Facharzt/-ärztin - Physiologie Jobs

63 aktuelle Facharzt/-ärztin - Physiologie Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
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Facharzt/-ärztin Neurologie (m/w/d)

Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz gGmbHGailingen Hochrhein

Sind Sie Facharzt oder Fachärztin für Neurologie und suchen eine sinnvolle Herausforderung? Im Hegau-Jugendwerk konzentrieren wir uns auf die Rehabilitation von Jugendlichen ab 16 Jahren und jungen Erwachsenen nach neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen. Unsere umfassenden diagnostischen und therapeutischen Angebote garantieren eine kontinuierliche Behandlung von der Frührehabilitation bis zur reintegrativen Unterstützung. Wir suchen motivierte Fachkräfte, die mit uns die Zukunft junger Menschen gestalten möchten. Erleben Sie ein engagiertes Team und moderne Einrichtungen in Voll- oder Teilzeit. Starten Sie jetzt Ihre Karriere im Hegau-Jugendwerk Gailingen!
Betriebliche Altersvorsorge Familienfreundlich Flexible Arbeitszeiten Teilzeit weitere Benefits
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Assistenzarzt/-ärztin Innere Medizin (m/w/d)

Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz gGmbHSingen Hohentwiel

Werden Sie Teil unseres engagierten Teams als Assistenzarzt/-ärztin für Innere Medizin am Hegau-Bodensee-Klinikum Singen. Mit 3.700 Mitarbeitern setzen wir uns täglich für die Gesundheit unserer Patient:innen ein – von der Vorsorge bis zur Rehabilitation. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg bieten wir Ihnen ein dynamisches Arbeitsumfeld und interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Unsere I. Medizinische Klinik ist auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen spezialisiert und verfügt über eine moderne Intensivstation. Sie können in Voll- oder Teilzeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt starten. Gestalten Sie gemeinsam mit uns Ihre Zukunft in der Inneren Medizin!
Gutes Betriebsklima Betriebliche Altersvorsorge Kantine Corporate Benefit Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz gGmbH Teilzeit weitere Benefits
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Assistenzarzt/Assistenzärztin (m/w/d) Kardiologie - NEU!

Herz- und Gefäßzentrum Bad BevensenBad Bevensen

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen Assistenzarzt (m/w/d) in Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie. Ihre Hauptaufgaben umfassen die klinische Betreuung stationärer Patient:innen sowie die Durchführung kardiologischer Diagnostik. Besondere Schwerpunkte sind Herzinsuffizienztherapie und interventionelle Kardiologie. Sie nehmen an Schicht- und Bereitschaftsdiensten teil und bringen eine anerkannte Approbation mit. Zudem sind sehr gute Deutschkenntnisse (C1) und Teamfähigkeit erforderlich. Bewerben Sie sich jetzt, um Teil eines dynamischen Teams mit umfassenden Weiterbildungsmöglichkeiten in der Kardiologie zu werden!
Weiterbildungsmöglichkeiten Corporate Benefit Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen Einkaufsrabatte Dringend gesucht Vollzeit weitere Benefits
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Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger:in / Pflegefachperson (all genders) für das Herzkatheterlabor mit Schwerpunkt Aufwachraum/ Cardioversion/ Lounge

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)Hamburg

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bietet herausragende Kompetenz in Forschung, Lehre und Gesundheitsversorgung. Mit über 16.100 engagierten Mitarbeitenden setzen wir uns täglich für die Gesundheit unserer Patienten ein. UKE strebt danach, eine der führenden Universitätskliniken zu sein und zugleich ein vorbildlicher Arbeitgeber in der Branche. Wir glauben, dass erfüllendes Arbeiten mit den persönlichen Bedürfnissen der Mitarbeitenden in Einklang steht. Deshalb bieten wir vielfältige individuelle Lösungen für unsere Mitarbeiter:innen an. Entdecken Sie die Möglichkeiten und werden Sie Teil des UKE-Teams für eine gesündere Zukunft!
Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Jobticket – ÖPNV Familienfreundlich Kinderbetreuung Ferienbetreuung Vollzeit weitere Benefits
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Oberarzt (m/w/d) für Innere Medizin in München Schwabing

Schön Klinik GruppeMünchen

Wir suchen einen engagierten Oberarzt (m/w/d) für Innere Medizin in Voll- oder Teilzeit. In dieser Position sind Sie verantwortlich für die internistische Behandlung von Patienten in der Akutneurologie sowie in der Früh- und weiterführenden Rehabilitation. Sie führen die gesamte Bandbreite internistischer Funktionsdiagnostik, einschließlich Sonographien und Elektrophysiologie, eigenständig durch. Zudem unterstützen Sie aktiv das Hygieneteam und das interne Notfallteam. Ihre Expertise fließt in diverse Kommissionen ein, um höchste Qualitätsstandards sicherzustellen. Erleben Sie mit uns ein interdisziplinäres Miteinander und eine wertvolle Zusammenarbeit zur optimalen Patientenversorgung.
Gutes Betriebsklima Jobrad Einkaufsrabatte Kinderbetreuung Teilzeit weitere Benefits
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Assistenzarzt (m/w/d) / Arzt in Weiterbildung (m/w/d) Neurologie

Bezirkskliniken SchwabenGünzburg

Werden Sie Teil unseres Teams als Assistenzarzt (m/w/d) in der Neurologie am Bezirkskrankenhaus Günzburg! Unsere Klinik bietet eine umfassende Weiterbildung in der Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen. Als überregionales Schlaganfallzentrum inklusive Frührehabilitation sind wir führend in Südwest-Bayern. Sie arbeiten in einem interdisziplinären Umfeld, zusammen mit Fachbereichen wie Neurochirurgie und Psychiatrie. Ihre Aufgaben umfassen Stationsdienste auf der Neurologie-Station, in der Stroke-Unit und der neurologischen Intensivstation. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie Ihre Karriere in der Neurologie aktiv mit!
Gutes Betriebsklima Work-Life-Balance Familienfreundlich Corporate Benefit Bezirkskliniken Schwaben Vollzeit weitere Benefits
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Assistenzarzt (m/w/d) / Arzt in Weiterbildung (m/w/d) Neurologie

Jobs bei Dir um die Ecke - PartnerportalGünzburg

Werden Sie Assistenzarzt (m/w/d) in der Neurologie und gestalten Sie aktiv Ihre Karriere! Bei uns übernehmen Sie Stationsdienste in der Neurologie, einschließlich Intensivstation und Frührehabilitation. Unser Weiterbildungsangebot umfasst spezielle Bereiche wie neurologische Intensivmedizin und Schmerzmedizin. Profitieren Sie von einer strukturierten Weiterbildung in einer Klinik der Maximalversorgung mit rund 250 Thrombektomien jährlich. Zudem erhalten Sie frühzeitigen Zugang zu zentralen diagnostischen Verfahren wie EEG und Ultraschall. Starten Sie jetzt Ihre Facharztausbildung bei uns und erweitern Sie Ihre Kompetenzen in der Neurologie!
Gutes Betriebsklima Work-Life-Balance Familienfreundlich Corporate Benefit Jobs bei Dir um die Ecke - Partnerportal Vollzeit weitere Benefits
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Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger:in / Pflegefachperson (all genders) für das Herzkatheterlabor mit Schwerpunkt Aufwachraum/ Cardioversion/ Lounge

Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburg

Werden Sie Teil des Herzkatheterlabors am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) als Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger:in (all genders). Wir bieten eine unbefristete Anstellung in Voll- oder Teilzeit mit Schwerpunkt auf Aufwachraum, Cardioversion und Lounge. Mit rund 16.100 engagierten Mitarbeitenden setzen wir uns täglich für eine optimale Gesundheitsversorgung ein. Unser Ziel ist es, als führende Universitätsklinik exzellente Forschung und Lehre zu fördern. Wir glauben an ein erfüllendes Arbeitsumfeld, das die individuellen Lebensentwürfe unserer Mitarbeitenden berücksichtigt. Kommen Sie zu uns und gestalten Sie die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv mit!
Vollzeit oder Teilzeit Gutes Betriebsklima Weiterbildungsmöglichkeiten Jobticket – ÖPNV Familienfreundlich Kinderbetreuung Ferienbetreuung Vollzeit weitere Benefits
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Ausbildung zum*zur Physiotherapeut*in

Grone Bildungszentrum für Gesundheits- und SozialberufeHamburg

Die Nachfrage nach qualifizierten Physiotherapeut*innen steigt kontinuierlich. Ihre Essenz in der Prävention, Rehabilitation und kurativen Medizin sichert den Erfolg der modernen Behandlungsmethoden. Unsere Ausbildung zum*zur Physiotherapeut*in eröffnet Ihnen exzellente Karrierechancen in zahlreichen Bereichen. Arbeiten Sie in Akutkrankenhäusern, Praxisgemeinschaften oder Rehabilitationseinrichtungen. Die Ausbildung umfasst 2.900 Stunden mit theoretischen und praktischen Inhalten, darunter Anatomie, Physiologie und spezielle Krankheitslehre. Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten in Sportvereinen, Fitness-Studios oder als Dozent*in in Bildungseinrichtungen, um Ihre Zukunft zu gestalten.
Vollzeit weitere Benefits
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Alles was Sie über den Berufsbereich Facharzt/-ärztin - Physiologie wissen müssen

Facharzt/-ärztin - Physiologie Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Facharzt/-ärztin - Physiologie wissen müssen

Physiologie – Fachärztliche Berufswahl zwischen Labor und Lebensrealität

Manchmal – so meine ganz persönliche Erfahrung – gleicht die Entscheidung, sich auf die Facharztweiterbildung für Physiologie einzulassen, dem Wagnis einer Entdeckungsreise: Man steht irgendwo zwischen weißem Laborkittel und Vorlesungssaal, zwischen Handelsblatt und Wissenschaftsjournal, immer mal wieder an der Schnittstelle zwischen „Was leistet der menschliche Körper?“ und „Was leisten wir als Fachärzt:innen für die Zukunft der Medizin?“ Ganz ehrlich: Die Physiologie ist für manche Kolleg:innen ein Geheimtipp, für andere ein buchstäblicher Blinddarm der Medizin. Und genau darin liegt ein Reiz, den nicht jeder auf den ersten Blick erkennt.


Tätigkeitsprofil: Mehr als Handbuch-Automat

Wer Physio sagt, meint meistens Muskel, vielleicht noch Nerv. Doch als Fachärztin oder Facharzt für Physiologie ist man Spezialist:in für Funktionsweise, Wechselspiel und Anpassungsmechanismen praktisch aller Organsysteme. Klingt trocken? Fehlanzeige. Das tatsächliche Arbeitsfeld ist ein Mix aus experimenteller Forschung, Lehrtätigkeit und – seltener, aber zunehmend wichtig – Beratung für Diagnostik und Therapieentwicklung. Heißt: Wer nur ans Reagenzglas denkt, irrt. Zwischen Laboraufbau, Tierversuchsplanung, Messreiheninterpretation und Vorlesung kann ein Tag alles bedeuten. Unter Kollegen kursiert hin und wieder die ironische Faustregel: Wer Belastbarkeit beweisen will, muss auch mal um drei Uhr nachts eine Datenauswertung retten.


Qualifikationen: Tiefgang trifft Leidenschaft (und Geduld)

Arbeiten an der Front der Grundlagenforschung verlangt mehr als nur das Handwerkszeug aus dem Medizinstudium: Eigenständigkeit, Frustrationstoleranz, ein Spürsinn für methodische Fehlerquellen. Nicht selten ertappt man sich dabei, mit einer Mischung aus Stolz und (selbst-)ironischem Kopfschütteln auf den eigenen Werdegang zu blicken – wie viele Anläufe es manchmal braucht, einen Versuchsaufbau „idiotensicher“ zu machen. Gibt’s Nervenkitzel? Und ob. Allerdings eher intellektuell als dramatisch. Die Lust am präzisen Formulieren, am Diskutieren wissenschaftlicher Kontroversen, sollte man schon mitbringen – sonst droht schneller Frust, als einem lieb ist. Was nach außen als zurückgezogen erscheint, ist intern häufig eine Fieberkurve des Forschens (und Scheiterns – und nochmal Forschens).


Einstiegsgehalt, Entwicklungsperspektiven und die Frage nach „lohnt sich das?“

Wer auf fette Einstiegsgehälter schielt, wird bei der Fachärztin oder dem Facharzt für Physiologie – nehmen wir die nüchtern labororientierte Schiene – tendenziell enttäuscht. Besonders im Vergleich zu einer klassischen klinischen Laufbahn. Die Einstiegsgehälter variieren, der Personalmarkt kennt allerdings stärkere Schwankungen: Während in forschungsstarken Universitäten und Instituten solide Grundvergütungen locken (Stichwort: TVöD, Wissenschaft), sehen viele regionale Kliniken oder private Forschungseinrichtungen die Dinge anders – hier zählt oft Projektbindung, Drittmittelversorgung, manchmal auch Neigung zu Science-by-contract. In Großstädten – klassisches Beispiel: Berlin, München, Heidelberg – sind tendenziell attraktive Einstiegsgehälter und Entwicklungsmöglichkeiten geboten. Wer allerdings in strukturschwachen Regionen antritt oder gar in kleinen Laboren „andocken“ möchte, sieht schnell: Zwischen Idealismus und finanzieller Ernüchterung ist oft nur ein dünner Grat. (Oder sagen wir: Der Reiz des Forschens wird nicht selten von der Monatsabrechnung gezähmt – so ehrlich muss man sein.)


Karriereoptionen, Weiterbildung – und warum die Nische nicht ausstirbt

„Was kann man damit machen?“ – Es gibt Abende, an denen man diese Frage innerlich mit rollenden Augen beantwortet. Fakt ist: Die Physiologie ist ein Sprungbrett in unterschiedlichste Richtungen. Fast jede:r zweite Facharzt / Fachärztin bleibt dem akademischen Betrieb treu: Uni-Institute, medizinische Fakultäten, Forschungszentren. Die Lehre – teils streng, teils inspirierend – ist dabei fast unverzichtbarer Bestandteil. Jüngere Entwicklungen im Bereich der translationalen Medizin, Digitalisierung oder Medizintechnik öffnen neue Türen: Wer Schnittmengen mit Bioinformatik, Systembiologie oder Gerätemedizin mag, kann sich inzwischen gezielt fortbilden und von dort aus eigene Initiativen starten. Wechselwillige oder Quereinsteiger:innen profitieren zudem manchmal von den Projekterfahrungen, die sie in der Physiologie sammeln – etwa als Schnittstellenmanager:in in Unternehmen, Behörden oder Start-ups, die medizinische Innovationen vorantreiben. Bemerkenswert: Die Weiterbildung ist alles andere als ein starres Korsett – Individualisten finden hier, so meine Erfahrung, viele Nischen, die anderswo untergehen würden.


Arbeitsmarkt, Work-Life-Balance und die kleine große Frage nach dem Sinn

Und, wie sieht’s aus auf dem Arbeitsmarkt? Sicher: Der ganz große Hype bleibt (noch?) aus. Aber: Gerade angesichts des Mangels an wissenschaftlicher Fachkompetenz in Medizin und Biotechnologie wächst die Nachfrage – spürbar, aber mit dem typischen Zeitverzug akademischer Entwicklungen. Jobwechsel? Für mutige Generalist:innen definitiv möglich. Flexibles Arbeiten abseits der klassischen Klinikschichten lockt, können aber nicht alle Institute bieten – der Alltag changiert zwischen Semesterterminkalender, Projektantrag und einigen Extrastunden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hängt, nüchtern betrachtet, vom individuellen Setting ab: Gibt’s einen Kolleg:innen-Kreis, der zusammenhält, oder regiert das starre Hierarchiedenken alter Strickart? Wer Eigeninitiative und Gestaltungswillen zeigt, kann mitgestalten – im Zweifel sogar auf höherer Ebene als klassische Routinenärzt:innen. Und dann, zu guter Letzt, bleibt die Sinnfrage: Manches im Alltag der Physiologie wirkt wie ein Puzzle, das nie fertig wird. Aber genau das, so paradox es klingen mag, ist ja oft die eigentliche Triebfeder. Warum? Weil es immer wieder diese Momente gibt, in denen ein neues Forschungsergebnis, ein gescheiterter Versuch oder eine innovative Lehridee tatsächlich die Medizin ein Stück weiterbringen – und manchmal auch einen selbst.


Kurzbeschreibung Facharzt/-ärztin - Physiologie

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Facharzt/-ärztin - Physiologie

Wer Physio sagt, meint meistens Muskel, vielleicht noch Nerv. Doch als Fachärztin oder Facharzt für Physiologie ist man Spezialist:in für Funktionsweise, Wechselspiel und Anpassungsmechanismen praktisch aller Organsysteme. Klingt trocken? Fehlanzeige. Das tatsächliche Arbeitsfeld ist ein Mix aus experimenteller Forschung, Lehrtätigkeit und – seltener, aber zunehmend wichtig – Beratung für Diagnostik und Therapieentwicklung. Heißt: Wer nur ans Reagenzglas denkt, irrt. Zwischen Laboraufbau, Tierversuchsplanung, Messreiheninterpretation und Vorlesung kann ein Tag alles bedeuten. Unter Kollegen kursiert hin und wieder die ironische Faustregel: Wer Belastbarkeit beweisen will, muss auch mal um drei Uhr nachts eine Datenauswertung retten.

Arbeiten an der Front der Grundlagenforschung verlangt mehr als nur das Handwerkszeug aus dem Medizinstudium: Eigenständigkeit, Frustrationstoleranz, ein Spürsinn für methodische Fehlerquellen. Nicht selten ertappt man sich dabei, mit einer Mischung aus Stolz und (selbst-)ironischem Kopfschütteln auf den eigenen Werdegang zu blicken – wie viele Anläufe es manchmal braucht, einen Versuchsaufbau „idiotensicher“ zu machen. Gibt’s Nervenkitzel? Und ob. Allerdings eher intellektuell als dramatisch. Die Lust am präzisen Formulieren, am Diskutieren wissenschaftlicher Kontroversen, sollte man schon mitbringen – sonst droht schneller Frust, als einem lieb ist. Was nach außen als zurückgezogen erscheint, ist intern häufig eine Fieberkurve des Forschens (und Scheiterns – und nochmal Forschens).

Wer auf fette Einstiegsgehälter schielt, wird bei der Fachärztin oder dem Facharzt für Physiologie – nehmen wir die nüchtern labororientierte Schiene – tendenziell enttäuscht. Besonders im Vergleich zu einer klassischen klinischen Laufbahn. Die Einstiegsgehälter variieren, der Personalmarkt kennt allerdings stärkere Schwankungen: Während in forschungsstarken Universitäten und Instituten solide Grundvergütungen locken (Stichwort: TVöD, Wissenschaft), sehen viele regionale Kliniken oder private Forschungseinrichtungen die Dinge anders – hier zählt oft Projektbindung, Drittmittelversorgung, manchmal auch Neigung zu Science-by-contract. In Großstädten – klassisches Beispiel: Berlin, München, Heidelberg – sind tendenziell attraktive Einstiegsgehälter und Entwicklungsmöglichkeiten geboten. Wer allerdings in strukturschwachen Regionen antritt oder gar in kleinen Laboren „andocken“ möchte, sieht schnell: Zwischen Idealismus und finanzieller Ernüchterung ist oft nur ein dünner Grat. (Oder sagen wir: Der Reiz des Forschens wird nicht selten von der Monatsabrechnung gezähmt – so ehrlich muss man sein.)

„Was kann man damit machen?“ – Es gibt Abende, an denen man diese Frage innerlich mit rollenden Augen beantwortet. Fakt ist: Die Physiologie ist ein Sprungbrett in unterschiedlichste Richtungen. Fast jede:r zweite Facharzt / Fachärztin bleibt dem akademischen Betrieb treu: Uni-Institute, medizinische Fakultäten, Forschungszentren. Die Lehre – teils streng, teils inspirierend – ist dabei fast unverzichtbarer Bestandteil. Jüngere Entwicklungen im Bereich der translationalen Medizin, Digitalisierung oder Medizintechnik öffnen neue Türen: Wer Schnittmengen mit Bioinformatik, Systembiologie oder Gerätemedizin mag, kann sich inzwischen gezielt fortbilden und von dort aus eigene Initiativen starten. Wechselwillige oder Quereinsteiger:innen profitieren zudem manchmal von den Projekterfahrungen, die sie in der Physiologie sammeln – etwa als Schnittstellenmanager:in in Unternehmen, Behörden oder Start-ups, die medizinische Innovationen vorantreiben. Bemerkenswert: Die Weiterbildung ist alles andere als ein starres Korsett – Individualisten finden hier, so meine Erfahrung, viele Nischen, die anderswo untergehen würden.

Und, wie sieht’s aus auf dem Arbeitsmarkt? Sicher: Der ganz große Hype bleibt (noch?) aus. Aber: Gerade angesichts des Mangels an wissenschaftlicher Fachkompetenz in Medizin und Biotechnologie wächst die Nachfrage – spürbar, aber mit dem typischen Zeitverzug akademischer Entwicklungen. Jobwechsel? Für mutige Generalist:innen definitiv möglich. Flexibles Arbeiten abseits der klassischen Klinikschichten lockt, können aber nicht alle Institute bieten – der Alltag changiert zwischen Semesterterminkalender, Projektantrag und einigen Extrastunden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hängt, nüchtern betrachtet, vom individuellen Setting ab: Gibt’s einen Kolleg:innen-Kreis, der zusammenhält, oder regiert das starre Hierarchiedenken alter Strickart? Wer Eigeninitiative und Gestaltungswillen zeigt, kann mitgestalten – im Zweifel sogar auf höherer Ebene als klassische Routinenärzt:innen. Und dann, zu guter Letzt, bleibt die Sinnfrage: Manches im Alltag der Physiologie wirkt wie ein Puzzle, das nie fertig wird. Aber genau das, so paradox es klingen mag, ist ja oft die eigentliche Triebfeder. Warum? Weil es immer wieder diese Momente gibt, in denen ein neues Forschungsergebnis, ein gescheiterter Versuch oder eine innovative Lehridee tatsächlich die Medizin ein Stück weiterbringen – und manchmal auch einen selbst.

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