Kommen wir zum heiklen Punkt: das liebe Geld. Viele erhoffen sich nach dem Knochenjob der Ausbildung einen stabilen, ordentlichen Verdienst. Aber die Spanne ist beträchtlich: Kliniken zahlen, abhängig vom Tarif, oft weniger als erhofft. Wer ambulant in eigener Praxis arbeitet oder sich anstellen lässt, hat – je nach Kassenzulassung und Standort – völlig unterschiedliche Perspektiven. Metropolen wie München oder Berlin locken mit größerem Patientenaufkommen, aber höhere Mieten und Lebenshaltungskosten fressen das Plus oft direkt wieder auf. Im ländlichen Raum warten dagegen manchmal bessere Kassensitze, aber auch größere Unsicherheiten, was Nachfrage und Infrastruktur betrifft.
Für Berufseinsteiger:innen heißt das oft: erst einmal Anstellen, Erfahrungsjahre sammeln, vielleicht Teilzeit oder befristete Verträge. Der Sprung in die eigene Praxis bleibt für viele ein Wunschtraum – einer, der zudem mit hohem Risiko, Investition und einer Extraportion Unternehmergeist verbunden ist. Aber, und das ist ein Trost: Mit Zeit, Spezialisierung und dem Mut, sich auf Nischen zu konzentrieren (z. B. Traumatherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, digitale Angebote), steigt auch die Chance auf ein Einkommen, das den Realitätstest besteht.

Die Tage sind – Entschuldigung für die Floskel, aber es stimmt – selten vorhersehbar. Man betritt morgens die Praxis und ahnt: Was heute als Routine geplant war, kann in zwei Minuten vollkommen anders aussehen. Digitale Therapiewerkzeuge erobern Stück für Stück die Behandlung: Online-Sitzungen, Apps zur Selbsthilfe, KI-basierte Diagnosetools – viele neue Methoden stehen auf der Matte. Nicht jede:r erlebt das als Fortschritt. Während die einen von neuen Freiheiten schwärmen („endlich weniger Anfahrtsstress!“), fürchten andere den Verlust der Beziehungsebene, die Wucht der Algorithmen, die Anonymität der Daten-Cloud. Für junge Psychotherapeut:innen kann das ein Türöffner, aber auch Überforderung bedeuten – besonders, wenn technische Infrastruktur und persönliche Haltung nicht so recht zueinander passen wollen.
Parallel dazu wächst die Belastung: Der Mangel an Kolleg:innen wird spürbar, Wartelisten werden länger, die gesellschaftlichen Erwartungen an psychische Gesundheit steigen stetig. Viel Zeit, um über Work-Life-Balance zu philosophieren, bleibt da selten. Umso wichtiger: Kleine Inseln im Alltag suchen. Ein Lieblingscafé, das freundliche Praxisteam, Klient:innen, die mit neuen Impulsen überraschen – das trägt.

Bleibt die Frage: Wohin mit der ganzen Mühe? Die Karriereleiter im engeren Sinn ist flach, aber in der Breite gibt es erstaunlich viele Pfade: Leitung einer Praxis, Spezialisierung auf bestimmte Störungsbilder, Supervision und Lehre, Forschung oder Versorgungsmanagement. Nicht zu unterschätzen: Die Nachfrage steigt stetig, regionale Unterschiede hin oder her. Besonders im Schnittfeld zwischen ambulanter Versorgung, Prävention und digitalen Angeboten entstehen Chancen, die vor fünf Jahren kaum jemand auf dem Schirm hatte. Wer sich fortbildet, offen bleibt, Kontakte pflegt und auch mal querdenkt, hat oft mehr Spielraum als von außen sichtbar ist.
Ach, und noch etwas: Trotz aller Bürokratie, Verstörung über das Gesundheitssystem und Nervenzerrerei bleibt manchmal dieser Moment, der einen staunen lässt – über die Kraft von Begegnung, den Mut der Klient:innen, das Nicken im richtigen Augenblick. Das ist nicht immer quantifizierbar, geschweige denn tariflich abbildbar. Aber, Hand aufs Herz, für viele ist es genau das, was sie nach Jahren noch im Beruf hält. Und wer weiß, vielleicht überrascht der Beruf gerade dann, wenn man am wenigsten damit rechnet.

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