Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin Jobs

2.223 aktuelle Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin Stellenangebote

Zur Berufsorientierung
Top Karriere Portal - Auszeichnung von Focus
Filter

Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin (w/m/d)

TÜV Rheinland GroupErfurt, Saalfeld

Als Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin verbindest du medizinisches Know-how mit betrieblicher Gesundheitsförderung, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu sichern. Werde Teil unseres engagierten Teams! Du bist der erste Ansprechpartner für unsere Kunden in Gesundheitsfragen und berätst zu Sicherheit am Arbeitsplatz. Mit deiner Expertise verhinderst du arbeitsbedingte Erkrankungen effektiver. In modernen Zentren und vor Ort führst du Vorsorge- und Eignungsuntersuchungen durch. Setze deine Fähigkeiten ein, um die Arbeitsumgebung nachhaltig zu verbessern und die Gesundheit im Unternehmen zu fördern!
Gesundheitsprogramme Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin (w/m/d)

TÜV Rheinland GroupChemnitz, Plauen, Gera

Als Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin verbindest du medizinisches Wissen mit betrieblicher Gesundheitsförderung. In dieser Rolle optimierst du die Arbeitsumgebung unserer Kunden und schützt die Gesundheit der Mitarbeitenden. Du bist der erste Ansprechpartner in Gesundheitsfragen und berätst bezüglich sicherem Arbeiten. Deine Expertise hilft, arbeitsmedizinischen Aspekten vorzubeugen und Erkrankungen zu verhindern. Dabei führst du sowohl in unseren modernen Zentren als auch vor Ort Vorsorgeuntersuchungen durch. Werde Teil unseres Teams und trage aktiv zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz bei!
Gesundheitsprogramme Weiterbildungsmöglichkeiten Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Facharzt/ärztin Arbeitsmedizin (m/w/d)

Gesundheit & soziale Dienste KarriereKarlsruhe

Entdecken Sie das AZK – Ihr Partner für arbeitsmedizinische Betreuung. Als führendes Gesundheitsunternehmen unterstützen wir Unternehmen und ihre Mitarbeiter mit fundierten Dienstleistungen. Werden Sie Teil unseres engagierten Teams und gestalten Sie die Zukunft der Gesundheitsversorgung mit!
Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Facharzt (m/w/d) für Arbeitsmedizin oder Facharzt (m/w/d) mit Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin für

Klinikum Ernst von Bergmann gGmbHPotsdam

Die Ernst von Bergmann Gruppe sucht engagierte Fachärzte (m/w/d) für Arbeitsmedizin oder Betriebsmedizin. An unseren 42 Standorten bieten wir vielfältige Möglichkeiten, das Leben in Brandenburg zu verbessern. Ihre Aufgaben umfassen die betriebsmedizinische Betreuung, Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen und Arbeitsplatzbewertungen. Zudem unterstützen Sie den Arbeitgeber bei gesundheitlichen Themen und der Weiterentwicklung des Betriebsärztlichen Dienstes. Wir bieten attraktive Konditionen und starke berufliche Perspektiven. Bewerben Sie sich jetzt und gestalten Sie die Gesundheit unserer Mitarbeitenden aktiv mit!
Gesundheitsprogramme Unbefristeter Vertrag Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Facharzt/ärztin Arbeitsmedizin (m/w/d)

AZK - Arbeitsmedizinisches Zentrum KarlsruheKarlsruhe

Sie sind Facharzt oder Fachärztin für Arbeitsmedizin oder möchten die Weiterbildung im Bereich Betriebsmedizin beginnen? In dieser Position erwartet Sie eine zukunftssichere Anstellung in einem kollegialen Umfeld mit spannenden Aufgaben. Ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie hohe Beratungskompetenz sind gefragt, während Sie eigenverantwortlich arbeiten. Genießen Sie familienfreundliche Arbeitszeiten ohne Nacht- oder regelmäßige Wochenenddienste. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, einen festen Kundenstamm zu betreuen und interessante Karrierechancen zu nutzen. Ein Dienstwagenmodell mit privater Nutzung sowie die Option eines Jobrads sind ebenfalls Teil des Angebots.
Gesundheitsprogramme Gutes Betriebsklima Familienfreundlich Jobrad Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Facharzt (m/w/d) für Arbeitsmedizin als Zentrumsleitung

Arbeitsmedizinischer Dienst der BG BAU GMBHDessau Roßlau

Suchen Sie eine Herausforderung als Facharzt (m/w/d) für Arbeitsmedizin? Als Zentrumsleitung sind Sie für die fachliche und organisatorische Leitung zuständig. Ihr Fokus liegt auf präventiver Betreuung und Beratung in Arbeits- und Gesundheitsschutz. In einem kollegialen Team erkennen Sie arbeitsbedingte Erkrankungen frühzeitig und setzen präventive Maßnahmen um. Zudem wirken Sie aktiv im betrieblichen Gesundheitsmanagement und in der Rehabilitation mit. Ihr Profil umfasst eine Weiterbildung in Arbeitsmedizin, Erfahrung als Betriebsarzt sowie Führungsstärke und Teamfähigkeit.
Weiterbildungsmöglichkeiten Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Erfolgsbeteiligung Vermögenswirksame Leistungen Gesundheitsprogramme Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Facharzt/ärztin Arbeitsmedizin oder Arzt in Weiterbildung (m/w/d)

Betriebsärztlicher Dienst Biedenkopf e.V.Biedenkopf

Als Facharzt für Arbeitsmedizin (m/w/d) oder mit Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin bringen Sie umfassende Erfahrung in der arbeitsmedizinischen Betreuung mit. Empathie und Beratungskompetenz sind ebenso wichtig wie ein hohes Verantwortungsbewusstsein und ein teamorientierter Arbeitsstil. Gute Zeitmanagementfähigkeiten unterstützen Ihre effektiven Kundenbesuche im Außendienst. Im Rahmen der Weiterbildung sollten mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in der Patientenversorgung vorliegen. Begeisterung für vielseitige Aufgaben und Interesse an verschiedenen medizinischen Bereichen sind entscheidend. Profitieren Sie von abwechslungsreicher Präventionsarbeit und gestalten Sie die Arbeitsmedizin innovativ und unabhängig.
Weiterbildungsmöglichkeiten Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht

Facharzt/-ärztin für Arbeitsmedizin (w/m/d)

Sonstige Dienstleistungen KarriereRegensburg

Schließen Sie sich über 28.000 engagierten Experten bei TÜV Rheinland an und gestalten Sie zukunftsweisende Lösungen aktiv mit. Bringen Sie Ihr Wissen ein und entwickeln Sie innovative Ideen in einem inspirierenden Umfeld. Bewerben Sie sich jetzt!
Vollzeit weitere Benefits
mehr erfahren
Heute veröffentlicht
1 2 3 4 5
Alles was Sie über den Berufsbereich Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin wissen müssen

Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin wissen müssen

Wo Wissenschaft auf Menschen trifft – Arbeitsmedizin in der Praxis

Es gibt Berufe, denen begegnet man – ohne es zu merken – eigentlich tagtäglich. Die Arbeitsmedizin ist so einer. Acht Stunden im Büro, die Hand im Labor, die Schicht auf der Baustelle: Irgendwo im Hintergrund zieht eine Fachärztin oder ein Facharzt für Arbeitsmedizin strategisch die Fäden, manchmal fast unsichtbar. Und doch ist das Wirkungsspektrum enorm. Wer in den Beruf einsteigen will oder einen Wechsel anpeilt, steht am Scheideweg zwischen Medizin, Recht, Gesellschaftstheorie – und ein bisschen Menschenkenntnis, wie man sie nicht auf jedem Medizinkongress lernt.


Der echte Arbeitsalltag: Zwischen Staubmaske und Gesetzestext

Ganz ehrlich: Das Bild vom Firmenarzt, der mal eben in die Kaffeepause platzt, ist ziemlich schief. In der Praxis steckt hinter dem Titel weit mehr. Brückenschläge zuhauf. Ein Tag kann damit starten, dass man Gefährdungsbeurteilungen für einen Automobilzulieferer erstellt – und nachmittags steht die Beurteilung eines Produktionsprozesses beim örtlichen Mittelständler an, inklusive Schichtbelastung und Kontakt mit Gefahrstoffen. Klingt technisch? Ist es auch. Aber spätestens, wenn Kolleg:innen von ihrer Rückenschmerzen berichten oder psychosoziale Belastungen im Raum schweben, schlägt man die Diagnostikschiene ein. Machtneutrale Gesprächsführung, Superkraft im Praxisalltag! Und dann kommt schon mal der Anruf des Betriebsrats – ob man nicht eigentlich zur Schweigepflicht verpflichtet sei? Ist man. Aber oft steckt der Teufel im Paragraphenwerk. Wer hier gut vermitteln kann, ist Gold wert.


Was man mitbringen muss – und was oft keiner sagt

Die offizielle Latte an Qualifikationen ist lang: abgeschlossenes Medizinstudium, vielleicht Facharztweiterbildung in einem anderen Gebiet, Zusatzweiterbildung Arbeitsmedizin. Klingt logisch. Aber – was viele unterschätzen – entscheidend ist die Mischung: analytisches Denken trifft auf multispektrale Empathie. Es hilft, sich blitzschnell in neue Branchen hineinzudenken. Konstruktionshalle, Softwareagentur, Pflegeheim? Komplett andere Herausforderungen. Dazu: Konfliktfähigkeit. Man steht eben manchmal auch zwischen Arbeitgeberinteressen und Arbeitnehmerwohl, zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Hinzu kommt eine ordentliche Portion Kommunikationsgeschick, denn Beratung ist ein stetiger Begleiter. Wer Freude an Schnittstellenarbeit hat – Mensch, Recht, Technik –, für den öffnet sich ein erstaunlich agiles Feld. Wer dagegen meint, im Behandlungszimmer zu sitzen und Rezepte abzuarbeiten, den wird das berufliche Panorama überraschen. Zugegeben: Für mich war gerade das der Reiz.


Arbeitsmarkt, Gehalt & regionale Tücken – Glanz oder grauer Alltag?

Geld? Stets die Gretchenfrage. Wer glaubt, als Facharzt für Arbeitsmedizin habe man gleich einen Goldesel im Keller, muss sich die Realität nüchtern anschauen. Die Vergütung ist solide, ja, keine Frage – oft besser als etwa im Krankenhausdienst, mit weniger Wochenend- und Nachtdiensten. Einstiegsgehälter bewegen sich meist im Rahmen von 80.000 € bis 95.000 € brutto jährlich; mit Erfahrung und regionaler Nachfrage kann das auf 110.000 € bis 130.000 € wachsen, teilweise auch darüber. Große Unternehmen in (industriestarken) Ballungszentren zahlen natürlich besser als die Kommune auf dem Land, wo die Fahnenstange oft früher erreicht ist. Dazu: Ob man als Angestellte:r bei einem werksärztlichen Dienst, als Betriebsärzt:in bei einer genossenschaftlichen Einrichtung oder freiberuflich unterwegs ist, macht noch mal einen Unterschied. Interessanter Nebenschauplatz: Der akute Nachwuchsmangel und die Zunahme von Sabbaticals, Elternzeiten oder Querwechseln aus anderen Fachgebieten schrauben die Verhandlungsbasis spürbar nach oben. Die Zeit spielt – aktuell – für alle, die bereit sind, über den Tellerrand zu schauen.


Karriere, Quereinstieg & das große Fragezeichen „Digitalisierung“

Es gibt diese unausgesprochene Annahme: Wer in die Arbeitsmedizin wechselt, wolle nur weniger Stress, keine Nachtschichten mehr, geregelte Tage. Stimmt das? Ja und nein. Einerseits: Die Planbarkeit ist ein großes Plus. Die meisten Praxen und Dienste arbeiten weitgehend zu „büroüblichen“ Zeiten, Wochenenddienste sind die Ausnahme. Für viele ist das nach Jahren im Klinikbetrieb ein Segen. Gleichzeitig steht der Beruf nicht still. Neue gesetzliche Anforderungen, Digitalisierungsschübe (man denke an mobile Screenings oder KI-Tools zur Ergonomieanalyse), dazu Themen wie psychische Gefährdung und Diversity – das verlangt nach ständiger Weiterqualifikation. Wer sich darauf einlässt, landet nicht im Archiv, sondern bleibt gefordert. Weiterbildungsplätze sind gefragt – nicht selten wechseln auch Fachärzt:innen aus der Inneren, Arbeitspsychologie oder Orthopädie. Ein echtes Patchwork.


Wandel, Wert und Work-Life-Balance – zwischen Ideal und Alltag

Manchmal ertappe ich mich bei der Frage: Ist das hier „die schöne neue Arbeitswelt“? Wer einmal in einem Großbetrieb vor volldigitalisierten Arbeitsschutztools steht, merkt ziemlich schnell, wie sehr Technik unser Tun verändert. Früher Klemmbrett, heute Dashboard – und morgen vielleicht schon Sensoren am Blaumann. Das hat Vorteile, klar, aber wirft neue Fragen auf: Wie bleibt man nah an den Menschen, wenn Algorithmen die erste Gefährdungsdiagnose liefern? Und wie sieht das mit Vertrauen aus, wenn alle Prozesse gemessen werden? Andererseits, und das wird häufig übersehen: Arbeitsmedizin bietet echte Chancen auf eine ausgewogene Work-Life-Balance – ein entscheidender Grund, warum viele Kolleg:innen den Weg wagen. Trotzdem, die fachliche Herausforderung bleibt; darauf muss man Lust haben.


Perspektiven & Mut zur Ambivalenz

Manchmal wirkt die Arbeitsmedizin wie ein Sammelbecken für Allroundtalente, die genug von Klinikmarathon und Einzelkämpfertum haben. Aber so einfach ist es nicht. Die beruflichen Möglichkeiten – Beratung, Management, Forschungsprojekte, Prävention und mehr – sind so breit wie das Feld selbst. Welche Herausforderungen wirklich zählen? Die Antwort hängt davon ab, was man sucht: Stabilität, Gestaltungsmöglichkeiten, Sinnstiftung? Ich kann nur sagen: Die Reise lohnt sich, vorausgesetzt, man bringt Neugier, ein bisschen Demut und die Bereitschaft mit, immer wieder zwischen den Welten zu pendeln. Schubladendenken funktioniert hier nicht. Und ehrlich: Genau das macht den Reiz dieses Berufs aus – trotz oder gerade wegen seiner Ambivalenzen.


Kurzbeschreibung Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin

Ganz ehrlich: Das Bild vom Firmenarzt, der mal eben in die Kaffeepause platzt, ist ziemlich schief. In der Praxis steckt hinter dem Titel weit mehr. Brückenschläge zuhauf. Ein Tag kann damit starten, dass man Gefährdungsbeurteilungen für einen Automobilzulieferer erstellt – und nachmittags steht die Beurteilung eines Produktionsprozesses beim örtlichen Mittelständler an, inklusive Schichtbelastung und Kontakt mit Gefahrstoffen. Klingt technisch? Ist es auch. Aber spätestens, wenn Kolleg:innen von ihrer Rückenschmerzen berichten oder psychosoziale Belastungen im Raum schweben, schlägt man die Diagnostikschiene ein. Machtneutrale Gesprächsführung, Superkraft im Praxisalltag! Und dann kommt schon mal der Anruf des Betriebsrats – ob man nicht eigentlich zur Schweigepflicht verpflichtet sei? Ist man. Aber oft steckt der Teufel im Paragraphenwerk. Wer hier gut vermitteln kann, ist Gold wert.

Die offizielle Latte an Qualifikationen ist lang: abgeschlossenes Medizinstudium, vielleicht Facharztweiterbildung in einem anderen Gebiet, Zusatzweiterbildung Arbeitsmedizin. Klingt logisch. Aber – was viele unterschätzen – entscheidend ist die Mischung: analytisches Denken trifft auf multispektrale Empathie. Es hilft, sich blitzschnell in neue Branchen hineinzudenken. Konstruktionshalle, Softwareagentur, Pflegeheim? Komplett andere Herausforderungen. Dazu: Konfliktfähigkeit. Man steht eben manchmal auch zwischen Arbeitgeberinteressen und Arbeitnehmerwohl, zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Hinzu kommt eine ordentliche Portion Kommunikationsgeschick, denn Beratung ist ein stetiger Begleiter. Wer Freude an Schnittstellenarbeit hat – Mensch, Recht, Technik –, für den öffnet sich ein erstaunlich agiles Feld. Wer dagegen meint, im Behandlungszimmer zu sitzen und Rezepte abzuarbeiten, den wird das berufliche Panorama überraschen. Zugegeben: Für mich war gerade das der Reiz.

Geld? Stets die Gretchenfrage. Wer glaubt, als Facharzt für Arbeitsmedizin habe man gleich einen Goldesel im Keller, muss sich die Realität nüchtern anschauen. Die Vergütung ist solide, ja, keine Frage – oft besser als etwa im Krankenhausdienst, mit weniger Wochenend- und Nachtdiensten. Einstiegsgehälter bewegen sich meist im Rahmen von 80.000 € bis 95.000 € brutto jährlich; mit Erfahrung und regionaler Nachfrage kann das auf 110.000 € bis 130.000 € wachsen, teilweise auch darüber. Große Unternehmen in (industriestarken) Ballungszentren zahlen natürlich besser als die Kommune auf dem Land, wo die Fahnenstange oft früher erreicht ist. Dazu: Ob man als Angestellte:r bei einem werksärztlichen Dienst, als Betriebsärzt:in bei einer genossenschaftlichen Einrichtung oder freiberuflich unterwegs ist, macht noch mal einen Unterschied. Interessanter Nebenschauplatz: Der akute Nachwuchsmangel und die Zunahme von Sabbaticals, Elternzeiten oder Querwechseln aus anderen Fachgebieten schrauben die Verhandlungsbasis spürbar nach oben. Die Zeit spielt – aktuell – für alle, die bereit sind, über den Tellerrand zu schauen.

Es gibt diese unausgesprochene Annahme: Wer in die Arbeitsmedizin wechselt, wolle nur weniger Stress, keine Nachtschichten mehr, geregelte Tage. Stimmt das? Ja und nein. Einerseits: Die Planbarkeit ist ein großes Plus. Die meisten Praxen und Dienste arbeiten weitgehend zu „büroüblichen“ Zeiten, Wochenenddienste sind die Ausnahme. Für viele ist das nach Jahren im Klinikbetrieb ein Segen. Gleichzeitig steht der Beruf nicht still. Neue gesetzliche Anforderungen, Digitalisierungsschübe (man denke an mobile Screenings oder KI-Tools zur Ergonomieanalyse), dazu Themen wie psychische Gefährdung und Diversity – das verlangt nach ständiger Weiterqualifikation. Wer sich darauf einlässt, landet nicht im Archiv, sondern bleibt gefordert. Weiterbildungsplätze sind gefragt – nicht selten wechseln auch Fachärzt:innen aus der Inneren, Arbeitspsychologie oder Orthopädie. Ein echtes Patchwork.

Manchmal ertappe ich mich bei der Frage: Ist das hier „die schöne neue Arbeitswelt“? Wer einmal in einem Großbetrieb vor volldigitalisierten Arbeitsschutztools steht, merkt ziemlich schnell, wie sehr Technik unser Tun verändert. Früher Klemmbrett, heute Dashboard – und morgen vielleicht schon Sensoren am Blaumann. Das hat Vorteile, klar, aber wirft neue Fragen auf: Wie bleibt man nah an den Menschen, wenn Algorithmen die erste Gefährdungsdiagnose liefern? Und wie sieht das mit Vertrauen aus, wenn alle Prozesse gemessen werden? Andererseits, und das wird häufig übersehen: Arbeitsmedizin bietet echte Chancen auf eine ausgewogene Work-Life-Balance – ein entscheidender Grund, warum viele Kolleg:innen den Weg wagen. Trotzdem, die fachliche Herausforderung bleibt; darauf muss man Lust haben.

Manchmal wirkt die Arbeitsmedizin wie ein Sammelbecken für Allroundtalente, die genug von Klinikmarathon und Einzelkämpfertum haben. Aber so einfach ist es nicht. Die beruflichen Möglichkeiten – Beratung, Management, Forschungsprojekte, Prävention und mehr – sind so breit wie das Feld selbst. Welche Herausforderungen wirklich zählen? Die Antwort hängt davon ab, was man sucht: Stabilität, Gestaltungsmöglichkeiten, Sinnstiftung? Ich kann nur sagen: Die Reise lohnt sich, vorausgesetzt, man bringt Neugier, ein bisschen Demut und die Bereitschaft mit, immer wieder zwischen den Welten zu pendeln. Schubladendenken funktioniert hier nicht. Und ehrlich: Genau das macht den Reiz dieses Berufs aus – trotz oder gerade wegen seiner Ambivalenzen.

Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin Jobs in weiteren Städten

Das könnte Sie auch interessieren

Facharzt/-ärztin - Arbeitsmedizin Jobs in weiteren Städten

  • Suhl
  • Stuttgart
  • Berlin
  • Bayreuth
  • Winnenden
  • Erfurt
  • Düsseldorf
  • Gera
  • Hamburg
  • München
  • Naumburg Saale
  • Mönchengladbach
  • Neuruppin
  • Viersen
  • Magdeburg
  • Bad Wildungen
  • Bad Wimpfen
  • Erpen
  • Köln
  • Bad Kissingen
  • Dresden
  • Naumburg
  • Pirna
  • Ichenhausen
Top Karriere Portal - Auszeichnung von Focus