Ingenieur/in - Chemietechnik Jobs

17 aktuelle Ingenieur/in - Chemietechnik Stellenangebote

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Chemiker / Chemieingenieur Produktentwicklung Waschchemie, Fahrzeugaufbereitung & Pflegemittel (m/f/x)

Koch-Chemie GmbHUnna

Suchen Sie einen Experten für chemische Produktentwicklung mit mehrjähriger Erfahrung in der Fahrzeugpflege und Reinigungschemie? Wir bieten eine spannende Position mit verhandlungssicheren Englischkenntnissen und umfassender Projektmanagement-Erfahrung. Ihnen stehen umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und eine wertschätzende Zusammenarbeit in flachen Hierarchien offen. Genießen Sie 30 Tage Urlaub, einen zusätzlichen freien Geburtstagstag sowie eine strukturierte Einarbeitung. Profitieren Sie von attraktiven Zusatzleistungen wie betrieblicher Altersvorsorge und Bike-Leasing. Werden Sie Teil der Novarc Group mit Perspektiven für Ihre persönliche und fachliche Entwicklung!
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Corporate Benefit Koch-Chemie GmbH Vollzeit weitere Benefits
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Chemieingenieur:in oder Verfahrenstechniker:in im Chemieanlagenbau (m/w/d) in Vollzeit

Nanolope GmbHBerlin

Sind Sie ein erfahrener Ingenieur in der chemischen Industrie und bereit, spannende Herausforderungen zu meistern? Sie bringen umfassendes Wissen in sämtlichen Engineeringphasen einer Pilotanlage mit und haben Erfahrung im Management von Anlagenbau und Inbetriebnahme. Ihre Fähigkeiten zur Planung und Koordination von Projekten mit externen Dienstleistern zeichnen Sie aus. Sie sind kreativ und lösungsorientiert, wenn es darum geht, effiziente Lösungen zu entwickeln. Zudem sind Sie bereit, teilweise außerhalb Berlins am Produktionsstandort zu arbeiten. Idealerweise besitzen Sie Kenntnisse in verfahrenstechnischer Software wie Aspen und Erfahrung in der sicherheitstechnischen Bewertung.
Jobticket – ÖPNV Vollzeit weitere Benefits
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Chemieingenieur Pharma (m/w/d)

FERCHAU – Connecting People and TechnologiesPenzberg

Werde Chemieingenieur Pharma (m/w/d) und begleite innovative Arzneimittel von der klinischen Phase bis zur Markteinführung. Du führst eigenständig instrumentelle Analysen durch und optimierst Analyseverfahren. Zudem bist du für die Validierung und Qualitätssicherung der Methoden verantwortlich und erstellst umfassende Analyseberichte sowie Testvorschriften. Profitieren kannst du von flexiblen Arbeitszeiten, abwechslungsreichen Weiterbildungen und Teamevents, die den Gemeinschaftsgeist stärken. Dein Profil umfasst ein abgeschlossenes Studium in Biotechnologie, Chemieingenieurwesen oder Biochemie sowie relevante Berufserfahrung. Sei Teil eines dynamischen Teams, das Wert auf Entwicklung und Zusammenarbeit legt!
Flexible Arbeitszeiten Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Chemiker (Master / Chemieingenieur) für die Rohstoffentwicklung (w/m/d)

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaAWindach, München

Wir suchen einen Chemiker (Master / Chemieingenieur) für die Rohstoffentwicklung (w/m/d) zur Unterstützung unseres Teams in der Abteilung New Materials. Ihre Hauptaufgaben umfassen die Erstellung innovativer Rohstofflösungen für Klebstoffformulierungen und die Entwicklung neuer Synthesestrategien. Sie führen Synthesen durch und testen neue Rohstoffe mit modernen physikalisch-chemischen und thermischen Analysemethoden. Zudem unterstützen Sie die Überführung der chemischen Synthese in den technischen Maßstab und beobachten den Rohstoffmarkt. Eine Personalverantwortung für Laborassistenten gehört ebenfalls zu Ihren Aufgaben. Sie sollten ein erfolgreich abgeschlossenes Studium in Chemie, Chemieingenieurwesen oder einer verwandten Disziplin mit Schwerpunkt auf organischer Synthese- oder Polymerchemie vorweisen.
Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Fahrtkosten-Zuschuss Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Chemiker / Chemieingenieur (m/w/d) als REACH-Spezialist befristet in Teilzeit (30 h pro Woche)

Haltermann Carless Group GmbHFrankfurt Main

Wir suchen einen Chemiker oder Chemieingenieur (m/w/d) als REACH-Spezialist in Teilzeit (30 Stunden pro Woche). In dieser Rolle sind Sie verantwortlich für die REACH-Compliance unserer Produkte in der EU sowie in ähnlichen Märkten. Zu Ihren Aufgaben gehört die Pflege und Erweiterung unserer REACH-Registrierungen und die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Sie arbeiten eng mit internen Stakeholdern zusammen und vertreten Haltermann Carless in REACH-Konsortien. Ein abgeschlossenes naturwissenschaftliches Studium und drei Jahre Erfahrung im Chemikalienrecht sind Voraussetzungen. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Zukunft der chemischen Industrie mit uns!
Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Corporate Benefit Haltermann Carless Group GmbH Einkaufsrabatte Kantine Teilzeit weitere Benefits
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Chemiker | Chemieingenieur (m|w|d)

ADLER-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KGSchwaz

Verstärken Sie unser Team mit Ihrem abgeschlossenen Studium in Chemie oder Chemieingenieurwesen und Ihrer Erfahrung in der Lackentwicklung! Bringen Sie Ihre kreative Energie und innovative Ideen ein – wir suchen strukturiertes, systematisches Arbeiten!
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Flexible Arbeitszeiten Fahrtkosten-Zuschuss Vollzeit weitere Benefits
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Chemiker (w/m/d) als Patentanwaltskandidat

BOEHMERT & BOEHMERT Anwaltspartnerschaft mbB - Patentanwälte RechtsanwälteBremen

Sind Sie auf der Suche nach einer spannenden Karriere im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich? Bei BOEHMERT & BOEHMERT suchen wir motivierte Talente mit erster Berufserfahrung und ausgeprägten analytischen Fähigkeiten. Sie bringen sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse mit, die Ihr Profil abrunden. Wir bieten Ihnen eine fundierte Ausbildung unter der Anleitung erfahrener Patentanwält*innen und zahlreiche Benefits. Genießen Sie eine gesunde Work-Life-Balance mit 30 Tagen Urlaub und flexiblen Arbeitszeiten. Werden Sie Teil unseres engagierten Teams und gestalten Sie Ihre Zukunft in zentraler Lage!
Flexible Arbeitszeiten Weihnachtsgeld Vollzeit weitere Benefits
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Technische/r Mitarbeiter/in (m/w/d) im Abwassertechnischen Labor

Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-LandauKaiserslautern

Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) sucht einen Technischen Mitarbeiter (m/w/d) im Abwassertechnischen Labor. Diese unbefristete Vollzeitstelle (Kennziffer: K 78 12 06 26) beginnt zum nächstmöglichen Zeitpunkt und bietet eine Vergütung in der Entgeltgruppe 9a TV-L. Der Fachbereich Bauingenieurwesen fokussiert sich auf ressourceneffiziente Abwasserbehandlung und innovative Lösungen im urbanen Raum. Mit rund 15.000 Studierenden und über 300 Professuren ist die RPTU ein Ort hervorragender Forschung und Entwicklung. Arbeiten Sie in einem internationalen Umfeld und gestalten Sie die Zukunft der Wasserwirtschaft aktiv mit. Bewerben Sie sich jetzt für eine Schlüsselposition in der nachhaltigen Ressourcenbewirtschaftung!
Unbefristeter Vertrag Gesundheitsprogramme Homeoffice Jobticket – ÖPNV Teilzeit weitere Benefits
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Chemielaborant / CTA / Chemikant / Chemietechniker (m/w/d) im regionalen Außendienst für den Bereich Prozesswasser - Baden-Württemberg Nordost

Dr. Hartmann Chemietechnik GmbH & Co. KGBaden Württemberg, Stuttgart

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen Chemielaboranten, CTA, Chemikanten oder Chemietechniker (m/w/d) im Außendienst in Württemberg Nordost. In dieser Position sind Sie verantwortlich für die Kundenbetreuung und die Qualitätskontrolle der chemischen Behandlungskonzepte. Sie führen eigenständig Kundenbesuche durch, entnehmen Wasserproben und analysieren die Wasserwerte vor Ort. Zudem kontrollieren Sie die Anlagentechnik, lesen Systemdaten aus und dokumentieren alle relevanten Abläufe. Eine enge Zusammenarbeit mit Beratungsingenieuren und unseren Laboren zur Prozessoptimierung ist ebenfalls Bestandteil Ihrer Aufgabe. Eine abgeschlossene Ausbildung und Freude am Kundenkontakt sind erforderlich, während Berufs- und Organisationserfahrung von Vorteil sind.
Jobrad Vollzeit weitere Benefits
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Laborant - ATA / PhyTA / CTA / PTA und Quereinsteiger (w/m/d)

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaAWindach, München

Zur Verstärkung unseres Engineering-Teams suchen wir einen Laborant (w/m/d), unabhängig von Ihrem beruflichen Hintergrund. Ihre Aufgaben umfassen das Verkleben, Prüfen und Analysieren von Prüfkörpern in enger Zusammenarbeit mit Ingenieuren. Sie testen neu entwickelte Klebstoffe mithilfe modernster Materialprüfmaschinen und analytischer Geräte wie IR, UV/VIS und DSC. Zudem stellen Sie Klebeverbindungen gemäß interner Prüfanweisungen her und erstellen Dokumentationen sowie Laborberichte. Wir begrüßen Bewerbungen von Fachkräften wie ATA, CTA oder Quereinsteigern, beispielsweise aus dem Maschinenbau. Nutzen Sie Ihre Chance, in einem innovativen Umfeld durchzustarten!
Quereinstieg möglich Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Fahrtkosten-Zuschuss Kantine Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Ingenieur/in - Chemietechnik wissen müssen

Ingenieur/in - Chemietechnik Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Ingenieur/in - Chemietechnik wissen müssen

Chemietechnik – Von außen Laborwunderland, von innen Hochdruckzone? Eine Innenansicht für Berufsstarter und Wechselwillige

Wie fühlt sich ein Berufsstart in der Chemietechnik an? Man stelle sich ein Sammelsurium aus Laborgeruch, funkelnden Edelstahlreaktoren und – ja, Ernstfall: einem Not-Aus-Schalter, den man lieber nie braucht. Hinter der trockenen Berufsbezeichnung steckt ein Kosmos aus Physik, Ingenieurmethoden, Sicherheitsregeln und einer Prise Pragmatismus. Was viele unterschätzen: Wer als Chemieingenieur:in startet, wird selten mit weißen Kitteln und Reagenzgläsern abspeisen – vielmehr sind hier Pfadfindergeist, Prozessdenken und ein gewisser Hang zum Kompromiss gefragt.
Oder anders gesagt: Den ganzen Tag Formeln wälzen? Kann schon mal vorkommen. Aber ganz ehrlich – meistens geht's darum, aus Daten, Messkurven und Maschinenlaunen ein stimmiges Bild zu bauen. Welcome to Reality!


Der ganz normale Wahnsinn: Aufgaben zwischen Anlagen, Zahlen und Zwischenmenschlichem

Was macht eine Ingenieurin oder ein Ingenieur der Chemietechnik eigentlich von morgens bis Feierabend? Da liegt die Crux: Es ist ein Beruf voller Schnittstellen. Wer vom Studium kommt, glaubt häufig, das Wichtigste läge im Detail: Stoffdaten, Gleichungen, Simulationen… Alles nützlich. Doch am Arbeitsplatz zählt meist, Prozesse am Laufen zu halten, Fehler zu erkennen, Projekte zu koordinieren.
Ein Tag im Anlagenbetrieb etwa beginnt nicht selten mit einem schnellen Check: Läuft alles stabil? Was sagt der Leitstand? Mal eben kurz in die Schutzausrüstung, rein in die Anlage, raus an den Knotenpunkt, den der Azubi für einen „total unkomplizierten Wärmetauscher“ hielt. Schon stockt der Betrieb, irgendetwas riecht komisch (nein, nicht nach Lösungsmittel – eher nach Ärger). Zwischen Planung, Troubleshooting und Meetings vergeht der Tag. Man gewöhnt sich daran, dass Prozesse nie nach Fahrplan laufen. Und, Hand aufs Herz: Gerade das macht den Reiz. Routine gibt’s selten – kleine Katastrophen, gelegentlich.
Wem also Organisation, Kommunikation und eine gewisse Error-Toleranz liegen, der wird sich nicht langweilen. Wer auf Sicherheitspolster und Tagesstruktur besteht, kann hier durchaus ins Schwitzen geraten.


Qualifikation & Persönliches: Zwischen Lernkurve und Selbstüberlistung

Viele Kolleginnen und Kollegen erinnern sich noch gut an den Moment, als sie erstmals „wirklich“ Verantwortung übernahmen – für eine Optimierung, einen Stillstand oder, in meiner Erinnerung ganz besonders präsent, für einen Kesseltest am Freitagnachmittag: Da kann selbst der geduldigste Rechner plötzlich zur Zicke werden. Es hilft nichts: Ohne Selbstbewusstsein und Stresstoleranz läuft wenig. Fachwissen ist das Rückgrat, aber am Ende fragt niemand, wie elegant die Studentenformel war, wenn der Durchsatz in der Anlage klemmt.
Spannend wird’s beim Thema Weiterentwicklung. Wer sich auf reine Technik konzentrieren will, kann fachlich tief einsteigen: Prozessoptimierung, Simulation, Digitalisierung von Anlagen, Umstellung auf nachhaltige Stoffsysteme. Alternativ? Projektmanagement, Regulatory Affairs, Qualitätsmanagement – oder später sogar Führung.
Neben analytischem Denken zählt übrigens, was kaum auf Zeugnissen steht: Kommunikationsstärke, Kompromissfähigkeit, der berühmte „kühle Kopf“. Wer Konflikten aus dem Weg geht, gerät hier schnell ins Hintertreffen. Und – so ehrlich muss man sein – manchmal wird auch aus einem simplen Pumpentausch eine epische Debatte zwischen Einkauf, Instandhaltung und Sicherheit. Willkommen im Club!


Gehalt – Rechnen, rechnen, relativieren: Zwischen Chemiepark und Provinz

Jetzt zum oftmals größten Fragezeichen: Was verdient man als Ingenieur:in in der Chemietechnik wirklich? Klar, pauschal lässt sich das schwer sagen. Fakt ist: In der chemischen Großindustrie gibt’s meist Tarifbindung – mit ordentlichen Einstiegsgehältern, die locker im Bereich anderer Ingenieursdisziplinen (manchmal ein wenig darüber) liegen. Aber: Wer in Mittelstandsunternehmen, kleineren Dienstleistern oder bei Ingenieurbüros arbeitet, muss oft bescheidenere Beträge akzeptieren. Das Pendel schlägt je nach Region und Branche kräftig aus: Zwischen Rhein-Main, Ruhrgebiet oder Leverkusen stellt sich die Frage nach Chemiepark-Flair und Standortzulage, während „auf dem Land“ die Lohntüte gern dünner ausfällt.
Erfahrung, Zusatzqualifikation und Verantwortungsbereich lassen das Gehalt durchaus zügig steigen – aber Vorsicht vor Luftschlössern. Nicht jeder Karriereschritt ist sofort sichtbar im Konto. Was bleibt, ist ein vergleichsweise sicheres Einkommen auf hohem Niveau mit moderater Entwicklung – es sei denn, man nutzt geschickt die Wechselchancen oder wartet auf den sprichwörtlichen „Lucky Punch“ in einem ambitionierten Projekt. Und ja, mit Auslandserfahrung oder Spezialisierung (z. B. im Bereich Nachhaltigkeit oder Digitalisierung) lässt sich eine Gehaltsschraube auch mal drehen.
Lohnt sich der Umstieg aus anderen Branchen? Häufig ja, sofern man bereit ist, sich erst mal auf niedrigeren Ebenen einzuarbeiten und ein paar Jahre „Lehrzeit“ im System abzusitzen. Danach wird man meistens angemessen entlohnt – auch wenn sich die Legende vom „Goldesel Chemietechnik“ vielerorts als Märchen entpuppt.


Markt und Möglichkeiten: Fachkräftemangel, Wandel, Wackelkandidaten

Die Chemietechnik ist viel mehr als das Klischee von Pipette und Periodensystem. Die Branche sieht sich – wie so viele technische Felder – mit wachsenden Anforderungen konfrontiert: Digitalisierung von Prozessen, Energiewende, Recycling, Kreislaufwirtschaft. Plötzlich werden Kompetenzen gefragt, die viele im Studium allenfalls gestreift haben: Datenanalyse, Automatisierung, Prozessleittechnik auf digitaler Ebene. Wer also den nächsten Karriereschritt plant, ist gut beraten, sich nicht nur auf Erfahrungsroutinen zu verlassen, sondern gezielt neue Tools zu erlernen – Stichwort: lebenslanges Lernen.
Skepsis ist erlaubt – ja, die Jobsituation gilt grundsätzlich als stabil, spätestens seit die Branche realisiert hat, wie knapp qualifiziertes Personal geworden ist. Aber: Gerade in strukturschwachen Regionen kann das Angebot dünn sein. Flexibilität zahlt sich aus – etwa bei der Bereitschaft, auch mal zwei Stunden zu pendeln oder den Standort zu wechseln. Interessanter Trend: Mit wachsendem Nachhaltigkeitsdruck entstehen neue Berufsbilder – etwa im Bereich erneuerbare Rohstoffe oder Green Chemistry. Wer offen bleibt, findet – auch abseits der Klassiker – spannende Chancen. Aber einen Selbstläufer gibt’s nicht.


Das berühmte Gleichgewicht: Job, Leben und das bisschen Planbarkeit

Kommen wir, fast zum Schluss, zum Dauerthema: Vereinbarkeit von Karriere und Privatleben. Der Arbeitsalltag kann – vor allem in Betrieben mit Schichtsystem oder erhöhtem Termindruck – fordernd werden. Viele jungen Ingenieur:innen sind überrascht, wie schnell sich Projektspitzen, Anlagenstillstände oder Notfälle direkt auf das Wochenende oder auf die Freizeit auswirken. Andererseits: Große Unternehmen bieten oft flexible Arbeitszeitmodelle, Weiterbildungsmöglichkeiten und klare Aufstiegspfade – sofern man bereit ist, sich einzubringen.
Ob Work-Life-Balance eher ein Modebegriff oder ein ernsthafter Anspruch ist, bleibt wohl Geschmackssache. Im Mittelstand gibt's häufig flachere Hierarchien, manchmal mehr Gestaltungsspielraum, aber mitunter auch längere Arbeitstage. Im Konzern kann die Sicherheit locken, aber der Apparat bremst Individualisten gelegentlich aus.
Mein persönlicher Rat? Keine Illusionen machen, aber Chancen ernstnehmen: Wer Klarheit über die eigenen Werte und Prioritäten hat, kann auch Umwege und Frustrationen besser meistern.


Fazit – Wagnis mit System, aber ohne Garantie

Chemietechnik ist kein Selbstläufer. Sie will gelernt, dann aber auch gelebt werden. Der Beruf fordert viel, gibt aber oft mehr zurück, als man am Anfang glaubt – nein, nicht automatisch, aber doch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit für alle, die nicht gleich beim ersten Anlagenschaden die Nerven verlieren.
Ich habe im Laufe der Zeit eines gelernt: Die spannendsten Jobs bekommt selten, wer nur auf den perfekten Lebenslauf achtet. Vielmehr gewinnt, wer Ausdauer, Lernbereitschaft und den Mut zu gelegentlicher Selbstironie vereint. Manchmal fragt man sich, wie man bloß hier gelandet ist – aber meistens ist man froh darüber.


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