Ingenieur/in - Biotechnologie Jobs

12 aktuelle Ingenieur/in - Biotechnologie Stellenangebote

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Leitender CSV-Ingenieur (m/w/d) Computerized Systems Validation für Pharmaindustrie und Biotechnologie

Process [.-ING]Idstein

Als Leitender CSV-Ingenieur spielen Sie eine entscheidende Rolle in der Pharma- und Biotechnologiebranche. Sie gewährleisten, dass computergestützte Systeme korrekt funktionieren und validieren diese unter strengen regulatorischen Vorgaben. Ihre Expertise hilft dabei, risikobasierte Validierungsstrategien zu entwickeln, die auditfähig und prozessorientiert sind. Zudem unterstützen Sie Kunden während der Einführung neuer Systeme sowie der Optimierung bestehender IT und OT-Landschaften. Zu Ihren Kernaufgaben zählen die Erstellung und Prüfung wichtiger CSV-Dokumente, wie Validierungspläne und Testpläne. Mit Ihrem Fachwissen sichern Sie die Qualität und Integrität aller Systeme, was für die Branche von höchster Bedeutung ist.
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Ingenieur/ Verfahrenstechniker/ Biotechnologe/ Pharmatechniker/ Chemieingenieur/ Projektingenieur/ Qualitätsingenieur (m/w/d)

Testo Industrial Services GmbH

Bist du Ingenieur:in oder Verfahrenstechniker:in mit einer Leidenschaft für Kundenkontakt und anspruchsvolle Projekte? In unserem technischen Außendienst kannst du deine Zukunft aktiv gestalten und kontinuierlich wachsen. Unterstütze renommierte Unternehmen aus Pharma, Life Sciences, Medizintechnik und Chemie in der Qualitätssicherung und im GMP-Umfeld. Dein Fokus liegt auf der Qualifizierung von Anlagen und der Validierung von Prozessen nach modernen Standards. Übernimm Verantwortung und entwickle dich in Rollen wie Projektkoordinator:in oder Projektleiter:in weiter. Bewirb dich jetzt und starte deine Karriere mit uns!
Firmenwagen Vollzeit weitere Benefits
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Biotechnologe (m/w/d)

PPE GmbHBad Homburg

Sie suchen eine spannende Karriere im biotechnologischen oder industriellen Bereich? Bei PORR profitieren Sie von ersten Berufserfahrungen und erweitern Ihre Kenntnisse in der Analyse biologischer Prozesse. Wir legen großen Wert auf digitale Anwendungen und datengetriebene Ansätze, um innovative Lösungen zu entwickeln. Ihre Arbeit wird durch die Vorteile von flexiblen Arbeitszeiten und mobilem Arbeiten unterstützt, sodass Ihre Work-Life-Balance im Fokus bleibt. Unsere individuellen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten helfen Ihnen, Ihre beruflichen Ziele zu erreichen. Bewerben Sie sich noch heute und starten Sie Ihre Karriere bei PORR!
Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Gutes Betriebsklima Vollzeit weitere Benefits
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Biotechnologe / Biochemiker / Pharmazeut als Tech Transfer Expert USP (m/w/d)

Nordmark Pharma GmbHUetersen

Als Tech Transfer Expert (m/w/d) in Uetersen verantworten Sie die Übernahme von USP-Prozessen in den GMP-Betrieb. Ihre Aufgaben umfassen die Definition kritischer Prozessparameter und Qualitätsattribute. Zudem entwickeln und implementieren Sie strategische Ansätze für Fermentation und Zellkultur in modernen Produktionslinien. Die Auswahl des Prozessequipments erfolgt durch Sie, basierend auf User Requirement Specifications in enger Zusammenarbeit mit Engineering und Einkauf. Sie unterstützen auch Qualifizierungs- und Validierungsprozesse, einschließlich IQ-, OQ- und PQ-Aktivitäten. Ihre Expertise in Ursachenanalysen und CAPA-Management ist entscheidend für den Erfolg unserer Projekte.
Flexible Arbeitszeiten Unbefristeter Vertrag Urlaubsgeld Mitarbeiterbeteiligung Vollzeit weitere Benefits
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Biologe / Biotechnologe / Chemiker (m/w/d)

FERCHAU – Connecting People and TechnologiesBiberach Riß

Wir suchen einen engagierten Biologen, Biotechnologen oder Chemiker (m/w/d) für unsere innovative Forschungsabteilung in Biberach an der Riß. Zu Ihren Aufgaben gehört die Durchführung komplexer chemischer und biologischer Analysen mithilfe modernster Techniken wie HPLC und Chromatographie. Zudem entwickeln und optimieren Sie Prozesse und Formulierungen im Rahmen unserer Produktentwicklung. Die Bedienung und Wartung der Laborgeräte sowie die Erstellung von Verfahrensanweisungen gehören ebenfalls zu Ihrem Verantwortungsbereich. Sie präsentieren Ihre Ergebnisse in interdisziplinären Teams und tragen zur Verbesserung unserer Laborprozesse bei. Werden Sie Teil eines internationalen Teams und gestalten Sie die Zukunft der Wissenschaft aktiv mit!
Betriebliche Altersvorsorge Einkaufsrabatte Vollzeit weitere Benefits
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Business Development Manager Apotheken & Healthcare international (m/w/d)

bitop AGDortmund

Werde Business Development Manager (m/w/d) im Apotheken- und Gesundheitsbereich bei ectocare® in Dortmund! Verdiene 75.000 € jährlich und nutze deine Superkraft im Apothekenzugang, um unsere innovativen Medizinprodukte erfolgreich einzuführen. Bei ectocare® entwickeln wir wissenschaftlich fundierte Produkte gegen Allergien, trockene Augen und Hauterkrankungen, die nachweislich wirken. Deine Hauptaufgabe wird es sein, neue stationäre Vertriebskanäle aufzubauen und unsere Präsenz in Apotheken, Gesundheitszentren und Praxen zu stärken. Schaffe mit uns Strukturen, die die Bedürfnisse der Endkonsumenten in den Fokus rücken. Bewirb dich jetzt und gestalte die Zukunft der Gesundheit mit ectocare®!
Festanstellung Homeoffice Weiterbildungsmöglichkeiten Betriebliche Altersvorsorge Kantine Jobrad Gutes Betriebsklima Jobticket – ÖPNV Work-Life-Balance Vollzeit weitere Benefits
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(Senior) Marketing Manager OTC / Apothekenmarketing (m/w/d)

bitop AGDortmund

Werde Senior Marketing Manager OTC/Apothekenmarketing (m/w/d) bei bitop in Dortmund und verdiene 68.000 € jährlich. Wir suchen einen kreativen Marketing-Allrounder mit Erfahrung im Healthcare-Sektor. Deine Aufgabe ist es, unsere wachsende D2C-Marke ectocare® zu unterstützen und echte Relevanz im Austausch mit Apotheken und Ärzten zu schaffen. Du bringst ein Gespür für Apothekenkommunikation mit und kennst die Herausforderungen des OTC-Marketing. Unsere innovativen Gesundheitsprodukte basieren auf dem natürlichen Wirkstoff Ectoin®. Bewirb dich jetzt und gestalte die Zukunft unseres Unternehmens aktiv mit!
Festanstellung Homeoffice Weiterbildungsmöglichkeiten Betriebliche Altersvorsorge Kantine Jobrad Gutes Betriebsklima Jobticket – ÖPNV Work-Life-Balance Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Niederlassungsleitung Prozessanlagenbau (Pharma / Biotech)

Page Executive GermanyPenzberg

Unser Auftraggeber ist eine führende Engineering- und Anlagenbaugruppe, spezialisiert auf Pharma, Biotechnologie und Life Sciences. Das Unternehmen unterstützt internationale Kunden während des gesamten Lebenszyklus pharmazeutischer Produktionsanlagen. Mit einem breiten Leistungsportfolio zählt es zu den bevorzugten Partnern der Pharma- und Biotechindustrie. Im Rahmen einer Wachstumsstrategie wird eine zentrale Niederlassung etabliert, um Engineering-Dienstleistungen anzubieten. In dieser Schlüsselposition sind Sie für den strategischen Aufbau des neuen Standorts verantwortlich. Profitieren Sie von der Möglichkeit, in einem der bedeutendsten Pharma-Cluster Deutschlands maßgeblich Einfluss zu nehmen.
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Dozent für Physik und Technische Wissenschaften und Laborpraxis (m/w/d)

Hochschulen Fresenius gemeinnützige Trägerges. mbHIdstein

Wir suchen ab dem 01.09.2026 in Idstein einen Dozenten (m/w/d) für Physik und Technische Wissenschaften in Vollzeit. Ihr Aufgabengebiet umfasst die Durchführung von Vorlesungen, Praktika und die Betreuung von studentischen Arbeiten. Sie entwickeln innovative Themen an der Schnittstelle von Naturwissenschaften, Technik und Digitalisierung. Ein Master in Physik oder Ingenieurwissenschaften ist Voraussetzung, Kenntnisse in KI-Anwendungen sind von Vorteil. Erste Lehrerfahrungen verbessern Ihre Chancen. Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld und einen sicheren Arbeitsplatz in einem zukunftsorientierten Unternehmen.
Gutes Betriebsklima Homeoffice Gesundheitsprogramme Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Corporate Benefit Hochschulen Fresenius gemeinnützige Trägerges. mbH Vollzeit weitere Benefits
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Chemieingenieur Pharma (m/w/d)

FERCHAU – Connecting People and TechnologiesPenzberg

Werde Chemieingenieur Pharma (m/w/d) und begleite innovative Arzneimittel von der klinischen Phase bis zur Markteinführung. Du führst eigenständig instrumentelle Analysen durch und optimierst Analyseverfahren. Zudem bist du für die Validierung und Qualitätssicherung der Methoden verantwortlich und erstellst umfassende Analyseberichte sowie Testvorschriften. Profitieren kannst du von flexiblen Arbeitszeiten, abwechslungsreichen Weiterbildungen und Teamevents, die den Gemeinschaftsgeist stärken. Dein Profil umfasst ein abgeschlossenes Studium in Biotechnologie, Chemieingenieurwesen oder Biochemie sowie relevante Berufserfahrung. Sei Teil eines dynamischen Teams, das Wert auf Entwicklung und Zusammenarbeit legt!
Flexible Arbeitszeiten Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Ingenieur/in - Biotechnologie wissen müssen

Ingenieur/in - Biotechnologie Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Ingenieur/in - Biotechnologie wissen müssen

Die Biotechnologie: Ein Berufsfeld zwischen Pioniergeist und Routine

Wie oft sitzt man da, weil das eigene Studium in Biotechnologie nun endlich hinter einem liegt, und fragt sich – ehrlich gesagt mehr als einmal –, wie denn jetzt wohl der Berufsalltag als Ingenieurin oder Ingenieur in dieser Branche aussieht? Ich erinnere mich an meine eigene Zeit als Berufseinsteiger: Voller Tatendrang, aber auch mit einer fast körperlichen Unsicherheit darüber, wie weit Theorie und Praxis tatsächlich auseinanderklaffen. Aus den Lehrbüchern kommt man mit sauber gezogenen Flussdiagrammen, im Arbeitsalltag stolpert man jedoch schon mal über eine defekte Pumpe – oder über einen Anweisungston, der irgendwo zwischen Motivationsplakat und Behörden-Deutsch rangiert.


Natürlich: Die meisten stellen sich Biotechnologie hochglänzend, fast schon futuristisch vor – so mit weißen Kitteln, sterilen Automaten, Wissenschaftssprache in Reinkultur. Klar, Teile davon gibt’s. Doch Biotechnologische Ingenieursarbeit ist in vielen Fällen bodenständiger – und manchmal auch bodenloser – als die Werbebroschüren es vermuten lassen: Laborarbeit, Prozessoptimierung, Validierung von Produkten, Schnittstellen zur Analytik, Meetings mit Produktionskollegen, Hygienemanagement. Und wehe, das Audit kündigt sich an! Zwischen Zellkultur und Batch-Protokoll bleibt wenig Luft für akademische Träumerei. Was viele unterschätzen: Der Job ist eine Mischung aus Präzision, Improvisation und gelegentlichem „Geradebiegen“. Manchmal wünschte ich, man hätte im Studium einen Kurs „Fehlerkultur und Krisenmanagement“ angeboten.


Qualifikationen: Vielseitigkeit statt Schubladendenken

Hier wird es spannend, weil Nicht-Biotechnologen oft denken, man müsse ein Labor-Ass und gleichzeitig Maschinenbau-Ingenieur sein, um zu bestehen. Irrtum. Was tatsächlich gefragt ist? Neugier und Kenntnis moderner Methoden – ja, sicher. Aber noch viel wichtiger: die Fähigkeit, Prozesse ganzheitlich zu verstehen, vom Zellwachstum bis zur GMP-Dokumentation. Ohne ein ordentliches Grundverständnis für Qualitätssicherung und regulatorische Hintergründe wird’s eng. Und dann wäre da noch das berühmte „Kommunikationsgeschick“ – eine Floskel, die einem schon fast aus den Ohren kommt. Tatsächlich ist gerade Kommunikation (für viele überraschend genug) in der biotechnologischen Industrie der unterschätzte Dreh- und Angelpunkt: Wer erfolgreich Projekte vorantreiben will – oder auch einfach nur in Meetings nicht untergeht –, muss Brücken bauen können zwischen Forschung, Produktion und Management.


Anpassungsfähigkeit ist Gold wert. Die Branche ist nämlich gerade dabei, sich selbst neu zu erfinden – Digitalisierung, Automatisierung, die ganze KI-Sause in Labor und Produktion. Wer meint, nach dem Studium auch nur ansatzweise „fertig“ zu sein, hat sich geschnitten. Die Lernkurve bleibt steil, egal ob man in ein kleines Biotech-Startup oder zu einem der Pharmariesen geht. Und eines merkt man schnell: Kein noch so schlaues Gerät nimmt einem die Verantwortung ab, die richtigen Fragen zu stellen, wenn ein Bioprozess ins Schlingern gerät.


Gehalt: Was ist drin – und was (noch) nicht?

Klar, jetzt wird’s heikel. Das liebe Geld – man kommt nicht drum herum. Erwartet niemanden, der als Berufseinsteiger oder Quereinsteiger mit Goldsäcken überhäuft wird. Die Gehaltsspanne variiert enorm, abhängig von Region, Arbeitgeber und Größe des Unternehmens. Im Süden Deutschlands, bei einem Weltkonzern im Bereich Pharma oder Spezialchemie, können Berufsstarter durchaus solide einsteigen – sagen wir, irgendwo zwischen 45.000 € und 58.000 € brutto im Jahr. Im Projektmanagement, mit zusätzlicher Verantwortung oder in Nischenbereichen bei Medizintechnikherstellern, geht noch etwas mehr. In Ostdeutschland, im öffentlichen Dienst oder bei forschungsnahen Startups sieht die Sache anders aus. Da reicht die Spanne auch mal deutlich nach unten.


Branchenwechsel? Etwa aus der klassischen Chemie oder Medizin? Kommt häufiger vor, als man denkt. Aber aufgepasst: Wer auf das große Gehaltspolster schielt, wird manchmal auf dem Boden der Realität geerdet. Die Entwicklungsmöglichkeiten sind dafür ordentlich. Mit einigen Jahren Erfahrung, vielleicht einer Projektleitung oder gar dem Sprung in die Produktionsleitung, kann man sich erheblich verbessern – wobei die Gläserne Decke in Forschungsjobs bisweilen tiefer hängt als etwa im Management oder der angewandten Entwicklung. Bleibt man im Labor, sind die Sprünge kleiner, aber im Gegensatz zu vielen anderen Branchen ist die Langfristperspektive gar nicht schlecht – man wird gebraucht, und das zunehmend.


Der Arbeitsmarkt: Eng, aber voller Chancen

Woran orientiert man sich als Jobsuchende oder Wechselwilliger? Statistiken, Bauchgefühl oder – mein Favorit – Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche? Die Nachfrage nach biotechnologischen Ingenieurinnen und Ingenieuren ist insgesamt stabil, teils sogar steigend – je nachdem, wie agil man geistig und örtlich ist. Bioökonomie, nachhaltige Verfahrenstechnik, Zelltherapien: Wer sich nicht zu schade ist, seine Komfortzone zu dehnen, landet schnell bei ganz anderen Themen als denen, für die er (oder sie) angeblich „ausgebildet“ wurde. Und: Kleine Anbieter suchen manchmal händeringend nach Allroundern – große Konzerne nach Spezialist:innen, die zugleich bereit sind, sich in Teamstrukturen einzufügen. Nicht jeder Arbeitsplatz ist in Berlin oder München, aber auch nicht jeder möchte in die Provinz. Ich habe Leute erlebt, die den Sprung aufs Land am Ende nie bereut haben.


Nebenbei gesagt: Die Pandemie hat Spuren hinterlassen. Flexiblere Arbeitszeitmodelle und mobilere Organisationen sind keine Science-Fiction mehr – selbst in der Biotechnologie nicht. Aber: Home-Office bleibt die Ausnahme, sobald’s ums reale Reagenzglas geht. Das ist auch mal wohltuend bodenständig. Oder eben – je nach Blickwinkel – ärgerlich.


Beruf und Privatleben: Balanceakte zwischen Anspruch und Alltag

Man muss es deutlich sagen: Work-Life-Balance ist in der Biotechnologie ein ständig neu zu verhandelndes Thema. Produktionszyklen, Deadlines, Validierungstermine – selten lässt sich exakt prognostizieren, wann der Feierabend ruft oder ob nicht doch noch ein ungeplantes Problem wartet. Gerade wer in die Großen der Branche geht – Stichwort Pharmaindustrie – muss mit Rufbereitschaften und Wochenenddiensten rechnen, zumindest temporär. Aber keine Panik: Viele Unternehmen tun inzwischen deutlich mehr, um Fachkräfte zu halten – Betriebskindergärten, Zusatzurlaub, Jobrad oder dergleichen sind längst keine Kuriosität mehr.


Bleibt die größte Herausforderung: der innere Spagat zwischen Veränderungsbereitschaft und Sicherheitsbedürfnis. Karriere machen heißt fast immer auch: bereit sein, sich auf neue Technologien, Methoden und auch Teams einzulassen. Und doch: Gute, unabhängige Köpfe werden gesucht – nicht nur, weil sie Prozesse am Laufen halten, sondern weil die Branche an den Schnittstellen wächst: zwischen Wissenschaft, Internationalität, Ethik und zunehmend auch gesellschaftlicher Verantwortung. Wer das liebt (und manchmal auch ein bisschen aushält), findet in der Biotechnologie nicht nur einen Beruf, sondern eine Art Dauerexperiment. Mit offenem Ausgang, versteht sich.


Bewerbung & Einstieg: Hürden, Eigenarten und kleine Stolpersteine

Noch ein persönlicher Rat für alle, die den Sprung wagen: Lebensläufe werden gelesen, aber selten so genau, wie man glaubt. Viel wichtiger ist der Eindruck aus Praktika, Nebenjobs oder ehrenamtlichen Engagements – wer verstanden hat, wie Labor oder Produktion wirklich ticken, sticht hervor. Und keine Angst vor Lücken! Die Branche weiß, was Umwege wert sind. Manchmal landen gerade die Quereinsteigerinnen mit Biss und Pragmatismus auf den interessantesten Posten.


So bleibt unterm Strich: Ingenieurin oder Ingenieur in der Biotechnologie zu sein, bedeutet nicht, in einem Lehrbuch zu leben – sondern in einem Berufsfeld, das zu abwechslungsreich, zu widersprüchlich und zu dynamisch ist, um es auf eine glatte Formel zu bringen. Wer bereit ist, nicht alles zu wissen und trotzdem alles wissen zu wollen, ist hier wahrscheinlich richtig. Ob das jetzt Mut, Naivität oder professioneller Forschergeist ist – darüber dürfen wir streiten.


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