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Jobs / Stellenangebote Facharzt/-ärztin - Rechtsmedizin

Arbeitsbedingungen Facharzt/-ärztin - Rechtsmedizin

Untersuchung und Behandlung

Fachärzte und -ärztinnen für Rechtsmedizin arbeiten in Krankenhäusern, im gerichtsärztlichen Dienst, beim Landes- oder Bundeskriminalamt sowie an rechtsmedizinischen Instituten. Wenngleich der Anteil der Verwaltungsaufgaben in der täglichen Arbeit einen immer größeren Anteil einnimmt, so stehen doch die Untersuchung von toten Menschen oder Gewaltopfern im Vordergrund.

Fachärzte und -ärztinnen für Rechtsmedizin sind viel auf den Beinen, etwa wenn sie sich direkt am Tatort ein erstes Bild über Todesart und -zeitpunkt machen müssen, sie mehrere Stunden am Stück im Sektionssaal stehen oder überlebende Gewaltopfer betreuen. Zwar agieren sie eigenständig, z.B. bei Untersuchungen. Sie arbeiten jedoch eng verzahnt im Ärzteteam z.B. mit Assistenzärzten und -ärztinnen, Fachärzten und -ärztinnen sowie mit anderem medizinischem und pflegerischem Personal zusammen und sprechen detailliert Diagnosen und Vorgehensweisen ab. Auch in öffentlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens lösen sie viele Aufgaben im Team. Mit Patientendaten gehen sie im Rahmen ihrer ärztlichen Schweigepflicht sorgsam um.

Bei Untersuchungen lebender Gewaltopfer haben sie engen Körperkontakt. Hier ist - besonders bei traumatisierten, ängstlichen, nervösen und schmerzempfindlichen Patienten - Fingerspitzengefühl unabdingbar. Auch die Kommunikation zwischen Arzt und Patient setzt Einfühlungsvermögen und darüber hinaus eine hohe psychische Belastbarkeit voraus, da Fachärzte und -ärztinnen immer wieder mit schweren Schicksalen von Patienten konfrontiert werden.

Tag und Nacht im Einsatz

Die Fachärzte und -ärztinnen für Rechtsmedizin arbeiten meist nach festgelegtem Wechsel auch samstags sowie sonn- und feiertags und leisten Schicht-, Nacht- und Bereitschaftsdienst.

Verwaltung und Forschung

Nicht nur die Diagnose gehört zu ihren Aufgaben: Alle Maßnahmen müssen genau dokumentiert werden. So erstellen Fachärzte und -ärztinnen für Rechtsmedizin z.B. teils sehr ausführliche gerichtliche Gutachten.

Wenn sie an medizinischen Forschungsvorhaben beteiligt sind, arbeiten Fachärzte und -ärztinnen für Rechtsmedizin auch in Forschungslabors. Beispielsweise an Universitätskliniken übernehmen sie ggf. auch Aufgaben in der Ausbildung von Medizinstudenten/studentinnen und Assistenzärzten und -ärztinnen, halten z.B. Übungen in Hörsälen ab oder leiten junge Kollegen/Kolleginnen bei Untersuchungen an. Ihr medizinisches Wissen tauschen sie auf internationalen Kongressen mit Fachkollegen und -kolleginnen aus. Dazu, wie auch zum Lesen der meist in englischer Sprache verfassten Fachliteratur, benötigen sie Fremdsprachenkenntnisse.



Arbeitsbedingungen im Einzelnen Facharzt/-ärztin - Rechtsmedizin

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Computertomografen oder Ultraschallgeräte)

  • Bildschirmarbeit (z.B. rechtsmedizinische Gutachten verfassen)

  • Präzisions-, Feinarbeit (z.B. Leichname rechtsmedizinisch sezieren)

  • Arbeit im Labor

  • Arbeit in medizinischen Einrichtungen/Praxen

  • Infektionsgefahr (Hygienevorschriften beachten, Desinfektionsmittel zur Reinigung von Händen und Arbeitsgeräten verwenden)

  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. beim Röntgen eines Leichnams Tragen von Bleischürzen)

  • Umgang mit Körpergeruch, Ausscheidungen (z.B. Blut-, Sperma- und Speichelspuren untersuchen)

  • Umgang mit kranken und verletzten Menschen (Verletzungen bei Lebenden beurteilen, z.B. in Fällen von Kindesmisshandlung und Sexualdelikten)

  • Verantwortung für Personen (z.B. die Haft- und Verhandlungsfähigkeit bei rechtsmedizinischen Untersuchungen bei Lebenden beurteilen)

  • Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft

  • Schichtarbeit



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